Tag Archiv: Europawahl

Wahlergebnisse Europawahl 2019

Das vorläufige Ergebnis des Kreisverwaltungsreferates München zur Europawahl 2019 (Stand: 26.05.19, 22:07 Uhr) liegt vor:

 

© Statistik: KVR

Insgesamt wurden 607.187 Stimmen von 928.090 Wahlberechtigten gezählt, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 65,4%.

 

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Im Vergleich die deutschlandweite Hochrechnung:

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Vielen Dank an alle, die an der Europawahl 2019 teilgenommen haben.

Weitere Videos zur Europawahl sowie unsere "münchen.tv für Europa"-Serie sind in unserer Mediathek zu finden.

Augsburg: CSU-Europapolitiker Ferber kreidet Seehofer Wahlschlappe an

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber macht Parteichef Horst Seehofer für die Schlappe bei den Europawahlen verantwortlich.   «Bei der Europawahl hat uns sicher geschadet, dass viele Themen, die wir vor der Landtags- und Bundestagswahl vertreten haben, bei den Koalitionsverhandlungen ohne große Diskussionen still einkassiert wurden», sagte Ferber der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag). Seehofer habe CSU-Forderungen nach Steuererleichterungen und mehr Bürgerbeteiligung auf Bundesebene preisgegeben. Auch deshalb seien viele CSU-Anhänger zu Hause geblieben, sagte Ferber und forderte, die kalte Steuerprogression in dieser Legislaturperiode anzupacken.  

Forderung nach mehr Profilstärke

  Der bayerische Junge-Union-Chef und Landtagsangeordnete Hans Reichhart unterstützte diese Forderung: «Es ist nicht verständlich, warum wir als CSU jetzt nicht beim Thema Bekämpfung der kalten Progression klare Kante zeigen.» Der CSU fehle es an Profilstärke in der Wirtschaftspolitik, sagte Reichert der «Augsburger Allgemeinen». Der CSU-Vorstand will auf einer Klausur an diesem Samstag über die Konsequenzen aus dem Europawahl-Ergebnis sprechen.   RG / dpa

Seehofer wirft Huber parteischädigendes Verhalten vor

CSU-Chef Horst Seehofer hat seinem Vorgänger Erwin Huber wegen dessen anhaltender Kritik parteischädigendes Verhalten vorgeworfen.   «Was Erwin Huber sagt, das kann wirklich niemanden überraschen. Das macht er seit sechs Jahren – manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Intensität», sagte Seehofer in einem Interview mit der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstag). «Aber das hat nur eine Wirkung, eine einzige: Das schadet der CSU, sonst gar nix.»  

Wahlpleite bei der Europawahl

  Nach der jüngsten Wahlpleite der Christsozialen bei der Europawahl hatte Huber in einem «Spiegel»-Interview Seehofers Führungsstil scharf kritisiert und ihm autoritäres Gehabe vorgeworfen. Zugleich hatte er rasche Klarheit über die Nachfolge von Seehofer gefordert.   Seehofer lehnte in dem Interview eine vorgezogene Personaldebatte ab. «Es gibt überhaupt keinen Anlass, holterdiepolter die Zukunft zu regeln», sagte der bayerische Ministerpräsident. «Ja, sollen wir jetzt dreieinhalb Jahre bis 2017 eine Personaldebatte führen? Da sag‘ ich: Dann brauchen wir über die Verteilung der Positionen nach der Wahl nicht mehr zu reden, weil wir dann nichts mehr zu verteilen haben.»  

Warnschuss zur richtigen Zeit

  Das schwache Abschneiden bei der Europawahl sei ein «Warnschuss» gewesen, betonte Seehofer. Seit November habe es «diese Debatte über den Führungsstil» gegeben, kritisierte Seehofer und schlussfolgerte: «Diese Neigung zur Selbstbeschäftigung gefällt den Leuten nicht.»   RG / dpa

CSU-Personaldebatte – Hasselfeldt bremst Seehofer-Kritiker

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, hat Parteichef Horst Seehofer gegen parteiinterne Kritik verteidigt.   «Ich glaube, wir sollten uns schon auch daran erinnern, dass es Horst Seehofer war und ist, der die CSU wieder erfolgreich gemacht hat», sagte sie am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Mit dem Ministerpräsidenten Seehofer habe die Partei die absolute Mehrheit in Bayern wieder erreicht und auch im Bund gute Ergebnisse erzielt.  

