Tag Archiv: G8

München: Aiwanger für Wahlfreiheit G8 / G9

Acht oder neun Jahre am Gymnasium? Wenn es nach den Freien Wählern geht, sollen Schüler bald selbst entscheiden dürfen, nach wie vielen Jahren sie das Abitur machen. Parteichef Aiwanger wirbt nun mit einem neuen Argument für das Volksbegehren zur Wahlfreiheit zwischen G8 und G9.

 

Denn: Er sieht die Chancengerechtigkeit für bayerische Abiturientinnen und Abiturienten in Gefahr. Bundesweit gebe es den Trend zurück zum neunjährigen Gymnasium, sagte Aiwanger. „Der Trend zum bundesweit einheitlichen Abitur wäre eine Farce, wenn in einigen Ländern die Schüler neun Jahre Zeit bis zum Abitur hätten und in anderen nur acht.“ Das sei ein klarer Wettbewerbsnachteil für die G8-Schüler. Mit Blick auf die Nachbarländer Hessen und Baden-Württemberg, in denen das G 9 wahlweise angeboten und von Schülern und Eltern begeistert angenommen wird, sei es „verantwortungslos, den bayerischen Schülern diese Wahlmöglichkeit vorzuenthalten“, hatte Aiwanger zuvor bereits angemahnt.

 

CSU hält an „Flexijahr“ fest

 

Am 3. Juli beginnt die zweiwöchige Eintragungsfrist für das Volksbegehren, mit dem die Freien Wähler die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 durchsetzen wollen. Die Erfolgschancen sind ungewiss, da SPD und Grüne das Volksbegehren nach wie vor nicht unterstützen. Aiwanger hofft dennoch auf zusätzliche Unterstützer – mit dem Argument, dass nur das Volksbegehren die Gewähr für Verbesserungen am Gymnasium biete.

 

Aiwanger appelliert an Philologenverband

 

Die CSU jedoch will nach wie vor am G8 festhalten und nur das bereits eingeführte Flexibilisierungsjahr ändern.  Aiwanger hält davon wenig: „Da würde es überhaupt nichts Vernünftiges geben, sondern nur das alte Flexijahr in neuen Schläuchen. Das zeigt, was auf uns zukäme, wenn unser Volksbegehren scheitert.“ Die CSU, um Kultusminister Ludwig Spaenle, will den Schülern der Mittelstufe durch ein Flexibilisierungsjahr mehr Zeit einräumen will. Gymnasiasten, die Probleme mit dem G 8 haben oder die beispielsweise ein Jahr im Ausland verbringen wollen, sollen demnach in der achten, neunten oder zehnten Klasse ein zusätzliches Jahr einschieben können.

 

Der Freie-Wähler-Chef appellierte an den Philologenverband, das Volksbegehren zu unterstützen. Lehrer- und Elternverbände hatten sich jedoch erst Anfang Juli  hinter das Konzept des „Flexijahres“ gestellt.

 

MK/dpa

Herrmann berichtet über Vorbereitungen zu G8-Gipfel in Elmau

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtet am Mittwoch (09.15) über die Vorbereitungen für den G7/G8-Gipfel im Sommer 2014 auf Schloss Elmau in der Nähe von Mittenwald.

 

Schwerpunkte des Berichtes werden sein: die aktuellen Einsatzplanungen von Polizei und sonstigen Sicherheitsbehörden und die aktuell geplanten Infrastrukturmaßnahmen. Das teilte das Ministerium vorab mit. Bei der Infrastruktur geht es nicht nur um Straße und Schiene, sondern auch um Wasser- und Abwasserleitungen, Internet-, Telefon- und Stromversorgung.

 

Der Gipfel soll Anfang Juni 2015 stattfinden. Schloss Elmau liegt im Wettersteingebirge unweit der Zugspitze am Ende einer schmalen und ziemlich ruhigen Straße. Abgesehen von den Hotelgästen parken dort normalerweise nur Wanderer und Bergsteiger.

 

Infrastruktur muss verbessert werden

 

Bevor die mächtigsten Staatenlenker der Welt eintreffen, wollen Bund und Land deshalb auch die Infrastruktur auf Vordermann bringen. So wäre es dem deutschen Ansehen in der Welt nicht förderlich, wenn das Handynetz zusammenbricht.

