Tag Archiv: Isar-Mord

Isar: gefundenes Messer wohl nicht tatrelevant

Das Messer, dass am Dienstag von Polizisten in der Isar bei der Ludwigsbrücke gefunden wurde, hat wohl keinen Bezug zum Isar-Mord. Wie münchen.tv aus Polizeikreisen erfahren hat, spricht die Länge der Messerklinge dagegen. Das gefundene Messer hat eine 8 cm lange Klinge, die Stichkanäle im Mordopfer sind bis zu 12 cm lang. Deswegen ist aus Polizeikreise zu hören, dass die Wahrscheinlichkeit nicht als groß angesehen wird, dass es sich bei dem gefundenen Messer um die Tatwaffe handelt. Dennoch wird erst noch die spurentechnische Untersuchung abgewartet. Das wird etwa zwei Wochen dauern. Ob sich allerdings nach so langer Zeit im Wasser noch DNA-Spuren an dem Messer finden lassen, ist unwahrscheinlich. Mehr Hoffnung wird eher auf Fingerabdrücke gesetzt.

Der Mord von der Isar

Der Mordfall „Domenico“ ist für die Polizei seit dem ersten Tag ein schwerer Fall. Zwischen dem unbekannten Täter und dem Opfer bestand keinerlei persönliche Beziehung. Der 31-jährige war am 28. Mai 2013 abends mit seiner Verlobten auf dem Fahrrad unterwegs, als sie ihm in der Erhardstraße gegenüber vom europäischen Patentamt mitteilte, gerade von einem Fußgänger angespuckt worden zu sein. Daraufhin kehrte der Italiener zu dem Unbekannten zurück und stellte ihn zur Rede. Es kam zu einem Handgemenge in dessen Verlauf der 31-jährige plötzlich zu Boden sackte. Hingestreckt durch mehrerer Messerstiche. Der Täter konnte flüchten und wird seit dem gesucht. Die Polizei hat nahezu alle möglichen Ermittlungsansätze ausprobiert, doch weder Videoauswertungen, Zeugenaufrufe, Überprüfung von Artzpraxen, DNA-Massenspeichelung noch Funkzellenauswertung hat bisher zu einem möglichen Täter geführt.

Noch immer ist die Polizei auf jeden Hinweis aus der Bevölkerung angewiesen. Wer hat am 28. Mai 2013 gegen 22 Uhr in der Erhardstraße den Vorfall beobachtet? Noch immer sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

mh / Polizei

Ermittlungsstand Isarmord!

Wie schon mehrfach berichtet, wurde am Dienstag, 28.05.2013, gegen 20.05 Uhr, in der Erhardtstraße ein italienischer Radfahrer von einem bislang unbekannten Mann getötet. Zur Ermittlung des Täters wurde bereits Anfang Juni die Soko Cornelius eingerichtet.

Von den rund 30 Beamten wurden seither fast 600 Hinweise aufgenommen und eine Vielzahl von Spuren bearbeitet bzw. abgearbeitet. Unter anderem wurde in den Stadtvierteln rund um den Tatort sowie bei den Taxiunternehmen und –fahrern eine groß angelegte Befragungsaktion durchgeführt. Von mehr als 3.200 Männern wurde eine Speichelprobe erhoben. Mehrere Fahndungsaufrufe in den Medien und eine Darstellung des Falls in der Fernsehsendung XY… ungelöst erbrachten einige Hinweise. Trotz dieser Bemühungen konnte der Täter bisher noch nicht ermittelt werden.

Zum 30.11.2013 wurde die Personalstärke der Sonderkommission reduziert, die Ermittlungen werden jedoch nahtlos von der Ermittlungsgruppe „EG Cornelius“ weitergeführt. Nach wie vor nimmt die Mordkommission jeden Hinweis entgegen.

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, EG Cornelius, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Auslobung

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 € ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Polizeibeamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

cb

Weiter keine heiße Spur im Isar-Mord

Gerade ein Mal zehn Hinweise sind bei der Polizei eingegangen, nachdem am Mittwochabend der Isar-Mord in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausgestrahlt wurde.
Eine wirklich heiße Spur ist laut Polizei nicht dabei, dennoch wird allen zehn Hinweisen akribisch nachgegangen.
Für Hinweise die zum Täter führen sind nach wie vor 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.
mh