Tag Archiv: Müll

Simbach / München: Kampagne gegen Plastikverpackung findet 100 000 Unterstützer

Im Kampf gegen die Plastikverpackung einer Werbezeitschrift der Deutschen Post hat ein 19-Jähriger aus Niederbayern inzwischen mehr als 100 000 Unterstützer. Die Unterschriftenliste soll kommende Woche an die Deutsche Post übergeben werden. Danach wollen Experten entscheiden über die zukünftige Ausrichtung entscheiden. Der Ausgang ist bis jetzt völlig offen. Weiterlesen

Kulmbach: Bayern werfen zu viel Nahrung weg

Bayerische Verbraucher werfen zu viele Lebensmittel in den Müll. Nach einer Studie des Bayerischen Kompetenzzentrums für Ernährung in Kulmbach sind von den jährlich 836 000 Tonnen Lebensmittelabfällen aus privaten Haushalten 65 Prozent vermeidbar.

 

Allein durch richtige Lagerung der Produkte und bessere Essgewohnheiten wäre demnach eine Halbierung der Lebensmittelabfälle möglich. Den Wissenschaftlern zufolge landen im Freistaat pro Kopf und Jahr 65 Kilo Lebensmittel im Müll. Der Bundesdurchschnitt ist mit 82 Kilo zwar weit höher. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sah bei der Vorstellung der Zahlen am Freitag in Kulmbach dennoch «dringenden Handlungsbedarf».

 

Aufklärung soll Kaufverhalten ändern

 

Er will mit Bildungs- und Aufklärungsprogrammen «gezielt das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln und für das eigene Kaufverhalten schärfen». Zielgruppe seien Kleinkinder und Senioren. «Wenn wir das Wegwerfen von Lebensmitteln wirksam eindämmen wollen, müssen wir an den richtigen Stellen ansetzen», sagte Brunner bei der Eröffnung der Bayerischen Ernährungstage.

 

RG / dpa

München – Hasenbergl: „Rama Dama“, sagten die Kinder und räumten auf

Die Kinder der Kindertagesstätte Graslilienanger der Diakonie Hasenbergl haben 2011 bemerkt:

Ganz schon schmutzig rund um ihre Kindertagesstätte herum. Da haben sie beschlossen, dass der Müll jetzt verschwinden soll, und haben ihren Aufräum-Plan auch den Kindern vom Dominikuszentrum, der AWO-Einrichtung am Wiesenanger, der Kinderschutz-Einrichtung am Fingerkrautanger und von der Partnereinrichtung am Felsennelkenanger erzählt.

Deren Betreuer fanden die Idee, dass der Münchner Norden wieder sauber werden soll genau so gut, und der Beschluss „Rama Dama“ stand fest.

Alle zusammen sorgen sie seither zweimal im Jahr für Ordnung im Viertel.

In diesem Jahr war der Dülferanger dran.

Kinder, Betreuer und Helfer trafen sich, dann haben sie kurz die Lage besprochen, und haben mit dem Schlachtruf „Rama Dama!“ losgelegt.

Und was sie da nicht alles gefunden haben: Turnschuhe, Bananenschalen, Zigarettenkippen lagen da herum.

Jetzt sieht es um den Dülferanger herum wieder ordentlich aus.

Nun ist alles wieder sauber und sieht schön aus. Die Pflanzen haben Platz und können ungestört wachsen!“, stellten die kleinen Ordnungskräfte zufrieden fest.

In fleißiger Tradition

 

„Rama dama“ ist bayrisch und stammt vom ehemaligen Oberbürgermeister Thomas Wimmer, der kurz nach dem Krieg 1949 die Münchner Bürger mit diesem Ausruf zum Saubermachen der Stadt aufrief. Tausende räumten damals mit der Schaufel in der Hand Schutt und Steine beiseite, die der Krieg hinterlassen hatte.
„Rama dama“ heißt übersetzt „aufräumen tun wir“ und wird heute für Aufräumaktionen in Wald, Feld und Flur benutzt.

 

Kehraus bei der städtischen Straßenreinigung

Sie haben alle Hände voll zu tun um die Spuren des Faschings zu beseitigen: Die Mitarbeiter der städtischen Straßenreinigung.

Die Rund 40 Mitarbeiter waren bis Mitternacht beschäftigt, um die Überreste der Faschingsparty zu beseitigen. Die Bilanz: Der Müll ist erheblich mehr geworden.

In der Fußgängerzone wurden vom Faschingssonntag bis einschließlich Faschingsdienstag insgesamt sieben
Tonnen Partymüll abtransportiert; vergangenes Jahr waren es nur 6 Tonnen. Vom Viktualienmarkt, wo das lustige Treiben der Marktfrauen stattfand, wurden am Faschingsdienstag insgesamt elf Tonnen entsorgt; 2013 waren es 8 Tonnen.

Der Unrat wurde zunächst an verschiedenen Stellen manuell zusammengetragen und danach mit mehreren LKW abtransportiert. Wie bereits zum Jahreswechsel kam auch zur Faschingsreinigung eine spezielle Großkehrmaschine unterstützend zum Einsatz, die auch Sperrgut beseitigen kann.

 

rr

Die Isar leidet unter dem Party-Sommer

Die Isar ist verkatert. Das viele Feiern im Sommer 2013 ist ihr gar nicht gut bekommen, und anderen Flüssen in Bayern geht es ebenso: Der Lech in Augsburg, die Regnitz in Bamberg, und die drei Kollegen aus Regensburg haben ebenfalls eine harte Zeit hinter sich. Horden feierwütiger Menschen mit samt ihrem Müll ist sie einfach nicht gewachsen.

Von ihnen allen hat es die Isar wohl am schlimmsten erwischt, ist sie doch mittlerweile ein Hotspot der Outdoor-Feierei. Lokalmedien sprechen schon von einem «Ballermann am Isarstrand». Hunderte, tausende Münchner verbrachten dort die lauen Sommernächte mit Bier, Grillfleisch und Partyspielen – zum Unmut einiger Anwohner und zur Sorge von Umweltschützern, die um den Lebensraum von Biber, Eisvogel und Wasseramsel fürchten. Im vergangenen Jahr fielen an der Isar in München rund 100 Tonnen Müll an, für dieses Jahr hat das Bauamt der Stadt nach eigenen Angaben noch keine Zahlen.

 

mt / dpa

München hilft gemeinsam: Säuberungsaktion an der Isar

Die Münchner lieben ihre Isar. Sie gehen dort spazieren, Radeln und Joggen, sie picknicken, grillen und feiern am Flaucher. Aber das hinterlässt auch seine Spuren: Weite Teile des Isarufers sind verdreckt und zugemüllt, vor allem jetzt im Sommer. Doch bei einer Müllsammelaktion am kommenden Sonntag können die Münchner zeigen, wie wichtig ihnen die Isar wirklich ist.

 

Die Isarrettung der Wasserwacht München-Mitte möchte die Menschen dazu motivieren, mitzuhelfen und den Isarstrand von Müll zu beseitigen. Treffpunkt ist am Sonntag, 11. August um 10:00 Uhr an der Wasserwachtstation an der Marienklausenbrücke. Die Anmeldung erfolgt per Email unter info@isarrettung.de.

 

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