 

Wegen der Ukraine-Krise ist nach wie vor unklar, ob Russland an dem Gipfel teilnehmen wird. Somit könnte aus dem G8- erneut ein G7-Gipfel werden. Klar ist jedoch schon jetzt, dass die Hoteliers bis nach Tirol hinein mit glänzenden Geschäften rechnen können. Die Polizei hat bereits in großem Umfang Hotelzimmer für die Sicherheitskräfte reserviert, ebenso Fernsehsender aus aller Welt.

 

Herrmann will außerdem auf die Planungen im Verkehrsbereich eingehen, regional und überregional. Außerdem will der Innenminister über die bisher durchgeführten und demnächst geplanten Kommunikationsmaßnahmen berichten, mit denen die Bevölkerung informiert wird.

 

RG / dpa

KriPo bittet um Mithilfe: Nach Einbruch in Elmau Tresor gefunden

Bis zum G8 Gipfel 2015 muss noch viel passieren – auch was die Sicherheitsvorkehrungen im Schlosshotel Elmau angeht. Nach dem Einbruch in das Tagungszentrum am vergangenen Mittwoch, 14.05.14, ist jetzt der gestohlene Tresor in einem abgelegenen Feldstadel aufgefunden worden.Das bringt die Polizei aber noch nicht weit genug – sie hofft auf Hinweise aus der bevölkerung.

 

Die Einbrecher entwendeten in Wamberg einen PKW, fuhren damit zum Schlosshotel und stiegen in die Büroräume ein. Ein Tresor wurde entwendet.

 

 

Die bislang unbekannten Täter haben zunächst einen abgelegenen Feldstadel am Rande einer Kiesgrube in Krün aufgebrochen. Dort wurde der gestohlene Tresor gewaltsam geöffnet und das Bargeld entwendet. Der Tresorfund wurde am frühen Mittwochnachmittag der Kriminalpolizei in Garmisch-Partenkirchen mitgeteilt. Diese hat unverzüglich die Spurensicherung vor Ort übernommen.

 

 

In diesem Beitrag von münchen.tv können Sie sich ein Bild von dem Tagungszentrum machen:

 

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Bereits kurz nach dem Einbruch, der in der Nacht auf Dienstag den 06.Mai 2014 durchgeführt wurde, konnte das mögliche Tatfahrzeug im Ortsgebiet von Krün sichergestellt werden. Der dunkelblaue Citroen Berlingo mit Garmischer Kennzeichen war zuvor in Kaltenbrunn entwendet werden.

 

In diesem Zusammenhang sind die Ermittler weiterhin auf sachdienliche Hinweise, insbesondere zum Fundort des Tresors und des Pkws, angewiesen.

 

 

 

Zeugenaufruf

 

 

Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Garmisch-Partenkirchen unter der Telefonnummer 08821/9170 zu melden.

 

 

jn / Polizei

Die Zukunft des Gymnasiums – erster Dialog

Es ist ein empfindliches Thema – wie lange soll das Gymnasium denn nun dauern? Einen offenen und Dialog, bei dem alle seiten gehört werden, gab es bisher noch nicht. Das soll sich jetzt ändern:

 

Im Streit um die künftige Dauer des Gymnasiums lädt das Kultusministerium heute (Dienstag) um 18.00 Uhr zu einem ersten Dialogforum.

 

 

Angekündigt haben sich die Spitzen aller relevanten Verbände – von den Lehrern über die Eltern bis zu den Schülern – sowie Vertreter von Wirtschaft, Hochschulen, Kirchen und Kommunen. Erwartet wird, dass sie zunächst nur ihre bekannten Positionen austauschen, die sich zwischen einer Beibehaltung des G8 und einer Rückkehr zum G9 bewegen.

 

 

Ein zweites Forum, das dann «Gymnasialkongress» heißen soll, ist für den 21. Juli geplant. Anschließend will sich Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) auf ein Modell für die künftige Dauer des Gymnasiums festlegen – und die Eckpunkte im Sommer dem Kabinett vorlegen.

