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München: Deutschlands größtes Finanzamt erhält Neubau

Der Bauauftrag ist erteilt: Deutschlands größtes Finanzamt erhält ein neues Zuhause“, kündigte Dr. Markus Söder, Finanzminister, heute in München an. „Alle sechs Münchner Arbeitsstellen werden in der Deroystraße zum Steuercampus München zusammengeführt“, so Söder weiter.

 

Das Finanzamt München ist mit rund 3.400 Mitarbeitern das größte Finanzamt in Deutschland. Mit 41 Mrd. Euro jährlich erwirtschaftet es 41 Prozent des gesamten bayerischen Steueraufkommens.

 

„Der Neubau bringt uns schlagkräftigere Strukturen, effizienteren Personaleinsatz und für die Beschäftigten ein modernes angenehmes Arbeitsumfeld“, stellte Söder fest. Der Bauauftrag für den 1. Bauabschnitt mit Kosten von 66 Millionen Euro wurde jetzt der Bauverwaltung erteilt. Im Herbst 2014 sollen die Arbeiten für den 1. Bauabschnitt des Bauvorhabens beginnen, das ca. 67.800 Quadratmeter Hauptnutzfläche in sechs Bauabschnitten realisieren soll.

 

Einzigartige Sonderstelle in Deutschland

 

Das Münchner Finanzamt hat nicht nur von der Größe her eine einzigartige Sonderstellung in Deutschland. Von den 3.400 Beschäftigten sind 2.800 in München tätig, 600 Mitarbeiter leisten ihren Dienst an zwölf ausgelagerten Bearbeitungsstellen an acht Standorten in ganz Südbayern (Deggendorf, Dillingen, Eichstätt, Ingolstadt, Mühldorf, Passau, Straubing und Zwiesel). Das Finanzamt München entstand zum 1. August 2009, als in einer deutschlandweit einzigartigen organisatorischen Neuordnung erstmals alle Finanzämter einer großen Stadt zu einer Einheit zusammengelegt wurden. Momentan sind die Beschäftigten noch auf sechs Standorte verteilt: Deroystraße, Karlstraße, Winzererstraße, Prinz-Ludwig-Straße, Seidlstraße und Augustenstraße. Mit der Zusammenfassung der Münchner Arbeitsgebiete wird die Verwertung von hochwertigen, staatseigenen Grundstücken in der Innenstadt möglich. Die Aufgabe von Anmietungen spart zusätzlich erhebliche Kosten.

 

Bauarbeiten beginnen ab Herbst

 

Ab Herbst 2014 beginnen die Bauarbeiten mit dem ersten Bauabschnitt mit einer Hauptnutzfläche von 11.805 Quadratmetern auf sechs oberirdischen Geschossen. Der durchgehend barrierefrei gestaltete Neubau wird in Passivhausstandard errichtet. Dazu sieht die Planung eine Klinkerfassade mit ca. 20 cm Wärmedämmung, Fenster mit 3-fach-Verglasung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsgeräten vor. Der Primärheizenergieverbrauch beträgt lediglich 15kWh/(m²a) und damit nur ca. ein Drittel des vorgeschriebenen Wertes der Energieeinsparverordnung von 2009. Hier sollen der gesamte Veranlagungsbereich und die Rechtsbehelfsstelle des Finanzamtes untergebracht werden.
In den weiteren Bauabschnitten sollen insbesondere die Bestandsgebäude auf dem Areal Deroystraße 22, Deroystraße 20 und Deroystraße 18 sowie zuletzt das Servicezentrum abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. Wie von der Stadt München gefordert, sollen auch Freiflächen für das Stadtquartier angelegt werden. Es entsteht eine campusartige Bebauung mit ansprechenden Bürogebäuden und aufgewerteten Grünanlagen. Der Entwurf stammt von den Nürnberger Architekten Bär, Stadelmann, Stöcker, die bei einem Realisierungswettbewerb unter Beteiligung der Landeshauptstadt München mit der WGF Nürnberg Landschaftsarchitekten zum Zuge kamen.
RG / Staatsministerium

 

Bayern und Tschechien wollen Grenzregionen verzahnen

Viele bayerische Grenzregionen zu Tschechien leiden unter Bevölkerungsrückgang. Das soll sich ändern: Gemeinsam mit dem Nachbarland will der Freistaat die ländlichen Räume beiderseits der Grenze aufwerten.

