Tag Archiv: gelber engel

ADAC beruft Wirtschaftsprüfer in Geschäftsführung

Nach dem Manipulationsskandal um den „Gelben Engel“ baut der Automobilclub ADAC seine Führungsspitze weiter um. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat das Präsidium den Wirtschaftsprüfer Thomas Kagermeier von der Prüfgesellschaft KPMG in seine Geschäftsführung berufen.

 

Ab Juni soll der 40-jährige promovierte Wirtschaftswissenschaftler beim ADAC die Geschäftsbereiche Finanzen, IT und Services verantworten. ADAC-Vizepräsident August Markl sagte am Mittwoch, als Fachmann könne Kagermeier die Neuausrichtung des ADAC in operativer Verantwortung mitgestalten. Bei KPMG sei er für Jahres- und Abschlussprüfungen großer Versicherungen und Konzerne, die Einführung und Prüfung interner Kontrollsysteme und die Entwicklung von Compliance-Leitbildern zuständig gewesen. Zudem sei er personalverantwortlicher Partner bei KPMG gewesen. Neben Kagermeier gehören der ADAC-Geschäftsführung Marion Ebentheuer und Mahbod Asgari an.rr/dpa

Droht dem ADAC ein Untersuchungsausschuss

Nach dem Manipulationsskandal um den Preis „Gelber Engel“ des ADAC drohen die Landtagsfraktionen der SPD und der Grünen nun mit einem Untersuchungsausschuss. Dabei geht es um die Frage, ob die bayerischen Finanzbehörden dem ADAC von 2007 bis 2009 einen Steuervorteil von mehreren 100 Millionen Euro gewährten. Das Finanzministerium lehnt unter Verweis auf das Steuergeheimnis eine Beantwortung der Fragen bisher ab. Nach Medienberichten ist derzeit in der Diskussion, ob der ADAC für die Jahre 2007 bis 2009 etwa 500 Millionen Euro Versicherungssteuer nachzahlen soll.

 

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Vertrauenskrise: ADAC-Konkurrent ACE verzeichnet Mitgliederzuwachs

Der Manipulationsskandal beim ADAC kommt Konkurrent ACE zugute. Der Auto Club Europa gewinne seit Bekanntwerden der Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ im Januar wöchentlich 1000 Mitglieder hinzu – ein Drittel mehr als in den Wochen zuvor. „Man kann da schon von einer nachhaltigen Entwicklung sprechen“, sagte ein ACE-Sprecher am Dienstag in Stuttgart. Der ACE hat nach eigenen Angaben rund 580 000 Mitglieder, der ADAC fast 19 Millionen.

 

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ADAC: Rund 186 000 Kündigungen

Der Skandal um die Manipulation des „Gelben Engel“ macht sich bei der Mitgliederzahl deutlich sichtbar. Die Zahl der zusätzlichen Kündigungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen sei auf 186 000 angewachsen, teilte der ADAC am Montag mit. Die Zahl hat der Autoclub nach eigenen Angaben aus dem Vergleich mit den „normalen“ Monaten Januar und Februar des Vorjahres ermittelt. Weitere 26 000 Kündigungen seien noch nicht bearbeitet, hieß es weiter.

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ADAC: Trennung von Geschäftsführer

Karl Obermair soll nicht länger Geschäftsführer des ADAC sein. Der Autoclub habe Gespräche mit Obermair über eine einvernehmliche Beendigung seiner Tätigkeit geführt, sagte der kommissarische ADAC-Präsident August Markl am Dienstag bei einer Pressekonferenz in München. Die Geschäftsführung solle neu ausgerichtet werden. Markl betonte zugleich, kein Mitglied der Geschäftsführung habe mit den jüngsten Manipulationen zu tun. Der Verein mit seinen mehr als 18 Millionen Mitgliedern hatte zuvor wiederholte Fälschungen bei seinem Autopreis „Gelber Engel“ einräumen müssen. Obermair hatte diese Fälschungen zunächst bestritten.

