Tag Archiv: Kirche

Die Münchner Frauenkirche , © Ein Münchner Wahrzeichen - die Frauenkirche

Ministranten 2.0: Erzbistum München entwickelt App für Messdiener

München – Für die rund 22 000 Ministranten im Erzbistum München-Freising gibt es ab sofort eine eigene Smartphone-App. Wer „Ministrieren“ auf sein Handy lädt, kann in aktuellen Nachrichten für Messdiener stöbern, sich Bilder ansehen, über Termine informieren und sich auch gleich für Veranstaltungen anmelden. Weiterlesen

Umstrittener Pfarrer-Vorschlag: Prostituierte für Asylbewerber

Ein umstrittener Vorschlag des pensionierten Pfarrers Ulrich Wagner geht derzeit durch die Münchner Medien: Er schlägt für Asylbewerber die Dienste von Prostituierten vor – immerhin hätten diese Männer ein sexuelles Bedürfnis, sagte er in einem Interview mit dem Münchner Merkur.

Weiterlesen

300 kulturelle Veranstaltungen zum Katholikentag

Bildende Kunst, kirchliche und weltliche Musik, Literatur, Theater und Film sollen Brücken zu weniger religiösen Menschen schlagen. Mit 300 kulturellen Veranstaltungen will der Katholikentag in Regensburg auch Nicht-Gläubige erreichen. Schwerpunkt sei vom 28. Mai bis 1. Juni die Musik, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur, Maria Baumann, am Freitag bei der Vorstellung des Kulturprogramms in Regensburg: «Das Glaubensfest soll ein klingender Katholikentag werden.»

 

Im Dom St. Peter gibt es eine Konzertreihe, die «Nacht der Musik» soll in Krypten, Kapellen, im Kreuzgang und der Basilika St. Emmeram Akzente setzen. Zudem sind Lesungen auf der «Literaturarche» an der Donau, Dutzende Theater- und Kinovorstellungen sowie Kabarett und Kleinkunst geplant.

 

 

jn / dpa

Kardinal Marx redet im Münchner Presseclub

Marx zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat einen neuen Vorsitzenden gewählt: Die Münchner Kardinal Reinhard Marx wird diesen Posten besetzen. Am Mittwoch haben die Mitglieder des Gremiums den Erzbischof bei ihrer Frühjahrsversammlung in Münster gewählt. Damit tritt der 60-Jährige die Nachfolge von Robert Zollitsch an. Der 75-jährige Freiburger Erzbischof hatte das Amt sechs Jahre inne und kandierte aus Altersgründen nicht noch einmal.
Die Bischofskonferenz ist das Führungsgremium der katholischen Kirche in Deutschland. Es ist unter anderem für übergreifende Fragen der Seelsorge und internationale Kontakte zuständig. Die Mitglieder treffen sich in der Regel zweimal im Jahr. Ihrem Vorsitzenden kommt eine herausgehobene Rolle zu.

 

rr/dpa

Rettung für Weltbild: Kirche zahlt 35 Millionen Euro

Nach dem Insolvenzantrag der katholischen Verlagsgruppe Weltbild stellt die Kirche dem existenzbedrohten Konzern sowie einem Geschäftspartner 35 Millionen Euro zur Verfügung. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz erhalte einen Massekredit von 15 Millionen Euro, hieß es am Freitag aus dem Bistum Augsburg. Das Erzbistum München bestätigte zudem später, dass es der Buchhändlerfamilie Hugendubel, die gemeinsam mit Weltbild die rund 400 Filialen in den Städten betreibt, 20 Millionen Euro geben wird. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die geplanten Zahlungen der Bistümer berichtet.

130 Millionen für das Bauprojekt des Bistums München

Zwischen Dom und St. Michael soll es entstehen: ein riesiger Komplex im Auftrag des Bistums München. Ein „Dienstleistungszentrum“ soll daraus werden, und 400 bis 800 Kirchenmitarbeiter werden dort arbeiten können. Eine hervorragende Lage, direkt in der Münchner Innenstadt.

130 Millionen Euro soll das Projekt mindestens schlucken. Im Kontext mit den jüngsten Diskussionen um den „Prunk-Bischof“ Tebartz-Van Elst runzeln viele die Stirn. Ist ein Bauvorhaben in dieser Größenordnung angemessen, und sind Büroräume für so viele Kirchenmitarbeiter überhaupt notwendig?

 

Bis Oktober 2014 soll das Bauprojekt fertig werden. Dass es bei den 130 Millionen bleiben wird, ist noch lange nicht sicher.

Dass das Projekt leicht zum Reizthema werden kann, ist augenscheinlich auch der Erzdiazöse klar. Laut Abendzeitung soll bei Bekanntwerden des Skandals um Bischof Tebartz-Van Elst eine große Bautafel entfernt worden sein.

 

Dass die Kirche baut und notwendige Büroplätze aufstockt, ist gerechtfertigt. Aber muss es wirklich in der teuren Münchner Innenstadt sein? Allein das Grundstück wurde für über 80 Millionen Euro erworben.

Ob das Mammutprojekt nun zum öffentlichen Reizthema wird oder nicht, wird sich noch herausstellen. abhängen wird es unter anderem von der Frage, ob es wirklich bei den 130 Millionen bleibt.

 

 

jn

 

Barmherzigkeit für den Bischof von Limburg

Mit großer Gelassenheit hat die katholische Laienbewegung «Wir sind Kirche» heute in München auf die Entscheidung des Papstes reagiert, den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zunächst im Amt zu belassen.

 

Es entspreche guter Rechtspraxis, dass Papst Franziskus vor einem endgültigen Votum zunächst die Erkenntnisse der Untersuchungskommission abwarten möchte, sagte «Wir sind Kirche»-Sprecher Christian Weisner. Für Tebartz-van Elst sei die Entscheidung auch ein Zeichen großer Barmherzigkeit des Papstes.

Zugleich machte die Laienbewegung klar, dass Tebartz-van Elst nach ihrer Auffassung nirgendwo mehr das Bischofsamt ausüben könne. Dazu sei der von ihm zu verantwortende Vertrauensverlust zu groß, der nicht nur das Bistum Limburg erfasst habe.

 

Der Fall Tebartz-van Elst habe im Übrigen für den Lebensstil aller deutschen Oberhirten Signalcharakter, betonte Weisner. Der Fall werfe zudem grundsätzliche Fragen zum bisherigen Sytem der Bischofsauswahl auf.

 

In der vergangenen Woche hatte der skandalgeschüttelte Bischof von Limburg in ganz Bayern bei den verschiedenen Laien-Bewegungen für Uneinigkeit gesorgt. Wie mit dem sogenannten „Prunk-Bischof“ umzugehen sei, entwickelte sich schnell zum Streitthema. Die Entscheidung des Papstes über die endgültige Verfahrensweise mit Tebartz-van Elst steht noch aus.

 

 

jn / dpa

1 2