Tag Archiv: Mord

Helferin hält Spritze in ihrer Hand

Neues im versuchten Vierfach-Mord durch eine Hebamme

Erst hat sie in Kiel und Frankfurt am Main als Hebamme gearbeitet. Schon bei einer dieser beiden Stellen soll es „zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein“, wie das Klinikum Großhadern berichtet. Jetzt hat die des vierfachen Mordversuchs beschuldigte Hebamme Karolin F. ihre Kollegen im Krankenhaus und die ganze Stadt München schockiert:

Gestern ist die 33-jährige Hebamme aus dem Klinikum Großhadern abgeführt worden, weil sie vier Müttern bei der Geburt ein Blutverdünnungsmittel verabreicht haben soll. Sie steht unter dem Verdacht des vierfachen versuchten Mordes. Jetzt sind genauere Informationen zum Fall bekanntgegeben worden:

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Au: 91-jährige Frau ermordet

Eine  91-jährige Frau wurde gewaltsam umgebracht. Sie wurde in der Au gefunden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

 

Nach ersten Informationen wurde die Frau zwischen Montag, 11.30 Uhr, und Dienstag, 10.15 Uhr, umgebracht.
Die Tat war laut Münchner Polizei ein Gewaltverbrechen.

 

Der Pflegedienst der 91-jährigen hatte die Frau tot in ihrer Wohnung in der Au gefunden.
Noch am Tatort übernahmen die Mordkommission und die Spurensicherung des Polizeipräsidiums München die weiteren Ermittlungen.
Eine am gestrigen Abend im Institut für Rechtsmedizin der LMU München durchgeführte Obduktion bestätigte den Todeseintritt infolge Gewalteinwirkung.

 

Am frühen Vormittag wird die Polizei weitere Informationen mitteilen, ein Experte wird die Situation detailliert darstellten.

 

Sollten Sie Hinweise zum Tatvorgang haben oder etwas Verdächtiges gesehen haben, wenden Sie sich bitte an die nächste Polizeidienststelle.

 

Wir informieren Sie unter www.muenchen.tv sobald es Neuigkeiten zum Fall gibt.
Ab 18.00 Uhr  gibt es alle Informationen des Tages zusammengefasst in unseren Nachrichten.

 

RG

Rentner-Mord in Traunstein: Polizei sucht Tatverdächtigen

Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an einem 61-jährigen Rentner aus Traunreut im Landkreis Traunstein hat die Polizei  einen 25-Jährigen unter Tatverdacht. Die Kriminalpolizei Traunstein bittet zur Klärung der Tat weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung.

 

Nachdem ein 61-jähriger Rentner am späten Samstagnachmittag des 17.05.2014 tot in seiner Wohnung am Traunreuter St.-Georgs-Platz aufgefunden wurde, hat nun die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in München ergeben, dass es sich dabei um einen gewaltsamen Tod gehandelt hat.

 

Nach den bisherigen Erkenntnissen der eingerichteten Ermittlungsgruppe „Georg“ der Kriminalpolizei Traunstein, wurde der Rentner am Montag den 12.05.2014, gegen Nachmittag, zum letzte Mal lebend in Traunreut gesehen.

 

Ermittlungen der Kriminalpolizei Traunstein ergaben nun, dass sich die auf den Lichtbildern abgebildete Person vor dem Ableben des 61-jährigen Rentners in dessen Wohnung aufhielt. Gegen den 25-jährigen Mann richtet sich deswegen inzwischen ein konkreter Tatverdacht.

 

Die Polizei ist allerdings auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Im Zusammenhang mit dem Verbrechen werden daher weiterhin Zeugen gesucht, die Auskünfte über den abgebildeten Begleiter geben können:

 

Die Fragen der Polizei:

 

Wer hat die abgebildete Person am 12.05.2014 und 13.05.2014 in Traunstein und/oder Traunreut gesehen?

 

Hat jemand die abgebildete Person an o.g. Tagen als Anhalter zwischen Traunreut und Traunstein mitgenommen?