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„Gelber Engel“: ADAC legt Abschlussbericht vor

Der ADAC präsentiert am Dienstag den Abschlussbericht der externen Prüfer rund um den Autopreis „Gelber Engel“. Das Beratungsunternehmen Deloitte hatte in den vergangenen Wochen sämtliche Kategorien des Preises untersucht, nachdem Manipulationen bei der Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“ den ADAC Mitte Januar in eine tiefe Krise gestürzt hatten.

Der Bericht der externen Prüfer ergab, dass nur die Ergebnisse in der Kategorie „Lieblingsauto der Deutschen“ manipuliert wurden. Bei den restlichen neun Kategorien konnte nichts nachgewiesen werden. Dies teilte der ADAC am Dienstag mit. Der Autoclub bezieht sich dabei auf einen Bericht des Beratungsunternehmens Deloitte.

Dr. August Markl, erster Vizepräsident des ADAC und derzeit kommissarischer Vorsitzender des ADAC Präsidiums, äußerte in diesem Zusammenhang noch einmal sein Bedauern. Die nachgewiesenen Fälschungen hätten das Vertrauen in den ADAC im Kern erschüttert.Weiterhin sagte Markl, dass der ADAC nun mit voller Kraft an einem Neubeginn arbeite.

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© Symbolfoto

VW gibt „Gelbe Engel“ zurück

Der dem Skandal um die Manipulation des „Gelben Engels“ hat VW nun, wie angekündigt, die Trophäen an den ADAC zurückgegeben. Ein Sprecher von Volkswagen erklärte an Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa, dass insgesamt 19 erste Plätze verschickt wurden. VW protestiert damit gegen Manipulationen bei der einst in der Branche begehrten Auszeichnung.

Am Montag hatten Untersuchungen die Gewissheit gebracht, dass beim ADAC zwischen 2009 und 2013 neben der Teilnehmerzahl auch die Reienfolge der „Gelben Engel“ gefälscht war.

 

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ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück

Wie am Montagmittag bekannt gegebehn wurde, legt der ADAC-Präsident Peter Meyer sein Amt nieder. Der 64-Jährige tritt nach einem Skandal um Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ mit sofortiger Wirkung zurück, wie der ADAC Nordrhein am Montag mitteilte.

Mit dem Rücktritt soll er nach Vereinsangaben einer Amtsenthebung zuvor gekommen sein. Angesichts der aktuellen Vertrauenskrise und der erschütternden Ergebnisse der aktuellen Krisenaufarbeitung habe das ADAC-Präsidium am Montagvormittag ein Suspendierungsverfahren gegen Meyer beschlossen, teilte der Verein mit. Das Amt des Präsidenten übernimmt kommissarisch Vizepräsident August Markl. Die Nachfolge soll bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2014 geregelt werden.

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Manipulation beim ADAC: Prüfbericht wird erwartet

Das Warten hat scheinbar bald Ende. Der unabhängige Prüfbericht zu den Manipulationen beim ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ soll demnächst veröffentlicht werden. Im Laufe des Montags soll entschieden werden, wann mit dem Bericht zu rechnen ist. Dieser  solle noch am Montag oder spätestens am Dienstag bekanntgegeben werden, so ein Sprecher des ADAC.

Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte legt den Bericht zuerst intern dem ADAC vor. Zunächst geht es um die jüngste Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen. Berichte zu früheren Jahren sollen folgen. Bislang steht fest, dass bei der Wahl des VW Golf zum Lieblingsauto die Zahlen nach oben frisiert wurden. ADAC-Präsident Peter Meyer hält auch eine Manipulation bei der Rangfolge der Fahrzeuge für möglich.
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München: ADAC – Präsident Peter Meyer in Videointerview

Dieses Interview mit dem Präsidenten des ADAC, Peter Meyer, hat der Automobilclub heute auf seinem Youtube – Channel veröffentlicht:

http://youtu.be/LYPjJ32MgLw

Der ADAC war zuletzt wegen Manipulation bei der Wahl des Preisträgers für seinen Preis „Gelber Engel“ in die Schlagzeilen geraten.

