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München: Spaenle wirbt für Kompromiss zu Olympia-Gedenkstätte

Nach Protesten gegen den Standort für ein Denkmal zum Olympiaattentat 1972 in München wirbt Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) für einen Kompromissvorschlag. Demnach soll das begehbare Mahnmal kleiner ausfallen als ursprünglich geplant und an einer anderen Stelle stehen. Anstelle des Connollyhügels ist als Standort nun der sogenannte Studentenhügel geplant. Weiterlesen

Festnahme durch die Bundespolizei, © Symbolfoto

München: U-Haft wegen Schleusung – Bundespolizisten nehmen US-Amerikaner fest

Dienstagnacht ist der Bundespolizei am Münchner Flughafen ein mit Untersuchungshaftbefehl gesuchter US-Bürger ins Netz gegangen. Die Bundesbeamten gingen einem Hinweis von Interpol Manchester nach und nahmen den 37-Jährigen bei der Einreisekontrolle des letzten Fluges aus London fest. Weiterlesen

Grenzkontrolle zwischen Deutschland und Österreich verursacht lange Staus, © Symbolfoto: Grenzkontrolle zwischen Deutschland und Österreich

Rosenheim: Was ist nur an dieser Grenze los?

Rosenheimer Bundespolizei: Über 800 unerlaubte Einreisen im Juni – mehr als 3.100 im 1. Halbjahr.

 

Die Zahlen geben Anlass zum Nachdenken: Im südlichen Abschnitt der deutsch-österreichischen Grenze hat die Bundespolizei allein im Monat Juni rund 820 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Etwa 90 von ihnen waren mit falschen beziehungsweise gefälschten Papieren unterwegs. In mehr als 40 Fällen sind sich die Rosenheimer Ermittler sicher, dass Schleuser und Gehilfen hinter den illegalen Grenzübertritten von rund 200 Menschen stecken. Immer wieder ist Italien Ausganspunkt der letzten Schleusungsetappe.

 

Profitables Geschäft für Schleuser

 

Das belegen auch die aktuellen Fälle: Ein Italiener wird beschuldigt, sechs Eritreer mit dem Pkw von Mailand illegal in die Bundesrepublik befördert zu haben. Für die Schleusung hätte er eigenen Angaben zufolge 500 bis 600 Euro bekommen sollen. Der 29-Jährige wurde zusammen mit den Afrikanern von den bayerischen Schleierfahndern auf der Inntalautobahn bei Oberaudorf gestoppt. Am Dienstag (8. Juni) lieferten die Bundespolizisten den Mann ins Bernauer Gefängnis ein. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete seine Untersuchungshaft an. Dieses „Schicksal“ teilt er mit einem ägyptischen Staatsangehörigen. Der 25-Jährige schleuste nach ersten Erkenntnissen vier Syrer mit dem Auto von Mailand aus nach Deutschland. Hierfür sollte er einen vierstelligen Betrag kassieren. Grenzfahnder stoppten ihn auf der A 8 nahe Bad Aibling. Die Bundespolizei lieferte ihn auf richterliche Anordnung in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein.

 

Von Januar bis Juni registrierte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bereits rund 3.170 Geschleuste und unerlaubt Eingereiste. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2013 waren es etwa 4.000. Die meisten von ihnen stammen – nach wie vor – aus Syrien, Eritrea, Somalia Afghanistan oder Nigeria. Die Feststellungen in Zügen und auf den Autobahnen halten sich aktuell annähernd die Waage.

 

RG / Polizei

München: FC Bayern München verpflichtet Juan Bernat vom FC Valencia

Der FC Bayern München hat  den spanischen U21-Nationalspieler Juan Bernat vom FC Valencia verpflichtet.

 

Der 1,72 Meter große Abwehrspieler hat im Laufe des Tages die medizinische Untersuchung in München absolviert und vor wenigen Minuten einen Fünfjahres-Vertrag beim FC Bayern unterzeichnet. Über weitere Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart.

 

Stimmen zum Wechsel

 

„Wir sind sehr zufrieden, sowohl mit dem Spieler als auch dem FC Valencia eine sehr gute und schnelle Lösung gefunden zu haben“, erklärt Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, „Juan Bernat wird am Dienstagabend in Valencia noch von seinem bisherigen Klub verabschiedet und ab Donnerstag in München sein.“

 

„Juan Bernat ist ein außergewöhnlicher, junger Spieler, den wir schon lange beobachtet haben. Er ist schnell, zweikampfstark, hat einen unglaublichen Zug zum Tor“, beschreibt Matthias Sammer, Sportvorstand des FC Bayern, den Neuzugang. „Wir sind sicher, dass wir mit Juan Bernat eine sehr gute Investition für die Zukunft unserer Mannschaft getätigt haben. Wir heißen ihn beim FC Bayern herzlich willkommen!“

 

„Ich bin sehr glücklich, dass ich künftig bei diesem großen Klub spielen darf“, versicherte Juan Bernat nach seiner Vertragsunterzeichnung. „Der FC Bayern ist einer der größten Klubs Europas und der Welt, ich freue mich sehr, künftig mit Spielern wie Lahm, Neuer, Schweinsteiger, Robben und Ribéry in einem Team zu stehen und Pep Guardiola als Trainer zu haben. Ich werde alles geben, um mit diesem Klub Erfolg zu haben.“

 

Juan Bernat hat in der abgelaufenen Spielzeit 45 Spiele für den FC Valencia absolviert und erzielte dabei 2 Tore.
Beim FC Bayern erhält der Neuzugang die Rückennummer 18.Für den Abwehrspieler wird der FC Bayern circa 10 Millionen Euro nach Spanien überweisen.