 

 

jn / dpa

BLLV unterstützt G8/G9-Volksbegehren

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) stellt sich als erste große Bildungsorganisation hinter das Volksbegehren der Freien Wähler für die Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium. „Wer das G 8 in seiner jetzigen Form ablehnt, sollte unbedingt beim Volksbegehren unterschreiben“, appellierte der BLLV-Landesvorstand am Donnerstag an seine mehr als 50 000 Mitglieder.

 
„Die meisten Menschen in Bayern sind sich einig, dass die jetzige Form des G 8 sowohl für viele Schüler und Lehrer als auch für die meisten Eltern als Zumutung empfunden wird», sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. „Wir wollen einen Volksentscheid, damit bei der wichtigen Frage der Weiterentwicklung des Gymnasiums möglichst viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden können.“

Bislang standen die Freien Wähler mit ihrem Volksbegehren allein, der BLVV ist der erste große Verbündete. Anders als beim Volksbegehren gegen Studiengebühren haben sich SPD und Grüne den Freien Wählern dieses Mal nicht angeschlossen.

Die zweiwöchige Eintragungsfrist für das Volksbegehren beginnt am 3. Juli. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen sich zehn Prozent der bayerischen Bürger – mehr als 900 000 Menschen – in die Unterschriftenlisten eintragen. Auch die Staatsregierung will am Gymnasium etwas ändern, will ihre Eckpunkte aber erst nach dem Volksbegehren vorlegen.

 

rr/dpa

Kabinett diskutiert über Gymnasialzeit

Kabinett diskutiert Gymnasial-Fahrplan

 

Die Staatsregierung diskutiert bei ihrer Kabinettssitzung am Dienstag den Fahrplan für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums. Dabei geht es um die Frage, ob die achtjährige Gymnasialzeit im Grundsatz wieder auf neun Jahre verlängert werden soll oder nicht.
Ministerpräsident Horst Seehofer hatte schon vor Wochen betont, dass die Eckpunkte noch vor der Sommerpause des Landtags feststehen sollen. Anfang Juli beginnt auch die zweiwöchige Eintragungsfrist der Freien Wähler, die eine Wahlfreiheit für die Eltern zwischen G8 und G9 durchsetzen wollen. Dieses Modell lehnt die Staatsregierung ab.

Kultusminister Ludwig Spaenle will sich vor der Entscheidung über eine mögliche Wiederverlängerung der Gymnasialzeit ein möglichst breites Meinungsbild verschaffen. Am 13. Mai soll in München das erste Dialogforum stattfinden, bei dem Lehrer, Eltern, Bildungspolitiker und sonstige Fachleute Stellung nehmen sollen.

 

rr/dpa

Bayern: SPD fordert Rückkehr zum G9

Der Streit um die Gymnasialform geht in die nächste Runde. Die Bayern-SPF fordert die Rückkehr zum G9.

 

Im Streit um die künftige Dauer des Gymnasiums in Bayern fordert die SPD eine Rückkehr zum G9. Auf einer Sitzung in Nürnberg beschloss der SPD-Landesvorstand am Sonntag, für eine Regellaufzeit von neun Jahren zu kämpfen. Gute Schüler sollen das Abitur aber weiterhin nach acht Jahren Gymnasium machen können. „Wir müssen handeln, denn Bayerns Schülerinnen und Schüler leiden unter dem Leistungsdruck“, betonte Landeschef Florian Pronold nach der Sitzung. Die CSU habe durch die konzeptlose Einführung des G8 viel Schaden angerichtet. Lernstoff und verfügbare Zeit passten nicht zusammen. „Bayerns Gymnasien müssen schnell langsamer werden.“

 

Die Freien Wähler wollen mit einem Volksbegehren die Wahlfreiheit zwischen dem G8 und dem G9 durchsetzen.

