Tag Archiv: Gedenken

Dieter Reiter hält Ansprache zu der Gedenktafel

Neue Gedenktafel für Oktoberfest-Attentat enthüllt

Die Gedenktafel wurde von Oberbürgermeister Dieter Reiter im Beisein von Betroffenen der Öffentlichkeit übergeben. Mit der Gedenktafel sollen der tragische Vorfall und die Opfer in Erinnerung bleiben. Ein klares Zeichen gegen den Rechtsextremismus wird damit gesetzt.

Gedenktafel zum Oktoberfest-Attentat 1980

Seit heute Vormittag erinnert eine Gedenktafel an das Oktoberfest-Attentat. Am 26. September 1980 explodierte eine Bombe am Haupteingang der Wiesn, dabei kamen 12 Besucher und der Bombenleger Gundolf Köhler ums Leben. 211 Menschen wurden verletzt. Das Attentat gilt als der schwerste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.

 

Mit dem Gedenkmal möchte man nach all den vergangenen Jahren dafür sorgen, dass das Attentat und die verstorbenen Opfer immer in Erinnerungen bleiben. Für den Initiator der Gedenktafel Dimitrios Lagkadinos, welcher damals als 17-Jähriger bei dem Vorfall schwer verletzt wurde, ist es ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Laut Oberbürgermeister Dieter Reiter soll die Gedenktafel für alle sichtbar sein, deshalb findet man diese mitten im Rathaus, im Zentrum der Stadt. Es ist unter anderem auch ein wichtiges Zeichen zur Wachsamkeit des Rechtsextremismus. Ein solch schrecklicher Vorfall soll nie wieder vorkommen. Es gibt noch immer Unklarheiten über die Beweggründe der Tat, die Justiz hat den Auftrag bekommen, aktiv daran weiterzuarbeiten. 

 

Auf der Theresienwiese, dem Ort des Anschlags, steht schon lange ein Mahnmal. Dieses soll in der Zukunft sichtbarer gemacht werden und der Vorfall besser dargelegt werden. Die Gedenktafel gilt als Ergänzung des Mahnmals.

Oberbürgermeister Dieter Reiter und Überlebender Dimitrios Lagkadinos vor der Gedanktafel im Rathaus

Die individuellen Geschichten der Betroffenen werden auch erfasst und in der Zukunft als Erinnerungsgut verwendet. Des Weiteren möchte man die Beratungsstelle für die Betroffenen zur Linderung von psychischen und materiellen Folgerungen weiter unterstützen.

Der Gedenkstein in der Herzog-Max-Straße in München., © Der Gedenkstein erinnert an die alte Hauptsynagoge in München.

Zum Gedenken an Reichspogromnacht werden Namen jugendlicher Opfer verlesen

An die Opfer der Pogromnacht von 1938 wird am Mittwoch landesweit mit Gedenkveranstaltungen erinnert. Vor der Synagoge in der Münchner Innenstadt etwa werden erstmalig Namen von in der Nazi-Zeit ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen verlesen, wie die Israelitische Kultusgemeinde am Montag mitteilt. Weiterlesen
Stolpersteine in München, © Stolpersteine in München.

Neue Niederlage für Stolperstein-Befürworter in München

Die Stadt München hat sich gegen die Verlegung von Stolpersteinen entschieden: Die Namen von Nazi-Opfern sollen nicht mit Füßen getreten werden. Einige Angehörige wollen sich die Art des Gedenkens aber nicht vorschreiben lassen – vor Gericht haben sie damit aber keinen Erfolg. Weiterlesen

Trauerbeflaggung: Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus

Zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus werden am Montag, den 27. Januar, alle staatlichen Dienstgebäude in Bayern auf Halbmast beflaggt. Auch den Gemeinden, Städten, Landkreisen und Bezirken sowie den sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts wird empfohlen, entsprechend zu verfahren. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Im Jahr 1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. rr/Regierung Oberbayern

Mahnmal für Zivilcourage in Gedenken an Dominik Brunner enthüllt

Am Donnerstag wurde in München ein Mahnmal für Zivilcourage enthüllt, das an Dominik Brunner und seinen Einsatz erinnern soll. Der 50-Jährige hatte vor vier Jahren in eine Prügelei eingegriffen und war dabei selbst ums Leben gekommen.   Genau vier Jahre danach wurde nun von der Dominik-Brunner-Stiftung an der Stelle am S-Bahnhof Solln ein Mahmal mit Gedenktafel enthüllt. Zu diesem Anlass waren hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft erschienen, darunter auch Kultusminister Ludwig Spaenle und Uli Hoeneß, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung.   „Wir wollen verhindern, dass solche Dinge öfter vorkommen“, sagte Hoeneß in seiner Rede. „Ob wir sie ganz verhindern können, wage ich zu bezweifeln – aber mit diesem Mahnmal, mit diesem Denkmal, gibt es eine weitere Möglichkeit, darauf einzuwirken, dass diese Dinge nie aus dem Gedächtnis der Bürger verschwinden.“   mt  
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