 

Wurde am Abend des 12.05.2014 oder in der Folgenacht im Bereich Traunreut, Matzing, Oderberg oder Aiging ein Fahrrad entwendet und dies evtl. noch nicht polizeilich angezeigt?

 

Der Zeuge, welcher am 12.06.2014 mehrere abgelaufene EC-Karten, darunter auch eine des 61-jährigen Opfers, in den Briefkasten der Sparda Bank in Traunstein eingeworfen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei melden.

 

Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer 0861/9873-411 entgegen genommen.

Polizei/make

NSU-Prozess: Familie sagt über Sprengstoffanschlag aus

Im NSU-Prozess werden am Donnerstag weitere Opfer des Sprengstoffanschlags in Köln im Jahre 2001 angehört. Es handelt sich um die Familienangehörigen der jungen Deutsch-Iranerin, die bei dem Anschlag schwer verletzt worden war.

 

Einer der beiden Komplizen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe soll den Sprengsatz in einer Christstollen-Dose in dem Lebensmittelgeschäft deponiert haben, das der Familie gehörte. Nach dem Anschlag gab die Familie das Geschäft auf.

 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem «Nationalsozialistischen Untergrund» zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge vor. Das Motiv fast aller Taten soll Fremdenhass gewesen sein.

 

Alle Neuigkeiten zum NSU-Prozess finden Sie wie gewohnt auf unserer Homepage

 

RG / dpa

Isar-Mord: Das Fahrrad von Domenico L. und die Blutspur, © Isar-Mord: Das Fahrrad von Domenico L. und die Blutspur

München – Isarvorstadt: Isar-Mord jährt sich

Vor einem Jahr wurde ein italienischer Radfahrer von einem bisher unbekannten Mann an der Isar in München getötet.
Fahndungsaufrufe erbrachten Hinweise, der Täter wird jedoch noch immer gesucht.

 

Am Dienstag, den 28.05.2013 gegen 22.05 Uhr wurde ein italienischer Radfahrer in der Münchner Erhardtstraße getötet.
Die Polizei ermittelte zunächst mit einer Sonderkomission, im Dezember 2013 wurde die rund 30 köpfige Soko schließlich auf die Ermittlungsgruppe Cornelius zurückgeführt und besteht aktuell aus 8 Beamten.
Die Ermittlungen wurden nahtlos weitergeführt.

 

16.000 Handyortungen, 4.700 Speichelproben, 630 Hinweise

 

630 Hinweise aus der Bevölkerung wurden aufgenommen und abgearbeitet.
In den Stadtvierteln rund um den Tatort wurden Befragungen bei Taxiunternehmen und -fahrern, sowie bei Ärzte und Krankhäusern groß angelegt Befragungen durchgeführt.
Personen, die sich zur Tatzeit in der Tatortnähe aufhielten, wurden über eine Handyortung ermittelt und anschließend überprüft. Insgesamt betrifft dies 16.000 Personen, eine Auswertung von circa 2.000 Personen steht noch aus. 4.700 Männer mussten Speichelproben bei der Polizei abgeben.
Aktuell gibt es keine Anhaltspunkte auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

 

Auch internationale Ermittlungen führen nicht zum Erfolg

 

Mehrere Fahndungsaufrufe in den Medien – sowohl in Deutschland, wie auch in Italien – und eine Darstellung des Falles in der Fernsehsendung “XY ungelöst“ erbrachten einige Hinweise, die allerdings nicht zum Täter führten.

 

Trotz dieser Bemühungen konnte der Täter bisher nicht ermittelt werden, dies auch vor dem Hintergrund, dass es offenbar keinerlei Beziehung zwischen Täter und Opfer gab und der Täter nicht unbedingt einen räumlichen Bezug nach München haben muss.

 

Nach wie vor nimmt die Mordkommission jeden Hinweis entgegen und geht diesem nach.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich an die EG Cornelius unter 089/ 2910 – 0 oder jede andere Polizeidienstelle zu wenden.

 
Auslobung:
Für Hinweise, die zur Klärung des Falles oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt. Die Auslobung gilt ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört.

