Tag Archiv: Fälschung

Gefälschter Preußischer Heimatschein, © Fantasiedokumente eigenen sich nicht zum Reisen und beenden diese noch bevor sie angefangen hat

„Heimatschein des Freistaates Preußen“ – Dokumentfälschung mal anders

Gestern, am 30.03.2017, versuchten drei Reisende am Münchner Flughafen ihr Glück mit gefälschten Ausweisdokumenten. Sie wollten von Deutschland ins Ausland reisen – ihre Versuche scheiterten teils nicht nur an den schlechten Fälschungen an sich, sondern bereits an der Idee: Weiterlesen

Alles begann in München: Europaweite Durchsuchungen wegen gefälschten Ausweisen

In ganz Europa finden heute in insgesamt 170 verschiedenen Objekten Durchsuchungen statt. Das BKA und Europol wollen damit einen großen Schlag gegen die organisierte Fälschung von Ausweisen landen. Auf die Spur kamen die Ermittler durch eine Einbrecherbande, die in München geschnappt wurde.

 

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München: Strafanzeige statt Arbeit in Österreich

Außerplanmäßig endete am Freitag (4. Juli) bereits in München die Österreichreise einer Dominikanerin. Die 26-Jährige hatte bei der Einreisekontrolle am Münchner Airport versucht, die Bundespolizisten mit einem gefälschten belgischen Aufenthaltstitel zu täuschen. Die Beamten nahmen die Frau vorläufig fest.

 

Die dominikanische Staatsangehörige hatte den Bundespolizisten bei ihrer Einreise aus Punta Cana ihren dominikanischen Reisepass und eine belgische Aufenthaltskarte vorgelegt, die sie als Familienmitglied eines EU-Staatbürgers auswies. Zu den Reiseumständen befragt, verstrickte sich die junge Frau zunehmend in Widersprüche. Außerdem stellten die Beamten mit geschultem Auge fest, dass der Reisepass zwar echt, die Aufenthaltskarte aber gefälscht war.

 

Bei der Vernehmung gab die Frau schließlich zu, noch nie in Europa gewesen zu sein und auch keine europäischen Verwandten zu haben. Den belgischen Aufenthaltstitel habe sie vor einem Jahr von einem in Belgien lebenden Landsmann für umgerechnet etwa 1.300 Euro gekauft. Nachdem sie das Geld überwiesen hatte, habe der Unbekannte ihr die Karte per Post zugeschickt. Jetzt sei sie auf dem Weg nach Österreich, wo sie in Zukunft leben und im Reinigungsgewerbe arbeiten wolle.

 

Daraus wurde nichts. Stattdessen musste die Dominikanerin am Sonntagvormittag (6. Juli) mit einer Anzeige wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise im Gepäck nach Punta Cana zurückfliegen.

 

RG / Polizei

Angeklagter bestreitet Fälschung tausender Monatskarten

Wegen Fälschung tausender Monatskarten des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) im Wert von weit mehr als einer halben Million Euro muss sich ein Mann seit Dienstag vor dem Münchner Landgericht verantworten.

 

Laut Anklage hatte sich der Gelegenheitsarbeiter echte Fahrkartenrollen beschafft und von September 2010 bis Mai 2011 monatlich bis zu 1300 falsche «IsarCards» im Wert von 54 bis 153 Euro produziert. Zum Prozessauftakt bestritt der 43-Jährige das. Er habe allenfalls ein paar Dutzend falsche Fahrkarten einem Bekannten abgenommen und sie an Freunde und Angehörige weitergegeben.

 

Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Urkundenfälschung angeklagt. Der Schaden für den MVV soll im oberen sechsstelligen Bereich liegen. Der seit neun Jahren in Deutschland lebende Argentinier war als Bauunternehmer gescheitert und hatte einen Offenbarungseid leisten müssen. Zuletzt habe er nur noch gejobbt, sagte der zweimal geschiedene Vater von zwei Kindern, der wegen regelmäßigen Fahrens ohne Führerschein vorbestraft ist. Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt.

 

Das Landgericht hat in den vergangenen zwei Jahren bereits zwölf Monatskartenfälscher verurteilt zu Strafen bis zu dreieinhalb Jahren.

 

RG / dpa

Sechsstelliger Schaden durch gefälschte Monatskarten

Ein 42-jähriger Münchner muss sich wegen Fälschung von MVV-Monatsmarken vor Münchner Landgericht verantworten. Dem MVV sind Einnahmen in sechsstelliger Höhe entgangen.

 

Er soll im großen Stil Monatskarten des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) gefälscht und verkauft haben: Von Dienstag (9.00 Uhr) an steht ein 42-Jähriger vor dem Münchner Landgericht. Laut Anklage hatte er sich Originalfahrkartenrollen beschafft, sie bedruckt und die «IsarCards» auf den Markt gebracht. Von September 2010 bisMai 2011 habe der Mann monatlich bis zu 1300 Falsifikate im Nennwert von 54 bis 153 Euro pro Karte produziert.

 

Schaden in sechsstelliger Höhe

 

Dem MVV seien dadurch Einnahmen in sechsstelliger Höhe entgangen, so die Staatsanwaltschaft. Gegen den Angeklagten verhandelt das Gericht voraussichtlich an vier Tagen.

 

Die Fahrgäste des MVV kritisieren die immer wiederkehrenden Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr.
Fälschungen von Fahrkarten, sowie  Schwarzfahrer verursachen jährlich ernorme Kosten, die auch einen Anteil an den Preiserhöhungen haben.

 

RG / dpa