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München: Neue Abendzeitung erstmals erschienen

Am Mittwoch hat die neue Abendzeitung zum ersten Mal eine komplette Ausgabe heraus gegeben.

„Die neue AZ will die Tradition der bisherigen fortführen“, schreibt der neue Chefredakteur und bisherige Lokalchef Michael Schilling. Sie werde auch künftig „das typisch münchnerische Lebensgefühl vermitteln, diese Mischung aus Leichtigkeit, Lebensfreude und natürlich: Humor“. Der Verleger des Straubinger Tagblatts, Martin Balle, hat die traditionsreiche Boulevardzeitung übernommen und gibt sie zusammen mit dem Rechtsanwalt Dietrich von Boetticher heraus.

 

Die kleine Abendzeitung

Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die Abendzeitung damit gerühmt hatte, täglich 100000 Exemplare zu verkaufen.

Die seien ohnehin nur künstlich hochgerechnet worden, ließ der neue Verleger verlauten.

„Ich kann gut damit leben, nur 30000 zu verkaufen“, sagte Balle über die neue Abendzeitung, die ab jetzt im kleineren Berliner Format, also 315 auf 470 Millimeter erscheinen soll.

70 Millionen Miese

 

Am fünften März 2014 hatte das Münchner Boulevardblatt Antrag auf Insolvenz gestellt.

Nach knapp vier Monaten ist die Zukunft der Abendzeitung jetzt gesichert:

Ab ersten Juli wird die niederbayerische Verlagsgruppe Straubinger Tagblatt und Landshuter Zeitung nun das Ruder übernehmen – bereits einen Tag vorher startet eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Mitarbeiter, die entscheiden soll, wer zur neuen Abendzeitung gehören soll.

Der Schritt scheint hart, aber genauso hart sind die Fakten:

Die finanziellen Schwierigkeiten der Boulevardzeitung mit einer verkauften Auflage von rund 100 000 Exemplaren waren seit längerem bekannt. Die Familie Friedmann als Eigentümerin sehe sich nicht mehr in der Lage, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, hatte der Verlag mitgeteilt. Nach Angaben der Geschäftsführung summierten sich die Verluste seit 2001 auf rund 70 Millionen Euro, heißt es laut dpa-Informationen.

adc / dpa

Horst Seehofer schaut kritisch, © Horst Seehofer will eine Flüchtlingsobergrenze

Nach WDR-Kritik: Horst Seehofer verärgert den Journalistenverband

Nach seiner kritischen Aussage gegenüber dem WDR wirft der Deutsche Journalisten-Verband (DJV)  Horst Seehofer nun die Missachtung der Pressefreiheit vor.  Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident hatte am Freitag am Rande einer CSU-Wahlveranstaltung das Verhalten des Kamerateams mit dem Satz kommentiert: «Die müssen raus aus Bayern.» Der Grund: Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) hatte sich von dem Team unhöflich bedrängt gefühlt.

 

«Mit diesen Äußerungen fällt Horst Seehofer erneut als jemand auf, der die Pressefreiheit missachtet», sagte DJV-Vorsitzender Michael Konken. Er forderte den bayerischen Ministerpräsidenten am Dienstag auf, die Pressefreiheit zu respektieren. «Er sollte begreifen, dass diese ein hohes Gut ist und Politiker sich im Dienste der Demokratie auch unbequemen Fragen stellen müssen.»

 

mt / dpa