Tag Archiv: G9

Die Zukunft des Gymnasiums – erster Dialog

Es ist ein empfindliches Thema – wie lange soll das Gymnasium denn nun dauern? Einen offenen und Dialog, bei dem alle seiten gehört werden, gab es bisher noch nicht. Das soll sich jetzt ändern:

 

Im Streit um die künftige Dauer des Gymnasiums lädt das Kultusministerium heute (Dienstag) um 18.00 Uhr zu einem ersten Dialogforum.

 

 

Angekündigt haben sich die Spitzen aller relevanten Verbände – von den Lehrern über die Eltern bis zu den Schülern – sowie Vertreter von Wirtschaft, Hochschulen, Kirchen und Kommunen. Erwartet wird, dass sie zunächst nur ihre bekannten Positionen austauschen, die sich zwischen einer Beibehaltung des G8 und einer Rückkehr zum G9 bewegen.

 

 

Ein zweites Forum, das dann «Gymnasialkongress» heißen soll, ist für den 21. Juli geplant. Anschließend will sich Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) auf ein Modell für die künftige Dauer des Gymnasiums festlegen – und die Eckpunkte im Sommer dem Kabinett vorlegen.

 

 

jn / dpa

BLLV unterstützt G8/G9-Volksbegehren

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) stellt sich als erste große Bildungsorganisation hinter das Volksbegehren der Freien Wähler für die Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjährigem Gymnasium. „Wer das G 8 in seiner jetzigen Form ablehnt, sollte unbedingt beim Volksbegehren unterschreiben“, appellierte der BLLV-Landesvorstand am Donnerstag an seine mehr als 50 000 Mitglieder.

 
„Die meisten Menschen in Bayern sind sich einig, dass die jetzige Form des G 8 sowohl für viele Schüler und Lehrer als auch für die meisten Eltern als Zumutung empfunden wird», sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. „Wir wollen einen Volksentscheid, damit bei der wichtigen Frage der Weiterentwicklung des Gymnasiums möglichst viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden können.“

Bislang standen die Freien Wähler mit ihrem Volksbegehren allein, der BLVV ist der erste große Verbündete. Anders als beim Volksbegehren gegen Studiengebühren haben sich SPD und Grüne den Freien Wählern dieses Mal nicht angeschlossen.

Die zweiwöchige Eintragungsfrist für das Volksbegehren beginnt am 3. Juli. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen sich zehn Prozent der bayerischen Bürger – mehr als 900 000 Menschen – in die Unterschriftenlisten eintragen. Auch die Staatsregierung will am Gymnasium etwas ändern, will ihre Eckpunkte aber erst nach dem Volksbegehren vorlegen.

 

rr/dpa

Kabinett diskutiert über Gymnasialzeit

Kabinett diskutiert Gymnasial-Fahrplan

 

Die Staatsregierung diskutiert bei ihrer Kabinettssitzung am Dienstag den Fahrplan für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums. Dabei geht es um die Frage, ob die achtjährige Gymnasialzeit im Grundsatz wieder auf neun Jahre verlängert werden soll oder nicht.
Ministerpräsident Horst Seehofer hatte schon vor Wochen betont, dass die Eckpunkte noch vor der Sommerpause des Landtags feststehen sollen. Anfang Juli beginnt auch die zweiwöchige Eintragungsfrist der Freien Wähler, die eine Wahlfreiheit für die Eltern zwischen G8 und G9 durchsetzen wollen. Dieses Modell lehnt die Staatsregierung ab.

Kultusminister Ludwig Spaenle will sich vor der Entscheidung über eine mögliche Wiederverlängerung der Gymnasialzeit ein möglichst breites Meinungsbild verschaffen. Am 13. Mai soll in München das erste Dialogforum stattfinden, bei dem Lehrer, Eltern, Bildungspolitiker und sonstige Fachleute Stellung nehmen sollen.

 

rr/dpa

Bayern: SPD fordert Rückkehr zum G9

Der Streit um die Gymnasialform geht in die nächste Runde. Die Bayern-SPF fordert die Rückkehr zum G9.

 

Im Streit um die künftige Dauer des Gymnasiums in Bayern fordert die SPD eine Rückkehr zum G9. Auf einer Sitzung in Nürnberg beschloss der SPD-Landesvorstand am Sonntag, für eine Regellaufzeit von neun Jahren zu kämpfen. Gute Schüler sollen das Abitur aber weiterhin nach acht Jahren Gymnasium machen können. „Wir müssen handeln, denn Bayerns Schülerinnen und Schüler leiden unter dem Leistungsdruck“, betonte Landeschef Florian Pronold nach der Sitzung. Die CSU habe durch die konzeptlose Einführung des G8 viel Schaden angerichtet. Lernstoff und verfügbare Zeit passten nicht zusammen. „Bayerns Gymnasien müssen schnell langsamer werden.“

 

Die Freien Wähler wollen mit einem Volksbegehren die Wahlfreiheit zwischen dem G8 und dem G9 durchsetzen.

