Tag Archiv: Interview

© Rico Güttich / muenchen.tv

FC Bayern München: Langweilige Liga? Nicht für Guardiola – Schöne Berlin-Erinnerungen

Berlin ist immer eine Reise wert, besonders für Pep Guardiola. Eine Trophäe gibt es diesmal gegen Hertha nicht zu gewinnen, aber mit zwei ausgeruhten Weltmeistern soll der nächste Schritt zur programmierten Herbstmeisterschaft gelingen. Weiterlesen

Oktoberfest 2013: „Papa, lebt der noch?“ Ein Wiesn-Anwohner erzählt!

Des einen Freud ist des anderen Leid! Während sich viele extra Urlaub nehmen um die Wiesn in München besuchen zu können gibt es auch einige Anwohner die sich Urlaub nehmen um zu flüchten. Denn Dauerbeschallung, betrunkene Wiesn-Besucher im Vorgarten, Müllberge vor der Haustüre und Verkehrsbehinderungen stehen jetzt auf  der Tagesordnung. Doch neben dem größten Volksfest der Welt zu wohnen hat trotz Allem auch seinen Reiz. Daniel lebt mit seiner Frau und seinen drei Söhnen direkt an der Festwiese. Heute ist er im münchen.tv Interview:

Wie erlebst Du als Anwohner die Oktoberfestzeit in München?

Daniel: Der Aufbau ab Juli ist immer sehr interessant für große und kleine Jungs. Da gibt es so viel zu sehen. Die zwei Wochen überstehen wir dann schon… Und rund ums Jahr gibt es ja noch viele andere tolle Angebote  und Möglichkeiten auf der Wiesn, auf die man sich freuen kann.

Und wie ist es für Deine Kinder?

Daniel: Sie sind natürlich begeistert von den vielen Fahrgeschäften. Der große macht schon beim Aufbau Pläne, womit er wann fahren will.

Was war das lustigste/skurrilste das Du je als Wiesn-Anwohner erlebt hast?
Daniel: Es gab da zwei, die sich in unserem Garten vergnügt haben. Auf meine Frage, ob sie denn kein Zuhause hätten, sagte sie nur: „Hast Du mal `ne Zigarette, Du Charmeur?“

Es hat ja aber auch Vorteile direkt neben dem  größten Volksfest der Welt zu wohnen, oder?

Daniel: Die Theresienwiese als Vorgarten zu haben ist 50 Wochen im Jahr großartig für die ganze Familie! Theoretisch könnte ich ja sogar nach dem Wiesn-Besuch Heim robben, aber das war noch nie nötig und wird auch nicht passieren. Zimmer untervermieten wäre lukrativ, ist aber zum Glück verboten.

Schon Bekanntschaft mit den sogenannten „Wiesn-Wild-Bislern“ gemacht?

Daniel: Klar, bisher jedes Jahr. Seit wir unsere Gartentore abends absperren, ist es allerdings seltener geworden. Fast ein bisschen zum Leidwesen meines ältesten Sohnes, der es geliebt hat, vom Balkon aus mit der Wasser-Pumpgun zurückzuschießen. Auch die übrigen Hinterlassenschaften sind zahlreich und bemerkenswert. Zum Glück ist die Stadtreinigung meist fertig, wenn ich morgens das Haus verlasse. Und wenn´s ganz gut läuft, dann regnet es auch mal.

Wie oft gehst du mit Deiner Familie in den zwei Oktoberfestwochen auf die Wiesn? Seid ihr trotzdem noch Wiesn-Fans?

Daniel: An den Familientagen, dem Geburtstag unseres Ältesten, der jedes Jahr während der Wiesn ist, und den Schönwettertagen. Die Wiesn als Volksfest ist zu recht berühmt und beliebt. Was mittlerweile daraus wurde nicht immer… Beispielsweise kotzende Untote in vogelwilden Kostümen. Zum Glück gibt’s jetzt die Oide Wiesn.

