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Die beschlagnahmten Welpen, © Tierschutzverein München e.V.

Hundesteuer für 37 324 Münchner Zamperl wird nicht erhöht

Die Steuer für Hunde wird in München im Jahr 2019 nicht erhöht. Es bleibt bei jährlich 100 Euro bzw. 800 Euro für Kampfhunde. Die Zahl der angemeldeten Hunde in München ist auf 37.324 angewachsen. Am häufigsten sind Mischlingshunde, daneben sind Labrador, Chihuahua und Dackel die beliebtesten Rassehunde in der Landeshauptstadt.

 

Wie fast alle deutschen Kommunen erhebt auch München eine Hundesteuer – und liegt im Vergleich deutscher Großstädte mit jährlich 100 Euro bzw. 800 Euro für Kampfhunde im untersten Bereich. Die Einnahmen in Höhe von rund 3 Millionen Euro fließen in soziale, kulturelle, schulische und wirtschaftliche Maßnahmen der Stadt und dienen nicht explizit der Beseitigung von Hundekot.

„Die Hundesteuer mit einem Volumen von jährlich rund 3 Millionen Euro macht bei einem Haushaltsvolumen von über sieben Milliarden Euro finanziell nur einen kleinen Teil aus. Aber sie ist – naturgemäß – eine unserer emotionalsten Steuern“, erläutert Münchens Stadtkämmerer Christoph Frey.

 

Bei Anmeldung eines Hundes zur Hundesteuer wird die Rasse des Vierbeiners angegeben. Demzufolge gehören die meisten Hunde einer Rasse an, die es wahrscheinlich nur in Oberbayern gibt, nämlich die so genannte „Stianglandarass“. Dabei handelt es sich um 13.902 Mischlingshunde – also über ein Drittel der Münchner Hunde.

Grafik der Zahl der gemeldeten Hunde in München

Auf Platz eins der Rassehunde liegt der Labrador Retriever mit 1.887, auf Platz zwei der Chihuahua mit 1.481 und auf Platz drei folgt der Dackel mit 980.

Grafik Hunderanking

„Wir erheben die Hundesteuer hauptsächlich, damit die Zahl der Hunde nicht noch schneller und stärker steigt. Die Gelder fließen übrigens in den allgemeinen Haushalt der Stadt und leisten damit einen kleinen Beitrag zur Finanzierung der Investitionen in unsere schöne Stadt. Deshalb ist jede und jeder, die oder der einen Hund aufgenommen hat, oder mit einem Tier nach München gezogen ist, seinen Hund innerhalb von zwei Wochen im Kassen- und Steueramt anzumelden.“, so Christoph Frey.

Die Zahl der in München gemeldeten Hunde steigt seit Jahren regelmäßig jährlich um rund 1.000 Hunde. Zum 31. Dezember 2018 waren 37.324 Hunde in der Landeshauptstadt München gemeldet. Ende 2016 waren 35.289 Hunde gemeldet, Ende 2017 36.370 Hunde.

394 Kampfhunde waren 2018 gemeldet. Die Haltung dieser Hunde ist allerdings nur erlaubt, wenn ein Sachverständigengutachten vorliegt, in dem nachgewiesen wird, dass der Hund keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren hat. Er gilt damit als Kampfhund mit Negativzeugnis.

 

Am 05. Oktober 1799 genehmigte Kurfürst Max IV. Joseph erstmals die Einführung einer Hundesteuer. Der Staat war der Ansicht, dass jemand, der sich den „Luxus“ Hund – der ja kein Nutztier ist – leisten kann, es sich auch leisten kann, dafür einen kleinen Sonderbeitrag zu zahlen. Die Gebühr für Gemeinden von mehr als 15.000 Einwohnern – also auch für München – betrug 15 Mark. In heutige Währung umgerechnet entspricht dies einer Kaufkraft von rund 100 Euro.

Seit dem Jahr 2014 ist es möglich, sich für ein Jahr von der Steuer befreien zu lassen. Dies gilt, wenn der Hund aus dem Tierheim übernommen wurde, oder für Halterinnen und Halter, die mit ihrem Tier erfolgreich einen „Hundeführerschein“ absolviert haben.

Eine Katzensteuer erhebt keine einzige Kommune im ganzen Bundesgebiet.

Achtung: die Hundesteuer wird fällig!

Die vierbeinigen Kameraden bringen viel Freude, viel Arbeit – und sie kosten leider auch ein bisschen was.

 

Die Hundesteuer wird wieder fällig – hier alles, was dazu wissenwert ist.

 

 

Die Hundesteuer beträgt einheitlich für jeden gehaltenen Hund im Jahr 100 Euro.

