Tag Archiv: KRank

Münchner Hauptbahnhof

München: Immer mehr psychisch Kranke kommen zur Bahnhofsmission

Menschen, die unter psychischen Krankheiten leiden, suchen immer öfter Rat bei den Bahnhofsmissionen.

 

Der Anteil von Hilfesuchenden mit seelischen Problemen stieg 2013 auf rund 73 000 an – das waren 42 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Arbeitskreis der kirchlichen Bahnhofsmissionen in Bayern am Dienstag mitteilte.

 

Die 13 Einrichtungen im Freistaat sind deshalb besorgt. Es gebe zu wenig Personal und zu wenig Geld, um allen Hilfesuchenden gerecht zu werden, erklärte der Arbeitskreis. „Immer häufiger handelt es sich bei den Hilfesuchenden in unseren Bahnhofsmissionen um Menschen, die in anderen Einrichtungen keinen Platz mehr finden“, teilte eine Sprecherin mit. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr eine viertel Million Menschen zu den Bahnhofsmissionen. Das waren fünf Prozent mehr als im Jahr davor.

 

RG / dpa

München: Schwule wollen Blut spenden dürfen

Am Samstag war Welt-Blutspende-Tag, jedoch dürfen schwule Männer nach wie vor kein Blut spenden.

 

Homosexualität ein Gesundheitsrisiko?

Dass homosexuelle Männer nicht Blut spenden dürfen, hat seinen Ursprung in einer Infektionswelle mit HIV und Hepatitisviren in den frühen neunziger Jahren.

Nachdem tausende Menschen sich nach Bluttransfusionen mit den Krankheiten infizierten, reagiert der Bundestag mit einem Verbot.

Seither dürfen Schwule kein Blut mehr spenden. „Transfusionsgesetz“ heißt die Verordnung.

Die SchwuSos –  die Vereinigung homosexueller Parteimitglieder der SPD – will nun dieses Gesetz zu Fall bringen.

Deswegen verlangen die SchwuSos von der Landtags-SPD, sich beim Bund gegen die Gültigkeit des Transfusionsgesetzes zu stellen:

„Blutspende kann Leben retten und dient dazu lebenswichtige Arzneimittel herzustellen. Leider
herrscht in Deutschland immer noch eine Unterversorgung an Blutspenden. Umso
unverständlicher ist es, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität dauerhaft von der
Blutspende ausgeschlossen sind.“, ließt man in ihrem Antrag

Statistiken zählen mehr als Political Correctness

Das Gesetz, das ohne Frage diskriminierend daher kommt, hat seinen Grund in blanken Zahlen.

Von rund 78000 HIV-Infizierten in Deutschland sind rund 51000 schwule Männer.

Die SchwuSos kontern auf dieses beliebte Argument der Verfechter des Transfusionsgesetzes:

„Es ist richtig, dass Menschen mit einem erhöhten HIV-Risiko von der Blutspende auszuschließen
sind. Aber nicht die Homosexualität erhöht das Risiko, sondern risikohafte Sexualpraktiken wie
ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partner/innen. Das trifft im gleichen
Maß auf Heterosexuelle wie auf Homosexuelle und Bisexuelle zu. Demnach gibt es keine
Risikogruppen aufgrund der sexuellen Identität sondern nur Risikoverhalten. Nur danach sollte in
den Fragebögen, die vor jeder Blutspende ausgefüllt werden müssen, gefragt werden.“

adc / SPD

 

 

Demenzkranker Senior geht allein auf Wanderschaft

Die Bundespolizei hat am Donnerstagnachmittag (22. Mai) einen orientierungslosen Mann zu seiner Ehefrau zurückbringen können, der zuvor aus der gemeinsamen Wohnung entwichen war.

Das Senioren-Ehepaar aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck wollte das schöne Wetter für einen Ausflug in ein Café nutzen. Noch während sich die Frau für den Spaziergang fertigmachte, verließ der an Alzheimer leidende Ehemann unbemerkt die Wohnung. Wie sich später herausstellte, fuhr der 64-Jährige mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof München und ging dort in die Kantine der Deutschen Bahn.