 

RG / PP

Mordfall Karaffa – DNA bestätigt Identität der gefundenen Leiche

Wie bereits vermutet, handelt es sich bei der am 09.05.2014 im Kapuzinerhölzl gefundenen Leiche um Daniela Karaffa. Dies bestätigte eine Presseveröffentlichung der Polizei nach einer DNA-Untersuchung am Donnerstag.

 

Die 36-jährige aus Pasing war seit März 2013 verschwunden.
Ihr Freund, Bülent A., gilt als Tatverdächtiger und sitzt in Untersuchungshaft.

Bedeckt mit Erde und Blättern wurde die Mutter von zwei Kindern nach einem anonymen Hinweis neben einem Baumstumpf gefunden. Bis heute ist die Identität des Hinweisgebers nicht bekannt.

 
Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die Angaben zur Person des anonymen Mitteilers machen können bzw.  am 12.03.2013 im Kapuzinerhölzl in München Moosach auffällige Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise an die Mordkommission München unter 089/29 10 – 0 oder an jede andere Polizeidienststelle.
Der Zeugenaufruf wird durch eine Plakataktion im Bereich des Kapuzinerhölzls begleitet.

 

rg / Polizei

München/Frankfurt: Kroatin kommt wieder… in den Knast

Die Bundespolizei hat am Flughafen eine Kroatin festgenommen, weil die die Auflage des Landgerichtes Frankfurt, sich von Deutschland fern zu halten, nicht befolgt hat. Die heute 37 Jahre alte Frau wurde im Jahr 2002 wegen Raub mit Todesfolge zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Jahr 2006 wollte das Gericht anscheinend die deutschen Steuerzahler nicht mehr mit der Versorgung der Verbrecherin belasten und schob die Täterin nach Koratien ab.

Dafür musste sie auch den Rest ihrer Strafe nicht mehr absitzen. Die Bedingung war einzig und allein, dass die Frau, die in Hanau geboren ist, Deutschland fern bleibt.

Für den Fall, dass die Kroatin je wieder deutschen Boden betreten würde, hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt bei der Bundespolizei Anweisungen hinterlassen: Taucht sie wieder auf, dann wandert sie wieder ein ins Gefängnis.

Ob es nun Heimweh war, schlechtes Gewissen oder andere Gründe, das ist noch nicht bekannt – aber am 09. Mai stieg die 37-Jährige am Münchner Airport aus dem Flug von Zagreb aus.

Und durfte gleich wieder einsteigen:

Und zwar in ein Fahrzeug der Bundespolizei. Die Beamten brachten die Rückkehrerin ins Frauengefängnis München, wo sie jetzt für die nächsten 1872 Tage Aufenthalt hat.

Abschiebungen sind ein gängiges Mittel, sich von verurteilten Straftätern anderer Nationalitäten zu befreien.  Bundesweit hatte der Fall Mehmet in den letzten zehn Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt.

adc / BuPo

Polizeibus, © Symbolfoto

Moosburg: Ehemann erwürgt seine Frau und gesteht

Heute Vormittag erschien ein 58-jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Freising und teilte den Beamten mit, dass er im Laufe des vergangenen Abends eine Frau in seiner Wohnung in Moosburg umgebracht habe.

Bei der sofortigen Ermittlung durch Beamte der Polizei Freising wurde in der Wohnung des Mannes die Leiche einer 55 Jahre alten Frau aufgefunden. Der ebenfalls verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die Kripo Erding hat die Ermittlungen dann übernommen. In einer ersten Vernehmung hat der Festgenommene die Tat gestanden. Nach seinen Angaben hatte er im Verlauf eines Streits am Abend, die Frau erdrosselt. Danach fuhr er planlos mit seinem Pkw umher, bis er sich am Vormittag bei der Polizei in Freising stellte.

Der Anlass für den Streit und die Beziehung der Beteiligten ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.

 

Mord oder Totschlag?

Von der Staatsanwaltschaft Landshut wurde eine Obduktion der Toten angeordnet.

