Tag Archiv: Knast

München: Prozess gegen mutmaßlichen Hoeneß-Erpresser startet im Dezember

Der mutmaßliche Erpresser von Uli Hoeneß muss sich noch vor Weihnachten vor Gericht verantworten. Die Verhandlung beginnt am 15. Dezember in München und ist auf drei Prozesstage angesetzt, sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Weiterlesen

Uli Hoeneß: Nach Narkose sofort wieder ins Gefängnis

Laut einem Zeitungsbericht hat das  soll das Justizministerium den Ex-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß  zurück ins Gefängnis gebracht haben – nur eine Stunde nachdem er nach einer Herz-OP wieder aus der Narkose aufgewacht war.

 

Noch verschlafen zurück hinter Gitter

Die Ärzte mussten am Freitag in der „Schön Klinik“ am Starnberger See einen unkomplizierten Routine-Eingriff an Uli Hoeneß‘ Herzen durchführen.

Die Operation lief gut. Aber dann entschied sich das Justizministerium scheinbar zu einem merkwürdigen Schritt:

Nur eine Stunde nachdem Hoeneß aus der Narkose aufgewacht war, tauchten Justizbeamte in seinem Krankenzimmer auf, die ihn aufforderten, wieder die Rückreise ins Gefängnis nach Landsberg am Lech anzutreten. Eigentlich hätte der ehemalige Präsident des FC Bayern bis Sonntag zur Beobachtung bleiben sollen.

Warum das Ministerium eine solche Entscheidung getroffen hat, die eventuell sogar schädlich für den Häftling sein könnte, dazu gab es keine Stellungnahme: „Wir kommentieren den Fall Hoeneß grundsätzlich nicht“, hieß es auf Zeitungs-Nachfrage von einer Sprecherin im Justizministerium.

 

Keine Extra-(Brat-)Wurst

Über die Gründe für den verfrühten Abtransport von Uli Hoeneß aus dem Krankenhaus lässt sich nur mutmaßen.

In der Vergangenheit war das Gefängnis Landsberg aber stets bemüht, vor Medien und der Öffentlichkeit den Eindruck zu wahren, dass der prominente Insasse keinerlei spezielle Behandlung bekommt.

Uli Hoeneß bekommt die selben Mahlzeiten, die leichen Zeiten für Freigänge und soll im Gefängnis arbeiten.

Medienberichten zufolge hat er bereits zehn Kilo abgenommen, seit er seine Haftstrafe angetreten hatte, zu der ihn ein Gericht in München wegen Steuerhinterziehung von über 28 Millionen Euro verurteilt hatte.

adc

JVA Landsberg

Chronologische Aufarbeitung des Fall Hoeneß

Laut übereinstimmenden Medienberichten tritt Uli Hoeneß heute seine Haftstrafe in der JVA Landsberg an.
München TV hat für Sie den „Fall Hoeneß“ chronologisch aufbereitet.

 

2001 bis 2006: Hoeneß spekuliert im großen Stil an der Börse mittels eines geheimen Kontos in der Schweiz. Der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus soll ihn mit Millionen unterstützt haben.

 

Januar 2013: Hoeneß zeigt sich beim Finanzamt selbst an. Die Staatsanwaltschaft München leitet ein Ermittlungsverfahren ein.
20. März 2013: Hoeneß bekommt in seinem Haus am Tegernsee Besuch von den Ermittlern. Gegen ihn liegt ein Haftbefehl vor. Dieser wird außer Vollzug gesetzt – gegen Zahlung einer hohen Kaution.
20. April 2013: Der «Focus» macht den Fall öffentlich und berichtet unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft und Hoeneß selbst.
21. April 2013: Hoeneß schließt einen Rücktritt als Präsident des FC Bayern München aus. Die Kritik an ihm nimmt zu. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rückt von ihm ab, zeigt sich «enttäuscht».

 

23. April 2013: Die «Süddeutsche Zeitung» berichtet über den Haftbefehl und die Kaution in Höhe von fünf Millionen Euro.

 

1. Mai 2013: Hoeneß zeigt in einem «Zeit»-Interview Reue und gibt Einblick in sein Seelenleben. Verbindungen seines Schweizer Kontos zum Rekordmeister schließt der Bayern-Präsident darin aus.

