Tag Archiv: Geiselnahme

Olympiatrum, Olympiasee, Olympiapark, © Wunderschön, der Olympiapark. Foto: Zura aus München

Jahrestag: 44 Jahre nach dem Olympia-Attentat in München

Der 05. September 1972 war ein schwarzer Tag für Deutschland. Bei den Olympischen Sommerspielen in München stürmeten acht palästinensische Terroristen das Wohnquartier der israelischen Mannschaft. 17 Menschen starben.

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Flughafen München: Geiselnehmer der Stewardess ist tot!

Der Geiselnehmer, der am Flughafen München Anfang April eine Stewardess bedroht und als Geisel genommen hatte, ist bei einem Gerangel mit acht Wärtern in seiner Zelle ums Leben gekommen!

Nähere Infos sind noch nicht bekannt, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Nach Informationen des Internetportals Spiegel Online hat sich Folgendes zugetragen:

„Demnach randalierte der Mann in der Nacht auf Samstag in seiner Zelle, zerschlug ein Fenster und verletzte sich mit den Scherben selbst. Als Justizvollzugsbeamte versuchten, den Häftling zu beruhigen, ging er laut Polizei mit einer Scherbe auch auf sie los. Einer der Beamten wurde demnach am Kopf verletzt.

Für sein Handeln habe es keinen feststellbaren Auslöser gegeben, sagte Staatsanwalt Markus Kring. Als die Justizvollzugsbeamten sich um den 28-Jährigen kümmern wollten, seien sie auf „heftigen Widerstand“ gestoßen. Auch als weitere JVA-Beamte zu Verstärkung heraneilten, hatten die Gefängnismitarbeiter laut Kring „erhebliche Mühen, den Mann zu Boden zu bringen“. Demnach versuchte der Insasse weiter, sich selbst zu verletzen.

„Es kam zu einem massiven Gerangel“, so Kring. Im Verlauf des Handgemenges hätten die Beamten plötzlich festgestellt, dass es dem 28-Jährigen nicht gut gehe. Er habe sich mit einem Mal nicht mehr geregt. Ein Sanitäter der JVA sowie ein Notarzt konnten den Mann erfolgreich reanimieren. Wenige Stunden später starb er jedoch im Krankenhaus.“

Was geschehen ist:

 

Wohl um seine Abschiebung zu verhindern, hat ein Kosovare – aller Wahrscheinlichkeit nach ein Abschiebe – Häftling – versucht, eine Flugbegleiterin in seine Gewalt zu bringen

Der Lufthansa – Flug nach Budapest war bereits in der Luft, nachdem er planmäßig um 11 Uhr 10 gestartet war.  Der Pilot musste dann aber umdrehen und wieder landen, als der Mann zunächst mit der Stewardess in Streit geriet und dann ausflippte.

Nach der Rückkehr zum Airport stiegen alle anderen Passagiere aus dem Flugzeug aus. Zurück blieb nur der  Geiselnehmer mit der Stewardess.

Seine Aktion war jedoch nicht von Erfolg gekrönt: Sofort waren Polizei und Bundespolizei im Einsatz. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte das Flugzeug und nach kurzer Zeit konnten die Beamten den Mann an Bord überwältigen und festnehmen.

Nach Angaben der Polizei hielt sich der 28 Jahre alte Mann  mit seiner Geisel in der Toilette an Bord des Flugzeugs versteckt und bedrohte die Frau mit einem scharfen Gegenstand.

Wie der Mann mit der Waffe durch die Sicherheits – Kontrolle gekommen war, ist noch vollkommen unklar.

Über die genau Herkunft des mutmaßlichen Täters gibt es ebenfalls bisher noch keine Auskünfte von der Polizei.

Verschiedene Quellen berichteten zunächst, dass der Mann aus Ungarn stamme, von anderen Seiten hieß es aus Albanien oder dem Kosovo.

Nach rund zwei Stunden erfolgte die Stellungnahme von der Polizei:

Bedrohungslage im Flugzeug zwingt Piloten zur Umkehr

Die Verkehrsleitung des Flughafens München verständigte heute gegen 11:30 Uhr die Polizeiinspektion Flughafen München darüber, dass ein Linienflugzeug auf dem Weg nach Budapest kurz nach dem Start wegen einer Bedrohungslage an Bord umkehren musste.

Das Flugzeug landete gegen  11:45 Uhr wieder am Münchener Flughafen. Die 76 Passagiere konnten den Airbus an der Abstellposition am Terminal 2 wieder verlassen. An Bord blieben die Piloten und eine Flugbegleiterin, die von einem 28-jährigen Passagier mit einer abgebrochenen Rasierklinge weiter bedroht wurde. Die vor Ort befindlichen Flughafenpolizei konnte mit einem Dolmetscher Verbindung zum Täter aufnehmen und ihn letztlich widerstandslos festnehmen.