Die Staatsanwaltschaft stellt Antrag auf Haftbefehl wegen Totschlags.

Morgen muss sich der Beschuldigte dem Ermittlungsrichter stellen – dann entscheidet es sich, ob der Verdacht Totschlag bestätigt werden kann, oder ob es sich doch um Mord handelt.

Der Gesetzgeber dazu:

Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.

Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oderum eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.

 

adc

München – Blumenau: Streit – Messer-Bedrohung – SEK-Einsatz

Ein Streit zwischen einer 24 Jahre alten Frau und ihrem 33 Jahre alten Lebensgefährten, der vollständig ausgeartet ist, hat zu einem Sondereinsatzkommando – Auftritt in der Blumenau geführt.

Der Mann hatte nach dem Streit seine Lebensgefährtin mit einem Messer bedroht und gewürgt und dann auch noch gedroht, sich selbst und die 2 Jahre alte Tochter des Paares zu töten, wenn die Frau die Polizei rufen sollte.

Die junge Mutter hatte in einem günstigen Moment bei ihrer Nachbarin Schutz gesucht und war in deren Wohnung geflüchtet.

Die Nachbarin, der die 24-Jährige Mutter alles erzählte, fasste sich ein Herz und rief gegen 16 Uhr 45 die Polizei. Sie berichtete, dass ihre Nachbarin und deren Tochter sich in ihrer Wohnung in Sicherheit gebracht, nachdem ihr Lebenspartner das Messer gezückt und gedroht hatte, dem gemeinsamen Kind etwas anzutun.

Als sie den Polizisten erzählte, dass der Mann gedroht hatte, die Tochter umzubringen und anschließend Selbstmord zu begehen, riefen die Beamten das SEK.

Als das Sondereinsatzkommando eintraf, war die Wohnung des jungen Paares aber leer.

Das SEK durchkämmte darauf hin das ganze Viertel nach dem Mann, die ganze Wastl-Witt-Straße war mehrere Stunden abgeschottet, niemand kam rein oder raus.

 

Bei der Mama Unterschlupf gesucht

 

Gegen Mitternach kam ein weiterer Anruf zu dem Fall:

Die Mutter des mutmaßlichen Täters meldete sich bei der Wache und sagte, dass sich ihr Sohn bei ihr zu Hause befinde.

Den 33-Jährigen, der ausgerastet ist, erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Er steht am Freitag vor dem Haftrichter.

PP / adc

 

 

Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt, © Das NSU-Trio v.l.n.r.: - Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt

NSU-Prozess: Böhnhardt-Bruder als Zeuge geladen

Der Bruder von Böhnhardt, die Ehefrau von Wohlleben: Der NSU-Prozess soll mit der Befragung zweier enger Familienangehöriger fortgesetzt werden. Derweil wird bekannt, dass das Gericht mehrere Briefe der Hauptangeklagten Zschäpe beschlagnahmen will.

 

 

Im Münchner NSU-Prozess soll an diesem Mittwoch der ältere Bruder des mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt als Zeuge gehört werden. Er dürfte vom Gericht unter anderem zum privaten Umfeld und zu gemeinsamen Kontakten der Brüder befragt werden. Ebenfalls als Zeugin geladen ist die Ehefrau des Angeklagten Ralf Wohlleben. Diese darf jedoch die Aussage verweigern.

Uwe Böhnhardt und seinem Komplizen Uwe Mundlos werden unter anderem zehn Morde angelastet, davon neun an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft. Die beiden erschossen sich im November 2011, um einer Festnahme zu entgehen. Beate Zschäpe, Hauptangeklagte im NSU-Prozess, muss sich als Mittäterin bei allen Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ verantworten. Wohlleben ist, weil er eine Waffe besorgt haben soll, wegen Beihilfe angeklagt.

 

Der Prozesstag am Dienstag war wegen Unwohlsein Zschäpes und eines darauf folgenden Befangenheitsantrags gegen einen Gerichtsarzt nahezu komplett ausgefallen. Als Grund für die Übelkeit gab Zschäpe nach Angaben des Arztes eine Nachricht an, die sie unmittelbar vor Sitzungsbeginn erhalten habe. Genauere Angaben dazu machte sie nicht.