 

6. Mai 2013: Hoeneß bleibt nach einem 8:0-Votum der Mitglieder Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG.

 

25. Mai 2013: Selbst im Moment des großen Triumphes des FC Bayern steht Hoeneß unter dem Eindruck der Steueraffäre. Fast schüchtern greift er im Londoner Wembleystadion nach dem 2:1 im Finale gegen Borussia Dortmund nach dem Champions-League-Pokal.

 

 

 

Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

 

30. Juli 2013: Die Staatsanwaltschaft München erhebt Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung.

 

4. November 2013: Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II lässt die Anklage gegen den Bayern-Präsidenten «unverändert» zu.
13. November 2013: Hoeneß wird auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern von den Mitgliedern gefeiert. Er vergießt Tränen und kündigt an, nach seinem Steuerstrafprozess auf einer außerordentlichen Versammlung die Mitglieder über seine Zukunft entscheiden zu lassen.

 

23. Januar 2014: Die Staatsanwaltschaft München lässt bayerische Finanzbehörden wegen des Verdachts der Verletzung des Steuer- und des Dienstgeheimnisses durchsuchen. Es geht um die Frage: Wer gab Dokumente aus Hoeneß‘ Steuerakte an die Presse weiter?

 

10. März 2014: Begleitet von einem riesengroßen Medieninteresse beginnt in München der Prozess im «Strafverfahren gegen Ulrich H.». Hoeneß gesteht, 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben.

 

11. März 2014: Die Summe der hinterzogenen Steuern wird immer höher. Hoeneß soll mehr als 27 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Grundlage sind Berechnungen einer Steuerfahnderin.
12. März 2014: Die schwindelerregende Steuerschuld hält die Hoeneß-Verteidigung für «sachgerecht». Die Selbstanzeige habe sämtliche Zahlen bereits enthalten.
13. März 2014: Uli Hoeneß wird zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Das Landgericht München spricht den Präsidenten des FC Bayern München wegen Steuerhinterziehung schuldig.

 

14. März 2014: Uli Hoeneß akzeptiert seine Haftstrafe und tritt mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern München zurück.

 

17. März 2014: Auch die Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision. Damit erlangt das Urteil Rechtskraft.

 

13. Mai 2014: Genau zwei Monate nach der Verurteilung von Hoeneß wird bekannt, dass ein Ex-Häftling 215 000 Euro von dem prominenten Steuersünder erpressen wollte. Andernfalls gebe es schwerwiegende Konsequenzen in der Haft. Bei der geplanten Geldübergabe in München wird der 50-Jährige gefasst.

 

2. Juni 2014: Uli Hoeneß soll seine Haft im Gefängnis in Landsberg am Lech antreten.

 

 

 

RG / DPA

Feuerwehrauto Drehleiter , © Symbolfoto eines Feuerwehrdrehleiter Fahrzeugs

München: Feuerwehr hilft bei Gefängnisausbruch

Ungewöhnlicher Anruf in der Leitstelle der Feuerwehr: ein Mann gab an, aus einem Gefängnis nicht mehr herauszukommen. Die Feuerwehr befreit ihn schließlich ohne rechtliche Bedenken zu haben.

Denn: der Mann war ein Spaziergänger, der am ehemaligen Frauengefängnis „Neudeck“ vorbeigegangen war. Dabei bemerkte er eine offenstehende Tür. Die Neugier auf das Innere eines Gefängnisses ließ den Mann hineinspazieren. Dumm nur, dass hinter ihm die Tür ins Schloss gefallen war. Und, wie für einen Knast üblich, gibt es von innen keinen Türgriff. Der 42 Jahr alte Mann irrte im gesamten Frauengefängnis umher um einen offenen Ausgang zu finden. Da seine Suche erfolglos blieb, rief er in seiner großen Verzweiflung die Feuerwehr an.

