Tag Archiv: insolvenz

© Symbolfoto: Loewe Fernbedienung

Aiwanger stellt Loewe Finanzierungshilfe in Aussicht

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stellt Hilfe des Freistaats für die Rettung des insolventen Fernsehherstellers Lowe in Aussicht – unter der Bedingung, dass sich ein Investor findet: «Wir tun alles Machbare, um den Beschäftigten zu helfen», sagte Aiwanger am Donnerstag auf Anfrage. «Bayern will diesen Betrieb nicht verlieren.» Die neuerliche Insolvenz von Loewe sei für die Beschäftigen und ihre Angehörigen sowie für die Region Kronach ein harter Schlag. «Bereits frühzeitig haben wir signalisiert, wie 2013 jederzeit für Gespräche über mögliche Finanzierungshilfen zur Verfügung zu stehen.» Damals hatte Loewe die erste Insolvenz überstanden.

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Deutsches Museum in München, © Foto: Deutsches Museum

Prüfung: Deutsches Museum nicht schuld an Insolvenz eines Architekturbüros

Nach der Insolvenz des für die Sanierung des Deutschen Museums zuständigen Architekturbüros entlastet eine Untersuchung das traditionsreiche Haus.

 

Nach Bekanntwerden der Insolvenz hatte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) einen Sonderprüfbericht bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen beauftragt. «Die Verfasser des Berichts fanden keine Hinweise darauf, dass durch das Verhalten des Museums eine ursächliche Verknüpfung zur
Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestehe», sagte Sibler am Mittwoch in München. «Das trägt sicherlich auch ein Stück zur Beruhigung der Lage mit bei.» Zuvor hatte es Differenzen zwischen dem Deutschen Museum und dem Architekturbüro wegen bestimmter Forderungen gegeben.

 

Für die Sanierung des Museums waren zunächst 445 Millionen Euro angesetzt gewesen. Davon waren jeweils 180 Millionen Euro von Bund und Land bewilligt. Mittlerweile ist die Rede von knapp 600 Millionen Euro. Gründe sind steigende Baukosten, aber auch unvorhergesehene Schwierigkeiten mit der historischen Bausubstanz.

 

Anfang Mai hatte Sibler auf eine Deckelung der Mehrkosten bei 150 Millionen Euro gedrungen. Ende Juni sollen Verwaltungsrat und Bauexperten die ursprünglichen Modernisierungspläne überarbeiten. Mit welchen Mitteln die Mehrkosten finanziert werden, sei noch offen.

dpa

Schuldenquote in München

Pleitegeier über München – Immer mehr Münchner überschuldet

Die Überschuldung der privaten Verbraucher in der Stadt München hat sich in den letzten zwölf Monaten weiter verschärft. Zum Stichtag 1. Oktober 2016 weist der Creditreform SchuldnerAtlas 104.954 erwachsene Münchner als überschuldet aus, im Jahr 2015 waren es noch 100.054 Personen. Das ist der höchste Wert seit 2007 und der zweithöchste Stand seit Beginn der Erhebungen.

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© Zwei Schlangen hatte sich der alkoholisierte Mann um den Hals geschlungen. Symbolbild

Reptilienauffangstation in München befürchtet Insolvenz

München – Die Reptilienauffangstation München fürchtet um ihren Fortbestand. Spätestens im Frühjahr drohe die Insolvenz, teilte der gemeinnützige Verein in München mit. Als Grund nannte er fehlende Unterstützung der Staatsregierung für den geplanten und dringend notwendigen Neubau.

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München: Straubinger Tagblatt übernimmt Abendzeitung

Die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung wird die insolvente Abendzeitung weiterführen.

 

Nur ein Viertel der Mitarbeiter darf bleiben

 

Der Straubinger Verleger kündigte an, er wolle das Blatt als gedruckte Tageszeitung mit umfassendem Online-Angebot weiterführen.

„Ich glaube an die gedruckte Zeitung und bin davon überzeugt, dass die AZ eine gute Zukunft als starke Münchner Stadtzeitung hat“, sagte Martin Balle, der Verleger des Straubinger Tagblattes. „Die organisatorische Einbindung in unsere Gruppe eröffnet die Chance, das Blatt endlich profitabel zu führen. Dabei wird die «AZ» ihren Charakter als kritische und selbstbewusste Stimme für München behalten.“, so Balle weiter.