 

rr/dpa

Bayern: Unternehmer im Streit über G8/G9 uneins

Umfrage ergibt: Unternehmer im Streit um Dauer des Gymnasiums uneins

 

Im Streit um das G8/G9 melden sich nun auch die Unternehmer zu Wort. Eine Verbandsumfrage unter 280 Metall- und Elektroindustrie-Unternehmen ergabe, dass Uneinigkeit herrscht. 60 Prozent der Befragten sind für eine Beibehaltung und Verbesserung des G8. Immerhin 30 Prozent befürworteten aber eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Der Rest war unentschlossen, wie Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände sowie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft mitteilten.
vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bekannte sich klar zum G8: „Das achtjährige Gymnasium hat sich in seiner Grundkonzeption bewährt und durch die Umsetzung neuer Lehrpläne und die Anpassung der Schulstruktur an Attraktivität gewonnen.“ Eine weitere Optimierung sei das Gebot der Stunde. „Die Abkehr von G8, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre der falsche Weg“, warnte Brossardt. Zudem sei das Abitur nach zwölf Jahren internationaler Standard. „Ein weiteres Jahr bis zum Abitur wäre ein Standortnachteil.“

 

rr/dpa

Viele Gymnasiallehrer lehnen G8 ab

Laut einer Umfrage lehnen viele Gymnasiallehrer das G8 ab.

Viele Gymnasiallehrer in Bayern lehnen das G8 in der jetzigen Form ab. Dies ergab eine Umfrage des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) unter 670 Pädagogen an Gymnasien. 93 Prozent von ihnen sprachen sich gegen das derzeitige achtjährige Gymnasium aus. Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium befürworteten allerdings auch nur gut 40 Prozent.
Rund 90 Prozent der Teilnehmer forderten eine Wiedereinführung des Kurssystems mit Grund- und Leistungskursen, wie der BLLV am Dienstag in München mitteilte. Sehr viele sprachen sich auch dafür aus, Schüler individueller zu fördern und Lehrplaninhalte zu streichen, um mehr Zeit für das Einüben und Anwenden zu haben.

Am 3. Juli startet in Bayern das Volksbegehren der Freien Wähler zur Wahlfreiheit zwischen G8 und G9. Kultusminister Ludwig Spaenle hatte nach der Landtagswahl angekündigt, dass es vorerst keine neuen Schulreformen geben würde.

München: Junge Union will G8 beibehalten

Die Junge Union in Bayern ist strikt gegen eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. «Es darf auf keinen Fall zu einem Systemwechsel kommen», sagte der JU-Landesvorsitzende Hans Reichhart dem «Münchner Merkur».
Die CSU mit Ministerpräsident Horst Seehofer müsse standhaft bleiben und ihr Versprechen erfüllen, am G8 festzuhalten. Reichhart räumte ein, dass das achtjährige Gymnasium nachgebessert werden müsse, etwa bei den Flexibilisierungsjahren. Tiefgreifende Reformen lehnt der Parteinachwuchs aber ab. Die deutliche Mehrzahl der Schüler müsse am G8 bleiben, sagte der JU-Chef.

Seehofer will bis Mitte Juli den Plan der Staatsregierung für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums vorlegen. Ob das Gymnasium künftig ein achtjähriges, ein neunjähriges oder eine Zwischenlösung sein soll, ließ Seehofer zuletzt offen. Anfang Juli wird das Volksbegehren für einen Parallelbetrieb von G8 und G9 starten. Die Freien Wähler wollen durchsetzen, dass es neben dem achtjährigen künftig auch wieder ein neunjähriges Gymnasium gibt.
dpa/me

Diskussion um Gymnasialreform

Rückkehr zum G9 – Das fordert der Bayerische Philologenverband. Das geht aus den Eckpunkten des bpv für ein „neues neunjähriges Gymnasium“ hervor, die der bpv-Vorsitzende Max Schmidt am Mittwoch in München vorstellte. Der Lehrplan soll demnach vor allem in der Mittelstufe entzerrt werden. Besonders leistungsfähige Schüler sollen das Gymnasium aber wie bisher in acht Jahren durchlaufen können.

 

Auch die Freien Wähler fordern per Volksbegehren eine Teilrückkehr vom acht- zum neunjährigen Gymnasium. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sprach sich am Mittwoch jedoch gegen eine schnelle Änderung am Gymnasium aus. „Wir werden gar nichts schnell ändern“, so Kreuzer. „Wir werden uns von niemand unter Druck setzen lassen.“ Bayernws Ministerpräsident Horst Seehofer jedoch hatte nach Teilnehmerangaben am Vortag im Kabinett betont, dass die Staatsregierung dem Volksbegehren ein eigenes Konzept entgegensetzen und es Änderungen am G8 geben müsse.

