Tag Archiv: Fürth

Wahl, Kreuz, Politik, wählen, © Symbolbild

München: Türkische Wähler stimmen über Verfassung ab

Ab Montag ist es soweit: Rund 180 000 Türken in Bayern sind dazu aufgerufen, über die umstrittenen Verfassungspläne des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan abzustimmen. Die Verfassungsreform würde dem Staatsoberhaupt in der Türkei deutlich mehr Macht verleihen.

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Ein Student lernt an seinem Computer

Mehr Studenten in Bayern – schlechterer Betreuungsschlüssel

Die Studentenzahl in Bayern steigt immer weiter. In den vergangenen Jahren hat sie um fast die Hälfte zugenommen – und das hat nicht nur positive Folgen.

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Rechte Aufkleber in Polizeiwagen nicht strafbar

Aufkleber mit Parolen aus der rechten Szene in einem Polizeifahrzeug: Die Entdeckung von Fußballfans sorgte im Mai für Aufregung. Nun steht fest: Der verantwortliche Beamte bleibt strafrechtlich unbehelligt.

 

Der Fund von Aufklebern aus der rechten Szene in einem Mannschaftswagen der Polizei bleibt strafrechtlich ohne Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Würzburg leite keine Ermittlungen gegen den verantwortlichen Bereitschaftspolizisten ein, sagte Oberstaatsanwalt Frank Gosselke am Mittwoch. Der Inhalt der Aufkleber sei nach Prüfung der Behörde weder Volksverhetzung, noch eine strafbare Beleidigung. Außerdem seien sie auch nicht aus der Asservatenkammer entwendet worden. Gosselke bestätigte damit einen Bericht von «Radio Gong». Die Bereitschaftspolizei prüft noch, ob der Vorfall ein disziplinarisches Nachspiel haben wird.

 

Fußballfans hatten im Mai am Rande eines Bundesligaspiels Aufkleber aus der rechten Szene auf einer Holzkiste in einem Einsatzfahrzeug des Würzburger Unterstützungskommandos entdeckt. Sie trugen die Aufschriften «Good night left side», «Anti-Antifa organisieren. Den Feind erkennen. Den Feind benennen» und «Kein Sex mit Zecken». Die Polizei hatte sich bestürzt gezeigt, der Fall schlug auch politisch Wellen.

 

Polizist handelt „gedankenlos“

 

Gosselke sagte, Polizisten hätten bei einer rechten Veranstaltung im Landkreis Main-Spessart einen Händler kontrolliert, der die Aufkleber bei sich hatte. Dabei nahmen sie einige Aufkleber an sich, um zu klären, ob ihr Inhalt strafrechtlich relevant ist. Sie sollten später eigentlich entsorgt werden, der Beamte klebte sie dann aber auf die Kiste für Funkgeräte – er gab im Nachhinein an, gedankenlos gehandelt zu haben.

 

Die Bereitschaftspolizei hatte nach Bekanntwerden des Vorfalls erklärt, das Neutralitätsgebot der Polizei sei verletzt worden. Mit einem Ergebnis der disziplinarischen Prüfung sei in der kommenden Woche zu rechnen, hieß es nun.

 

RG / dpa

Facebook-Fahndung: Juwelier nimmt Tätersuche selbst in die Hand

Selbst ist der Mann. Ein überfallener Juwelier aus Fürth hat das Überwachungsvideo des Diebstahls bei Facebook gepostet.

 

Am vergangenen Freitag wurde das Schmuckgeschäft in Fürth ausgeraubt. Das Video zeigt zwei zwischen 30 und 40 Jahre alte Männer, die kurz nach Betreten des Schmuckgeschäfts zwei Verkäuferinnen mit einer Pistole bedrohen. Anschließend öffnen sie die Schaufenster-Auslage und stecken drei Dutzend wertvolle Armbanduhren in einen mitgebrachten blauen Stoffbeutel. Zur Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben.
Inzwischen habe auch die Kripo nachgezogen und das Video nach richterlichem Beschluss ins Internet gestellt, sagte ein Polizeisprecher. Grundsätzlich sei die Veröffentlichung solcher Videos nicht unproblematisch. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sollten keinesfalls Unbeteiligte darauf zu sehen sein.

 

Die Facebook-Fahndung hat bisher noch nicht zum Ergreifen der Täter geführt. Nun soll auch die Kripo Fahndungsplakate und Handzettel mit den Gesichtern der Täter verteilt haben. Für Hinweise hat die Polizei 3.000 Euro Belohnung ausgesetzt, die von privater Seite auf 5.000 Euro erhöht wurde.

 

Hier geht es zu dem Video.

 

rr/dpa

Bundespolizei nimmt Mann fest - Symbolbild

60 Tage Haft wegen Bedrohung – Türke festgenommen

Bundespolizisten haben gestern (7. November) einen türkischen Staatsangehörigen bei seiner Einreise aus Antalya festgenommen und in die Haftanstalt München-Stadelheim gebracht. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hatte den 35-Jährigen mit Vollstreckungshaftbefehl gesucht.

 

Das Amtsgericht Schwabach hatte den Türken im März dieses Jahres wegen Bedrohung zu 900 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 60 Tagen Haft verurteilt. Da der wohnsitzlose Mann sich offensichtlich der Strafverfolgung entzogen hatte, hatte ihn die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur Festnahme ausgeschrieben.

 

Die Bundesbeamten vollstreckten diesen Haftbefehl jetzt und lieferten den gebürtigen Rother in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein, da er den geforderten Geldbetrag nicht aufbringen konnte oder wollte.

 

cb