Tag Archiv: Freistaat

Münchner Hauptbahnhof

München: Immer mehr psychisch Kranke kommen zur Bahnhofsmission

Menschen, die unter psychischen Krankheiten leiden, suchen immer öfter Rat bei den Bahnhofsmissionen.

 

Der Anteil von Hilfesuchenden mit seelischen Problemen stieg 2013 auf rund 73 000 an – das waren 42 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Arbeitskreis der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern am Dienstag mitteilte.

 

Die 13 Einrichtungen im Freistaat sind deshalb besorgt. Es gebe zu wenig Personal und zu wenig Geld, um allen Hilfesuchenden gerecht zu werden, erklärte der Arbeitskreis. „Immer häufiger handelt es sich bei den Hilfesuchenden in unseren Bahnhofsmissionen um Menschen, die in anderen Einrichtungen keinen Platz mehr finden“, teilte eine Sprecherin mit. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr eine viertel Million Menschen zu den Bahnhofsmissionen. Das waren fünf Prozent mehr als im Jahr davor.

 

RG / dpa

Kritik am Haushalt

Die bayerische Finanzpolitik sei „Armutszueugnis eines reichen Landes“, so Grünen-Haushaltschefin Claudia Stamm.

 

Zusammen mit der SPD übten die Grünen am Montag in München heftig Kritik an der Finanzpolitik der bayerischen Staatsregierung.  Beide Oppositionsparteien warfen Ministerpräsident Horst Seehofer und seinem Kabinett am Montag vor, den Pfad der finanzpolitischen Tugend verlassen zu haben. Sowohl SPD als auch Grüne kritisieren dabei vor allem, dass Finanzminister Markus Söder die laufenden Ausgaben trotz der Rekordsteuereinnahmen nur durch einen höheren Griff in die Ersparnisse des Freistaats decken könne. Söder wies die Kritik zurück. Er wollte am Mittwoch den Nachtragshaushalt für dieses Jahr einbringen.

 

rr/dpa

Arbeitslosenquote im Freistaat 2013 leicht gestiegen

Zum Jahresende ist die Erwerbslosigkeit in Bayern erneut gestiegen, weil der Winter in vielen Berufen das Arbeiten unmöglich macht. Auch das gesamte Jahr 2013 ist nicht ganz so gut gelaufen wie das Vorjahr.

 

 

Doch für 2014 sind die Experten zuversichtlich. Zum Jahresende waren etwa 256 000 Männer und Frauen ohne Stelle, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Der Anstieg um 4,4 Prozent sei saisonüblich, erläuterte Behördenchef Ralf Holtzwart. Der Grund: Bei fallenden Temperaturen entlassen viele Betriebe vorübergehend ihre Mitarbeiter – etwa auf dem Bau, in Gärtnereien oder der Gastronomie. Von November auf Dezember stieg die Arbeitslosenquote dadurch um 0,2 Punkte auf 3,7 Prozent.

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2013 räumte Holtzwart ein, dass das Vorjahresniveau nicht erreicht werden konnte. Vor allem bei Jüngeren und Ausländern sei die Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen. Im Schnitt waren 2013 gut 264 500 Menschen in Bayern arbeitslos, das ist ein Anstieg um 6,3 Prozent. Zählt man die Menschen in Weiterbildungen oder Altersteilzeit hinzu, sind etwa 358 500 Menschen in Bayern unterbeschäftigt.

 

Da auch die Langzeitarbeitslosigkeit im vergangenen Jahr spürbar zugelegt hat, wollen sich die Arbeitsagenturen nun besonders um die Betroffenen bemühen. «Unser Ziel ist es, die Langzeitarbeitslosigkeit bis Ende 2017 nachhaltig zu halbieren», betonte Holtzwart.

 

Dabei könnte den Jobvermittlern zugutekommen, dass die Betriebe in Bayern derzeit Stellen aufbauen. Nach der jüngsten Hochrechnung waren Ende Oktober etwa fünf Millionen Menschen im Freistaat sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein neuer Spitzenwert. Zudem sind aktuell fast 62 500 offene Posten bei den Arbeitsagenturen gemeldet.

In den Regionen ist die Entwicklung allerdings unterschiedlich. Während die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr in Niederbayern, in der Oberpfalz und beim neuen Spitzenreiter Schwaben gesunken ist, legte sie in Oberbayern und Unterfranken zu.

 

Dennoch zeigte sich Behördenchef Holtzwart für 2014 verhalten zuversichtlich: «Insgesamt spiegelt sich in den Zahlen eine leichte konjunkturelle Belebung wider.» Dass sich diese Entwicklung fortsetzen könnte, deuteten Befragungsergebnisse an. Auch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: «Nirgends in Deutschland sind die Arbeitsmarktchancen so gut wie bei uns im Freistaat.»

 

 

 

jn /dpa

Tourismus in Bayern legt zu

Die Tourismusbranche in Bayern kann sich über weitere Zuwächse freuen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres besuchten mehr als 24,5 Millionen Gäste den Freistaat, ein Plus von 1,2 Prozent.

Wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in München mitteilte, blieb die Zahl der Übernachtungen konstant bei 66,2 Millionen. Vor allem ausländische Besucher zieht es nach Bayern: Hier stiegen die Gästeankünfte um 4 Prozent auf 6 Millionen, bei den Übernachtungen gab es ein Plus von 4,5 Prozent auf 12,5 Millionen. Beliebtestes Reiseziel ist nach wie vor Oberbayern. Allein München verzeichnete ein Plus bei den Übernachtungen von 5,5 Prozent.

In Niederbayern, Unterfranken und Schwaben stiegen nur die Gästezahlen. In der Oberpfalz, Ober- und Mittelfranken verringerte sich die Zahl der Gästeankünfte und der Übernachtungen. Das Statistische Landesamt wertete die Zahlen von insgesamt 12 500 bayerischen Beherbergungsbetrieben mit zehn oder mehr Gästebetten aus; auch Campingplätze zählten dazu.

 

dpa/cb

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