Tag Archiv: Kunstschatz

Kunstschätze aus der ganzen Erzdiözese in Rokoko-Schau

Hochkarätige Kunstschätze aus der Erzdiözese München und Freising bereichern die große Ausstellung zum Münchner Rokoko, die am Freitag, 12. Dezember, in der Münchner Kunsthalle eröffnet wird. Viele der Objekte aus Kirchen und Klöstern können durch die Kooperation mit der Erzdiözese erstmals und einmalig aus ihrem angestammten Kontext entnommen und präsentiert werden.

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Beschlagnahmung Kunstschatz: Anwälte legen Beschwerde ein

Bereits 2011 hatte das Gericht einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss für die Wohnsitze von Cornelius Gurlitt bewilligt. Die Anwälte von Cornelius Gurlitt haben nun beim Amtsgericht Augsburg Beschwerde gegen die Beschlagnahmung seiner Kunstsammlung eingelegt. Sie beantragten, den Beschluss dazu aufzuheben.

 

 

«Wir haben vor dem Hintergrund des immensen öffentlichen Interesses und der politischen Debatten eine begründete Sorge um die Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens», teilte Strafverteidiger Derek Setz am Mittwoch mit. Das Gericht hatte am 23. September 2011 die Entscheidung zur Durchsuchung und Beschlagnahmung getroffen. Daraufhin wurden die Münchner Wohnung des heute 81 Jahre alten Kunstsammlers durchsucht und seine Bildersammlung beschlagnahmt. Es gibt den Verdacht, dass Teile der Sammlung Nazi-Raubkunst sein könnten.

 

 

jn / dpa

Gurlitt-Sammlung größer als gedacht

Die kostbare Sammlung von Cornelius Gurlitt ist noch größer als bislang angenommen. Auch in seinem Haus in Salzburg befanden sich nach Angaben von Gurlitts Sprecher bis vergangenen Montag mehr als 60 wertvolle Kunstwerke – darunter Bilder von Monet, Renoir und Picasso.

 

Wie münchen tv berichtete, wurden im November 2013 in Gurlitt´s Wohnung in München zahlreiche Kunstwerke gefunden, die von der Staatsanwaltschaft Augsburger teilweise als NS-Raubkunst eingestuft wurden.

 

Den ausführlichen Bericht zu den damaligen Ereignissen sehen Sie hier.

 

Chagall, Picasso, Dürer, Marc und noch viele mehr gehörten zu den gefundenen Meisterwerken.  Unter anderem waren sogar bisher völlig unbekannte Werke darunter.

 

 

jn / dpa

 

Bayern will Verjährung bei NS-Raubkunst einschränken

Nach dem aufsehenerregenden Schwabinger Kunstfund will die Staatsregierung bei NS-Raubkunst die Verjährung der Rückgabeansprüche einschränken.

 

Sehr viele einst von den Nazis geraubte Kunstwerke sind bis heute nicht an die Erben der rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben worden. Die Staatsregierung will es ein bisschen leichter machen, gestohlene Werke zurückzubekommen.

 

Der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) legte bei der Kabinettssitzung am Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative vor.

Demnach sollen derzeitige Besitzer von NS-Raubkunst sich nicht auf die Verjährung berufen können, wenn sie wissen oder zumindest den begründeten Verdacht haben, dass es sich um NS-Raubkunst handelt. Juristisch wird das unter dem Begriff «bösgläubig» zusammengefasst. «Bösgläubig ist der, der weiß, dass er kein Recht zum Besitz hat», sagte Bausback nach Ende der Kabinettssitzung.

Der CSU-Politiker bezeichnete es als «unerträglich», dass solche Besitzer geraubter Kunstwerke sich bisher auf die übliche Verjährungsfrist von 30 Jahren berufen können.

Die im Bürgerlichen Gesetzbuch festgeschriebene Verjährungsfrist für Eigentumsansprüche will die Staatsregierung zwar nicht antasten – aber bösgläubige Besitzer von NS-Raubkunst sollen sich darauf im Streit mit den Nachkommen der ursprünglichen Eigentümer nicht mehr berufen können.

Die Grünen forderten ein Kunstrückgabegesetz. «Der Entwurf der Staatsregierung ist eine reine Alibihandlung», kritisierte der Kulturpolitiker Sepp Dürr. «Die Erben der rechtmäßigen Eigentümer müssen endlich ihre berechtigten Ansprüche durchsetzen können.»

 

 

jn /dpa