Tag Archiv: Kunst

Deutsches Museum in München, © Foto: Deutsches Museum

Schöne Museen in München

München ist nicht nur eine der schönsten Städte der Welt, sondern hat auch eine große Anzahl Top-Museen. Wir präsentieren euch die zehn schönsten Orte für Kunst, Kultur und Bildung in der bayerischen Landeshauptstadt.

10. Kinder- und Jugendmuseum

„Please touch!“ ist das Ausstellungsprinzip des Kinder- und Jugendmuseums. Um ein möglichst spielerisches Lernen zu ermöglichen, ist das Konzept des Museums ganz einfach. Anfassen und Berühren gehört dazu, um Begreifen, Erfassen und Verstehen zu ermöglichen. Durch dieses Prinzip erhofft sich das Museum, am Hauptbahnhof Kultur zu vermitteln und dadurch selbstständige und eigenverantwortliche Menschen zu erziehen. Derzeit wird in der Ausstellung „Nur Müll?“, die noch bis zum 08. April 2018 geht, gezeigt, was in den riesen Müllcontainern alles drin ist und vor allem, was mit dem ganzen Müll passiert.

Öffnungszeiten:

Do – Fr: 14:00 Uhr – 17:00 Uhr
Wochenende, Feiertage und Ferien: 10:00 Uhr – 17:00 Uhr

Kindermuseum München, © Kindermuseum München
9. Valentin-Karlstadt-Musäum

Am einst wichtigsten Tor der Stadt, dem Isartor, befindet sich das Valentin-Karlstadt-Musäum. In dem kleinen aber feinen Ort der bayerischen Spaßkultur ist die Geschichte der Münchner Komiker Karl Valentin und Liesl Karlstadt zu sehen. Eine bunte Sammlung aus historischen Dokumenten und Spaßartikeln ergibt ein munteres Kuriositätenkabinett. Das Highlight des Museumsrundgangs ist das Turmstüberl, das man nach der Überwindung von 14 Höhenmetern erreicht. Hier bekommt man nicht nur weitere Exponate und Kuriositäten zu sehen, sondern wird auch in einem einzigartigen, kleinen Café mit bayerischen Köstlichkeiten und selbstgemachten Kuchen verwöhnt.

 

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do: 11:01 Uhr – 17:29 Uhr
Fr, Sa: 11:01 Uhr – 17:59 Uhr
So: 10:01 Uhr – 17.59 Uhr

Valentin-Karlstadt-Musäum, © Valentin-Karlstadt-Musäum
8. Museum Fünf Kontinente

Mit 160.000 Exponaten hat das ehemalige staatliche Museum für Völkerkunde eine der größten ethnographischen Sammlungen Deutschlands zu bieten. Dabei wird dem Besucher der Blick in fremde Welten ermöglicht. So werden verschiedene außereuropäische Kulturen vorgestellt, wobei deren Entwicklung aufgezeigt wird. Zu Afrika, Indien, Ostasien, Südamerika, Nordamerika, Ozeanien und dem Islam gibt es Dauerausstellungen. Doch auch Kunstliebhaber können hier fündig werden, da auch private Sammlerstücke ausgestellt werden. All das findet man unter den Leitlinien kultureller Dialog, Weltoffenheit und Respekt vor den Menschen.

 

Öffnungszeiten:

Di-So: 9:30 Uhr – 17:30 Uhr

7. Bier- und Oktoberfestmuseum

Das Bier- und Oktoberfestmuseum ist ein fester Bestandteil der Münchner Kultur. Zwischen Isartor und Marienplatz wird im denkmalgeschützten, ältesten Bürgerhaus Münchens die bayerische Bierkultur vorgeführt. So wird den Besuchern die Geschichte des Gerstensaftes, die bis in die Zeit der Babylonier zurückreicht, vor Augen geführt. Im zweiten Teil des Museums findet man die Geschichte des größten und beliebtesten Volksfests der Welt – der Wiesn. So wird hier die Entwicklung der königlichen Hochzeit bis hin zum Oktoberfest, wie wir es heute kennen, gezeigt. Für besondere Liebhaber des Gerstenkaltgetränks bietet sich auch die Möglichkeit der Verkostung, allerdings nur nach vorheriger Vereinbarung.

