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neue Gondel Zugspitzbahn, © Robert Kukuljan

Neue Kabine für Zugspitzbahn da – Start am Wochenende

Ein Vierteljahr nach dem Unfall an der neuen Zugspitzseilbahn sieht es nach baldigem Neustart aus: Die neue Kabine hängt.

 

Der Neustart der Zugspitzseilbahn ist in Sicht: Am Montag wurde die neue Kabine an der Talstation am Eibsee in Grainau am Seil montiert, wie die Zugspitzbahn am Nachmittag mitteilte. Dazu wurde die knapp viereinhalb Tonnen schwere Kabine per Autokran mit dem bereits Ende November montierten Laufwerk verbunden. Nun müssen noch sämtliche Funktionsprüfungen sowie die Abnahme durch den Sachverständigen erfolgen. Auch Probefahrten soll es geben.

 

Die Bahn an Deutschlands höchstem Berg soll dann so schnell wie möglich ihren Betrieb wieder aufnehmen – wenn es gut geht, Ende der Woche. «Ziel ist es, die Seilbahn Zugspitze zum kommenden Wochenende wieder in Betrieb nehmen zu können», teilte die Zugspitzbahn mit. Der kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn, Matthias Stauch, hatte Ende November spätestens den Heiligen Abend als Starttermin genannt.

 

Bei einer Routineübung war im Herbst ein Bergekorb auf eine der beiden Seilbahnkabinen geprallt, es entstand Millionenschaden. Die Kabine musste komplett neu gebaut werden. Die Herstellung in der Schweiz dauerte drei Monate.

 

Die 2962 Meter hohe Zugspitze konnte trotz des Unfalls jederzeit besucht werden. Die Zahnradbahn fährt regulär. Sie bringt seit dem Start der Skisaison Ende November auch die Wintersportler auf das Zugspitzplatt.

 

Die hochmoderne Seilbahn mit den bodentief verglasten Kabinen für bis zu 120 Passagiere hatte erst am 21. Dezember 2017 nach drei Jahren Planungs- und weiteren drei Jahren Bauzeit ihren Betrieb aufgenommen.

 

dpa

Grainau: Münchner Bergsteiger tot aufgefunden

Wie bereits berichtet, wird seit Sonntagabend, 06.07.2014, ein 46-jährige Münchner in den Bergen bei Garmisch- Partenkirchen vermisst. Starke Polizeikräfte, und die Bergwacht suchen seither das in Frage kommende Gebiet aufgrund der ungünstigen Wetterlage unter erschwerten Bedingungen zu Fuß, mit Suchhunden und Hubschrauber ab. Aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung gingen zwar einige Hinweise ein, ein konkreter Hinweis aufgrund dessen der letzte Aufenthalt des Bergsteigers sicher nachzuvollziehen war, war jedoch nicht darunter.

 

Auch am heutigen Donnerstag, 10.07.2014, waren Mitglieder der Bergwacht im Suchgebiet unterwegs. Dabei fanden sie zunächst unterhalb eines exponierten Aussichtspunktes auf einer Route zum kleinen Waxenstein zwei abgestellte Wanderstöcke. Die daraufhin in diesem Bereich weiter intensivierte Suche führte zur Auffindung eines weit abgestürzten Mannes, dessen Bergung derzeit eingeleitet ist.

 

 

Aufgrund der Absturzsituation und Beschreibung des Abgestürzten muss davon ausgegangen werden, dass es sich um den Vermissten handelt. Er dürfte aufgrund des weiten Absturzes sofort tödliche Verletzungen erlitten haben. Die von dem Vermissten ausgewählte Tour wird als recht anspruchsvolle, einsame Bergtour für wirklich erfahrene Alpinisten beschrieben. Sie ist nicht durchgehend markiert und verläuft über steiles und ausgesetztes Gelände des Schwierigkeitsgrades II (UIAA).

 

 

jn / Polizei