 

Gegen 14:30 Uhr fiel er dort dem Personal durch ungeordnetes Verhalten auf. Die Mitarbeiter der Kantine machten eine Streife der Bundespolizei auf den Mann aufmerksam. Die Beamten nahmen den Senior auf die Wache. Es bedurfte mehrerer Anläufe, viel Geduld und Einfühlungsvermögen, durch gezieltes Befragen die Telefonnummer des Paares in Erfahrung zu bringen. Daraufhin verständigten die Bundespolizisten die Ehefrau, die ihren Mann bereits bei der örtlichen Polizeiinspektion als vermisst gemeldet hatte. Gegen 15:55 Uhr brachte eine Bundespolizeistreife den 64-Jährigen nach Hause und übergab ihn wohlbehalten an seine Ehefrau.

 

Bereits am 16. und 17. Mai hatten die Münchner Bundespolizisten ähnliche Herausforderungen zu meistern. Sie brachten einen 77-Jährigen und eine 83-Jährige zurück zu deren Verwandten, nachdem sich die Senioren im S-Bahnbereich verlaufen hatten und auf die Streifen einen dementen Eindruck machten.

 


Die Bundespolizeiinspektion München weist darauf hin:

 


Angehörige können die Zuordnung von Verwandten, die an Demenz leiden, vereinfachen, indem sie eine Telefonnummer in die Kleidung einnähen. Hilfreich ist auch ein entsprechender Hinweis auf einem Halskettenanhänger  oder auf einem Armband.

Auf die Angabe der Adresse sollte hingegen verzichtet werden, damit Straftäter die Hilflosigkeit der Person nicht ausnutzen können.

 

Es empfiehlt sich zudem, mehrere aktuelle Fotos der erkrankten Person bereitzuhalten. Angehörige sollten sich darüber hinaus stets die Art und Farbe der aktuellen Bekleidung merken.

 


Weitere wertvolle Tipps und Informationen für Angehörige von demenziell erkrankten Menschen finden Sie unter:

http://www.bmg.bund.de/pflege/demenz/hilfe-fuer-angehoerige.html

 

 

jn / Polizei

Kranker Münchner wird im Bett von Einbrecher überrascht

Es ist der Alptraum vieler allein lebender Menschen: Man ist zuhause, und steht plötzlich einem Einbrecher gegenüber. Für einen 24-jährigen Münchner wurde dieses Szenario nun Wirklichkeit. Am Mittwochabend gegen 18:00 Uhr lag der Mann krank in seinem Bett in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Laim. Plötzlich öffnete sich die Zimmertür. Als die Person jedoch merkte, dass sich der Bewohner im Bett befand, schloss er die Tür schnell wieder und suchte das Weite.

 

Der 24-Jährige stand auf, um nach dem Rechten zu sehen. Er stellte fest, dass die Balkontür seiner Mitbewohnerin offen stand und auf dem Fußboden Abdrücke von nassen Schuhen waren. Der Einbrecher hatte die Balkontür aufgehebelt und war nach dem unerwarteten Zusammentreffen sofort geflüchtet, ohne etwas zu stehlen.

 

mt / Polizei

Neue Studie zeigt: Männer in Bayern verletzen sich oft

Bayern scheint ein wirklich gefährliches Pflaster zu sein – und zwar besonders für Männer. Laut einer Studie der Barmer GEK, die heute veröffentlich wurde, verletzten sich Männer in Bayern nämlich überdurchschnittlich oft. Rund ein Viertel ihrer Fehlzeiten im Job geht auf Verletzungen zurück. Und noch dazu seien die Verletzungen bei den bayerischen Männern auch besonders langwierig.

 

Die Archillis-Ferse der Bayern ist offenbar das Knie: Rund 20 Prozent aller Fehlzeiten sind auf Verletzungen an diesem Gelenk zurückzuführen, gefolgt von Hand und Fuß. Dafür leidet der Bayer seltener an Muskel-Skelett- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen als der deutsche Durchschnittsmann und ist auch insgesamt gesünder, sprich: fehlt seltener im Job.

 

Die Barmer GEK spricht allerdings von einem deutlichen Nord-Süd-Gefälle im Freistaat: Die Menschen mit den wenigsten Fehlzeiten wohnen in den Landkreisen München, Starnberg und Lindau. In den nördlichen Landkreisen Kronach, Rhön-Grabfeld und insbesondere Haßberge liegen die Fehlzeiten dagegen sogar über dem Bundesdurchschnitt.

 

mt / dpa / lby

Foto: Thomas Siepmann / pixelio.de

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