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Schulklasse, © Symbolfoto

SPD kritisiert Ausbau der Ganztagsschulen

Die SPD beklagt einen weiterhin schleppenden Ausbau von schulischen Ganztagsangeboten. „Nur 4,3 Prozent der Grundschüler und knapp über fünf Prozent aller Schüler besuchen eine echte Ganztagsschule – das ist ein Armutszeugnis für das selbsternannte Bildungsland Bayern“, sagte Fraktionsvize Simone Strohmayr am Donnerstag in München unter Hinweis auf Zahlen des Kultusministeriums. Sie beklagte, insgesamt sei das Ganztagsangebot an bayerischen Schulen „ein reparaturbedürftiges Flickwerk aus Nachmittagsbetreuung, verlängerter Mittagsbetreuung und Horten“. Derlei Angebote seien jedenfalls nicht als gleichwertig mit gebundenen Ganztagsangeboten anzusehen, sagte die SPD-Politikerin.
Das Kultusministerium betonte dagegen, der Freistaat baue das Angebot weiter konsequent aus. „Bis 2018 soll jede Schülerin und jeder Schüler bis 14 Jahre ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot wahrnehmen können“, bekräftigte Kultusminister Ludwig Spaenle.

 

rr/dpa

Knapp 780 Lehrstellen gestrichen

Die Staatsregierung hat bereits im Landtagswahlkampf 2013 knapp 780 befristete Lehrerstellen gestrichen. Das geht aus der Antwort des Kultusministeriums auf eine Landtagsanfrage der SPD hervor. Darin schreibt das Haus von Kultusminister Ludwig Spaenle, dass die insgesamt 773 Stellen im Schuljahr 2011/12 befristet geschaffen worden seien. „Diese Stellen sind entsprechend dem im Doppelhaushalt 2013/2014 ausgebrachten Vermerk zum 01.08.2013 weggefallen“, heißt es in dem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Dies widerspricht jedoch einem Versprechen von CSU-Chef Horst Seehofer. Im Landtagswahlkampf hatte er noch betont, dass als „demografische Rendite“ alle Lehrerstellen erhalten bleiben sollten, die ansonsten wegen des Schülerrückgangs eigentlich gestrichen werden könnten. „Die CSU und an Ihrer Spitze Herr Seehofer sind erneut bei einem gebrochenem Wahlversprechen ertappt“, wirft SPD-Haushaltsexperte Volkmar Halbleib der Staatsregierung vor. Trotz der Zusage im Bayernplan, die demografische Rendite voll in den Schulen zu belassen, seien bereits 773 Stellen für Lehrpersonal aus dieser Rendite an den Schulen ersatzlos gestrichen worden.

Das Kultusministerium dagegen argumentiert in seiner Antwort auf Halbleibs Fragen, dass die Staatsregierung von 2008 bis 2013 insgesamt mehr als 5 000 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen habe. Nach einem Beschluss der CSU-Landtagsfraktion sollten die Stellen, die aufgrund des weiteren Schülerrückgangs wegfallen würden für den Rest der laufenden Legislaturperiode sämtlich im Schulsystem verbleiben.
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Philologenverband sieht keine große Nachfrage nach Flexijahr

An Bayerns Gymnasien hält sich das Interesse am neuen Flexibilisierungsjahr nach dem Eindruck der Lehrer sehr in Grenzen. Es gebe schätzungsweise an der Hälfte der bayerischen Gymnasien mindestens einen interessierten Schüler, so Hans-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Philologenverbands, am Mittwoch in München. „Es werden nicht viel mehr als 300, 400 Schüler sein.“ Gemessen an der Gesamtzahl der Gymnasiasten sei das „recht wenig“. Meidinger war im Landtag zu Gast bei der SPD-Fraktion. Der Sprecher des Kultusministeriums entgegnete, das Flexijahr sei nie für massenhafte Nachfrage gedacht gewesen. „Die große Mehrheit der Schüler kommt am G8 gut zurecht.“

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Wiedereinführung des G9: Bayerischer Landtag diskutiert

Auf Initiative der Freien Wähler diskutiert heute der Bayerische Landtag über eine eventuelle Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums. Auslöser sind die Forderungen des Bayerischen Philologenverbands, der sich für die Rückkehr zum G9 ausspricht. Ministerpräsident Horst Seehofer und die CSU lehnen eine neuerliche Schulreform ab. Kultusminister Ludwig Spaenle hatte erst Ende November erklärt, dass es vorerst keine größeren Schulreformen geben wird. Die Oppositionsparteien SPD und Freie Wähler fordern jedoch einen Parallelbetrieb von G8 und G9

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Schulreform: Kultusminister Ludwig Spaenle schließt große Änderungen vorerst aus

Der wiedergewählte Kultusminister Ludwig Spaenle erklärte am Donnerstag in München, dass es vorerst keine großen Schulreformen in Bayern geben wird. Nach Jahren mit gravierenden Veränderungen, etwa am Gymnasium, seien jetzt Ruhe und pädagogische Verlässlichkeit gefragt, sagte Spaenle am Donnerstag im Bildungsausschuss im Landtag. Jedoch hieße dies nicht Stillstand. Sein Ziel sei es, das bestehende differenzierte Schulsystem in den kommenden Jahren stetig weiterzuentwickeln. Als Kernpunkte nannte er bessere Chancen für Kinder mit ausländischen Wurzeln und individuelle Lernzeit für jeden Schüler.Weiterhin soll mehr Raum für die Vertiefung von Unterrichtsstoff geschaffen werden.

rr/dpa