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Exportzahlen in Bayern sinken weiter

Internationale Handelskonflikte und der drohende Brexit hinterlassen ihre Spuren in der bayerischen Exportwirtschaft. Im ersten Halbjahr 2019 haben Unternehmen im Freistaat Waren im Wert von 95,8 Milliarden Euro exportiert, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag mitteilte. Das waren 1,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark gingen mit minus 6 Prozent Ausfuhren ins Vereinigte Königreich zurück. Dieses zählt in der EU mit einem Exportvolumen von fast 6,6 Milliarden Euro zu den wichtigsten Ausfuhrländern für Bayern. Auch Asien trug mit minus 5,8 Prozent erheblich zu den – aus Sicht bayerischer Unternehmen – schlechten Zahlen bei.

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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner spricht im bayerischen Landtag, © Ilse Aigner im Landtag

Bayerische Wirtschaft brummt – Aigner fordert Entlastung von Unternehmen

Die bayerische Wirtschaft ist 2016 um 2,1 Prozent gewachen und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt.  Auch die Arbeitslosigkeit ist niedriger als in jedem anderen Bundesland. Doch Wirtschaftsministerin Aigner will mehr – und fordert weitere Entlastungen für Unternehmen.

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Die bayerische Flagge über dem Landtag

Bayern: Freistaat wird wohl Wirtschaftsmacht in Deutschland

Die bayerische Wirtschaft wird laut einer Studie auch in den kommenden zweieinhalb Jahrzehnten von ihrer starken Exportorientierung profitieren. In der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft beauftragten Studie geht die Prognos AG von einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum im Freistaat von 1,5 Prozent bis 2040 aus, das wären 0,2 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Allerdings sind konkrete Wachstumsprognosen selbst für die nahe Zukunft nur schwer möglich und müssen deshalb häufig revidiert werden.

Bayerische Produkte – ein Verkaufsschlager

Wesentliche Wachstumsimpulse liefere auch im Freistaat der private Konsum, doch dürfte der Beitrag des Außenhandels höher ausfallen als im Bund. «Ein knappes Drittel des Wachstums bis 2040 ist darauf zurückzuführen, bundesweit sind es nur 20 Prozent», hieß es. Die Industrie und hier vor allem die Schlüsselbranchen Fahrzeugbau, Elektroindustrie, Maschinenbau und chemische Industrie, dürfte auch künftig wesentlichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg Bayerns haben. Mit Ausnahme der chemischen Industrie seien diese Branchen in Bayern auch überdurchschnittlich vertreten. «Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass diese Konzentration auch ein gewisses Risiko birgt», hieß es.

 

Bayern arbeitet weiter, während die anderen altern

Bayern komme zugleich zugute, dass der demografische Wandel langsamer fortschreiten dürfte als im Bundesschnitt. Für die Bevölkerung im Freistaat prognostiziert die Studie noch bis 2027 eine Zunahme, im Jahr 2040 werde die Einwohnerzahl dann nur leicht unter dem aktuellen Stand liegen, hieß es. Zudem dürfte die Zahl der Erwerbstätigen lediglich um knapp fünf Prozent abnehmen, während bundesweit mit einem Minus von gut neun Prozent gerechnet wird.

dpa