Bitteres Ergebnis bei der Europawahl

Den Absturz auf 40 Prozent bei der Europawahl Ende Mai wolle sie «gar nicht beschönigen. Das ist ein bitteres Ergebnis, das Anlass gibt nachzudenken: Woran lag es?», sagte Hasselfeldt. Den gemeinsamen Wahlkampf müsse die CSU nun «gemeinsam inhaltlich auch analysieren». Zur Forderung von Ex-Parteichef Erwin Huber, Seehofers Nachfolge rasch zu regeln, sagte sie: «Wir haben jetzt 2013. Ich bin dafür, dass wir die Probleme dann lösen, wann wir sie zu lösen haben.»   Laut Hasselfeldt ist eine Auseinandersetzung mit der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD), die bei der Europawahl auch der CSU viele Stimmen weggenommen hatte, notwendig. «Wir müssen die Wählerinnen und Wähler ernst nehmen, die AfD gewählt haben, die Argumente, die dazu geführt haben. Wir müssen uns damit auseinandersetzen. Aber wir dürfen sie auch nicht überbewerten.» Auch die Piraten seien hochgeschrieben worden und spielten nun keine Rolle mehr. Die Spitze der Schwesterpartei CDU lehnt jede Zusammenarbeit mit der AfD ab. Dieser Kurs ist bei konservativen CDU-Politikern aber umstritten.     RG / dpa
Beschilderung zum Wahlraum

München: Europa-Wahlbeteiligung steigt

Die Wählerinnen und Wähler der Landeshauptstadt München zeigen, dass sie ihre Wahl zum Europaparlament ernster nehmen als früher – knapp 46 Prozent gingen bei der Europawahl an die Wahlurnen. Auch wenn das eine Verbesserung der Wahlbeteiligung um 2,5 Prozentpunke gegenüber 2009 bedeutet, bedeutet es auch, dass mehr als jeder zweite Wahlberechtigte in München NICHT gewählt hat. Nach Stadtteilen aufgeschlüsselt, stellt sich die Wahlbeteiligung für die Europawahl 2014 wie folgt dar:  

So wahlfreudig waren die Stadtteile in München

_____________________________________________________2014________2009
1 Altstadt-Lehel 49,7% 46,7%
2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 47,9% 44,9%
3 Maxvorstadt 47,8% 45,1%
4 Schwabing-West 49,2% 46,5%
5 Au-Haidhausen 49,8% 45,1%
6 Sendling 46,9% 44,5%
7 Sendling-Westpark 45,0% 41,7%
8 Schwanthalerhöhe 44,7% 41,2%
9 Neuhausen-Nymphenburg 48,5% 46,0%
10 Moosach 41,8% 38,9%
11 Milbertshofen-Am Hart 36,9% 36,0%
12 Schwabing-Freimann 45,9% 43,1%
13 Bogenhausen 49,0% 46,2%
14 Berg am Laim 41,6% 39,2%
15 Trudering-Riem 46,5% 44,3%
16 Ramersdorf-Perlach 41,4% 39,6%
17 Obergiesing-Fasangarten 42,2% 39,0%
18 Untergiesing-Harlaching 48,7% 44,3%
19 Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln 47,6% 46,0%
20 Hadern 47,1% 44,5%
21 Pasing-Obermenzing 50,3% 47,4%
22 Aubing-Lochhausen-Langwied 42,9% 41,8%
23 Allach-Untermenzing 46,8% 45,3%
24 Feldmoching-Hasenbergl 37,3% 36,6%
25 Laim 44,7% 41,9%
  ________________________________________________________________________________________ Die höchste Wahlbeteiligung fand sich somit in den folgenden Stadtbezirken: 1.    Pasing-Obermenzing 50,3% 2.    Au-Haidhausen 49,8% 3.    Altstadt-Lehel 49,7% 4.    Schwabing-West 49,2% 5.    Bogenhausen 49,0% Die niedrigste Wahlbeteiligung gab es in den folgenden Stadtbezirken: 1.    Milbertshofen-Am Hart 36,9% 2.    Feldmoching-Hasenbergl 37,3% 3.    Ramersdorf-Perlach 41,4% 4.    Berg am Laim 41,6% 5.    Moosach 41,8% In folgenden Stadtbezirken ist die Wahlbeteiligung am wenigsten gestiegen: 1.    Feldmoching-Hasenbergl (36,6% –> 37,3%) 2.    Milbertshofen-Am Hart (36,0% –> 36,9%) 3.    Aubing-Lochhausen-Langwied (41,8% –> 42,9%) 4.    Allach-Untermenzing (45,3% –> 46,8%) 5.    Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (46,0% –> 47,6%) Am stärksten gestiegen ist die Wahlbeteiligung in folgenden Stadtbezirken: 1.    Au-Haidhausen (45,1% –> 49,8%) 2.    Untergiesing-Harlaching (44,3% –> 48,7%) 3.    Schwanthalerhöhe (41,2% –> 44,7%) 4.    Sendling-Westpark (41,7% –> 45,0%) 5.    Obergiesing-Fasangarten (39,0% –> 42,2%) Die Daten entstammen Erhebungen der Initiative „Ich wähle mit“. Deren Sprecher Robin Eisenreich mahnt:
„Nach der schlechten Wahlbeteiligung bei Kommunalwahl muss man den Anstieg der Wahlbeteiligung bei der heutigen Europawahl in München um 2,6 Prozentpunkte bereits als Erfolg sehen, obwohl der bundesweite Anstieg größer ausgefallen ist.“
  adc / IWM
Wahl, Kreuz, Politik, wählen, © Symbolbild