 

Öffnungszeiten:

Di-Sa: 13:00 Uhr – 19:00 Uhr
Feiertags geschlossen

Hofbräu Bierfässer
6. Paläontologisches Museum

Wenn man am Königsplatz aus der U-Bahn steigt, fällt der Blick gleich auf das Lenbachhaus. Doch direkt ums Eck findet sich ein weiterer Schatz der Münchner Museenlandschaft. Das Paläontologische Museum gehört sicher nicht zu den größten Museen, aber dennoch zu den schönsten Orten in Sachen Paläontologie. Vor allem die Großfossilien, darunter Urreptilien und Flugsaurier, sind besonders für Kinder extrem spektakulär. Als kleines Schmankerl ist der Eintritt zudem kostenlos.

 

Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8:00 Uhr – 16:00 Uhr
Fr: 8:00 Uhr – 14:00 Uhr

Am Wochenende und an Feiertagen geschlossen

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, © Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie
5. Botanischer Garten

Für Freunde der Natur bietet der Botanische Garten in Nymphenburg die ideale Gelegenheit, die Natur besser kennenzulernen. In der saisonalen Hochzeit kann man hier bis zu 14.000 unterschiedliche Pflanzen auf 21,2 Hektar bewundern. So kann man sowohl in eine Tropenanlage eintauchen, als auch in eine Kakteenlandschaft. Besonders schön ist das Orchideenhaus. Aber auch das Wasserpflanzenhaus kann für Begeisterung sorgen und enthält Exemplare aus allen Kontinenten der Welt. Sonderausstellungen sowie Lesungen und Vorträge runden die perfekte Welt des Hobbybotanikers ab.

 

Öffnungszeiten:

Monat   Haupteingang   Gewächshäuser
Jan, Nov, Dez   9 – 16:30 Uhr 9 – 16 Uhr
Feb, Mrz, Okt 9 – 17 Uhr 9 – 16:30 Uhr
Apr, Sep 9 – 18 Uhr 9 – 17:30 Uhr
Mai, Jun, Jul, Aug  9 – 19 Uhr 9 – 18:30 Uhr
© Ab in den Botanischen Garten. Bild: Agnes aus München
4. Mensch und Natur

Gleich neben dem botanischen Garten befindet sich in den Räumen des Schloss Nymphenburgs das Museum Mensch und Natur. Auch wenn sich das Museum gerade im Wandel befindet und zukünftig das Naturkundemuseum Bayern werden soll, ist es dennoch einen Besuch wert. Kinder erfahren hier die Geschichte der Welt, sei es nun durch eine Darstellung der Verschiebung der Kontinentalplatten oder durch die Ausstellung von Kristallen. Besonders für Kinder ist die interaktive Aufbereitung der unterschiedlichen Ausstellungen perfekt geeignet. In nahezu jedem Raum gibt es Knöpfe, die nicht nur von Kindern gedrückt werden können, wodurch Langeweile gar nicht erst aufkommen kann.

 

Öffnungszeiten:

Di, Mi, Fr: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr
Do: 9:00 Uhr – 20:00 Uhr
Sa, So, Feiertage: 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

„Museum Mensch und Natur“, © „Museum Mensch und Natur“
3. Lenbachhaus

Für seine weltweit größte Sammlung zum „Blauen Reiter“ ist das Museum berühmt. Hinzu kommen aktuelle Wechselausstellungen und Münchner Malerei aus dem 19. Jahrhundert. Auch Werke von Joseph Beuys sind hier zu finden. Seit der Wiedereröffnung im Mai 2013 erstrahlt das Lenbachhaus auch wieder in neuem Glanz. Insbesondere die innovative LED-Lichtkonstruktion setzt neue Standards. So entwickelte der Künstler Dietmar Tanterl zusammen mit der Firma Osram eine Beleuchtung, die ausschließlich mit Leuchtioden und Tageslicht funktioniert. Dadurch werden die Gemälde optimal ins Licht gerückt, da das künstliche Licht fast perfekt dem Tageslicht gleicht.

