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Regensburg: Zweite Woche im Mollath-Prozess beginnt

Das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath geht in die zweite Woche. Am Montag will sich das Landgericht Regensburg zunächst nochmals mit den früheren Verfahren gegen den Nürnberger beschäftigen. Außerdem ist der jetzige Ehemann der Ex-Frau von Mollath als Zeuge geladen.

 

Der 57 Jahre alte Mollath muss sich erneut wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung verantworten. Unter anderem soll er 2001 seine damalige Ehefrau körperlich misshandelt und eingesperrt haben. Zudem soll er Dutzende Autoreifen zerstochen haben.

 

In einem ersten Verfahren hatte ein Gericht Mollath im Jahr 2006 von den Vorwürfen wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und ihn in die Psychiatrie eingewiesen. Der Fall hatte eine Debatte über die Unterbringung in psychiatrischen Kliniken ausgelöst. Das Gericht hat bis Mitte August weitere elf Verhandlungstage angesetzt.

 

RG / dpa

Wiederaufnahmeverfahren: Mollath-Prozess beginnt am 7. Juli

Insgesamt 17 Verhandlungstage und 42 Zeugen – Wie das Landgericht Regensburg am Donnerstag mitteilte, beginnt das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath am 7. Juli. Die Verhandlungen sollen bis zum 14. August gehen. Neben einigen Gutachtern aus den vorherigen Verfahren sind drei Sachverständige mit den Fachrichtungen forensische Psychiatrie, Rechtsmedizin und Kfz-Schäden vorgesehen. Der 57 Jahre alte Nürnberger Mollath muss sich wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte 2006 festgestellt, dass Mollath seine inzwischen von ihm geschiedene Frau körperlich misshandelt und Autoreifen zerstochen hatte. Weil die Gutachter den Nürnberger jedoch wegen seiner angeblichen Wahnvorstellungen als gemeingefährlich eingestuft hatten, sprach das Gericht Mollath wegen Schuldunfähigkeit frei, und er wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Erst im Vorjahr wurde er nach sieben Jahren entlassen. In dem jetzigen Verfahren soll der Psychiater Norbert Nedopil ein Gutachten erstellen. Bislang hat sich Mollath einer erneuten psychiatrischen Begutachtung aber verweigert.
rr/dpa