 

rr/dpa

Bayerischer Philologenverband will G9

Der Bayerische Philologenverband will wieder deutlich mehr bayerischen Gymnasiasten als bisher eine neunjährige Gymnasialzeit ermöglichen. Verbandspräsident Max Schmidt plädierte deswegen am Dienstag für eine Änderung des bayerischen Schulgesetzes, in dem die achtjährige Gymnasialzeit festgeschrieben ist. "Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass man das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz ändern muss", so Schmidt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Philologenverband will an diesem Mittwoch sein mit Spannung erwartetes G9-Konzept vorstellen.

 

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Wahlfreiheit G8/G9: Freie Wähler überreichen Unterschriften ein

Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 – Die Freien Wähler wollen ihre Forderung durch ein Volksbegehren durchsetzen. Am Freitagmittag haben sie ihren Antrag auf das G9-Volksbegehren samt den erforderlichen 25 000 Unterschriften beim Innenministerium eingereicht. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sagte der Mediengruppe „Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung“: „Ich bin überzeugt, dass die CSU bis spätestens zum Sommer umschwenkt.“ Das achtjährige Gymnasium verlange den Schülern in zu kurzer Zeit zu viel ab. „Wir haben mit unserem Volksbegehren die Debatte angestoßen. Jetzt fordert auch der Bayerische Philologenverband ein G9“, sagte Aiwanger: „Die CSU kriegt diese Tür nicht mehr zu. Offen ist nur noch, wie dieses G9 konkret aussieht.“

Das Innenministerium prüft nun die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung des Volksbegehrens. Falls das Innenministerium die Voraussetzung als nicht erfüllt ansieht, legt es den Antrag dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof vor. Dieser entscheidet dann über die Zulassung.

Bejaht das Innenministerium die gesetzlichen Voraussetzungen, wird das Volksbegehren innerhalb von 6 Wochen ab Antragseingang bekannt.

rr/dpa/Innenministerium

Bayerns Regierung erwägt alternatives Gymnasiums-Konzept

Angesichts der anhaltenden Debatten um das achtjährige Gymnasium denkt die Staatsregierung darüber nach, mehr Schülern als bisher wieder eine neunjährige Gymnasialzeit zu ermöglichen. Dem geplanten Volksbegehren der Freien Wähler für eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 soll möglicherweise ein eigenes Alternativkonzept entgegengesetzt werden. Das verlautete aus CSU-Kreisen. Es sei die Frage, ob man „etwas Neues“ brauche, also ein neues Angebot neben dem eigentlichen G8. Eine Abschaffung des G8 und eine Komplettrückkehr zum G9 steht demnach aber nicht zur Debatte.

rr/dpa

Wiedereinführung des G9: Bayerischer Landtag diskutiert

Auf Initiative der Freien Wähler diskutiert heute der Bayerische Landtag über eine eventuelle Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums. Auslöser sind die Forderungen des Bayerischen Philologenverbands, der sich für die Rückkehr zum G9 ausspricht. Ministerpräsident Horst Seehofer und die CSU lehnen eine neuerliche Schulreform ab. Kultusminister Ludwig Spaenle hatte erst Ende November erklärt, dass es vorerst keine größeren Schulreformen geben wird. Die Oppositionsparteien SPD und Freie Wähler fordern jedoch einen Parallelbetrieb von G8 und G9

rr/dpa

Volksentscheid gegen das G8: Es fehlen noch gut 5000 Stimmen

Über 19.000 Unterschriften haben die Freien Wählen in Bayern schon gesammelt, um das einheitliche G8 endlich abzuschaffen – nun fehlen noch gut 5.000 Stimmen, damit es zum Volksentscheid kommt. Wenn es nach der Partei geht, soll künfitg jede Schule selbst entscheiden, ob es am G8-System festhalten oder das neunjährige Gymnasium wieder einführen will. „Das wollen wir in absehbarer Zeit schaffen“, erklärt Michael Piazolo, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag.

 

Die CSU hingegen setzt sich für das sogenannte Flexi-Jahr ein. Demnach kann jeder Schüler selbst entscheiden, ob er das Gymnasium in acht oder neun Jahren absolvieren will – ganz nach individuellen Ansprüchen. Kultusminister Ludwig Spaenle ist überzeugt: „Wir gehen deutlich weiter mit der Wahlmöglichkeit – nicht die Schule, eine Institution, sondern der einzelnde Schüler kann hier entscheiden.“

 

mt

 

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