 

In einem länderübergreifenden Kraftakt und mit einer abgestimmten Strategie wollen Bayern und Tschechien ihre Grenzregionen stärken und enger verzahnen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der bayerische Heimatminister Markus Söder (CSU) und seine Prager Kollegin Věra Jourová am Donnerstag bei einem Treffen im tschechischen Pilsen. Erster Schritt ist die Erstellung eines länderübergreifenden Entwicklungskonzepts. Das Gutachten, das rund 300 000 Euro kosten soll, soll nach Worten Söders ungefähr bis Mitte kommenden Jahres vorliegen. «Jetzt beginnt die Arbeit», sagte Jourová nach der Unterzeichnung der Erklärung.

 

Zukunftsweisender Kultur- und Wirtschaftsraum

 

«Gemeinsames Ziel ist die Förderung attraktiver und wettbewerbsfähiger Städte und Regionen», heißt es in der Absichtserklärung. Demnach soll es unter anderem um den Aufbau eines «zukunftsweisenden Wirtschafts- und Investitionsraumes» und um die Etablierung eines «eigenständigen Kultur- und Wissenschaftsraumes» gehen. Ziel ist insgesamt eine engere Verflechtung von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und sozialen Einrichtungen. Zudem sollten die Verkehrsplanung besser vernetzt und «digitale Datenwege» erschlossen werde, sagte Söder.

 

Bayern liege die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sehr am Herzen, betonte der Minister. Da gebe es bereits heute viele gute bilaterale Projekte. «Wir wollen dem Ganzen aber eine neue Dynamik geben.» Der Freistaat setze ganz bewusst auf eine Stärkung der ländlichen Regionen im Grenzbereich. «Das muss ein Zukunftsraum sein», betonte Söder. «Wir wollen kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten.»

 

RG / dpa

Oktoberfest 2013: Wiesn für den schmalen Geldbeutel – die besten Spar-Tipps

9,70 Euro für die Maß, knappe 15 Euro für´s halbe Hendl, Fahrgeschäfte kurbeln gemeinsam die Preise rauf und die Tracht muss auch erst teuer erworben werden – Sparen und Oktoberfest passen nicht gut zusammen, und wer auf der Wiesn Spaß haben will, muss einen wenigstens ansehnlich gefüllten Geldbeutel mitbringen.

 

Trotzdem gibt es Wege, das jährliche Vergnügen nicht zu teuer werden zu lassen – wenn das Oktoberfest in den Bankrott treibt, dann lief irgendetwas falsch.

 

Hier haben wir die besten und praktischsten Spar-Tipps zusammengetragen – damit am Ende noch Geld für den Bus oder das Taxi übrig bleibt!

 

Transport

 

Eine Fahrt nach München kann viel kosten – wer im ICE anreist und dann mit dem Taxi zur Theresienwiese kutschiert wird, hat zwar eine kurze und angenehme Reise, wird aber viel Geld los. Eine gute Alternative stellt das Bayern-Ticket dar, bzw. für Weitreisende das Quer-Durchs-Land-Ticket.

Es empfiehlt sich außerdem, in einer Gruppe zu reisen – je mehr, desto günstiger für den einzelnen.

 

Dasselbe gilt für die Öffentlichen Verkehrsmittel. Die Angebote der MVV sind auf Einheimische, Touristen und Reisegruppen eingestellt und gerade zur Wiesn ist der öffentliche Nahverkehr gut organisiert, sicher und auf viel Betrieb eingestellt.

 

Kleidung

 

Dass für ein schönes Dirndl oder eine gute Lederhose plus Accessiores einiges ausgegeben werden muss, ist bekannt. Anstatt aber bei teuren Trachten-Spezialisten oder auf der Touristenmeile einzukaufen, empfiehlt sich, es einmal in günstigeren Geschäften, Second-Hand-Länden oder sogar im Internet zu versuchen. Die Zeit direkt vor dem Oktoberfest ist außerdem nicht zwingend die beste Zeit zum Trachtenkauf – das Sortiment ist zwar größer, aber dementsprechend sind auch die Preise sehr hoch. Am besten lassen sich Trachten direkt nach der Wiesn oder in der kalten Jahreszeit erwerben.