Europawahl am 25. Mai – was man wissen muss

Am 25. Mai findet in der Landeshauptstadt München die Wahl zum 8. Europäischen Parlament statt. Die Europawahl wird in einem fünfjährigen Turnus durchgeführt. hier haben wir für Sie alles Wissenwerte zur organisation der wahl zusammengefasst. Wer darf wählen? Wählen dürfen alle Deutschen sowie Staatsangehörige der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, sofern sie am Wahltag – 18 Jahre alt sind – seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik Deutschland oder in einem der übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eine Wohnung haben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten (Stichtag 25. Februar 2014) – im Wählerverzeichnis eingetragen sind – und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Wie funktioniert die Briefwahl? Die Briefwahlunterlagen enthalten neben einem Wahlschein einen Stimmzettel, einen Stimmzettelumschlag und einen hellroten Wahlbriefumschlag, in den der Stimmzettelumschlag mit dem Stimmzettel und der Wahlschein eingelegt werden müssen. Eine genaue Anleitung (Merkblatt für die Briefwahl) liegt den Briefwahlunterlagen bei.     Die Beantragung ist wie folgt möglich: – Antrag per Post/Fax Briefwahlunterlagen können mit dem auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindlichen Vordruck beantragt werden. Die postalische Beantragung sollte bis Mittwoch, 21. Mai, im Wahlamt vorliegen.     – Antrag per Internet Briefwahlunterlagen können zudem im Internet unter www.briefwahlmuenchen.de online beantragt werden. Die Online-Beantragung ist bis Mittwoch, 21. Mai, 12 Uhr, möglich. – Antrag persönlich Eine persönliche Abholung der Briefwahlunterlagen ist bis Freitag, 23. Mai, 18 Uhr, in den Wahlbüros der Landeshauptstadt München möglich. Dort kann auch gleich vor Ort gewählt werden. Briefwahlunterlagen können unabhängig von der Wohnadresse in jedem Wahlbüro beantragt werden. Weitere Informationen Das umfangreiche Pressepapier zur Europawahl ist im Internet unter www.wahlamt-muenchen.de „Aktuelles“ abrufbar. Für alle Fragen rund um die Durchführung der Europawahl steht die Wahl- Hotline im Kreisverwaltungsreferat unter der Telefonnummer 2 33-9 62 33 zur Verfügung.     jn / rathausumschau
CSU-Parteizentrale von außen, © Die Parteizentrale der CSU in München

CSU-Vorstand bereitet Europa-Parteitag vor

Heute kommt die CSU-Spitze zu einer Sitzung in München zusammen. Die Europawahl im Mai steht dabei im Mittelpunkt. Am kommenden Samstag wird bei einem kleinen Parteitag in München die CSU-Liste aufgestellt. Spitzenkandidat soll der schwäbische CSU-Bezirksvorsitzende und Europagruppenchef Markus Ferber werden. Auf Platz zwei wird die Oberbayerin Angelika Niebler antreten, auf Platz drei der niederbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Manfred Weber. Als vierte ist die frühere bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier gesetzt, die in Oberfranken antritt. CSU-Chef Horst Seehofer will dem Vorstand die Reihung der Liste erläutern. Seehofer zeigt sich zuversichtlich. Die CSU habe die Chance, 50 Prozent der Stimmen zu erhalten. Nicht auf der CSU-Europaliste kandidiert der stellvertretende Parteivorsitzende Peter Gauweiler, der nach Seehofers Willen aber trotzdem eine wichtige Rolle im Europawahlkampf spielen soll. rr/dpa