So vielversprechend wie das klingen mag, so niederschmetternd die Neuigkeiten für die Mitarbeiter:

Höchstens 25 der rund 100 Mitarbeiter soll die Möglichkeit angeboten werden, weiterhin für die Abendzeitung München arbeiten zu dürfen.

 

70 Millionen Miese

 

Am fünften März 2014 hatte das Münchner Boulevardblatt Antrag auf Insolvenz gestellt.

Nach knapp vier Monaten ist die Zukunft der Abendzeitung jetzt gesichert:

Ab ersten Juli wird die niederbayerische Verlagsgruppe Straubinger Tagblatt und Landshuter Zeitung nun das Ruder übernehmen – bereits einen Tag vorher startet eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Mitarbeiter, die entscheiden soll, wer zur neuen Abendzeitung gehören soll.

Der Schritt scheint hart, aber genauso hart sind die Fakten:

Die finanziellen Schwierigkeiten der Boulevardzeitung mit einer verkauften Auflage von rund 100 000 Exemplaren waren seit längerem bekannt. Die Familie Friedmann als Eigentümerin sehe sich nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, hatte der Verlag mitgeteilt. Nach Angaben der Geschäftsführung summierten sich die Verluste seit 2001 auf rund 70 Millionen Euro, heißt es laut dpa-Informationen.

adc / dpa

München: Angebote für insolvente Abendzeitung

Die Suche nach einem Investor für die insolvente „Abendzeitung“ in München geht weiter. Es gebe Gespräche mit einer Handvoll Interessenten, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Axel Bierbach der Nachrichtenagentur dpa. „Alle haben unterschiedliche Konzepte, aber allen gemeinsam ist eine Verbindung von Print und Online.“ Die „AZ“ solle möglichst auch als Printprodukt überleben. Konkrete Angebote lägen vor, weitere werden noch erwartet.

 
Die „AZ“ hatte am 5. März vor dem Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgeld sichert bis Ende Mai die Löhne und Gehälter der 110 Mitarbeiter. „Aber der 31. Mai ist kein harter Termin“, sagte der Sprecher. Danach könne die vorläufige Insolvenz in die Regelinsolvenz übergehen und der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten werden. Der Verlag sei dazu in der Lage.

Der Erfolg der Verhandlungen mit Investoren hängt nach Angaben des Insolvenzverwalters vor allem von drei Punkten ab: Das Kartellamt muss der Lösung zustimmen. Der Betriebsrat muss einen Stellenabbau und einen Sozialplan mittragen. Und der Investor muss sich mit dem Nürnberger Telefonbuch-Verleger Gunther Oschmann einigen, dem die Markenrechte an der „AZ“ gehören.

 

 

rr/dpa

Insolvenz: Abendzeitung hebt Preise an

Rettung aus der Insolvenz: Die insolvente Münchner „Abendzeitung“ hebt die Preise an.

 

Die insolvente Münchner „Abendzeitung“ will sich mit einem deutlich höheren Verkaufspreis mehr Luft im Überlebenskampf verschaffen. Nach der bereits erfolgten Reduzierung der Druckkosten sei die Preiserhöhung ein weiterer Schritt, die strukturellen Verluste des Verlags zu verringern und einen Verkauf an einen Investor zu ermöglichen, teilte der Insolvenzverwalter Axel Bierbach am Mittwoch in München mit.
Vom 28. April an kostet das Münchner Boulevardblatt von Montag bis Freitag 1 Euro statt 60 Cent. Die Wochenendausgabe verteuert sich von 80 Cent auf 1,20 Euro. Die Erhöhung betrifft ausschließlich den Einzelverkauf. Die AZ hatte am 5. März vor dem Amtsgericht München einen Insolvenzantrag gestellt.