 

Ein voller Bauch

 

Essen auf der Wiesn ist nicht gerade preiswert; auch wenn die Hendln, das Gröstl und die Ente das Wasser im Munde zusammen laufen lassen, zu Hause ist es doch günstiger. Also: am besten vor dem Wiesn-Gang eine ordentliche Mahlzeit zu sich nehmen, dann verträgt man das Bier besser und spart sich mindestens einen Mundvoll.

 

Ein volles Glas

 

Dasselbe gilt bei der Flüssig-Nahrung; „Vorglühen“ nennt es die Jugend, und so dumm ist es nicht; ein Bierchen daheim oder vor dem Wiesn-Besuch in einem günstigeren Etablissement hat noch niemandem geschadet und tut dem Geldbeutel gut.

 

Familientag

 

Jeden Dienstag ist auf dem Oktoberfest Familientag – zahlreiche Stände, Schausteller und Fahrgeschäfte bieten vergünstigte Angebote für Familien an. In diesem Sinne – Mütter und Väter, Omas und Cousinen – Dienstags auf die Wiesn!

 

Dass unter´m Strich trotz allem eine gute Stange Geld auf der Wiesn hängen bleibt, ist unvermeidbar.

Dafür gibt es sie aber auch nur einmal im Jahr – und schließlich lohnt es sich!

 

 

jn

OLG-Präsident Huber: NSU-Prozess kostet rund 150.000 Euro pro Verhandlungstag

Der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ ist teurer als bislang angenommen: 150.000 Euro kostet allein ein einziger Verhandlungstag. Das zumindest schätzt der Präsident des Oberlandesgerichts München, Karl Huber. Derzeit sind rund 190 Verhandlungstage angesetzt – wodurch Gesamtkosten von mehr als 28 Millionen Euro entstehen.

 

Huber forderte daher eine Gesetzesänderung: Die Beteiligung von Nebenklägern sollte künftig begrenzt werden. Andernfalls könnten Großverfahren nicht mehr zu bewältigen sein. Der Münchner OLG-Präsident wünscht sich vom Gesetzgeber zudem klarere Regeln für die Zulassung von Journalisten zu Strafverfahren.

 

mt / dpa

Eine halbe Million für eine Fußgängerkonferenz: Münchner kritisieren die „Walk 21“

Die Leute sollen mehr zu Fuß gehen. Das zumindest ist die ambitionierte Idee der Stadt München – weshalb sie vom 11. – 13. September die internationale Fußgängerkonferenz „Walk 21“ ausrichtet. Aber das Treffen sorgt schon im Vorfeld für hitzige Diskussionen unter den Bürgern. Sie kritisieren eine Verschwendung von Steuergeldern; 500.000 Euro für eine Fußgängerkonferenz seien unnötig.

 

Auch Politiker zeigen sich verständnislos: „Was Dämlicheres, als eine halbe Million Steuergelder in eine Fußgängerkonferenz zu investieren, oder auszugeben oder zu verschleudern, kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Daniel Föst, Parteivorsitzender der FDP in München. „Wir brauchen an allen Ecken und Enden dieses Geld.“

 

Münchens dritter Bürgermeister Hep Monatzender kann die Aufregung nicht verstehen und verteidigt “Walk21″ als notwendige und wichtige Zusammenkunft.

 

mt

 

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Neue Studienergebnisse aus München: Raucher sind teuer

Nach einer Studie des Helmholtz Zentrums München verursacht Rauchen deutlich höhere volkswirtschaftliche Kosten als bisher angenommen. Pro Raucher seien im Jahr 2008 Mehrkosten von mehr als 700 Euro, pro Ex-Raucher von 1100 Euro entstanden, teilte das Zentrum mit. Damit ergebe die Querschnittsstudie fast doppelt so hohe Kosten für die medizinische Versorgung von Rauchern wie frühere Schätzungen. Die Ergebnisse wurden in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.

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