 

Am Dienstagabend wurde bekannt, dass das Gericht möglicherweise drei Briefe Zschäpes an einen inhaftierten Gesinnungsgenossen in Nordrhein-Westfalen beschlagnahmen will – darunter ein neues, bisher unbekanntes Schreiben von Mitte April. Hintergrund ist, dass das Münchner Oberlandesgericht eventuell ein Sprachgutachten erstellen lassen möchte, um die Co-Autorenschaft Zschäpes an einem Manifest des NSU zu klären. Dies geht nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aus einem Schreiben des Senats mit Datum vom 2. April hervor.

 

Im Hinblick auf entsprechende Beweisanträge werde erwogen, drei Briefe Zschäpes als Beweismittel zur Erstellung eines solchen forensisch-linguistischen Gutachtens zu beschlagnahmen, heißt es in dem Schreiben des Gerichts. In einer Expertise im Auftrag des Magazins „Stern“ waren Fachleute 2013 zu dem Schluss gekommen, dass Zschäpe „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ Co-Autorin des NSU-Dokuments ist – was sie im Prozess weiter belasten würde. Das Papier zeugt von der rassistischen Ideologie des NSU.

 

Die Wissenschaftler hatten das Dokument auf sprachliche Auffälligkeiten hin untersucht und mit Briefen Zschäpes aus der Haft an den ebenfalls inhaftierten Neonazi Robin S. verglichen. Mehrere Nebenklage-Anwälte hatten daraufhin beantragt, ein linguistisches Gutachten als Beweismittel zuzulassen. Die Bundesanwaltschaft hatte nichts dagegen. Der rege Briefwechsel zwischen Zschäpe und S. war 2013 bekanntgeworden. Die Briefe der mutmaßlichen Neonazi-Terroristin hatten wegen ihres teilweise sehr intimen Inhalts Aufsehen erregt.

 

rr/dpa

Beate Zschäpe steht im Verhandlungssaal des NSU-Prozesses, © Beate Zschäpe im Oberlandesgericht

NSU-Prozess: 2. Prozessjahr beginnt

Das zweite Jahr des NSU-Prozesses hat begonnen: Vor dem Münchner Oberlandesgericht begrüßte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl die Prozessbeteiligten am Dienstag zum nunmehr 110. Verhandlungstag. Am Jahrestag beschäftigt sich das Gericht unter anderem mit den Kontakten der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen nach Sachsen. Als Zeugen sind zwei Kriminalbeamte geladen, die über ihre Vernehmung des Neonazis Thomas S. Auskunft geben sollen. S. gilt als einer der wichtigsten Unterstützer des Trios um Beate Zschäpe. Er selbst hatte vor Gericht die Aussage verweigert, weil gegen ihn weiterhin ein Ermittlungsverfahren läuft. Der „Nationalsozialistische Untergrund“ soll zwischen 2000 und 2007 zehn Morde begangen haben.

 

rr/dpa

Strafgesetzbuch liegt auf dem Tisch

München: Lebenslange Haft wegen Mord an Lebensgefährtin

Wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin ist ein Rentner am Donnerstag vom Münchner Schwurgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte habe sein Opfer an dessen 60. Geburtstag heimtückisch getötet, begründete der Vorsitzende die Entscheidung, die dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprach. Die Verteidigung hatte auf eine dreizehnjährige Freiheitsstrafe wegen Totschlags plädiert.
Dem Urteil zufolge hat der 67-Jährige seine Freundin am 13. April 2014 in der gemeinsamen Wohnung mit einem Küchenmesser von hinten angegriffen. Er hat ihr die Stichwaffe dreimal in den Hals gestoßen. Weil die Frau noch um Hilfe schrie, hat er ihr Mund und Nase zugehalten und sie mit einer Socke geknebelt. Das Opfer erstickte.

