Tag Archiv: Landsberg am Lech

Heimliche Gefängnisaufnahmen von Uli Hoeneß: Urteil gegen Mitinsassen rechtskräftig

Weil er Geld mit heimlichen Filmaufnahmen von Uli Hoeneß während dessen Haftzeit machen wollte, ist ein einstiger Mitinsasse rechtskräftig verurteilt worden. Der Häftling hatte den früheren Manager des FC Bayern München im Gefängnis in Landsberg am Lech heimlich gefilmt und wollte die Aufnahmen verkaufen. Das Oberlandesgericht (OLG) München ließ eine Revision des heute 50-Jährigen nicht zu, ein erstinstanzliches Urteil von 14 Monaten Haft ist damit rechtskräftig.

 

 

Der Verurteilte bekam eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Augsburg am Donnerstag mit. Das OLG bestätigte damit eine Entscheidung des Landgerichts Augsburg, das die Berufung des Angeklagten gegen das erstinstanzliche Urteil vom März 2017 zurückgewiesen hatte.

 

Der Mann hatte den Präsidenten des deutschen Fußball-Meisters FC Bayern München im Gefängnis mit einer versteckten Kamera in einem Kugelschreiber aufgenommen, seine Frau sollte die Aufnahmen an Magazine verkaufen. Zu Veröffentlichungen kam es
nicht.

Die Frau hatte im März 2017 eine vom Amtsgericht Landsberg verhängte Bewährungsstrafe akzeptiert, der Mann schöpfte dagegen zwei Jahre lang alle Rechtsmittel aus.

Ulie Hoeneß, Bayern München, Fußball, Landsberg am Lech, Gefängnis, Haftrafenregelung, Steuerhinterziehung, © Uli Hoeneß: Wird wieder Präsident des FC Bayern

Uli Hoeneß: Nur noch eine Woche Gefängnis

21 Monate Haft statt 42 – die sogenannte Halbstrafenregelung macht es möglich, dass der verurteilte Steuersünder Uli Hoeneß das Gefängnis in wenigen Tagen verlassen kann. Erst einmal will er Urlaub machen, heißt es, und erst danach über seine sportliche Zukunft entscheiden.

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JVA Landsberg

Landsberg am Lech: Geheiminis um Hoeneß‘ Haftantritt!

Der Zeitpunkt des Haftantrittes von Deutschlands prominentestem Straftäter Uli Hoeneß rückt immer näher. Doch wann genau der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Boss des FC Bayern im Gefängnis von Landsberg am Lech einrücken muss, soll ein streng gehütetes Geheimnis bleiben. Alles hängt von einem Datum ab: der Zustellung der Urteilsbegründung.

Nach Paragraf 275 der Strafprozessordnung muss das Landgericht München II spätestens sieben Wochen nach Verkündung des Urteils den Prozessparteien die schriftliche Begründung vorlegen. Erst dann kann die Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde Hoeneß die Ladung zum Haftantritt zukommen lassen. Ob das Gericht das ausführliche Urteil bereits verschickt hat, wollten am Montag weder die Verteidigung von Hoeneß noch die Staatsanwaltschaft noch das Gericht selbst mitteilen. Zuständig für die Vollstreckung der Haft ist die Staatsanwaltschaft München II. Ihr Sprecher Ken Heidenreich verwies darauf, dass Vollstreckungsverfahren stets nicht öffentlich seien.

Als sogenannter Selbststeller, der aus der Freiheit heraus und nicht aus Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt muss, dürfte Hoeneß sich selbst vor dem Gefängnistor einfinden. Die Ladung zum Haftantritt wird Hoeneß jedenfalls «binnen weniger Tage» nach Vorlage der Urteilsbegründung zugestellt, wie Heidenreich auf Anfrage mitteilte.

Schöpft das Gericht die Sieben-Wochen-Frist voll aus, wäre der 30. April das letztmögliche Datum für die Urteilszustellung. Uli Hoeneß könnte das Osterfest noch daheim am Tegernsee bei seiner Familie feiern. Spätestens Mitte Mai dürfte es aber ernst werden für Deutschlands prominentesten Steuerhinterzieher.

me/dpa