Tag Archiv: Kultur

Lange Nacht der Freisinger Stadtführer

Auch wenn’s „lange Nacht“ heißt – es wird wohl ausgesprochen kurzweilig werden bei dem bunten Potpourri unterschiedlichster, ungewöhnlicher Rundgänge, die am Freitag, 01. August 2014, ab 18 Uhr  wieder die „Lange Nacht der Freisinger Stadtführer“ auszeichnen. Der Programm-Flyer ist erhältlich in der Touristinformation und selbstverständlich auch einzusehen im Internetauftritt der Stadt Freising, www.freising.de.

 

Die Domstadt hinter den Kulissen

An diesem Sommerabend nehmen die Freisinger Stadtführerinnen und Stadtführer alle Interessierten aus nah und fern wieder mit und blicken mit ihnen auch hinter normalerweise verschlossene Türen. „Wir laden Sie ein, sich aus verschiedenen Kurzführungen Ihr Lieblingsprogramm zusammenzustellen,  um so die Stadtgeschichte noch besser kennenzulernen“, sagt Dr. Ingo Bartha, Leiter des Referates für Kultur und Tourismus. „Erfahren Sie mehr über die Spuren der bayerischen Könige oder historischen Frauengestalten in Freising. Werfen Sie einen Blick in prächtige oder (fast) vergessene Räume der ehemaligen  Fürstbischöflichen Residenz, dem Kardinal-Döpfner-Haus. Erkunden Sie mit uns die Korbinianslegende sowie die Zahlensymbolik im Mariendom.“  Darüber hinaus stehen auch Hauszeichen, Kirchenorgeln, der Agilolfen-Turm oder die 500-jährige Geschichte der Hofapotheke Freising (Untere Hauptstraße 27) im Mittelpunkt  verschiedener Themenrundgänge. Und natürlich hat auch das Stadtmuseum geöffnet (18 bis 22 Uhr).

 

Andächtiger Ausklang

Im Anschluss an die Führungen und zum Abschluss eines außergewöhnlich anregenden Abends  findet  um 23 Uhr 15 ein kurzes Orgelkonzert im Mariendom statt. Diesen besinnlichen Ausklang der „Langen Nacht der Stadtführer“ gestaltet Kirchenmusikdirektor Wolfgang Kiechle.

Eintrittskarten zu 15 Euro (fünf Euro für Schüler und Studenten) sowie weitere Informationen gibt’s in der Touristinformation der  Stadt Freising oder unter Telefon  08161/54 4 41 11.  Die Abendkasse ist am 01. August bis 19 Uhr geöffnet.

Mit einer Eintrittkarte können Besucher bei vier der Führungen mitmachen und dem Konzert zum Abschluss lauschen. Bitte beachten: Die Teilnehmerzahl des Abends ist auf 500 Personen beschränkt, verschiedene Besichtigungen können aus Sicherheitsgründen nur in Kleingruppen durchgeführt werden – die im Programm angegebene Teilnehmerzahl ist bindend! Die Reihenfolge der Ankunft am genannten Treffpunkt entscheidet über die Teilnahme.

adc / freising

Bayern und Tschechien wollen Grenzregionen verzahnen

Viele bayerische Grenzregionen zu Tschechien leiden unter Bevölkerungsrückgang. Das soll sich ändern: Gemeinsam mit dem Nachbarland will der Freistaat die ländlichen Räume beiderseits der Grenze aufwerten.

 

In einem länderübergreifenden Kraftakt und mit einer abgestimmten Strategie wollen Bayern und Tschechien ihre Grenzregionen stärken und enger verzahnen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der bayerische Heimatminister Markus Söder (CSU) und seine Prager Kollegin Věra Jourová am Donnerstag bei einem Treffen im tschechischen Pilsen. Erster Schritt ist die Erstellung eines länderübergreifenden Entwicklungskonzepts. Das Gutachten, das rund 300 000 Euro kosten soll, soll nach Worten Söders ungefähr bis Mitte kommenden Jahres vorliegen. «Jetzt beginnt die Arbeit», sagte Jourová nach der Unterzeichnung der Erklärung.