 

rr/dpa

Bayern: Unternehmer im Streit über G8/G9 uneins

Umfrage ergibt: Unternehmer im Streit um Dauer des Gymnasiums uneins

 

Im Streit um das G8/G9 melden sich nun auch die Unternehmer zu Wort. Eine Verbandsumfrage unter 280 Metall- und Elektroindustrie-Unternehmen ergabe, dass Uneinigkeit herrscht. 60 Prozent der Befragten sind für eine Beibehaltung und Verbesserung des G8. Immerhin 30 Prozent befürworteten aber eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Der Rest war unentschlossen, wie Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände sowie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft mitteilten.
vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bekannte sich klar zum G8: „Das achtjährige Gymnasium hat sich in seiner Grundkonzeption bewährt und durch die Umsetzung neuer Lehrpläne und die Anpassung der Schulstruktur an Attraktivität gewonnen.“ Eine weitere Optimierung sei das Gebot der Stunde. „Die Abkehr von G8, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre der falsche Weg“, warnte Brossardt. Zudem sei das Abitur nach zwölf Jahren internationaler Standard. „Ein weiteres Jahr bis zum Abitur wäre ein Standortnachteil.“

 

rr/dpa

Rinderspacher hofft auf Einigung bei Gymnasial-Streit

Rinderspacher hofft beim Gymnasial-Streit auf eine „Sternstunde“.

 

Im Streit über die künftige Dauer des Gymnasiums in Bayern hofft SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher auf eine „politische Sternstunde“: einen breiten Konsens von Parteien und Verbänden. Er sehe bei der CSU Signale, dass dies gelingen könne, da Ministerpräsident Horst Seehofer mit einem „neuen neunjährigen Gymnasium“ liebäugle, sagte Rinderspacher am Mittwoch in München. Die SPD wolle jedenfalls ein „deutlich entschleunigtes Gymnasium“.
Eine Unterstützung des Volksbegehrens der Freien Wähler für eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 schloss Rinderspacher aus. „Die Freien Wähler sind hier weit und bereit allein auf weiter Flur.“ Er legte FW-Chef Hubert Aiwanger deshalb nahe, von dem Volksbegehren Abstand zu nehmen und sich an der gemeinsamen Suche nach einem parteiübergreifenden Konsens zu beteiligen. Der Druck auf die Staatsregierung, dass sich etwas ändern müsse, der bleibe auch so.

 

rr/dpa

Viele Gymnasiallehrer lehnen G8 ab

Laut einer Umfrage lehnen viele Gymnasiallehrer das G8 ab.

Viele Gymnasiallehrer in Bayern lehnen das G8 in der jetzigen Form ab. Dies ergab eine Umfrage des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) unter 670 Pädagogen an Gymnasien. 93 Prozent von ihnen sprachen sich gegen das derzeitige achtjährige Gymnasium aus. Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium befürworteten allerdings auch nur gut 40 Prozent.
Rund 90 Prozent der Teilnehmer forderten eine Wiedereinführung des Kurssystems mit Grund- und Leistungskursen, wie der BLLV am Dienstag in München mitteilte. Sehr viele sprachen sich auch dafür aus, Schüler individueller zu fördern und Lehrplaninhalte zu streichen, um mehr Zeit für das Einüben und Anwenden zu haben.

Am 3. Juli startet in Bayern das Volksbegehren der Freien Wähler zur Wahlfreiheit zwischen G8 und G9. Kultusminister Ludwig Spaenle hatte nach der Landtagswahl angekündigt, dass es vorerst keine neuen Schulreformen geben würde.

München: Junge Union will G8 beibehalten

Die Junge Union in Bayern ist strikt gegen eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. «Es darf auf keinen Fall zu einem Systemwechsel kommen», sagte der JU-Landesvorsitzende Hans Reichhart dem «Münchner Merkur».
Die CSU mit Ministerpräsident Horst Seehofer müsse standhaft bleiben und ihr Versprechen erfüllen, am G8 festzuhalten. Reichhart räumte ein, dass das achtjährige Gymnasium nachgebessert werden müsse, etwa bei den Flexibilisierungsjahren. Tiefgreifende Reformen lehnt der Parteinachwuchs aber ab. Die deutliche Mehrzahl der Schüler müsse am G8 bleiben, sagte der JU-Chef.

Seehofer will bis Mitte Juli den Plan der Staatsregierung für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums vorlegen. Ob das Gymnasium künftig ein achtjähriges, ein neunjähriges oder eine Zwischenlösung sein soll, ließ Seehofer zuletzt offen. Anfang Juli wird das Volksbegehren für einen Parallelbetrieb von G8 und G9 starten. Die Freien Wähler wollen durchsetzen, dass es neben dem achtjährigen künftig auch wieder ein neunjähriges Gymnasium gibt.
dpa/me

Diskussion um Gymnasialreform

Rückkehr zum G9 – Das fordert der Bayerische Philologenverband. Das geht aus den Eckpunkten des bpv für ein „neues neunjähriges Gymnasium“ hervor, die der bpv-Vorsitzende Max Schmidt am Mittwoch in München vorstellte. Der Lehrplan soll demnach vor allem in der Mittelstufe entzerrt werden. Besonders leistungsfähige Schüler sollen das Gymnasium aber wie bisher in acht Jahren durchlaufen können.

