Tag Archiv: NSU

NSU-Prozess: Vater von Uwe Böhnhardt spricht Opfern Mitgefühl aus

Der Vater des mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt hat den Opfern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ sein Mitgefühl ausgesprochen. Er wolle persönlich sagen, „dass mir das unendlich leid tut, was da passiert ist“, sagte Jürgen Böhnhardt am Donnerstag im NSU-Prozess in München. Er wolle sein „Beileid ausdrücken den Leuten, die Opfer geworden sind von den Uwes“ – und sich bedanken, dass er nicht zur Rechenschaft gezogen, beschimpft oder erpresst worden sei. „Da muss ich Ihnen eigentlich dankbar sein.“
Jürgen Böhnhardt sagte weiter, er könne sich in die Situation der Opferfamilien „reinversetzen“. Sein älterer Sohn Peter sei auch zu Tode gekommen und man habe nie erfahren, wie er gestorben sei.

Über seinen Sohn Uwe sagte Böhnhardt, dieser habe dumme und bösartige Sachen gemacht. „Das ist ja schon gemeingefährlich, was sie gemacht haben.“ Aber Uwe sei ebenfalls tot, der Verlust eines Angehörigen bleibe ewig an einem hängen.

rr/dpa

NSU-Prozess: Vater von Uwe Böhnhardt soll aussagen

Im NSU-Prozess soll an diesem Donnerstag der Vater des mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt als Zeuge vernommen werden. Böhnhardt und sein Komplize Uwe Mundlos hatten sich im November 2011 erschossen, um der Festnahme zu entgehen. Ihnen werden unter anderem zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge zugerechnet. Beate Zschäpe ist als Mittäterin an allen Attentaten angeklagt. Böhnhardts Mutter hat bereits im Prozess ausgesagt. Sie hatte den Behörden eine Mitschuld an der Terrorserie gegeben. Die Eltern hatten auch nach dem Untertauchen der Gruppe Kontakt zu den mutmaßlichen Terroristen gehalten.

rr/dpa

NSU-Prozess: Zeugen zum Polizistenmord geladen

Im 77. Verhandlungstag steht der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn auf der Tagesordnung. Hierzu sollen am Mittwoch mehrere Zeugen und Sachverständige gehört werden. Dabei wird es unter anderem um die Ermittlungen im Umfeld der Beamtin gehen.

Kiesewetter stammte aus Thüringen, sie ging in Oberweißbach zur Grundschule. Nach Berichten über angebliche Verbindungen des Neonazi-Trios nach Oberweißbach vernahmen die Ermittler mehr als 200 Zeugen. Das Bundeskriminalamt kam zu dem Ergebnis: Es gebe keine Hinweise auf eine „wie auch immer geartete“ Vorbeziehung zwischen Kiesewetter und den mutmaßlichen Terroristen.

Die Bundesanwaltschaft hält Kiesewetter und ihren Kollegen Martin A. für „Zufallsopfer“ – die Terroristen hätten sie angegriffen, weil sie als Polizisten für den ihnen verhassten Staat stehen. Die 22-jährige Kiesewetter starb noch am Tatort. Ihr Kollege, damals 24, überlebte schwer verletzt.

rr/dpa

NSU-Prozess: Ehefrau von André E. soll aussagen

Susann E., die Ehefrau des Angeklagten André E. soll heute, im 76. Verhandlungstag, aussagen. Das Paar hielt recht engen Kontakt zu den im Untergrund lebenden mutmaßlichen Neonazi-Terroristen.

Die Angeklagte Beate Zschäpe nutzte zeitweise die Personalien von Susann E.. Diese kann allerdings als Ehefrau des Angeklagten ihre Aussage verweigern. Gegen Susann E. wird wegen Untertsützung des NSU ermittelt.

Außerdem sollen am Dienstag mehrere Zeugen zum Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn 2007 gehört werden. Auch ein Gast des Internetcafés in Kassel, in dem 2006 Halit Yozgat ermordet wurde, ist als Zeuge geladen.rr/dpa

NSU-Prozess: Zeugen zu Mord in Kassel und Brandstiftung

Im 73. Verhandlungstag im NSU-Prozess stehen heute unterschiedliche Themenkomplexe auf der Tagesordnung. Unter anderem soll ein Gast des Internetcafés in Kassel gehört werden, in dem 2006 Halit Yozgat ermordet wurde. Der damals 16-jährige Zeuge saß im hinteren Raum des Cafés am Computer, als Yozgat mit zwei Schüssen getötet wurde. Er hörte einen dumpfen Schlag, sah jedoch nichts von den Tätern.

Zudem wird es heute um den Vorwurf der Brandstiftung gehen. Vor dem Oberlandesgericht München soll  ein Sachverständiger Angaben zu der Kleidung machen, die Beate Zschäpe anhatte, als sie sich der Polizei stellte. An ihren Socken wurden nach der Festnahme Spuren von Benzin festgestellt. Dies ist der Anklage zufolge ein Beleg dafür, dass Zschäpe die gemeinsame Wohnung der NSU-Terroristen in Zwickau in Brand setzte, um Beweise zu vernichten.

rr/dpa

NSU-Prozess: Woher kam Zschäpes AOK-Karte?

In einer langwierigen und zähen Zeugenvernehmung hat das Oberlandesgericht München versucht, die Beschaffung einer Krankenversicherungskarte für Beate Zschäpe aufzuklären.

