Tag Archiv: Haft

Zahnbürstendiebe gefasst

Am Mittwoch Vormittag kontrollierten Schleierfahnder der Straubinger Polizei auf dem Parkplatz der Rastanlage Bayerwald an der A 3 die beiden Insassen eines blauen Mercedes. Dabei erkannten die Gesetzeshüter einen, dessen Fahndungsfoto sie tags zuvor im Polizei-Computer gesehen hatten. Die Neufahrner Polizei suchte nach ihm und einen Mittäter wegen mehrerer Diebstähle von Aufsteckbürsten für elektrische Zahnbürsten der Marke Oral im Wert von 2.800 Euro zwischen 16.01. und 24.01.14 in Drogerie-Märkten in Eching, Neufahrn, Freising, Landshut, Passau und Pocking. Die Polizisten nahmen die beiden georgischen Asylbewerber im Alter von 27 und 37 Jahren fest. Bei der Durchsuchung des Autos fanden sie neben für Diebstahlszwecke präparierte Einkaufstaschen auch ein Büchlein mit Adressen von künftigen Diebesobjekten.

 

 

Die ihnen vorgeworfenen Diebstähle stritten sie ab, obgleich beide auf Wahllichtbildvorlagen vom Marktpersonal erkannt wurden. Die Beute konnte bislang nicht aufgefunden werden, sie wurde höchst wahrscheinlich außer Landes gebracht. Im Zuge der Ermittlungen konnten auch vier Tankbetrügereien im Regensburger Raum geklärt, wo sie den Mercedes betankten und ohne zu bezahlen wegfuhren.

 

 

Der Haftrichter am Amtsgericht Erding erließ gestern (30.01.) Nachmittag Haftbefehl gegen die beiden in Unterkünften in Nordbayern und Norddeutschland wohnenden Profi-Diebe. Anschließend wurden sie in zwei räumlich getrennte Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

 

 

 

jn / Pressestelle Polizeipräsidium München

Serbe zahlt Strafe und kommt frei!

33-jähriger Serbe zahlt 2.444 Euro und ist frei – 63-jähriger mittelloser Serbe muss in Haft

Am Mittwoch (4. Dezember) beglich ein 33-jähriger Serbe zwei Geldstrafen bei der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof woraufhin zwei gegen ihn vorliegende Fahndungen zur Strafvollstreckung aufgehoben wurden.

Der Mann erschien gegen 08:50 Uhr bei der Wache der Bundespolizei und fragte nach, was gegen ihn vorliege. Ein Datenabgleich ergab, dass er zu einer Geldstrafe in Höhe von 2.400 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden war und dies bislang nicht bezahlt hatte. Zudem waren noch Verfahrenskosten wegen einer Ordnungswidrigkeit offen.

Der 33-Jährige händigte den Beamten 2.444 Euro in bar aus, die der Gerichtskasse zugeführt werden, und konnte die Wache freien Fußes verlassen. Damit verhinderte er eine Festnahme wegen Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen.

 

In einem anderen Fall wurde ein 63-jähriger Serbe am Donnerstag (5. Dezember) am Hauptbahnhof München kontrolliert. Dabei stellte sich gegen 00:30 Uhr heraus,  dass er von der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Festnahme aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehls zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Die Geldstrafe in Höhe von 345 Euro und die Kosten des Verfahrens in Höhe von 63,50 Euro konnte er nicht aufbringen. Er wurde der Haftanstalt zugeführt.

 

cb

Sechs Jahre Haft für Geisterfahrerin

Wegen fünfachen versuchten Mordes ist eine lebensmüde Geisterfahrerin am Montag in München zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Frau, die mit der Falschfahrt auf der Autobahn 94 bei Erding ihrem Leben ein Ende setzen wollte, habe den
Tod anderer Menschen bei einer Frontalkollision in Kauf genommen, begündet das Oberlandesgericht seine Entscheidung.
Zur Begründung führte der Strafkammervorsitzende aus, die Angeklagte habe mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt, da sie billigend in Kauf genommen habe, dass bei einer Frontalkollision andere Menschen zu Tode kommen. Sie sei nicht in der Lage gewesen, zu steuern, mit welchem Fahrzeug es zu einer Kollision kommt. Die Kammer sah die Mordmerkmale der Heimtücke und der gemeingefährlichen Mittel als gegeben an, da sie bewusst die Arg- und Wehrlosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer ausnutzte und ihren Pkw wie eine Waffe verwendete. Bei der Strafzumessung berücksichtigte die Strafkammer zu Gunsten der Angeklagten insbesondere ihr Geständnis, ihre schwierige Lebenssituation und das Handeln mit bedingtem Vorsatz.

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