Tag Archiv: Fluss

Blaulicht der Polizei, © Symbolfoto: Blaulicht der Polizei

Großes Fischsterben im Auer Mühlbach geklärt

Ein größeres Fischsterben im Auer Mühlbach ist nach über 2 Monaten geklärt. Grund ist eine nicht mehr richtig funktionierende Pumpe des Tierparks Hellabrunn, der Teile seines Wassers in den Bach einleitet . Im August waren im Auer Mühlbach rund 1.000 Fische verendet.

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Die Isar leidet unter dem Party-Sommer

Die Isar ist verkatert. Das viele Feiern im Sommer 2013 ist ihr gar nicht gut bekommen, und anderen Flüssen in Bayern geht es ebenso: Der Lech in Augsburg, die Regnitz in Bamberg, und die drei Kollegen aus Regensburg haben ebenfalls eine harte Zeit hinter sich. Horden feierwütiger Menschen mit samt ihrem Müll ist sie einfach nicht gewachsen.

Von ihnen allen hat es die Isar wohl am schlimmsten erwischt, ist sie doch mittlerweile ein Hotspot der Outdoor-Feierei. Lokalmedien sprechen schon von einem «Ballermann am Isarstrand». Hunderte, tausende Münchner verbrachten dort die lauen Sommernächte mit Bier, Grillfleisch und Partyspielen – zum Unmut einiger Anwohner und zur Sorge von Umweltschützern, die um den Lebensraum von Biber, Eisvogel und Wasseramsel fürchten. Im vergangenen Jahr fielen an der Isar in München rund 100 Tonnen Müll an, für dieses Jahr hat das Bauamt der Stadt nach eigenen Angaben noch keine Zahlen.

 

mt / dpa

Badegäste in Bayern werden unvorsichtig: Neun Tote an einem Wochenende

Die Temperaturen im Sommer 2013 in Bayern sind rekordverdächtig. Aber es gibt auch einen anderen, traurigen Rekord im Freistaat: Noch nie sind an einem Wochenende so viele Badegäste in bayerischen Gewässern ums Leben gekommen: Insgesamt neun Menschen sind vergangenes Wochenende gestorben.

 

Die lang anhaltende Hitze ist der Grund, warum sich so viele Badegäste derzeit an und in bayerischen Gewässern aufhalten. Dazu kommt noch, dass Bayern ein Urlaubsland ist. Schon 2012 ertranken in keinem anderen Bundesland mehr Menschen – 75 Badetote gab es hier; deutschlandweit waren es 383. Die Gründe für die tödlichen Badeunfälle: Leichtsinn, Übermut, Selbstüberschätzung, Unkenntnis der Gefahren und auch mangelnde Schwimmfähigkeiten. Die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) hat hier alle Hände voll zu tun.

 

«Gerade an Badestellen, die nicht überwacht werden, kommt es besonders häufig zu Unfällen», sagt DLRG-Pressesprecher Sebastian Löw. Außerdem wird es auch dann gefährlich, wenn Alkohol ins Spiel kommt: Viele junge Menschen treffen sich Abends zum Feiern und bringen sich unter Alkoholeinfluss in große Gefahr. Erst kürzlich sind so auch zwei junge Männer in München ums Leben gekommen  (wir berichteten).

 

Unterschätzt wird an Seen oft auch die Wassertemperatur. An der Oberfläche ist Wasser noch warm, in tieferen Schichten aber kalt. Die Folge: Krämpfe, die auch zu tödlichen Unfällen führen könnten. Weitere mögliche Todesursache: Immer wieder wagen Leichtsinnige Kopfsprünge in zu seichtes Wasser – trotz Warnschildern.

 

Gefährlich ist auch das Baden in fließenden Gewässern, sei es nun die Donau oder die Isar. Gegen starke Strömung anzuschwimmen, sei laut DLRG-Sprecher Sebastian Löw praktisch unmöglich. Hinzu kommen Strudel: «Wenn man da hineingerät, ist ganz schnell die Kraft weg und dann geht man unter.»

 

Wenn also am kommenden Wochenende die Temperaturen wieder über die 30 Grad steigen, mahnt die DLRG zur Vorsicht – und ist zur Sicherheit der Badegäste mit rund 50.000 ehrenamtlichen Helfern in ganz Deutschland im Einsatz.

 

mt / dpa

Foto: DLRG Bayern