Tag Archiv: Festwiese

Ein Blick über die Festwiese

Oktoberfest 2016: Wiesn wird heuer vollständig eingezäunt

Das Oktoberfest wird dieses Jahr offenbar komplett eingezäunt. Das erklärte Polizeipräsident Hubertus Andrä am Rande einer Pressekonferenz. Dies ist laut den Beamten für eine sinnvolle Zugangskontrolle auf die Festwiese unumgänglich. Zuletzt gab es um das Sicherheitskonzept viele Diskussionen.

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Oktoberfest 2014 Flirt-Tipps

Oktoberfest: Der münchen.tv Wiesn-Flirt-Knigge Teil II

Nachdem wir im ersten Teil unseres großen münchen.tv Wiesn-Flirt-Knigges die wichtigsten Tipps für schneidige Buam zusammengetragen haben, widmen wir uns heute den feschen Madln auf der Wiesn. Auch wenn bei Ihnen die Schürzenschleife momentan noch links sitzt (Single), müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn das kann sich auf dem größten Volksfest der Welt ganz schnell ändern. Und vielleicht singen sie ja schon bald aus voller Brust: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben…“

 

Heute: Der Wiesn-Flirt-Knigge für fesche Madln:

 

1. Wie erkenne ich ob er  Single ist?  
Zuerst mal gar nicht. Denn während der Beziehungsstatus der Madln an der Schürze abgelesen werden kann, heißt es bei den Jungs Probieren geht über Studieren.  Einen geheimen Lederhosen-Code gibt´s (bislang) noch nicht. Am besten hilft also immer noch einfach anlächeln oder ansprechen und auf die Körpersprache des Gegenübers achten.
Übrigens Ladies:  Wenn sich um den Ringfinger ein helle Hautstelle abzeichnet, ist das keine seltene Hautkrankheit, sondern die Spuren von einem Ehering der in der Lederhosentasche verschwunden ist…

 

2. Die Macht der Tracht
Das Tolle am Dirndl ist, dass es eine wunderschöne Figur zaubert,  auch wenn Frau ein paar Kilo zu viel auf den Hüften hat. Auf der Wiesn darf man zeigen, was man hat: ‚Holz vor der Hüttn‘ erhöht die Flirt-Chancen enorm. Denn wir wissen ja, Männer schauen immer zuerst in die „Augen“ 😉 Wer nicht von Natur aus mit einem tollen Dirndl-Dekolleté gesegnet ist, der hilft einfach mit einem Dirndl Push-Up BH nach (bitte keine Socken in´s Dirndl stecken). Ein fesches Dirndl sollte mindestens bis zum Knie gehen. Mini-Dirndl oder Dirndl ohne Bluse wirken schnell billig und haben mit bayerischer Tracht so gut wie gar nichts mehr zu tun.
Ganz wichtig ist: Dirndl und Schürze sollten immer sauber und ordentlich gebügelt sein.
Besonders süß zum Dirndl: Flechtfrisuren, wollweiße Trachten-Janker, Hut mit Feder.
Das geht gar nicht: Flip-Flops, Turnschuhe, Jeansjacke, Leggins oder Dirndl-Faschingskostüme.

 

3. Wie spreche ich ihn an?
Meist genügt auf der Wiesn schon ein nettes Lächeln. Die Herren der Schöpfung sind in Feier- und Flirtlaune, da fällt es nicht schwer, in Kontakt zu kommen. Einfach ansprechen funktioniert hier ebenfalls fast immer. Näher kommt man sich auch ganz leicht beim gemeinsamen Schunkeln auf der Bierbank. Singen sie doch einfach bei folgender Textzeile mit und blicken ihm dabei ganz tief in die Augen:  „I sing a Liad fia di und do frogst du mi, mogst mid mia tanzn geh, i glaub i steh auf di…“ Das klappt bestimmt! Am Italiener Wochenende (Mittleres Wiesn-WE) müssen sie sich übrigens überhaupt keine Gedanken machen, wie sie jemanden ansprechen. Sie werden sich vor lauter „Ciao Bella“-Rufen kaum retten können.


4. Contenance, Ladies!

Wenn sie vorhaben, einen feschen Buam kennenzulernen, schauen Sie lieber nicht zu tief in den Maßkrug. Nicht vergessen: Das Oktoberfestbier ist stärker als normales und macht damit auch schneller betrunken. Angeheitert zu sein ist absolut ok, aber trotzdem sollten Sie Ihr Limit kennen! Es gibt nämlich fast nichts Undamenhafteres als eine sturzbetrunkene Frau, die lallend, mit verschmiertem Make-up und zerrissener Strumpfhose über die Wiesn stolpert. Zuviel Alkohol macht unsexy und ist außerdem gefährlich. Und ganz ehrlich: Neben einer Gruppe betrunkener Australier auf dem Hügl unter der Bavaria aufzuwachen war wohl auch nicht Ihr Plan. P.S.: Eine echte Wiesn-Lady nascht gerne von ihr angebotenen süßen Schmankerln wie z.b. Zuckerwatte, Mandeln oder Schokoerdbeeren, lässt sich aber nicht (nein, niemals) hinterm Zelt vernaschen!!!