Offensichtlich wollte er seiner verfügten Rückführung nach Ungarn entgehen. Der Kosovare befand sich in einem Asylverfahren in Ungarn. Nach seiner unerlaubten Einreise nach Deutschland, verbrachte er die letzten vier Wochen in Haft in Passau und sollte heute nach Ungarn unbegleitet zurückfliegen. 

Soweit die zuständige Kriminalpolizei Erding bislang ermitteln konnte, brachte der 28-jährige Passagier kurz nach dem Start eine 50-jährige Flugbegleiterin in seine Gewalt. Die Frau und zwei weitere Stewardessen (ebenfalls 50 und 36 Jahre alt)  wurden leicht verletzt.

adc

Herrmann will über Geiseldrama in Ingolstadt berichten

Dreieinhalb Wochen vor der Landtagswahl kommt das Kabinett heute zu einer weiteren Sitzung in München zusammen. Wichtige Beschlüsse sollen nicht gefasst werden, stattdessen geht es vor allem um die Bestandsaufnahme der bayerischen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Innenminister Joachim Herrmann will zudem über das Geiseldrama vom Montag in Ingolstadt berichten. Dort hatte ein Stalker 3 Menschen stundenlang als Geiseln festgehalten. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei beendete schließlich die Tat.

Nach Geiselnahme in Ingolstadt: Justizministerin Beate Merk fordert härtere Strafen für Stalker

Die Geiselnahme, die am Montag ganz Ingolstadt in Atem gehalten hat, soll nicht ohne Folgen bleiben: Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut härtere Gesetze gegen Stalking zu fordern. Der Grund: Der junge Mann, der über mehrere Stunden zeitweise drei Menschen in seiner Gewalt hatte, war bereits wegen Stalkings vorbestraft.
Merk fordert nun politische Konsequenzen: Das seit 2007 gültige Gesetz, das Stalking unter Strafe stellt, greife erst, wenn das Opfer durch die Tat schwerwiegend in seiner Lebensgestaltung beeinträchtigt worden sei. In einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ sagte Merk: «Es muss reichen, dass die Attacken eines Stalkers geeignet sind, die Lebensführung des Opfers schwerwiegend zu beeinträchtigen.»
Der bayerische Entwurf für eine Gesetzesänderung liege auf dem Tisch, sagte die CSU-Politikerin an die FDP im Bund und andere Bundesländer gerichtet, die bislang einer Verschärfung skeptisch gegenüberstehen.

 

Weil der Geiselnehmer von Ingolstadt einer Mitarbeiterin des Rathauses schon seit geraumer Zeit nachgestellt hatte, hatte er dort bereits Hausverbot – Ende Juli wurde er wegen Stalkings, Beleidigung und Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Laut einem Gutachter war damals nicht zu erwarten, dass der Mann eine schwerwiegende Straftat begeht.

 

mt / dpa

Geiselnahme in Ingolstadt bendet: Alle Geiseln frei und unverletzt

Neue Entwicklungen bei der Geiselnahme im Ingolstädter Rathaus: Am frühen Abend fielen drei Schüsse und die Geiselnahme wurde beendet. Die verbliebenen zwei Geiseln sollen unverletzt sein. Nach fünf Stunden war bereits eine der drei Geiseln, der Dritte Bürgermeister Sepp Mißlbeck, frei gekommen. Der Geiselnehmer scheint bei der Geiselbefreiung an Schulter und Bein durch Kugeln verletzt worden zu sein. Noch ist unklar wie schwer die Verletzungen sind.

Angela Merkel hat derweil ihren für den Nachmittag geplanten Besuch in der Donaustadt abgesagt.

Vor Besuch von Angela Merkel: Geiselnahme in Ingolstadt

In Ingolstadt hat ein Mann im Rathaus drei Geiseln genommen. Das berichtet unter anderem die Ingolstädter Lokalzeitung Donaukurier. Angela Merkel hat nun ihren für den Nachmittag angekündigten Besuch in der Donaustadt abgesagt.

 

Bei dem 24-jährigen Täter soll es sich um einen Stalker handeln: Er habe einer Mitarbeiterin des Rathauses nachgestellt, in den vergangenen Wochen sei der Konflikt eskaliert. Unter den drei Geiseln, die der Mann nun in seiner Gewalt hat, ist Ingolstadts Dritter Bürgermeister Sepp Mißlbeck (Freie Wähler) und vermutlich auch die von dem Stalker verfolgte Frau.

 

Der Täter hat nach Polizeiinformationen eine Faustfeuerwaffe. Ob die Waffe scharf oder nur eine Schreckschusspistole ist, sei bisher unklar, erklärte ein Sprecher. Der Geiselnehmer hatte zunächst keine Forderungen gestellt. Es gebe regelmäßigen Kontakt des Krisenstabes zu dem Mann.