 

Öffnungszeiten:

Di_ 10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Mi – So: 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Montags geschlossen

Städtische Galerie im Lenbachhaus München: Alte Villa, © Städtische Galerie im Lenbachhaus München: Alte Villa
2. Pinakotheken

Kunstliebhaber mögen es verzeihen, dass die alte, die neue und die Pinakothek der Modernezusammengeworfen werden. Doch die Kombination aus den drei Orten der Malerei binnen weniger Meter macht die Mischung so einzigartig. Hier findet der Kunstliebhaber alles, was es zu bieten gibt. Bereits seit 1836 begeistert die alte Pinakothek die Münchner mit Gemälden vom Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhundert. Die neue Pinakothek präsentiert Bilder aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Abgeschlossen wird das ganze durch die Pinakothek der Moderne, die Gemälde aus der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst zur Schau stellt. Um auch jedem Mitglied der Bevölkerung die Teilhabe an der Kunst zu ermöglichen, beträgt der Eintritt sonntags lediglich einen Euro.

 

Öffnungszeiten.:

Alte Pinakothek: Täglich außer Montags: 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, Dienstags 10:00 Uhr – 20:00 Uhr
Neue Pinakothek: Bis 2025 wegen Umbauarbeiten geschlossen
Pinakothek der Moderne: Täglich außer Montags 10:00 Uhr – 18:00 Uhr, Do 10:00 Uhr – 20:00 Uhr

 

Alte Pinakothek
1. Deutsches Museum

Ob alt oder jung, ob klein oder groß, das Deutsche Museum hat einfach für jeden etwas zu bieten. Naturwissenschaft, Energie, Musik und vieles mehr ist hier zu sehen. Der Marsch durch den Bergbaustollen gehört ebenso zum Besuch wie die Besichtigung des Modells eines Druckwasserreaktors. Die plastische Darstellung der verschiedenen Bereiche ermöglicht es gerade Kindern auf spielerischen Weg zu Lernen und zu Verstehen und weckt so das Interesse der Kleinen an der Entwicklung der Welt. Hinzu kommen Vorführungen, wie beispielsweise zum Faraday’schen Käfig oder zu optischen Phänomenen, und unterschiedliche Sonderausstellungen. Derzeit widmet man sich hier dem Thema der Industrialisierung und den Folgen für die Erde.

 

Öffnungszeiten:

Mo-So: 9:00 Uhr – 17:00 Uhr

Deutsches Museum in München, © Foto: Deutsches Museum
Weitere lohnenswerte Museen in München sind:

BMW-Welt/ BMW-Museum:

Von Bandauftritten über Workshops für Kinder bis hin zu ständig wechselnden Ausstellungen ist in der BMW-Welt für jeden was dabei. Auf über 5.000 Quadratmeter lassen sich in der Dauerausstellung des BMW-Museums 125 der wertvollsten Automobile, Motorräder und Motoren aus 90 Jahren BMW-Geschichte bestaunen.

Öffnungszeiten:

 

Dienstag – Sonntag, Feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr
Montag: Ruhetag
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung

St. Patrick's Day 2014 - Greening München Die BMW Welt in grünem Licht ©D.I.F. e.V. / Fotograf Andreas Kotowski, © St. Patrick's Day 2014 - Greening München Die BMW Welt in grünem Licht ©D.I.F. e.V. / Fotograf Andreas Kotowski

MVG-Museum:

Wieso nicht einmal mit dem Oldtimerbus-Shuttle ins MVG-Museum fahren? Auf über 5.000 Quadratmetern lassen sich rund 25 historische Straßenbahnen, Busse und Arbeitsfahrzeuge aus unterschiedlichen Epochen besichtigen. In der eindrucksvollen Halle lassen sich diverse Fahrzeuge via Besichtigungsgrube oder Rampe von allen Seiten erforschen. Über 130 Jahre Münchner Stadtgeschichte wird hier mal anders erzählt.

 

Genauer Infos zur Anfahrt und den Öffnungszeiten finden Sie hier.

Museum Sammlung Brandhorst

Nicht nur von außen ist das Museum Brandhorst ein echter Hingucker. Seit den 70er Jahren hat das Ehepaar Anette und Udo Brandhorst bereits über 1.000 Werke von wegweisenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts gesammelt. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und auch immer mehr Fotografien, Medienarbeiten und Installationen sowie weit über 100 Arbeiten des bekanntesten Pop-Art-Künstlers Andy Warhol sind hier vertreten. Für alle Schlemmerer ist die „Horst-Esskultur-Bar“ ein echter Geheimtipp!

 

Öffnungszeiten:

 

Täglich außer Montag von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Donnerstag von 10.00 Uhr – 20.00 Uhr

Oktoberfestbesucher schlendern über die Festwiese

Die besten Veranstaltungen am Wochenende in München

Vom Oktoberfest bis hin zu Kunst- und Kulturveranstaltungen. Das sind die besten Veranstaltungen für dieses Wochenende. 