 

5. Wiesnrundgang
Sie haben eine Rosenkavalier an der Angel und schlendern mit ihm über die Festwiese. Der alte „Mir ist so kalt“-Trick funktioniert bestimmt auch auf der Wiesn. Wenn er ihnen den Trachtenjanker gibt, anstatt den Arm um sie zu legen, dann ist Ihnen halt noch ein bißchen kälter 😉  Fahren sie zusammen Riesenrad oder Krinoline (das sind Fahrgeschäfte zum Verlieben) Vergessen sie nicht, ihn ausgiebig zu bewundern ,wenn er ihnen eine Rose schießt oder bei Hau den Lukas zeigt, was er für ein toller Kerl ist. Alle Männer wollen die Größten, Stärksten und Coolsten sein (Sätze wie du bist so süß/nett lieber erstmal vermeiden) Ein Bummel über die oide Wiesn lohnt sich für´s perfekte Oktoberfest Happy End ganz bestimmt. Dort ist es weniger hektisch und gerade in den Abendstunden herrlich nostalgisch und romantisch. Und dann gibt´s vielleicht auch schon bald einen ersten Kuss unter den funkelnden Lichtern der Wiesn…Hach, ist das schön!!! Und  möglicherweise läuten ja dann auf der Wiesn 2015 schon die Hochzeitsglocken.

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Für fesche Buam: Richtig Anbandeln mit dem münchen.tv Wiesn-Flirt-Knigge 

Alle Oktoberfest Informationen finden sie auch hier, oder auf unserer neuen Facebook-Seite Oktoberfest Live.

Oktoberfest 2013: „Papa, lebt der noch?“ Ein Wiesn-Anwohner erzählt!

Des einen Freud ist des anderen Leid! Während sich viele extra Urlaub nehmen um die Wiesn in München besuchen zu können gibt es auch einige Anwohner die sich Urlaub nehmen um zu flüchten. Denn Dauerbeschallung, betrunkene Wiesn-Besucher im Vorgarten, Müllberge vor der Haustüre und Verkehrsbehinderungen stehen jetzt auf  der Tagesordnung. Doch neben dem größten Volksfest der Welt zu wohnen hat trotz Allem auch seinen Reiz. Daniel lebt mit seiner Frau und seinen drei Söhnen direkt an der Festwiese. Heute ist er im münchen.tv Interview:

Wie erlebst Du als Anwohner die Oktoberfestzeit in München?

Daniel: Der Aufbau ab Juli ist immer sehr interessant für große und kleine Jungs. Da gibt es so viel zu sehen. Die zwei Wochen überstehen wir dann schon… Und rund ums Jahr gibt es ja noch viele andere tolle Angebote  und Möglichkeiten auf der Wiesn, auf die man sich freuen kann.

Und wie ist es für Deine Kinder?

Daniel: Sie sind natürlich begeistert von den vielen Fahrgeschäften. Der große macht schon beim Aufbau Pläne, womit er wann fahren will.

Was war das lustigste/skurrilste das Du je als Wiesn-Anwohner erlebt hast?
Daniel: Es gab da zwei, die sich in unserem Garten vergnügt haben. Auf meine Frage, ob sie denn kein Zuhause hätten, sagte sie nur: „Hast Du mal `ne Zigarette, Du Charmeur?“

Es hat ja aber auch Vorteile direkt neben dem  größten Volksfest der Welt zu wohnen, oder?

Daniel: Die Theresienwiese als Vorgarten zu haben ist 50 Wochen im Jahr großartig für die ganze Familie! Theoretisch könnte ich ja sogar nach dem Wiesn-Besuch Heim robben, aber das war noch nie nötig und wird auch nicht passieren. Zimmer untervermieten wäre lukrativ, ist aber zum Glück verboten.

Schon Bekanntschaft mit den sogenannten „Wiesn-Wild-Bislern“ gemacht?

Daniel: Klar, bisher jedes Jahr. Seit wir unsere Gartentore abends absperren, ist es allerdings seltener geworden. Fast ein bisschen zum Leidwesen meines ältesten Sohnes, der es geliebt hat, vom Balkon aus mit der Wasser-Pumpgun zurückzuschießen. Auch die übrigen Hinterlassenschaften sind zahlreich und bemerkenswert. Zum Glück ist die Stadtreinigung meist fertig, wenn ich morgens das Haus verlasse. Und wenn´s ganz gut läuft, dann regnet es auch mal.

Wie oft gehst du mit Deiner Familie in den zwei Oktoberfestwochen auf die Wiesn? Seid ihr trotzdem noch Wiesn-Fans?

Daniel: An den Familientagen, dem Geburtstag unseres Ältesten, der jedes Jahr während der Wiesn ist, und den Schönwettertagen. Die Wiesn als Volksfest ist zu recht berühmt und beliebt. Was mittlerweile daraus wurde nicht immer… Beispielsweise kotzende Untote in vogelwilden Kostümen. Zum Glück gibt’s jetzt die Oide Wiesn.

Wie könnte die Wiesn-Zeit Deiner Meinung nach für Anwohner noch angenehmer gemacht werden?

Daniel: Gut fände ich, wenn es für die Anwohner wie beim Tollwood  üblich eine kleine Entschädigung geben würde in Form von Gutscheinen. Da würden 150 € schon reichen für eine halbe Stunde Spaß für den Großteil der Familie 🙂 Schließlich wächst das Geld ja auch auf der Wiesn – auch wenns Hubert von Goisern nicht glaubt.

Und was hast du sonst noch zum Thema „Wohnen an der Wiesn“ zu sagen?

Daniel: Dank der Wiesn werden die Kinder schon sehr früh an die Erkennung von Vergiftungserscheinungen und die Beurteilung der Vitalzeichen herangeführt: „Papa, lebt der noch?“ Die Sperrung des Bavariarings bringt uns nicht nur einen relevanten Sicherheitsgewinn, sondern beschert uns auch ruhigere Wiesn-Wochen. Und mit der Einfahrtsgenehmigung können wir trotz Schulpflicht auch mal kurzfristig dem Trubel entfliehen.

Interview: Monika Eckert