Tag Archiv: Hugendubel

Hugendubel am Marienplatz schließt

Er ist ein fester Bestandteil des Marienplatzes: Der Hugendubel direkt gegenüber des Rathauses. Gemütlich bei einem Kaffee in der Leseinsel in Büchern schmökern – Das ist bald vorbei.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll die Filiale am Marienplatz im Frühjahr 2016 jedoch schließen. Grund dafür: Der Mietvertrag läuft aus und der Eigentümer hat andere Pläne. Das Gebäude soll renoviert werden und danach soll die Telekom in die Räumlichkeiten einziehen.

Dies ist der zweite Schlag für das Familienunternehmen innerhalb kurzer Zeit. Zuerst meldete der einstige Partner Weltbild Insolvenz an und nun der Verlust der Filiale am Marienplatz. Diese brachte Hugendubel den geschäftlichen Durchbruch. 1979 eröffnete Heinrich Hugendubel die damals größte Buchhandlung direkt gegenüber des Rathauses.

 

rr

Insolvenz: Weltbild und Hugendubel trennen sich

Rettung für die Verlagsgruppe Weltbild.

Im Insolvenzverfahren des katholischen Unternehmens und tausender Arbeitsplätze wurde nun ein wichtiger Schritt getan. Nach achtjähriger Kooperation mit der Buchhändlerfamilie Hugendubel trennen sich nun die Wege der beiden Unternehmen. Wie Weltbild am Freitag mitteilte, werden die cirka 300 Buchhandlungen, die bisher gemeinsam unter einem Dach der Finanzholding DBH betrieben wurden, voneinander gelöst. Rund 3 100 Mitarbeiter in ganz Deutschland sind von diesem Schritt betroffen. Zudem wurden die 220 Weltbild-Filialen vomAmtsgericht unter ein Schutzschirmverfahren gestellt. Dieses ermöglicht die Sanierung eines Unternehmens mit aus dem Insolvenzrecht bekannten Methoden.

rr/dpa

Rettung für Weltbild: Kirche zahlt 35 Millionen Euro

Nach dem Insolvenzantrag der katholischen Verlagsgruppe Weltbild stellt die Kirche dem existenzbedrohten Konzern sowie einem Geschäftspartner 35 Millionen Euro zur Verfügung. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz erhalte einen Massekredit von 15 Millionen Euro, hieß es am Freitag aus dem Bistum Augsburg. Das Erzbistum München bestätigte zudem später, dass es der Buchhändlerfamilie Hugendubel, die gemeinsam mit Weltbild die rund 400 Filialen in den Städten betreibt, 20 Millionen Euro geben wird. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die geplanten Zahlungen der Bistümer berichtet.

Insolvenzverwalter will Weltbild-Konzern als Ganzes erhalten

Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für die Mitarbeiter des insolventen Weltbild-Konzernes. Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will das Unternehmen als Ganzes erhalten. 2 200 Beschäftigte am Stammsitz in Augsburg bangen nun um ihre Arbeitsplätze.Doch die Chancen dafür sind noch unklar. Zumal die Weltbild-Gruppe eine kaum durchschaubare Struktur hat.

Betroffen ist bislang insbesondere die Weltbild-Zentrale. Wichtige Töchter wie die Online-Handelsplattform bücher.de, Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz und insbesondere das Filialgeschäft haben keine Insolvenzanträge gestellt. Die rund 400 Buchhandlungen, die unter den Markennamen „Weltbild“, „Hugendubel“ oder „Jokers“ firmieren sowie als „Shop in Shop“ in Karstadt-Warenhäusern betrieben werden, hält Weltbild gemeinsam mit der Familie Hugendubel. Das Gemeinschaftsunternehmen heißt DBH Buch Handels GmbH & Co. KG. Welche Folgen die Insolvenz für die Töchter des Mutterkonzerns letztlich haben wird, ist noch unklar.

Weltbild zählt zu den wenigen ernstzunehmenden Konkurrenten des Großunternehmens Amazon. Viele Händler und Verlage hoffen, dass Weltbild als Gegenpol zu Amazon erhalten bleibt.
rr/dpa