 

Auch die Freien Wähler fordern per Volksbegehren eine Teilrückkehr vom acht- zum neunjährigen Gymnasium. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sprach sich am Mittwoch jedoch gegen eine schnelle Änderung am Gymnasium aus. „Wir werden gar nichts schnell ändern“, so Kreuzer. „Wir werden uns von niemand unter Druck setzen lassen.“ Bayernws Ministerpräsident Horst Seehofer jedoch hatte nach Teilnehmerangaben am Vortag im Kabinett betont, dass die Staatsregierung dem Volksbegehren ein eigenes Konzept entgegensetzen und es Änderungen am G8 geben müsse.

 

rr/dpa

Bayerischer Philologenverband will G9

Der Bayerische Philologenverband will wieder deutlich mehr bayerischen Gymnasiasten als bisher eine neunjährige Gymnasialzeit ermöglichen. Verbandspräsident Max Schmidt plädierte deswegen am Dienstag für eine Änderung des bayerischen Schulgesetzes, in dem die achtjährige Gymnasialzeit festgeschrieben ist. "Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass man das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz ändern muss", so Schmidt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Philologenverband will an diesem Mittwoch sein mit Spannung erwartetes G9-Konzept vorstellen.

 

rr/dpa

Wahlfreiheit G8/G9: Freie Wähler überreichen Unterschriften ein

Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 – Die Freien Wähler wollen ihre Forderung durch ein Volksbegehren durchsetzen. Am Freitagmittag haben sie ihren Antrag auf das G9-Volksbegehren samt den erforderlichen 25 000 Unterschriften beim Innenministerium eingereicht. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagte der Mediengruppe „Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung“: „Ich bin überzeugt, dass die CSU bis spätestens zum Sommer umschwenkt.“ Das achtjährige Gymnasium verlange den Schülern in zu kurzer Zeit zu viel ab. „Wir haben mit unserem Volksbegehren die Debatte angestoßen. Jetzt fordert auch der Bayerische Philologenverband ein G9“, sagte Aiwanger: „Die CSU kriegt diese Tür nicht mehr zu. Offen ist nur noch, wie dieses G9 konkret aussieht.“

Das Innenministerium prüft nun die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung des Volksbegehrens. Falls das Innenministerium die Voraussetzung als nicht erfüllt ansieht, legt es den Antrag dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof vor. Dieser entscheidet dann über die Zulassung.

Bejaht das Innenministerium die gesetzlichen Voraussetzungen, wird das Volksbegehren innerhalb von 6 Wochen ab Antragseingang bekannt.

rr/dpa/Innenministerium

G8-Gipfel am 4. und 5. Juni 2015 bei Garmisch

Deutschland hat im kommenden Jahr die G8-Präsidentschaft.

Der G8-Gipfel der acht wichtigsten Industriestaaten in Schloss Elmau in Krün nahe Garmisch-Partenkirchen soll am 4. und 5. Juni 2015 stattfinden. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entschieden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte.

 

Die Entscheidung über die Location traf die Bundeskanzlerin bereits im Januar. Das Luxushotel in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen erfülle alle logistischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an einen Gipfelort, der immer weiträumig abgeriegelt wird. Zuletzt hatte Deutschland den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet.

 

Deutschland plant während seiner G8-Präsidentschaft 2015 auch drei Konferenzen der Außen-, Finanz- und Energieminister, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach der Kabinettsklausur in Meseberg bei Berlin sagte. Thematisch solle der Klimaschutz mit Blick auf eine Ende 2015 geplante Klimakonferenz in Paris ein Schwerpunkt sein. Zudem solle über die «Millenniumsziele» der Vereinten Nationen beraten werden. Dazu zählen etwa Armutsbekämpfung und bessere Gesundheitsvorsorge.

