Tag Archiv: Gesundheit

Ärzte schauen sich eine Röntgenaufnahme an

Rekordstand: Zahl der Ärzte in Bayern gestiegen

Rekordstand bei der Ärzteschaft. Die Zahl der Ärzte in Bayern ist gestiegen. Zum Ende des vergangenen Jahres zählte die Landesärztekammer 60 665 berufstätige Mediziner.Ein Anstieg um knapp 3,4 Prozent im Vergleich zu 2012. In den vergangenen fünf Jahren kann sogar ein Anstieg von 13,6 Prozent verzeichnet werden.

Trotz dieser positiven Entwicklung warnt der Präsident der Landesärztekammer, Max Kaplan, vor einem Ärztemangel: Viele Nachwuchsmediziner arbeiteten in Teilzeit. Außerdem seien die Arbeitszeitregeln vor allem im Krankenhaus weit strenger als früher.Zu Bedenken gebe vor allem die Entwicklung bei den Hausärzten. Seit 2008 ist die Zahl der Allgemeinärzte in Bayern um 8,1 Prozent gesunken. Insbesondere in ländlichen Regionen werde es für Hausärzte immer schwerer, Nachfolger zu finden, erklärte Kaplan. Allerdings sei im vergangenen Jahr erstmals seit langem die Zahl der Hausärzte, die jünger als 40 Jahre sind, wieder spürbar gestiegen. „Das könnte Licht am Ende des Tunnels sein“, sagte Kaplan.rr/dpa

Untersuchung mit Ärztin, © Symbolfoto

Fortschritt im Kampf gegen Diabetes: Hormon-Doppelpack

Ein Team des Instituts für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München hat möglichweise eine relevante Entdeckung in der Behandlung von Diabetes entdeckt.

Mit einer Kombination von zwei körpereigenen Hormonen könnten sich einige Diabetiker effektiver behandeln lassen.

 

Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Matthias Tschöp, Leiter des Instituts. Das entwickelte Peptid habe eine verstärkte Insulinausschüttung zur Folge, der Blutzuckerspiegel werde gesenkt, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin «Science Translational Medicine». Ein möglicher Zusatzeffekt sei, dass der Wirkstoff für ein größeres Sättigungsgefühl sorge und zum Abnehmen beitrage.

An Mäusen, Ratten und Affen sei das Peptid bereits erfolgreich getestet worden, nun hab eine erste kleine Studie mit 53 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 gute Ergebnisse erbracht.

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht die Ergebnisse als interessanten neuen Ansatz. Es seien aber weitere Studien nötig, sagte DDG-Sprecher Andreas Fritsche.

 

 

jn / dpa

Neue Labors für Tierversuche in München geplant

Eigentlich sind sich Forscher, Tierschützer, Politiker und Industrie einig: Tierversuche sollten auf ein Minimum reduziert werden. Dennoch: Die Zahl der Versuchstiere nimmt weiter zu, in München werden sogar zwei Labors neu gebaut. Zehntausende Tiere sollen hier für Versuche herhalten.
An der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) entsteht ein neues, lehrstuhlübergreifendes BioMedical Center für Grundlagenforschung. Bis zu 9000 Käfige für gut 50 000 Mäuse und andere Nager sowie bis zu 1700 Käfige für Krallenfrösche sind vorgesehen.
Am Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM) soll ab 2014, finanziert von Bund und Ländern, ein Forschungszentrum für Translationale Onkologie gebaut werden. Forschungsergebnisse sollen dort auf kurzem Weg rasch in die Patientenversorgung umgesetzt werden. Auf 700 Quadratmetern werden dann, so der Plan, bis zu 36 000 Mäuse und 800 Ratten leben, darunter genveränderte Tiere.

mt / dpa

Klinikum Großhadern produziert künftig radioaktive Medikamente

Mit einer eigenen Produktionsstätte für sogenannte nuklearmedizinische Substanzen will das Münchner Uni-Klinikum Großhadern seine Behandlungsmöglichkeiten weiter verbessern. Das heißt: Mediakamente und Diagnoseverfahren, die auf radioaktiven Substanzen basieren, sollen dort künftig hergestellt werden. Die Klinik will so Patienten schneller versorgen können – bis zu 8.000 Personen jährlich könnten von der eigenen Produktion profitieren. In 15 Monaten Bauzeit wurde das Zentrum errichtet, am heutigen Donenrstag erfolgte die Übergabe.

 

Eingesetzt werden Radiopharmaka unter anderem bei bestimmten Schilddrüsen-Erkrankungen oder in der Tumorbekämpfung. Mit Hilfe schwach radioaktiv markierten Subtanzen wird die Vitalität von Gewebe bestimmt. Aber: Die Möglichkeiten können auch bei der Diagnostik eines Herzinfarktes, in der Kinderheilkunde, bei Erkrankungen des Skelettsystems oder in der Neurologie Anwendung finden. Bei Alzheimer sei damit teils eine Diagnostik fünf Jahre vor dem Auftreten erster Symptome möglich.

 

Aber auch wenn es um die Diagnose von Krankheiten geht, können radioaktive Substanzen eingesetz werden. Ein bildgebendes Verfahren, die sogenannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET), gewinnt immer mehr Bedeutung. Sie wird besonders in der Krebsdiagnostik zusammen mit der Computertomographie angewendet und bringt mehr Genauigkeit.

mt / dpa

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