Feuerwehr kommt nicht rein

Auch die alarmierten Einsatzkräfte standen vor einem Problem. Durch die Sicherheitseinrichtungen an den Schlössern, Türen und dem Gebäude allgemein, war ein einfaches Eindringen von außen unmöglich. Die staatlichen Einrichtungen in München verfügten über keine Schlüssel mehr. Diese wurden beim Verkauf an den Besitzer übergeben, der allerdings nicht erreichbar war. Ein Polizist vor Ort kannte sich in dem Gebäude noch sehr gut aus, und dirigierte den hilflosen Mann im inneren des Gebäudes mittels Mobiltelefon zur ehemaligen Leitwarte des Gefängnisses. Dort angekommen konnte er über die funktionsfähigen Schalter das große Eingangstor öffnen. Vom Innenhof aus konnte nun direkter Kontakt durch die Panzerglasfront zu dem sichtlich peinlich berührten Gefangenen aufgenommen werden. Schließlich konnte der unfreiwillige Insasse über ein nicht mehr intaktes Lüftungsgitter aus der Leitwarte „seines Gefängnisses“ befreit werden.
In Zukunft wird der Mann wohl einen weiten Bogen um offenstehende Türen machen, oder sich zumindest vergewissern, dass die Türen hinter ihm nicht zufallen können.

 

Hier der Bericht von münchen.tv-Redakteur Markus Haiß:

 


mh / Feuerwehr

 

JVA Landsberg

Landsberg am Lech: Uli von den Gemüsefeldern?

Uli Hoeneß könnte wohlmöglich bald nach seinem Haftantritt die JVA Landsberg schon wieder verlassen – und zur Außenstelle „Rothenfeld Nr. 2″ verlegt werden.

Ein nicht näher genannter Landtagsabgeordneter, der früher im Polizeidienst war, vermutet:

Ein normaler Haftvollzug werde in der Haupteinrichtung in Landsberg nicht möglich sein.

Deswegen könnte der PromiHäftling bald stattdessen in der Außenstelle unterkommen.

„Dort findet man wenig Gemeinsamkeiten mit der Haftanstalt für Jedermann in Landsberg. Sie verfügt über Einrichtungen und Möglichkeiten, die den gehobenen Ansprüchen ,gehobener Gäste’ entspricht. Auch der Kontakt zu den Häftlingen in der Landsberger Einrichtung und auch die Freigängermöglichkeiten sind hier den besonderen Gästen angepasst.“, heißt es von dem Insider.

Eine solche Möglichkeit für Gefangene mit gehobenen Ansprüchen: Rothenfeld 2 verfügt über eigene Gemüsefelder, die ein Häftling als Job bewirtschaften darf.

Einen ganzen Landwirtschaftsbetrieb finden die Luxus – Gefangenen in Rothenfeld. Mit Hühnern, Schweinen und Kühen.

Die selbst angebauten Produkte könnte der 62 Jahre alte Hoeneß dann im Hofladen, über den das Gefängnis verfügt, auch verkaufen.

So hätte Uli Hoeneß auch etwas zu erzählen, wenn sein alter Fußball – Kollege, Günter Netzer zu Besuch kommt.

Das hatter er nämlich angekündigt.

Und für einen kleinen Rundgang ist Rothenfeld 2 auch gut: Es ist nämlich aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Ammersee als „Knast mit Aussicht“ bekannt.

Hoeneß wird seine Haft voraussichtlich um Ostern herum antreten.

adc

Vom Knast in den Knast

Am Sonntag um 06:15 Uhr gerieten mehrere Personen im Tunnel des Ostbahnhofes in Streitigkeiten. Als eine 35-jährige Wohnsitzlose einer 19-Jährigen aus Ramersdorf an das Gesäß gefasst hatte, eskalierte der verbale Streit. Der Begleiter der 35-Jährigen, ein 34-jähriger Wohnsitzloser, schlug daraufhin dem Begleiter der jungen Frau, einem 20-Jährigen aus Ramersdorf, mehrmals mit der Hand gegen den Kopf. Eine Streife der Bundespolizei trennte die Personen. Beide stark alkoholisierten Wohnsitzlosen (2,6 bzw. 2,96 Promille Atemalkohol) verhielten sich dabei sehr aggressiv und waren kaum zu beruhigen. In bedrohlicher Haltung gingen beide auch auf die Beamten zu und spuckten in die Richtung der Bundespolizisten.
Erst nach Ausnüchterung konnten beide gegen Mittag die Wache wieder verlassen. Als sie die Wachräume am Ostbahnhof verlassen hatten wurde der 34-Jährige von einem Bundespolizisten beobachtet, wie er gegenüber der Wache an einem Kiosk zwei Flaschen Bier entwendete ohne zu bezahlen. Der 34-Jährige wurde daraufhin abermals vorläufig festgenommen. Gegen beide ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung und Beleidigung, gegen den 34-Jährigen zudem wegen Diebstahls.