 
In diesem Jahr ist Russlands Präsident Wladimir Putin G8-Gastgeber. Der Gipfel findet im Juni im Olympiaort Sotschi statt. Zu den G8 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, die USA, Kanada und Russland.

 

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) begrüßte die Wahl von Schloss Elmau als Gipfelort. «Wir werden perfekte Gastgeber für die Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrieländer sein.» Die Wahl Bayerns als Tagungsort sei auch eine Anerkennung der Erfahrung bei der Organisation internationaler Großveranstaltungen. «Und Sicherheit ist ohnehin das Markenzeichen des Freistaats.»

 

Die Bundesregierung verwies auch auf die landschaftlich reizvolle Kulisse, die einen attraktiven Rahmen für die Begegnungen der Spitzenpolitiker biete. Das Schloss habe sich unter den derzeitigen Eigentümern zudem zu einem Forum für internationale Debatten entwickelt, besonders auch mit Veranstaltungen zur deutsch-israelischen und deutsch-amerikanischen Verständigung.

 

 

jn / dpa

Bayerns Regierung erwägt alternatives Gymnasiums-Konzept

Angesichts der anhaltenden Debatten um das achtjährige Gymnasium denkt die Staatsregierung darüber nach, mehr Schülern als bisher wieder eine neunjährige Gymnasialzeit zu ermöglichen. Dem geplanten Volksbegehren der Freien Wähler für eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 soll möglicherweise ein eigenes Alternativkonzept entgegengesetzt werden. Das verlautete aus CSU-Kreisen. Es sei die Frage, ob man „etwas Neues“ brauche, also ein neues Angebot neben dem eigentlichen G8. Eine Abschaffung des G8 und eine Komplettrückkehr zum G9 steht demnach aber nicht zur Debatte.

rr/dpa

G8-Gipfel 2015 in Bayern

Deutschland wird den für Sommer 2015 geplanten G8-Gipfel in Bayern ausrichten. Die Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrieländer werden sich auf Schloss Elmau in Oberbayern treffen. Ein entsprechender Bericht des „Münchner Merkur“ wurde der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Regierungskreisen bestätigt. Das 5-Sterne-Hotel liegt im Wahlkreis von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. 2007 hatte Deutschland den G8-Gipfel in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet. In diesem Jahr ist Russlands Präsident Wladimir Putin Gastgeber. Der Gipfel findet im Juni im Olympiaort Sotschi statt.

rr/dpa

Wiedereinführung des G9: Bayerischer Landtag diskutiert

Auf Initiative der Freien Wähler diskutiert heute der Bayerische Landtag über eine eventuelle Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums. Auslöser sind die Forderungen des Bayerischen Philologenverbands, der sich für die Rückkehr zum G9 ausspricht. Ministerpräsident Horst Seehofer und die CSU lehnen eine neuerliche Schulreform ab. Kultusminister Ludwig Spaenle hatte erst Ende November erklärt, dass es vorerst keine größeren Schulreformen geben wird. Die Oppositionsparteien SPD und Freie Wähler fordern jedoch einen Parallelbetrieb von G8 und G9

rr/dpa

Volksentscheid gegen das G8: Es fehlen noch gut 5000 Stimmen

Über 19.000 Unterschriften haben die Freien Wählen in Bayern schon gesammelt, um das einheitliche G8 endlich abzuschaffen – nun fehlen noch gut 5.000 Stimmen, damit es zum Volksentscheid kommt. Wenn es nach der Partei geht, soll künfitg jede Schule selbst entscheiden, ob es am G8-System festhalten oder das neunjährige Gymnasium wieder einführen will. „Das wollen wir in absehbarer Zeit schaffen“, erklärt Michael Piazolo, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag.

 

Die CSU hingegen setzt sich für das sogenannte Flexi-Jahr ein. Demnach kann jeder Schüler selbst entscheiden, ob er das Gymnasium in acht oder neun Jahren absolvieren will – ganz nach individuellen Ansprüchen. Kultusminister Ludwig Spaenle ist überzeugt: „Wir gehen deutlich weiter mit der Wahlmöglichkeit – nicht die Schule, eine Institution, sondern der einzelnde Schüler kann hier entscheiden.“

 

mt

 

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