Der Angeklagte war danach mehrere Tage ziellos durch Deutschland gefahren und hatte sich schließlich, als ihm das Geld ausging, in Freiburg der Polizei gestellt. In der Tatwohnung ließ er ein Geständnis zurück: „Diese Frau hat mich in den Ruin getrieben und zum Mörder gemacht!“ Ein weiteres Motiv war laut Urteil die Überzeugung des Rentners, dass seine Freundin ihn mit ihrem Halbbruder betrüge. Er habe das Verbrechen schon einige Zeit erwogen.

Der gelernte Schriftsetzer gab im Prozess zu, die Frau getötet zu haben. Dies sei aber spontan geschehen, weil sie ihn als Schlappschwanz verhöhnt habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

rr/dpa

Strafgesetzbuch liegt auf dem Tisch

Prozessauftakt: Mord an Lebensgefährtin

Mord an der Lebensgefährtin: Ein Rentner muss sich von Montag an vor dem Landgericht München wegen dem Mord an seiner Partnerin verantworten.

 

Wegen Mordes an seiner Lebensgefährtin steht von Montag an ein Rentner vor dem Münchner Landgericht. Der Angeklagte soll die Frau vor einem Jahr, an ihrem 60. Geburtstag, in der gemeinsamen Wohnung in Fürstenfeldbruck von hinten niedergestochen und das sich heftig wehrende Opfer dann erstickt haben. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Rache an. Der 67-Jährige ließ am Tatort demnach einen Zettel mit der Aufschrift zurück: „Diese Frau hat mich in den Ruin getrieben und zum Mörder gemacht!“ Der Angeklagte fuhr mehrere Tage lang ziellos umher, bevor er sich schließlich in Freiburg der Polizei stellte. Gegen ihn wird voraussichtlich an vier Tagen verhandelt.

 

rr/dpa

München: Was wäre, wenn Sophie Scholl…

…nicht durch die Nationalsozialisten ermordet worden wäre?

Wie wäre das Leben der Ikone des Widerstands im Dritten Reich weitergegangen?

Eine deutsch – dänische Gruppe von Künstlern, die sich „Surrend“ nennt, stellt sich genau diese Frage und beantwortet sie selbst mit einer Online – Bildergeschichte.

In der verbringt Sophie Scholl samt Lebenspartner Fritz Hartnagel ein schönes Leben an der Nordsee.

„Kurz bevor er an die Front ging und sie nach München zurückkehrte, wo sie beim Verteilen der Flugblätter festgenommen und später getötet wurde, verbrachten sie einen gemeinsamen Urlaub an der Nordsee“, erklären die Künstler Jan Egesborg und Johannes Töws. „Wir haben eine Geschichte darüber geschrieben, was geschehen wäre, wenn sie nicht zurückgekehrt wären.“

„Ist irgendeine Sache es wert, für sie zu sterben?“ – diese Frage wollen „Surrend“ mit ihrer Geschichte vor allem in den Raum stellen.

Für solche kleinen politischen Unkorrektheiten sind „Surrend“ schon länger bekannt.

In den Kleinanzeigen einer libyschen Zeitung versteckten sie zum Beispiel 2009 die beiden Worte „Gaddhafi“ und „lunatic“, also „Irrer“ nah beieinander.

Die Geschichte „Fritz und Sophie“ lässt sich hier bestaunen.

adc / dpa

Isar-Mord: Das Fahrrad von Domenico L. und die Blutspur, © Isar-Mord: Das Fahrrad von Domenico L. und die Blutspur

Isar: gefundenes Messer wohl nicht tatrelevant

Das Messer, dass am Dienstag von Polizisten in der Isar bei der Ludwigsbrücke gefunden wurde, hat wohl keinen Bezug zum Isar-Mord. Wie münchen.tv aus Polizeikreisen erfahren hat, spricht die Länge der Messerklinge dagegen. Das gefundene Messer hat eine 8 cm lange Klinge, die Stichkanäle im Mordopfer sind bis zu 12 cm lang. Deswegen ist aus Polizeikreise zu hören, dass die Wahrscheinlichkeit nicht als groß angesehen wird, dass es sich bei dem gefundenen Messer um die Tatwaffe handelt. Dennoch wird erst noch die spurentechnische Untersuchung abgewartet. Das wird etwa zwei Wochen dauern. Ob sich allerdings nach so langer Zeit im Wasser noch DNA-Spuren an dem Messer finden lassen, ist unwahrscheinlich. Mehr Hoffnung wird eher auf Fingerabdrücke gesetzt.

