Tag Archiv: Münchner Flughafen

Blind Date am Flughafen: Gehörlose verpassen sich, Polizei verhilft zu Happy End

Blind Date mit einem Internet-Flirt, ein verlorenes Gepäckstück und die Bundespolizei als Helfer in der Not – die Geschichte ihres ersten Treffens am Münchner Flughafen werden zwei Gehörlose wohl nicht so schnell vergessen. Wie die Beamten am Dienstag mitteilten, wollte eine Frau ihren ebenfalls gehörlosen Internet-Flirt am Münchner Flughafen abholen. Doch der US-Amerikaner und die Regensburgerin konnten sich im Terminal nicht finden.

 

Nach erfolgloser Suche kam dem 47-Jährigen seine eigene Unachtsamkeit zur Hilfe: Er vergaß sein Gepäck an einem Flughafencafé. Noch während die alarmierte Bundespolizei das Gepäckstück überprüfte, kehrte der Mann zurück und gab sich als Besitzer zu erkennen, wie es weiter hieß. Es gelang ihm, den Polizisten seine Situation verständlich zu machen. Die Beamten nahmen sich der Sache an und erreichten die Frau kurze Zeit später per SMS.

 

Sie kehrte zum Flughafen zurück und konnte ihren Freund am späten Abend endlich in die Arme schließen. Ob auf das nervenaufreibende Kennenlernen vom Montag auch eine große Liebesgeschichte folgt, dürfte ein Geheimnis bleiben. Die Zeichen stehen aber wohl gut, laut Bundespolizei sei die Begrüßung des Paares sehr herzlich gewesen.

 

dpa.

Koffer, Rucksack, Gepaeck, Flughafen, Reise

Nach Flughafen-Chaos: Alle Gepäckstücke auf dem Weg zu den Besitzern

München – Nach dem Chaos am Münchner Flughafen vor einer Woche sind alle Gepäckstücke wieder unterwegs zu ihren Besitzern. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf einen Flughafen-Sprecher. Am Freitag lagen noch rund 600 Gepäckstücke am Flughafen. Wie lange es dauere, alle Koffer zuzustellen, hänge auch davon ab, um welches Reiseziel es sich handelt und wie oft das angeflogen werde, hatte ein Flughafen-Sprecher mitgeteilt. Ursprünglich waren etwa 20 000 Gepäckstücke am Airport liegengeblieben.

Weil eine etwa 40-jährige Frau am Samstag vor einer Woche (28. Juli) unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war, räumte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige sogenannte Satelliten-Terminal. Mehr als 30 000 Passagiere waren betroffen. Der Schaden geht in die Millionen.

 

 

dpa

Bundespolizei deckt Schleusung auf!

Am Mittwoch (4. Dezember) hat die Bundespolizei bei Einreisekontrolle des Abendfluges aus Ankara eine syrische Staatsangehörige bei dem Versuch gestoppt, mit gefälschten Papieren in Deutschland einzureisen. Sie gab den Beamten zu verstehen, dass sie einen Antrag auf Asyl stellen wolle.

Als die Bundespolizisten die 19-Jährige gestern bei ihrer Ankunft aus Ankara kontrollierten, wies sie sich mit einem ungarischen Reisepass aus. Mit geschultem Auge stellten die Bundesbeamten fest, dass bei dem Dokument im Bereich des Lichtbildes manipuliert worden war. Die Beamten zeigten die Frau wegen Gebrauchs einer gefälschten Urkunde und des Versuchs der unerlaubten Einreise an. Bei der Vernehmung erklärte die junge Dame, sie sei Syrerin, und bat um Asyl.

Nach ihren Angaben war sie von Syrien auf dem Landweg nach Istanbul gereist und hatte sich dort mehrere Monate unerlaubt aufgehalten. Ein vermutlich irakischer Schleuser habe ihr den gefälschten Pass und das Flugticket besorgt. Er sei es auch gewesen, der sie über die Reise instruiert und ihr Verhaltenstipps gegeben habe. So habe sie unter anderem den Namen in dem ungarischen Pass Buchstabe für Buchstabe auswendig lernen und die Unterschrift üben müssen. Schließlich habe der Schleuser sie nach Ankara beordert, wo er sie nach einem mehrtägigen Hotelaufenthalt zum Flughafen gebracht habe. Mit letzten Instruktionen habe er sie dann auf die Reise nach Deutschland geschickt. Dafür habe sie den Unbekannten mit 5.000 Euro und ihrem Goldschmuck bezahlt.

Die junge Dame wollte ursprünglich von München weiter in die Schweiz, wo sie ihr Ehemann bereits erwartet hätte. Sie hatte dem jungen Mann im April dieses Jahres vor einem Standesbeamten in Syrien das Ja-Wort gegeben, anscheinend in seiner Abwesenheit. Der Syrer sei bei der Zeremonie von einem Rechtsanwalt vertreten worden. Er lebt nämlich bereits seit sechs Jahren als anerkannter Flüchtling in der eidgenössischen Alpenrepublik. Seine Braut kannte er anscheinend nur von Bildern.

Die beiden frisch Vermählten müssen sich auch weiterhin noch gedulden. Erst einmal übergaben die Bundespolizisten die junge Syrerin zuständigkeitshalber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das über ihren Asylantrag und den Antrag zur Familienzusammenführung zu entscheiden hat.
Die Ermittlungen gegen den Schleuser laufen.

cb

Sturmwolken könnten zum Tornado werden

Sturmtief „Xaver“ harmloser als befürchtet!