Wie könnte die Wiesn-Zeit Deiner Meinung nach für Anwohner noch angenehmer gemacht werden?

Daniel: Gut fände ich, wenn es für die Anwohner wie beim Tollwood  üblich eine kleine Entschädigung geben würde in Form von Gutscheinen. Da würden 150 € schon reichen für eine halbe Stunde Spaß für den Großteil der Familie 🙂 Schließlich wächst das Geld ja auch auf der Wiesn – auch wenns Hubert von Goisern nicht glaubt.

Und was hast du sonst noch zum Thema „Wohnen an der Wiesn“ zu sagen?

Daniel: Dank der Wiesn werden die Kinder schon sehr früh an die Erkennung von Vergiftungserscheinungen und die Beurteilung der Vitalzeichen herangeführt: „Papa, lebt der noch?“ Die Sperrung des Bavariarings bringt uns nicht nur einen relevanten Sicherheitsgewinn, sondern beschert uns auch ruhigere Wiesn-Wochen. Und mit der Einfahrtsgenehmigung können wir trotz Schulpflicht auch mal kurzfristig dem Trubel entfliehen.

Interview: Monika Eckert

 

Aufregung um Steinbrück: Was sagt die Netzgemeinde zum #Stinkefinger?

Es ist der Aufreger des Tages: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zeigt auf dem Cover des SZ-Magazins den Stinkefinger. Das Foto entstand im Rahmen der Interviewreihe „Sagen Sie jetzt nichts“, die sich seit Jahren im Magazin der Süddeutschen Zeitung großer Beliebtheit erfreut. Die interviewten Persönlichkeiten sollen auf Fragen nur mit Mimik und Gestik antworten.
Die Frage, bei der Peer Steinbrück den Mittelfinger gezeigt hat, lautete: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“ Und Steinbrück zeigt mit der Geste seine offensichtliche Antwort auf die Frage.

 

Rund eine Woche vor den Bundestagswahlen diskutieren die Wähler nun vor allem in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter über die aussagekräftige Geste des Kanzlerkandidaten. Unter dem Hashtag #Stinkefinger und #Stinkepeer stellen sich viele Menschen die Frage: Darf ein Politiker das? Die Meinungen gehen weit auseinander. Diejenigen, die sich hinter Steinbrück stellen, finden vor allem die Menschlichkeit symphatisch. Ein Politiker müsse nicht immer aalglatt sein, er dürfe auch mal mutig seine Emotionen zeigen.

 

 

 

 

 

 

Kritiker hingegen fordern von einem Politiker mehr als nur Menschlichkeit: So könne man sich als Kanzlerkandidat nicht benehmen, und es zeige deutlich, was Peer Steinbrück von den Wählern halte.

 

Eines ist jedenfalls sicher: Eine Woche vor der Bundestagswahl hat Peer Steinbrück es geschafft, dass ganz Deutschland über ihn redet.

Gustl Mollath bei münchen.tv: „Man wird in die Hölle geschickt.“

Rund einen Monat nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie gab Gustl Mollath am Dienstag in München sein erst zweites Fernsehinterview. Auf münchen.tv bekräftigte er gegenüber dem Chefredakteur Jörg van Hooven in der Sendung „Menschen in München“ seine Vorwürfe in Bezug auf die Unterbringung. In der geschlossenen Abteilung der Anstalt seien folterähnliche Maßnahmen ergriffen worden. Mollath: „Man hat einen vordergründigen Freispruch und man wird in die Hölle geschickt. Das hat niemand verdient.“

 

Auch seine Kritik an Justizministerin Beate Merk bringt Gustl Mollath in dem Gespräch offen zum Ausdruck: „Sie weiß ganz genau, dass das, was sie sagt, und vorher gesagt hat über mich, nicht stimmt.“

 

In der 45-minütigen Talksendung streitet Mollath außerdem vehement jede Gewalt gegenüber seiner Frau ab und rollt die Geschehnisse der vergangenen sieben Jahre noch einmal aus seiner Sicht auf.