Tag Archiv: Laserpointer

Haar: Laserpointer-Attacke gegen S-Bahn

Ein seltsamer Spaß: Der Tatverdächtige wollte mit einer Laserpointer-Attacke den S-Bahn-Führer „ärgern“.

 

Der 21-jährige aus Wolfratshausen hat am frühen Mittwochmorgen (14. Mai) den Triebfahrzeugführer einer S4 nach Ebersberg mit einem Laserpointer absichtlich geblendet. Eine Streife der DB-Sicherheit stellte den Tatverdächtigen am Bahnsteig. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Körperverletzung.  

 

 

Gegen 00:40 Uhr fuhr die S-Bahn S4 Richtung Ebersberg in den Haltepunkt Gronsdorf ein. Dabei blendete ein heller Strahl den Triebfahrzeugführer durch die Frontscheibe. Der 35-jährige S-Bahnführer gab an, dass der Strahl für etwa eine Sekunde auf sein Auge traf, obwohl er sich versucht habe wegzudrehen. Er verständigte daraufhin eine in der S-Bahn befindliche Streife der Deutsche Bahn-Sicherheit, welche am Haltepunkt ausstieg.

Am Bahnsteig stellte diese Streife einen 21-Jährigen aus Wolfratshausen fest, der einen Laserpointer in der Hand hatte. Daraufhin verständigten die DB-Mitarbeiter die Bundespolizei. Der Triebfahrzeugführer konnte seine Fahrt fortsetzen.

 

 

Die eingetroffene Streife der Bundespolizei stellte den Laserpointer sicher und nahm den 21-Jährigen mit zum Revier am Ostbahnhof. Dort gab er an, dass er den Triebfahrzeugführer ärgern wollte. Er hatte den Laserpointer zuvor einem Freund für 10 Euro abgekauft und am Haltepunkt auf eine S-Bahn gewartet.

Gegen den 21-Jährigen aus Wolfratshausen wird nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen konnte der 21-Jährige die Dienststelle gegen 02:30 Uhr verlassen.

 

 

Der 35-jährige Triebfahrzeugführer konnte seine Fahrt abschließen, klagte aber im Nachgang über ein tränendes Auge und wird es bei andauernden Beschwerden untersuchen lassen.

 

 

Die Bundespolizeiinspektion München warnt:

Eine Blendung mit einem Laserpointer kann strafrechtliche Ermittlungen nach sich ziehen. Häufig ist hierbei der Tatbestand der (gefährlichen) Körperverletzungen erfüllt. Im Bereich der Eisenbahn (z.B. Blendung von Lokführern) erfüllt dies häufig den Tatbestand des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

 

 

jn / Polizei

Bild: Symbolbild. Quelle: Bundespolizei

Polizei warnt: Laserpointer ist kein Spielzeug!

Die Bundespolizei warnt vor „nicht gekennzeichneten“ Laserpointern und zweckentfremdeter Handhabung!

Die Zahl von Laserblendungen gegen Piloten, Triebfahrzeugführer, Kraftfahrzeugführer aber auch gegen Polizeibeamte hat in den letzten Jahren zugenommen. Derartige Laserattacken sind jedoch alles andere als Kavaliersdelikte.

 


Die Bundespolizei in München warnt nunmehr wegen eines aktuellen Falles eines „nicht gekennzeichneten“ Laserpointers aus dem September letzten Jahres zu dem nunmehr ein aktuelles Gutachten des Bayerischen Landeskriminalamtes vorliegt.

 

Am 01.09.2013 soll ein damals 20-jähriger Bogenhausener am Münchner Ostbahnhof einen Laserpointer gegen zwei Männer aus Erding benutzt haben. Der Heranwachsende steht im Verdacht sich einer Körperverletzung schuldig gemacht zu haben. Er soll den beiden, zur Tatzeit 60 bzw. 66 Jahre alten Erdingern vom gegenüberliegenden Bahnsteig aus mit einem Laserpointer „in die Augen geblendet“ haben. Der Bogenhausener gab zu, umhergeleuchtet zu haben, bestritt jedoch, gewollt und bewusst jemanden angeleuchtet bzw. geblendet zu haben. Er ging davon aus, dass die Leistung des Lasers harmlos sei und es sich lediglich um ein Spielzeug gehandelt hätte.