Oktoberfest 2017

Riesenrad und Skyfall-Tower glänzen bei Nacht, © Der Ausblick aufs Münchner Oktoberfest - Die Wirtsbudenstraße auf der Wiesn

Wer es dieses Jahr noch nicht auf die Wiesn geschafft hat, sollte sich das letzte Wochenende nicht entgehen lassen. Für diejenigen, die andere Pläne für das Wochenende haben, hat das Oktoberfest bis zum 3.Oktober die Türen geöffnet. Und vielleicht ist unter unseren 7 Dingen, die man auf der Wiesn gemacht haben sollte, etwas für euch dabei, was ihr unbedingt noch erleben wollt. 

Das "Wiesnzelt"

Verpasst auch dieses Wochenende nicht die Afterwiesnparty im "Wiesnzelt" am Stiglmaierplatz. Nach Zeltschluss kann man hier bis in die frühen Morgenstunden, auf drei Areas verteilt, feiern. 

Pop Pictures People

Im Museum "Brandhorst" könnt ihr berühmte Werke von Andy Warhol sehen. Die Ausstellung ermöglicht vertiefende Einblicke in das Erbe der Pop-Art Ikone und präsentiert 60 Ausstellungsobjekte. Weitere Infos hier. 

Go Sing Choir Abend mit einem Wiesnspecial

© Foto: Mona Walch

GO SING CHOIR ist Münchens erster „open(pop)choir“. Jeder ist herzlich willkommen. Es gibt keine Warteliste und ihr braucht auch keine Notenkenntnisse. Wer ein Teil des Chors sein möchte, sollte sich das Wiesnspecial am Sonntag um 18:30 Uhr nicht entgehen lassen. Dieses Mal wird passend zum Oktoberfest der Song "Im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang performt. Weitere Infos hier. 

Kunst in Sendling

Von Freitag bis einschließlich Sonntag finden die „Offenen Ateliertage“ zum 15. Mal in Sendling statt. Neunzig Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke an 29 Stationen. Ihre Bereiche sind beispielsweise die Malerei, Grafik oder Medienkunst. Das Beste an der Veranstaltung ist, dass ihr die Künstler und Künstlerinnen persönlich treffen könnt und die Gelegenheit habt, euch mit ihnen auszutauschen. Weitere Infos hier. 

1. Moosacher Literatur Nacht

Buch wird durchgeblättert

Am Freitagabend werden in Moosach an 15 verschiedenen Leseorten 15 Autoren aus ihren Büchern vorlesen. Jede Lesung dauert circa 25 Minuten. Danach folgt eine circa 35-minütige Pause. In der Zeit könnt ihr euren Standort wechseln. Hier einige Namen der Autoren:  Friedrich Ani, Daniela Böhm, Martina Fischer und Lena Gorelik. Weitere Infos hier. 

Treffpunkt MOly

Ein Lehmdorf, einen Skaterparcours, Graffiti-Papp-Burgen und das Mitmachcafé lädt alle dazu ein gemeinsam zu bauen, zu spielen oder einfach nur abzuhängen. Das Motto lautet "Mitgestalten". Die Aktion geht nur noch bis zum 3.Oktober. Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall! Treffpunkt ist am stillgelegten S-Bahnhof Olympiazentrum. Weitere Infos hier. 

© Landgericht München

Rechtsstreit um Grabkreuz für Nazi-Verbrecher – Künstler erhält einstweilige Verfügung

„Keine Ehre für einen Kriegsverbrecher“ fordert der Künstler Wolfram Kastner und hat ein Grabkreuz für den Nazi-General Alfred Jodl beschmiert. Dessen Nachkomme erwirkte eine Unterlassung, die das Landgericht München bestätigte. Doch Kastner will nicht klein beigeben und in Berufung gehen. Weiterlesen

NSU: Ausstellung über den Nazi-Terror in München

Vom 16. Dezember bis 23. Januar zeigt das Kulturreferat der Landeshauptstadt München die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ im Foyer im ersten Stock des Gasteig. Oberbürgermeister Dieter Reiter eröffnet die Ausstellung am Montag, 15. Dezember, um 19 Uhr in den Räumen der Münchner Stadtbibliothek. Weiterlesen

München: Opernfestspiele am Wochenende

An diesem Wochenende beginnen die Münchner Opernfestspiele. Der Startschuss fällt am Samstag mit der Festspielnacht, bei der es zahlreiche Musik-Events in der ganzen Stadt gibt – und Reden von Opernintendant Nikolaus Bachler und Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU).  