 

rr/dpa

Münchner „Abendzeitung“ ist pleite

Die traditionsreiche Münchner „Abendzeitung“ hat einen Insolvenzantrag gestellt. Wie der Verlag am Mittwoch mitteilte, sehe sich die Familie Friedmann als Eigentümerin nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

 

„Die Gesellschafter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Abendzeitung“ hoffen, dass im Insolvenzverfahren ein Investor gefunden werden kann, damit der traditionsreiche Titel weiter erscheinen kann.“

 

Rund 70 Millionen Euro haben sich seit 2001 angesammelt, so die Geschäftsführung. Das Jahr 2013 endete demnach mit einem Minus von etwa zehn Millionen Euro. Nach zwei weiteren rückläufigen Monaten sei für 2014 keine Besserung in Sicht. Das weitere Erscheinen des Blattes sei aber zunächst gesichert.

 

rr/dpa

Insolvenz: Weltbild und Hugendubel trennen sich

Rettung für die Verlagsgruppe Weltbild.

Im Insolvenzverfahren des katholischen Unternehmens und tausender Arbeitsplätze wurde nun ein wichtiger Schritt getan. Nach achtjähriger Kooperation mit der Buchhändlerfamilie Hugendubel trennen sich nun die Wege der beiden Unternehmen. Wie Weltbild am Freitag mitteilte, werden die cirka 300 Buchhandlungen, die bisher gemeinsam unter einem Dach der Finanzholding DBH betrieben wurden, voneinander gelöst. Rund 3 100 Mitarbeiter in ganz Deutschland sind von diesem Schritt betroffen. Zudem wurden die 220 Weltbild-Filialen vomAmtsgericht unter ein Schutzschirmverfahren gestellt. Dieses ermöglicht die Sanierung eines Unternehmens mit aus dem Insolvenzrecht bekannten Methoden.

rr/dpa

Rettung für Weltbild: Kirche zahlt 35 Millionen Euro

Nach dem Insolvenzantrag der katholischen Verlagsgruppe Weltbild stellt die Kirche dem existenzbedrohten Konzern sowie einem Geschäftspartner 35 Millionen Euro zur Verfügung. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz erhalte einen Massekredit von 15 Millionen Euro, hieß es am Freitag aus dem Bistum Augsburg. Das Erzbistum München bestätigte zudem später, dass es der Buchhändlerfamilie Hugendubel, die gemeinsam mit Weltbild die rund 400 Filialen in den Städten betreibt, 20 Millionen Euro geben wird. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die geplanten Zahlungen der Bistümer berichtet.

Insolvenzverwalter will Weltbild-Konzern als Ganzes erhalten

Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für die Mitarbeiter des insolventen Weltbild-Konzernes. Der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz will das Unternehmen als Ganzes erhalten. 2 200 Beschäftigte am Stammsitz in Augsburg bangen nun um ihre Arbeitsplätze.Doch die Chancen dafür sind noch unklar. Zumal die Weltbild-Gruppe eine kaum durchschaubare Struktur hat.

Betroffen ist bislang insbesondere die Weltbild-Zentrale. Wichtige Töchter wie die Online-Handelsplattform bücher.de, Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz und insbesondere das Filialgeschäft haben keine Insolvenzanträge gestellt. Die rund 400 Buchhandlungen, die unter den Markennamen „Weltbild“, „Hugendubel“ oder „Jokers“ firmieren sowie als „Shop in Shop“ in Karstadt-Warenhäusern betrieben werden, hält Weltbild gemeinsam mit der Familie Hugendubel. Das Gemeinschaftsunternehmen heißt DBH Buch Handels GmbH & Co. KG. Welche Folgen die Insolvenz für die Töchter des Mutterkonzerns letztlich haben wird, ist noch unklar.

Weltbild zählt zu den wenigen ernstzunehmenden Konkurrenten des Großunternehmens Amazon. Viele Händler und Verlage hoffen, dass Weltbild als Gegenpol zu Amazon erhalten bleibt.
rr/dpa

Weltbild-Verlag ist insolvent

Bereits im Sommer 2013 schreckten Berichte über eine mögliche Insolvenz die Beschäftigten des Weltbild-Verlags auf. Tausende Jobs sind in Gefahr, das Filialgeschäft ist nicht betroffen. Verdi greift die kirchlichen Eigentümer scharf an.

