Tag Archiv: Evakuierung

© Symbolfoto eines Polizeieinsatzes

Evakuierung wegen Fliegerbombe: Polizei spricht von „uneinsichtigen Bürgern“

Mitten auf dem BMW-Gelände in München ist eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Ganz reibungslos verlief der Einsatz nicht. Denn nicht nur die Bombe selbst machte Probleme – sondern auch die Sturheit einiger Münchner.

Weiterlesen

Moosach: Explosionsgefahr in Schule

Der Schulkomplex in der Gerastraße wurde evakuiert. Mittwochmorgen bestand die Gefahr einer Explosion, am späten Vormittag konnte die Polizei Entwarnung geben.  Schüler und Anwohner waren bereits durch die Polizei und Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden.

 

Im Schulzentrum in der Moosacher Gerastraße herrschte am frühen Mittwochmorgen absolutes Chaos.
Nach einem Alarm wurden die Schüler des Schulzentrums, welches aus Gymnasium, Real- und Grundschule besteht, von Polizei und Feuerwehr zu Sammelpunkten gebracht.
Circa 20 Streifenwagen der Polizei und 50 Feuerwehrwagen waren vor Ort um die 2000 Schüler zu evakuieren.

 

Anwohner erklärten, was sie von der Polizei erfahren hatten: es bestand akute Explosionsgefahr!
Die Moosacher wurden bereits von den Einsatzkräften gewarnt, die Straßen im Umkreis weiträumig abgesperrt. Zwischenzeitlich kreiste ein Helikopter über dem Einsatzgebiet.

 

Angaben zufolge hatte eine Chemielehrerin nach dem Unterricht am Dienstag die Abfälle in einen Spezialbehälter gekippt. Am Morgen war ihr dann der Gedanke gekommen, dass die Stoffe mit anderen Stoffen, die sich bereits im Behälter befunden hatten, reagiert haben könnten und sie alarmierte die Feuerwehr.

Auch eine Matheabschlussprüfung der Realschule drohte auszufallen, sie konnte jedoch in der benachbarten Schule in der Leipziger Straße geschrieben werden.

 

Offenbar besteht mittlerweile aber keine akute Explosionsgefahr mehr, die Schule ist wieder geöffnet.

 

Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir wie gewohnt auf unserer Internetseit www.muenchen.tv

 

rg / dpa

 

 

München – Milbertshofen: Fliegerbombe entschärft

Am Dienstagabend ist bei Bauarbeiten in der Schleißheimer Straße eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entdeckt worden. Nachts wurde der Blindgänger entschärft.

Bei Aushubarbeiten hat ein Bauarbeiter auf einem ehemaligen Sportplatz der Bundeswehr eine aufgeplatzte 250 kg schwere Fliegerbombe entdeckt. In Absprache mit dem Sprengmeister richteten die Einsatzkräfte einen Absperrbereich von 300 Meter rund um die Fundstelle ein. Die im Absperrbereich gelegenen Gebäude am Schätzweg mussten von den Einsatzkräften evakuiert werden. Die Schleißheimer Straße und der Schätzweg wurden für den Straßenverkehr gesperrt. Sechs Personen aus dem Evakuierungsgebiet kamen für die Dauer der Entschärfungsarbeiten im Forschungs- und Ingenieurszentrum der Firma BMW unter. Um sicher zu stellen, dass sich keine Personen mehr in dem Bereich aufhalten überflog ein Polizeihubschrauber das Gebiet und kontrollierte mit einer Wärmebildkamera das Gelände. Gegen 23.15 Uhr konnte die Bombe vom Sprengmeister soweit unschädlich gemacht werden, dass sie transportiert und auf dem Bundeswehrgelände in Hochbrück entsorgt werden kann. Anschließend konnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen und der Straßenverkehr freigegeben werden.

Kein ungewöhnlicher Fund

Immer wieder werden bei Bauarbeiten in München Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Vor allem amerikanische, 250 Kilogramm schwere Bomben mit einem sogenannten Aufprallzünder werden gefunden. Wenn diese aus zu geringer Höhe abgeworfen worden sind, konnte sich der Aufprallzünder nicht weit genug in die Bombe drücken, um sie so zum Explodieren zu bringen.
Lediglich die Bombe, die am 28. Augsut 2012 in der Schwabinger Feilitzschstraße gefunden wurde, hatte einen chemischen Zünder, der auch noch nach Jahren aktiv sein kann. Entsprechend zog sich damals die Entschärfung, die schließlich scheiterte, und die späetere Sprengung einige Zeit lang hin.
mh / Feuerwehr / Polizei