Orkantief «Xaver» hat in Bayern in der Nacht zum Freitag geringere Schäden angerichtet als befürchtet. Die Sturmböen stürzten Bäume und Bauzäune um, Polizei und Feuerwehr waren landesweit im Einsatz. Verletzt wurde jedoch niemand. Größere Schäden blieben aus. In der Oberpfalz und vom Allgäu über die Zugspitze bis nach München brachte «Xaver» laut Deutschem Wetterdienst bis zu fünf Zentimeter Schnee.

Der Wetterdienst meldete in Chieming (Landkreis Traunstein) Böen mit Windgeschwindigkeiten von 108 km/h. In Hohenpeißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) wurden Geschwindigkeiten von 101 km/h gemessen, in München 79 km/h.

In der Oberpfalz fiel in Erbendorf und Kemnath (Landkreis Tirschenreuth) und in Undorf (Landkreis Regensburg) am Donnerstagabend für kurze Zeit der Strom aus. In Kemnath wurden Buden des Weihnachtsmarktes beschädigt. Auf der Bundesstraße B16 bei Abensberg (Landkreis Kelheim) fuhren zwei Autos in einen umgestürzten Baum; die Insassen blieben unverletzt.

Der Bahnverkehr in Bayern war nicht beeinträchtigt. Am Donnerstag waren am Münchner Flughafen 60 Flüge gestrichen worden, weil in Norddeutschland, Skandinavien und den Beneluxländern «Xaver» bereits tobte.

Der Höhepunkt des Sturmes müsste laut Wetterdienst nun überschritten sein. «Der Wind bleibt dennoch ruppig», sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Mit teilweise heftigen Schneeschauern und Schneeverwehungen in den Bergen sei noch zu rechnen.

 

dpa/cb

Schlimmer Welpen-Fund am Flughafen!

Am Münchner Flughafen wurde am Samstag eine grausame Entdeckung gemacht. Mehrere Transportkisten mit Hundemuttern und deren Welpen sowie drei Katzen wurden darin gefunden. Und das Schlimmste: die Tiere waren fast verhungert und sterbenskrank.

Vor allem den anwesenden Tierärzten bot sich ein schlimmer Anblick. Voller Entsetzen sahen sie die Tiere beim Öffnen der Kisten. Mehrere Hundemütter mit ihren Welpen und drei Katzen. Es könnte sich in diesem Fall um erbarmungslose Welpenhändler halten.

Der Verein „Tierhilfe Phoenix“ aus Rheinland Pfalz konnte dazu beitragen, dass die illegale Fracht entdeckt wurde. Wie die Vorsitzende Edith Lied sagte, hatte der Verein über einen längeren Zeitraum auf Facebook Umtriebe beobachtet, bei denen Unbekannte von den portugiesischen Azoren aus offensichtlich Geld von Tierfreunden abzocken.

Die Methoden sind unterschiedlich: mal wurden die Tiere angeblich vor dem Tod gerettet, mal werden eigenartigen Spendenaufrufe gemacht. Doch in Wahrheit gehe es nur ums Geld, so der Verein. Schließlich hatte „Phoenix“ von dieser Fracht Wind bekommen und schlug schließlich Alarm.

Mittlerweile befinden sich die 23 Hunde und Katzen in einem Riemer Tierheim. Wie schlecht es den Tieren geht zeigt das Beispiel einer Pointer-Hünmdin. Sie wiegt anstatt ihrer 25 Kilo inzwischen weniger als die Hälfte, nur noch zwölf Kilo. Gut möglich, dass das Tier bald sterben muss, weil sein Zustand so schlecht ist, so die Sprecherin des Tierheims Judith Brettmeister.

cb

 

Afghane mit gefälschtem Pass – Bundespolizei deckt Schleusung auf

Bei einer Einreisekontrolle am Münchner Flughafen haben die Bundespolizisten im Terminal 2 einen afghanischen Staatsangehörigen vorläufig festgenommen, weil er sich mit einem gefälschten spanischen Reisepass ausgewiesen hat.

Die Beamten nahmen den Mann mit zur Wache und zeigten ihn wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts an.

Bei der Vernehmung erzählte der Mann, er habe schon mal für sechs Jahre als Asylbewerber in Norwegen gelebt, bevor er dann im November 2009 nach Afghanistan zurückkehren habe müssen. Weil er von den Taliban bedroht worden sei, habe er sich an einen Schleuser gewandt, der ihn nach Europa – genauer gesagt nach Hamburg zu seiner Tante – bringen sollte.

Der Mann kam aus Dubai und wollte über München nach Barcelona fliegen.

Er habe sich mit dem namenlosen Afghanen in einem Einkaufszentrum getroffen, wo er gegen Bezahlung von 20.000 US-Dollar den gefälschten spanischen Pass und „Reisetipps“ erhalten habe.

Zur Sicherung des Strafverfahrens musste er bei den Bundesbeamten 560 Euro hinterlegen.

Der Afghane bat um Asyl. Deshalb übergab die Bundespolizei den 41-Jährigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das über seinen Asylantrag zu entscheiden hat.

 

cb