Superstars der Oper reisen nach München

Den ersten Höhepunkt der Festspiele gibt es am 28. Juni. Dann steht die Premiere von Gioachino Rossinis «Guillaume Tell» auf dem Programm – in einer Inszenierung des jungen Regisseurs Antú Romero Nunes, der in der Kritikerumfrage der Zeitschrift «Theater heute» zum Nachwuchsregisseur des Jahres 2010 gewählt wurde. «Etwas anderes als Theater wollte ich nie machen», schreibt Nunes in der «Süddeutschen Zeitung». «Es ist der einzige Ort, an dem mich ein 70-jähriger Mann morgens zum Lachen bringt – wo wäre das in Deutschland sonst so?» Ungewöhnlich für Bayerische Staatsoper und vor allem die Opernfestspiele: Für diese Premiere, die im Rahmen von «Oper für alle» auch per Leinwand auf dem Opernvorplatz zu sehen ist, gab es laut Bestellformular im Internet rund eine Woche vorher tatsächlich noch einige Restkarten – ganz im Gegenteil zur Aufführung von «Macbeth» einen Tag vorher. Die Inszenierung von Martin Kusej ist zwar nicht neu, dafür steht aber diesmal niemand geringeres als Anna Netrebko in der Rolle der Lady Macbeth auf der Bühne. Die zweite Neuproduktion der Festspiele, Claudio Monteverdis «L’Orfeo», feiert am 20. Juli im Prinzregententheater Premiere. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Ivor Bolton, Regie führt David Bösch. Im «Programm Junges Publikum» werden außerdem in der Reithalle die Premieren der Opern «Die Flut» von Boris Blacher und «Zeisls Hiob» von Erich Zeisl und Jan Duszynski gezeigt. «Oper für alle» heißt es auch beim Festspiel-Konzert am 12. Juli auf dem Marstallplatz. Dabei stehen Werke von Jubilar Richard Strauss im Mittelpunkt.  
  Das Bayerische Staatsorchester spielt dabei unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan neben den beiden Tondichtungen «Till Eulenspiegels lustige Streiche» und «Ein Heldenleben» Orchesterlieder des Komponisten. Den Solopart übernimmt dabei die Sopranistin Diana Damrau. dpa

Gurlitt-Sammlung wird wohl nicht deutsches Kulturgut

Knapp einen Monat nach dem Tod des Kunsthändler-Sohns Cornelius Gurlitt ist die Zukunft seiner wertvollen Sammlung noch ungewiss. Deutsches Kulturgut werden die Bilder allem Anschein nach nicht.   Das Bayerische Kultusministerium will die Sammlung Gurlitt voraussichtlich nicht zum deutschen Kulturgut erklären. «Wir sehen nach derzeitigem Stand keinerlei Handlungsbedarf», sagte am Montag ein Ministeriumssprecher und bestätigte einen Bericht des «Focus».   Das zuständige Ministerium hatte im Mai angekündigt, die Sammlung des verstorbenen Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt auf ihre Bedeutung für das deutsche Kulturgut zu prüfen, nachdem bekanntwurde, dass Gurlitt seine Bilder dem Kunstmuseum Bern vermacht hat. Denn bei einer Ausfuhr der Sammlung in die Schweiz könnte unter Umständen das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung greifen. Das Gesetz besagt, dass Werke, die im «Verzeichnis national wertvolles Kulturgut» aufgelistet sind, bei Ausfuhr ins Ausland eine amtliche Genehmigung benötigen.   «Unser Experte im Haus hat das geprüft und sieht derzeit keinen Grund, das zu tun», sagte der Ministeriumssprecher. Die gesamte Sammlung auf die Liste zu setzen habe ohnehin nie zur Debatte gestanden. «Es ging immer nur – wenn überhaupt – um einzelne Bilder.»   Derweil ist noch immer nicht klar, ob das Kunstmuseum Bern das Erbe antreten will. Museumsdirektor Matthias Frehner hatte angekündigt, das Haus wolle das Für und Wider prüfen. Beim Amtsgericht München war nach Angaben einer Sprecherin am Montag noch keine Stellungnahme des Museums eingegangen.   RG / dpa
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