 

 

Der angeschlagene katholische Weltbild-Verlag hat Insolvenz beantragt. Es fehlten die nötigen Mittel für die Sanierung des kriselnden Unternehmens, teilte Weltbild am Freitag mit. Die Gruppe gehört zwölf Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin. Nicht betroffen sei das gemeinsam mit dem Buchhändler Hugendubel betriebene Filialgeschäft. Auch die Geschäfte in Österreich und der Schweiz sowie der Online-Buchhändler Bücher.de seien nicht tangiert.

 

Konkreter Auslöser für die aktuellen Schwierigkeiten sei ein Umsatzrückgang in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14. Auch angesichts der in den kommenden drei Jahren erwarteten niedrigeren Erlöse habe sich der Finanzierungsbedarf für die Sanierung des Unternehmens verdoppelt.

«Gestern hat sich entgegen der Erwartung der Geschäftsführung herausgestellt, dass die notwendige Finanzierung nicht zur Verfügung stehen wird», hieß es in der Mitteilung.

 

Die katholische Kirche verteidigte ihre Weigerung für weitere Finanzspitzen. Die Bemühungen, das Unternehmen wieder zum Erfolg zu führen, seien leider fehlgeschlagen, teilte der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Peter Beer, mit. Beer ist Aufsichtsratschef bei Weltbild.

In den kommenden drei Jahre hätten bis zu 160 Millionen Euro zusätzlich aufgebracht werden müssen, um die Sanierung umzusetzen. Zudem müsse für die Entschuldung ein weiterer dreistelliger Millionenbetrag angesetzt werden.

 

Ein derart hoher finanzieller Aufwand könne angesichts verbleibender Unsicherheiten nicht verantwortet werden. Die Gesellschafter bedauerten diese Entwicklung sehr. «Die Gesellschafter stehen in dieser schwierigen Situation zu ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern», sagte Beer. Man werde Mittel zur Abfederung sozialer Härten bereitstellen. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die katholische Kirche scharf. Über den Insolvenzantrag hatte zuerst «Handelsblatt Online» berichtet.

 

Der Weltbild-Verlag beschäftigt mehr als 6000 Menschen. Etwa zur Hälfte sind die Beschäftigten bei der Tochter DBH Buch Handels GmbH & Co. KG angestellt, die die klassischen Buchläden betreibt. DBH gehört zu gleichen Teilen Weltbild und der Buchhändlerfamilie Hugendubel und hat rund 420 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie viele Mitarbeiter von der Insolvenz konkret betroffen sind, wollte ein Sprecher am Freitag auf Nachfrage nicht sagen.

 

 

Auch Angaben zur genauen Zahl der Beschäftigten machte Weltbild nicht. Zunächst müsse sich der Insolvenzverwalter ein Bild machen. Der Betrieb solle zunächst weiterlaufen. Insolvenzverwalter soll Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz werden. Dessen Kanzlei Schneider, Geiwitz & Partner hatte unter anderem die Schlecker-Pleite verwaltet. Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich betroffen von der Insolvenz und lud alle Beteiligten zu Gesprächen ein. Rund 2000 Beschäftigte arbeiten am Standort Augsburg.

 

Betriebsratschef Peter Fitz sagte: «Unser Unternehmen ist zukunftsfähig, davon waren wir immer überzeugt und sind es immer noch». Der Verlag hat seit langem zu kämpfen. Im Internet verkauft Weltbild wie der Konkurrent Amazon nicht nur Bücher, sondern auch andere Ware wie DVDs, Spielzeug oder Elektronik.

 

Im klassischen Verlagsgeschäft ist Weltbild ebenso aktiv und bringt jedes Jahr Hunderte Titel raus – von religiösen Büchern bis zu Kochratgebern.

 
Für Schlagzeilen hatte das kirchliche Unternehmen in der Vergangenheit wegen seines Erotik- und Esoterikangebotes gesorgt. Die Kirche will sich seit längerem von dem Verlag trennen, nur über den Weg herrschte bisher Uneinigkeit. Zuvor hatte es bereits im Sommer Berichte über eine mögliche Insolvenz gegeben. Der Buchhandel leidet seit Jahren unter der wachsenden Konkurrenz durch den Internethandel und hat mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.

 

 

 

jn / dpa