 

RG / FC Bayern München

München: Großteil der Hochwasserhilfe noch nicht ausgezahlt

Ein Jahr nach der Flut im Sommer 2013 ist ein Großteil der insgesamt 6,5 Milliarden Euro Hilfe noch nicht an die Betroffenen ausgezahlt worden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den betroffenen Ländern. In Bayern, wo 1,3 Milliarden bereitstehen, wurden erst 300 Millionen an die Geschädigten überwiesen. In Sachsen erhielten die vom Hochwasser Betroffenen bislang knapp ein Viertel der Hilfsgelder von insgesamt 235 Millionen Euro.

 

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) zeigte sich mit dem Stand dennoch zufrieden: „Die Unterstützung des Freistaates für die Flutopfer zeigt Wirkung: Ein Jahr nach dem großen Hochwasser 2013 sind gut 300 Millionen Euro ausbezahlt. Dazu kommen steuerliche Unterstützungsmaßnahmen“, erklärte er. Bundespräsident Joachim Gauck besucht am Montag den damals besonders betroffenen bayerischen Landkreis Deggendorf.

 

Mehr Geld ist bereits in Thüringen und Sachsen-Anhalt geflossen. Thüringen stehen insgesamt 72,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon sind bislang 42 Millionen abgerufen worden. In Sachsen-Anhalt wurde schon mehr als die Hälfte der Hochwasserhilfe ausgezahlt: 186 Millionen Euro von insgesamt 327,5 Millionen.

 

RG / dpa

10 000 Hotelbetten für die Polizei beim G8-Gipfel

Im Juni 2015 lädt Bundeskanzlerin Merkel zum G8-Gipfel in den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Dabei darf nichts schief gehen. Es werden so viele Polizisten im Einsatz sein, dass Urlauber wahrscheinlich kein Hotel finden.

 

Beim geplanten G8-Gipfel in Elmau steht der Urlaubsregion Mittenwald ein gigantischer Polizeieinsatz bevor: Die Staatsregierung hat bereits 10 000 Hotelbetten für die Einsatzkräfte reservieren lassen, die das Treffen der mächtigsten Politiker der Welt Anfang Juni 2015 bewachen sollen. Das sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags. Manche Polizisten werden sogar im benachbarten Tirol untergebracht.

 

Beim G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 hatte es gewalttätige Proteste gegeben, zeitweise waren nach Herrmanns Angaben über 17 000 Polizisten im Einsatz. Da den Polizisten in Elmau möglicherweise anstrengende Einsätze bevorstehen, sollten sie auch nicht in Bruchbuden übernachten müssen, wie Herrmann betonte. Hinweise auf geplante Krawalle gibt es aber bisher nicht.

 

Und auf ordentliche Verpflegung will der Innenminister ebenfalls achten: «Ohne Mampf kein Kampf war schon immer unser gemeinsames Motto, lieber Herr Oberst Gantzer», antwortete der CSU-Politiker auf eine entsprechende Frage des SPD-Abgeordneten und früheren Bundeswehroffiziers Peter Paul Gantzer. Die Streitkräfte sollen keine größere Rolle bei dem Gipfel spielen: «Es ist nicht vorgesehen, dass ein Gebirgsjäger die Straße nach Elmau bewacht», sagte Herrmann.

 

Das Schlosshotel Elmau liegt vergleichsweise abgeschieden im Wettersteingebirge und ist lediglich über eine schmale Straße erreichbar. Rings um das Hotel soll der Sicherheitsbereich I eingerichtet werden, für den das Bundeskriminalamt zuständig ist. Im weiteren Umkreis wird es eine zweite Sicherheitszone geben, für die die bayerische Polizei zuständig sein wird.

 

Demonstrationsfreiheit wird gewährleistet

 

Herrmann will aber darauf achten, dass die polizeilichen Maßnahmen auf das «unbedingt Notwendige» beschränkt bleiben, um die Bürger möglichst wenig zu beeinträchtigen. Beeinträchtigt wird aber voraussichtlich der Urlaubsverkehr: «Dem Urlaubsheimkehrer vom Brennerpass ist an dem Wochenende sicher nicht zu empfehlen, die Abkürzung über den Brennerpass zu nehmen.» Wer den Gipfel ablehnt, soll friedlich protestieren können: «Die Demonstrationsfreiheit, die wird gewährleistet», sagte Herrmann.

 

Wie bereits in Heiligendamm wird es eine Flugverbotszone über Elmau geben, wobei das Schlosshotel recht nahe an der Einflugzone des Innsbrucker Flughafens liegt, wie Herrmann sagte.

 

Obwohl es von Innsbruck nicht weit nach Elmau ist, müssen sich die Staatsgäste auf eine Landung am rund 120 Kilometer entfernten Flughafen München einstellen. Denn die Planung der Bundesregierung sieht für den deutschen G8-Gipfel keine Landung der Teilnehmer im befreundeten Tirol vor.

 

RG / dpa

 

 

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