 

Wie das Gutachten zum damals benutzten Laserpointer nun zeigt, hatten die Männer offensichtlich sehr viel Glück. Der 20-Jährige benutzte einen „nicht gekennzeichneten“ Laserpointer der Klasse 3R. Laser dieser Klasse sind bei einer Bestrahlungsdauer von mehr als 0,25 Se-kunden Bestrahlungsdauer potentiell gefährlich für das menschliche Auge. Somit handelte es sich alles andere als um ein harmloses Spielzeug.

 

Der 20-Jährige gab an, den Laserpointer von einem „fliegenden Händler“ im Ostbahnhof für 6 € erworben zu haben. Der Laser war ohne Kennzeichnung und hätte in Deutschland nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen.

 


Die Bundespolizei bittet Eltern, deren Kindern Laserpointer zugänglich sind, die Kinder über die Gefahren aufzuklären bzw. die Laserpointer gegen unberechtigte Benutzung zu sichern.

 

Laserpointer sind Lichtzeiger für Vorträge mit Projektionen. Wer nachfolgende Sicherheitsmaßnahmen beachtet, ist stets auf der sicheren Seite:

 


–       Niemals direkt in den Strahlengang blicken.


–       Im Laserbereich gut reflektierende Flächen vermeiden.


–       Laserpointer (Achtung von Importen) nie Kindern zum Spielen überlassen.


–       Nur gekennzeichnete Laserpointer verwenden.

 


Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Ankauf nicht gekennzeichneter Laserpointer.

Das Kaufen, Besitzen, Führen etc. eines Lasers, unabhängig von dessen Leistungsklasse, steht unter keinerlei Gesetzvorbehalt und ist somit jedem erlaubt. Die Zweckentfremdung zur absichtlichen Blendung stellt eine Gefahr dar! In Einzelfällen kann die Netzhaut des Auges kurzfristig oder bleibend geschädigt, dadurch die Sehkraft beeinträchtigt werden.

 

Eine absichtliche Blendung zieht grds. strafrechtliche Ermittlungen nach sich. Im Bereich der Eisenbahn (z.B. Blendung von Lok- oder Triebfahrzeugführern) erfüllt dies häufig den Tatbestand des Gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr.

Unsachgemäße Verwendung von Lasern kann zu Verbrennungen der Haut und teilweise zu massiven Verletzungen führen. Häufig ist hierbei der Tatbestand der (gefährlichen) Körperverletzungen erfüllt. Bei ausreichender Leistung oder Fokussierung können Brände und Explosionen ausgelöst werden.

 

Ordnungsgemäß vertriebene Laserpointer weisen eine CE-Kennzeichnung auf dem Gerät, der Verkaufsverpackung, der Gebrauchsanweisung oder dem Garantieschein auf. Rechtlich reicht die Kennzeichnung auf der Verpackung.


Die Bundespolizei bittet deshalb vor dem Kauf von Laserpointern auf die CE-Kennzeichnung zu achten. Wenn der Verdacht besteht, dass sicherheitstechnische Mängel vorhanden sind oder Mängel in der Kennzeichnung bestehen, können bei der für die Marktaufsicht zuständigen Landesbehörde (in Bayern beim Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration) nähere Informationen eingeholt werden.

 

 

jn / Pressestelle Polizeipräsidium München

Polizisten mit Laserpointer geblendet – Augenschäden

Mit einem Laserpointer haben Sonntagnacht gegen 2:45 Uhr zwei Männer zwei Polizisten direkt in die Augen geblendet. Die beiden Beamten hatten in der Rosenheimer Straße, Ecke Wilramstraße, eine Kontrolle durchgeführt. Aus einem Waldstück heraus wurde ihnen dann plötzlich nacheinander in die Augen geleuchtet. Die beiden Polizisten im Alter von 20 und 21 Jahren erlitten dadurch stechende Schmerzen in den Augen, sowie eine  vorübergehende Beeinträchtigung des Sichtfeldes durch das Hervortreten von punktförmigen hellen und dunklen Flecken.
In dem Waldstück konnten ein 24- und ein 27-jähriger Münchner angetroffen werden, die sofort den Lserpointer aushändigen. Sie gaben an, damit herumgespielt zu haben, ohne dabei angeblich die Polizisten wahrgenommen zu haben. Die beiden müssen sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.
Die beiden Polizeibeamten wurden anschließend in einem Krankenhaus ambulant behandelt.
mh / Polizei