 

Zukunftsweisender Kultur- und Wirtschaftsraum

 

«Gemeinsames Ziel ist die Förderung attraktiver und wettbewerbsfähiger Städte und Regionen», heißt es in der Absichtserklärung. Demnach soll es unter anderem um den Aufbau eines «zukunftsweisenden Wirtschafts- und Investitionsraumes» und um die Etablierung eines «eigenständigen Kultur- und Wissenschaftsraumes» gehen. Ziel ist insgesamt eine engere Verflechtung von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und sozialen Einrichtungen. Zudem sollten die Verkehrsplanung besser vernetzt und «digitale Datenwege» erschlossen werde, sagte Söder.

 

Bayern liege die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sehr am Herzen, betonte der Minister. Da gebe es bereits heute viele gute bilaterale Projekte. «Wir wollen dem Ganzen aber eine neue Dynamik geben.» Der Freistaat setze ganz bewusst auf eine Stärkung der ländlichen Regionen im Grenzbereich. «Das muss ein Zukunftsraum sein», betonte Söder. «Wir wollen kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten.»

 

RG / dpa

Truderinger Kunst-Tage über Ostern

Über Ostern verwandelt sich das Kulturzentrum in München Trudering wieder in ein Haus der Kunst mit farbenprächtigen Malereien, beeindruckende Fotografien, Zeichnungen, Skulpturen und bewegten Objekten.
Mehr als 200 Bewerber aus ganz Deutschland haben dieses Jahr ihre Mappe eingereicht. Die 24 ausgewählten Künstler kommen u.a. aus Berlin, Köln, Wiesbaden, Dresden und Mannheim. Ziel der vierköpfigen Jury unter Leitung von Peter Gierse war es, gegensätzliche künstlerische Positionen und eine möglichst große Vielfalt zu präsentieren. Die Besucher erwarten daher ebenso spannungsgeladene, ironische und provozierende Kunstwerke wie meditative und ruhige.
Maschinen, Märchen und Rolls Royce

Im Festsaal des Kulturzentrums werden die bewegten Installationen von Charly-Ann Cobdak gezeigt. Die freischaffende Künstlerin aus München ersteht die Einzelteile für ihre fantastischen Maschinen auf Flohmärkten und auf Ebay. Die Leidenschaft für Maschinenteile verbindet sie mit Witz, Komik und sprühender Ironie. So ist die sogenannte „Tschaikowsky-Maschine“ auf ein Kinderwagengestell montiert. Zu einer Sequenz des Nussknackers von Peter Tschaikowsky tanzt eine kleine Ballerina, und auch ein Hampelmann wird ganz aktiv. Beim genauen Hinsehen kann der Besucher zwischen sich quietschend drehenden Rädern und blinkenden Lichternimmer wieder neue interessante Details entdecken.
Eine Vertreterin der Malerei ist Caroline Weiss. Sie hat an der Akademie für Bildende Künste in München studiert und einen sehr eigenen Malstil entwickelt, den sie selbst narrativ-satirisch nennt. Themen ihrer Bilder sind die klassischen deutschen Märchen. Rotkäppchen hat sie zum Beispiel neu interpretiert (siehe oben): Das Mädchen jogget mit IPod und Kopfhörern durch den Wald. Der böse Wolf hinter zwei dicken Bäumen ist zwar bunt mit rosa Ohren, aber auch in der modernen Inszenierung nicht weniger gefährlich.
Bei den Fotografen fallen die Arbeiten von Martin Weiand auf. Er lebt in Rosenheim und hat dort sein Studio. Seit Monaten beschäftigt er sich fotografisch mit Wasser, das fällt. In der Realität vollzieht sich der Prozess von fallendem Wasser derart schnell, dass das menschliche Auge die dabei entstehenden Formen nicht erkennen kann. Anders ist es, wenn man, wie Martin Weiand, den Bruchteil einer Sekunde auf dem Fotopapier festhält. Dann sieht man plötzlich bekannt erscheinende Formen und Strukturen. In der Arbeit „Emily“ zum Beispiel erinnert das fallende Wasser an die berühmte Kühlerfigur des Rolls Royce.
Das Publikum ist gefragt!
Alle Besucher werden darüber abstimmen, welche der 24 Künstler am Ende der Ausstellung mit den Publikumspreisen geehrt werden. Am Ostermontag um 18:00 Uhr werden die beiden Preise verliehen.
Die Eröffnung findet am Donnerstag, 17. April um 19:00 Uhr statt. Die Ausstellung ist dann von Karfreitag bis Ostermontag jeweils von 14-18 Uhr geöffnet, bei freiem Eintritt.
Weitere Informationen unter www.kulturzentrum-trudering.de
me/Kulturzentrum Trudering
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