Der Mord von der Isar

Der Mordfall „Domenico“ ist für die Polizei seit dem ersten Tag ein schwerer Fall. Zwischen dem unbekannten Täter und dem Opfer bestand keinerlei persönliche Beziehung. Der 31-jährige war am 28. Mai 2013 abends mit seiner Verlobten auf dem Fahrrad unterwegs, als sie ihm in der Erhardstraße gegenüber vom europäischen Patentamt mitteilte, gerade von einem Fußgänger angespuckt worden zu sein. Daraufhin kehrte der Italiener zu dem Unbekannten zurück und stellte ihn zur Rede. Es kam zu einem Handgemenge in dessen Verlauf der 31-jährige plötzlich zu Boden sackte. Hingestreckt durch mehrerer Messerstiche. Der Täter konnte flüchten und wird seit dem gesucht. Die Polizei hat nahezu alle möglichen Ermittlungsansätze ausprobiert, doch weder Videoauswertungen, Zeugenaufrufe, Überprüfung von Artzpraxen, DNA-Massenspeichelung noch Funkzellenauswertung hat bisher zu einem möglichen Täter geführt.

Noch immer ist die Polizei auf jeden Hinweis aus der Bevölkerung angewiesen. Wer hat am 28. Mai 2013 gegen 22 Uhr in der Erhardstraße den Vorfall beobachtet? Noch immer sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

mh / Polizei

Isarmörder: Hier kam Domenico L. ums Leben, © Hier geschah das Verbrechen. Foto: Polizei München

Isar-Mord: Tatwaffe gefunden?

Am Dienstagmittag haben Polizeibeamte durch Zufall ein Messer in der Isar gefunden. Von der Ludwigsbrücke aus erkannten sie einen glitzernden Gegenstand im Flußbett, der durch die Feuerwehr geborgen wurde. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um ein Küchenmesser mit einer feststehenden, 8 cm langen Klinge handelt. In wie weit das Messer möglicherweise mit dem Mord an einem Radfahrer am 28. Mai 2013 in der Erhardstraße beim Deutschen Museum zusammenhängt, muss durch die Spurensicherung erst noch ermittelt werden.

Der Mord von der Isar

Der Mordfall „Domenico“ ist für die Polizei seit dem ersten Tag ein schwerer Fall. Zwischen dem unbekannten Täter und dem Opfer bestand keinerlei persönliche Beziehung. Der 31-jährige war am 28. Mai 2013 abends mit seiner Verlobten auf dem Fahrrad unterwegs, als sie ihm in der Erhardstraße gegenüber vom europäischen Patentamt mitteilte, gerade von einem Fußgänger angespuckt worden zu sein. Daraufhin kehrte der Italiener zu dem Unbekannten zurück und stellte ihn zur Rede. Es kam zu einem Handgemenge in dessen Verlauf der 31-jährige plötzlich zu Boden sackte. Hingestreckt durch mehrerer Messerstiche. Der Täter konnte flüchten und wird seit dem gesucht. Die Polizei hat nahezu alle möglichen Ermittlungsansätze ausprobiert, doch weder Videoauswertungen, Zeugenaufrufe, Überprüfung von Artzpraxen, DNA-Massenspeichelung noch Funkzellenauswertung hat bisher zu einem möglichen Täter geführt.

Noch immer ist die Polizei auf jeden Hinweis aus der Bevölkerung angewiesen. Wer hat am 28. Mai 2013 gegen 22 Uhr in der Erhardstraße den Vorfall beobachtet? Noch immer sind 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

mh / Polizei

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