Kampfhunde werden mit einem Satz von 800 Euro im Jahr besteuert.

 
Auskünfte zu Erlass und Befreiung von der Hundesteuer werden unter folgenden Rufnummern erteilt:

2 33-2 83 11 und 2 33-2 38 35.

 
Anlegen einer Hundesteuermarke

 
Zur Kennzeichnung eines angemeldeten Hundes gibt das Kassen- und Steueramt bei der Anmeldung des Hundes ein Hundezeichen aus. Der Hundehalter darf seinen Hund außerhalb seiner Wohnung oder seines umfriedeten Grundbesitzes nur mit dem sichtbar befestigten gültigen Hundezeichen umherlaufen lassen.

 
Durchführung von Kontrollen

 
Zur Überprüfung der Hundehaltungen und zur allgemeinen Aufnahme des Hundebestandes kann die Stadt Kontrollen durchführen und Auskünfte von Beteiligten und anderen Personen einholen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kassen- und Steueramtes überprüfen im Außendienst in Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen, ob die Münchner Hundehalterinnen und Hundehalter ihren Hund bei der Steuerbehörde der Stadt angemeldet haben. Bei Missachtung der Vorschriften können Verwarnungsgelder beziehungsweise Bußgelder verhängt werden. In besonders schweren
Fällen können Verstöße als Vergehen mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

 
Erhebung der Hundesteuer

 
Die Landeshauptstadt München macht aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung von der Möglichkeit Gebrauch, Hundesteuerbescheide nicht jährlich, sondern nur in den Fällen zu erlassen, wenn sich Änderungen, die sich auf die Festsetzung der Steuer auswirken, ergeben. Es ergeht keine gesonderte schriftliche Zahlungserinnerung mehr.

 
Auskünfte

 
Wer einen Hund anmelden will oder weitere Informationen zur Hundesteuer wünscht, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Steueramtes, Herzog-Wilhelm-Straße 11, 80331 München, unter der Telefonnummer 2 33-2 81 18 wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kassen- und Steueramts haben gleitende Arbeitszeit. Telefonisch sind
die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr und am Freitag von 9 bis 12.30 Uhr zu erreichen.

 

 

Anmeldung

 
Die Hundehalter sind verpflichtet, einen Hund innerhalb von zwei Wochen, nachdem sie ihn aufgenommen haben oder – wenn der Hund ihnen durch Geburt von einer von ihnen gehaltenen Hündin zugewachsen ist – innerhalb von zwei Wochen, nachdem der Hund vier Monate alt geworden ist, bei der Landeshauptstadt München – Kassen- und Steueramt
anzumelden.

 
Bei Zuzug eines Hundehalters aus einer anderen Gemeinde ist der Hund innerhalb von zwei Wochen nach Zuzug anzumelden. Die Anmeldung eines Hundes ist schnell, einfach und problemlos möglich:
– Online unter www.muenchen.de – Rubrik Rathaus – Dienstleistungsfinder
– Hundesteuer – Hund anmelden – Anmeldung online
– telefonisch unter 2 33-2 81 18
– per Fax unter 2 33-2 39 24
– schriftlich beim Kassen- und Steueramt, KF 23, Herzog-Wilhelm-Straße 11, 80331 München
– persönlich montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr im Kassen- und Steueramt, Herzog-Wilhelm-Straße 11, Zimmer 303 oder 304

 
Als Hundehalter gilt, wer einen Hund im eigenen oder im Interesse seiner Haushaltsangehörigen aufgenommen hat. Halten mehrere Personen in einem Haushalt einen oder mehrere Hunde, so sind sie Gesamtschuldner.

 
Abmeldung

 
Der Hundehalter hat den Hund innerhalb von zwei Wochen, nachdem er ihn veräußert oder sonst abgeschafft hat, nachdem ihm der Hund abhanden gekommen oder der Hund verstorben ist oder nachdem der Halter aus der Landeshauptstadt München weggezogen ist, beim Kassen- und Steueramt unter Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung abzumelden.

 

 

Lastschrifteinzugsverfahren

 
Sofern daran teilgenommen wird, werden die festgesetzten Beträge zu den Fälligkeitsterminen abgebucht. Sollte der Fälligkeitstermin auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag fallen, dann erfolgt die Belastung des Bankkontos zum nächsten Werktag. Wurde bereits eine Einzugsermächtigung erteilt, werden die Forderungen zu den Fälligkeitsterminen von der hinterlegten Bankverbindung (IBAN und BIC) mit der Mandatsreferenz und der Gläubiger-ID DE 34 LHM 00 00 00 15 55 6 der Landeshauptstadt München abgebucht.

 

 

 

jn / Rathaus Umschau