Dann sorgten auch noch fragwürdige Helikopter – Flüge des Präsidenten mit dem Rettungshubschrauber des ADAC für Empörung.

adc / adac

ADAC-Präsident Meyer lehnt Rücktritt ab

Der Automobilclub ADAC hat die vergangenen Tage negativ Schlagzeilen gemacht.

Nach den Manipulationen bei den Wahlen zum „Gelben Engel“ hat der ADAC-Präsident Peter Meyer einen Rücktritt abgelehnt. Der „Bild“-Zeitung sagte Mayer auf die Frage, ob er schon an Rücktritt gedacht habe: „Nein. Wenn der Wind von vorne kommt, muss man das auch mal aushalten können. In diesem Fall bin ich auch der Garant für die Aufklärung in der Sache.“Meyer warnte davor nun nicht die Glaubwürdigkeit des gesamten ADAC in Frage zu stellen. Dies sei unfair gegenüber den tausenden Mitarbeitern, die jeden Tag mit größtem Engagement für die Mitglieder im Einsatz wären, so Meyer.

rr/dpa

Golf, der Gelbe Engel – ADAC-Wahl umstritten

Der VW Golf ist Deutschlands Liebingsauto.

Wirklich?

Jedenfalls ist er vom ADAC mit dem Preis «Gelber Engel» ausgezeichnet worden. Die Leser der Kundenzeitschrift «Motorwelt» hatten das Fahrzeug nach Angaben des Automobilclubs mehrheitlich gewählt.

 

Wie viele sich an der Abstimmung beteiligt hatten, teilte der ADAC am Donnerstag anlässlich der Preisverleihung in München nicht mit. Am Dienstag war der Vorwurf laut geworden, der Club habe die Zahlen manipuliert. Der ADAC hatte dies zurückgewiesen.

 

Insgesamt sollten am Donnerstag neun Preise vergeben werden, darunter an VW für das beste «Familienauto» und das «Eco-Auto» sowie an BMW in den Kategorien Marke, Qualität und Reiselimousine. Der bei einem Skiunfall schwer verletzte Rennfahrer Michael Schumacher wurde mit dem Persönlichkeitspreis geehrt. Neben den Chefs großer deutscher Autokonzerne wurde auch der Präsident des Weltmotorsportverbandes FIA erwartet, Jean Todt.

 

 

Mit 18,6 Millionen Mitgliedern (Stand Mai 2013) ist der Automobilclub ADAC Deutschlands größter Verein. Der Club wurde 1903 als «Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung» gegründet und nannte sich 1911 in «Allgemeiner Deutscher Automobil-Club» um. Der ADAC setzt sich aus 18 Regionalclubs zusammen und betreibt bundesweit 178 Geschäftsstellen. Der Club beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 8600 Mitarbeiter und nahm 2012 mehr als eine Milliarde Euro an Beiträgen ein. Auch die Zahl der geleisteten Pannenhilfen steigt immer weiter. 2012 verzeichnete der ADAC das zweithöchste Pannenaufkommen in seiner Geschichte. Die «Gelben Engel» leisteten 4,17 Millionen Mal Hilfe.

 

 

Für die Autokonzerne ist die Feier in der Münchner Residenz eine gute Gelegenheit, sich in festlichem Rahmen zu präsentieren. «Der Gelbe Engel zählt zu den wichtigen Preise in der Automobilindustrie», heißt es etwa bei der Daimler AG. BMW betont, wie wichtig die Glaubwürdigkeit bei solchen Auszeichnungen sei. Und bei Volkswagen ist man stolz, mit dem Lieblingsauto erneut für den VW Golf geehrt zu werden: «Wir haben nicht den Hauch eines Zweifels, zumal die Regularien klar sind.» Zu den Vorwürfen der Manipulation – kein Kommentar. Das müsse der ADAC selbst klären.

 

 

Zu diesem Thema wird münchen tv heute Abend tagesaktuell berichten.

Der Beitrag läuft in den Nachrichten mit Monika Eckert um 18:00.

 

 

 

jn / dpa