Der Mitangeklagte Holger G. hatte die AOK-Karte einer Bekannten abgekauft und sie dann an die untergetauchten Neonazis weitergegeben. Am Mittwoch hörte das Gericht nun den Ehemann der Bekannten als Zeugen – den 33-Jährigen Kaufmann Alexander S., der zumindest längere Zeit der rechten Szene in Niedersachsen angehörte.

 
An den konkreten Abend der Übergabe konnte oder wollte der Zeuge sich jedoch nicht erinnern. Es sei ein «feucht-fröhlicher Abend» gewesen, sagte er. Holger G. habe seine Frau gefragt, ob sie ihre Versicherungskarte verkaufen würde. «Meine Frau hat dem zugestimmt, und wir haben 300 Euro dafür erhalten.» An mehr erinnere er sich nicht.

 

Der Zeuge gab zu, dass er in der rechten Kameradschaftsszene aktiv war. «Wir hatten damals eine nationalsozialistische Einstellung.»

 

 

jn / dpa

NSU-Prozess: Vernehmung von Beate Zschäpes Nachbarin unterbrochen

Nach nur wenigen Minuten wurde die Zeugenvernehmung von der ehemaligen Nachbarin Beate Zschäpes unterbrochen. Die 91-Jährige wurde per Vidoeübertragun ins Gericht zugeschaltet, da sie aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Gericht erscheinen kann. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wirkte die Frau desorientiert und konnte weder ihr korrektes Alter noch ihre Adresse sagen. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl hielt es nicht für sinnvoll, die Vernehmung fortzusetzen.

Der Verhandlungstag wurde nach dem Vernehmungsversuch beendet. Der NSU-Prozess wird am 8. Januar 2014 fortgesetzt.

rr/dpa

NSU-Prozess: Nachbarin könnte Zschäpe entlasten

Die Vernehmung der ehemaligen Nachbarin des mutmaßlichen Neonazi-Trios um Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wurde auf heute verschoben. Eigentlich hätte die 91-Jährige bereits am Mittwoch aussagen sollen, wurde aber aus „technischen Gründen“ auf Freitag verlegt.

Die Befragung erfolgt per Videoübertragung, da die Frau aus gesundheitlichen Gründen nicht vor dem Gericht erscheinen kann. Die Nachbarin könnte Beate Zschäpe vom Vorwurf des versuchten Mordes entlasten. Dabei geht es um die Brandstiftung in der Zwickauer Wohnung des „Nationalsozialistischen Untergrund“. Die Anklage wirft Zschäpe vor, sie habe den Tod der Nachbarin und zweier Handwerker in Kauf genommen, als sie das Feuer legte.

Bei eienr Vernehmung hatte die Nachbarin berichtet, jemand habe bei Ausbruch des Brandes bei ihr geklingelt. Als sie die Sprechanlage erreichte, habe sich jedoch niemand mehr gemeldet. Es scheint möglich, dass Zschäpe versucht haben könnte, die Nachbarin zu warnen.

rr/dpa

NSU-Prozess: Vater von Uwe Mundlos wird weiter vernommen

Bereits am Mittwoch wurde der Vater des toten, mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos vernommen. Der ehemalige Informatikprofessor hatte am Mittwoch für einen Eklat gesorgt, als er den Vorsitzenden Richter beleidigte. Daraufhin hatte Richter Manfred Götzl mit Ordnungsmitteln gedroht. In seiner Aussage hatte Siegfried Mundlos dem Verfassungsschutz eine Mitschuld daran gegeben, dass sein Sohn in die rechte Szene abglitt.

Dem sogenannten Terror-Trio wird die Ermordung neun türkisch- und griechischstämmiger Einwanderer und einer deutschen Polizistin zwischen 2000 und 2007 zur Last gelegt. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen sich selbst umgebracht haben. Die einzige Überlebende des Terror-Trios ist Beate Zschäpe, die als Hauptangeklagte angezeigt ist.

 

rr/dpa

NSU-Prozess: Weitere Urlaubsbekanntschaften sollen verhört werden

Heute wird vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Dazu hat das Gericht weitere Urlaubsbekannte der mutmaßlichen Terroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt geladen. Andere Bekannte aus Urlaubszeiten hatten Zschäpe als die „Hauswirtschafterin“ der drei beschrieben, die auch das Geld der Gruppe verwaltete. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle der Hauptangeklagten in der Gruppe. Dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ wird die Ermordung neun türkisch- und griechischstämmiger Einwanderer und einer deutschen Polizistin zwischen 2000 und 2007 zur Last gelegt.

rr/dpa

NSU-Prozess: Ehemalige Nachbarn des Terror-Trios sagen aus

Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München wird heute mit der Vernehmung von ehemaligen Nachbarn der mutmaßlichen Terroristen fortgesetzt. Die beiden Zeugen wohnten einst im gleichen Mietshaus in der Zwickauer Polenzstraße, in dem von 2001 bis 2008 auch die Hauptangeklagte Beate Zschäpe sowie Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zu Hause waren.

rr/dpa

NSU-Prozess: Polizeibeamte sollen als Zeugen vernommen werden.

Heute wird vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess um die Hauptangeklagte Beate Zschäpe fortgesetzt. Das Gericht will zwei Ermittler aus Sachsen und vom Bundeskriminalamt als Zeugen verhören. Dabei geht es zum Beispiel um einen Wasserschaden, den es einst in einem Mietshaus in Zwickau gab, in dem die drei mutmaßlichen NSU-Terroristen – darunter die Hauptangeklagte Beate Zschäpe lebten. Über den Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl, den Verteidiger am vergangenen Donnerstag gestellt hatten, muss das Gericht bis Dienstagvormittag entscheiden.

 

rr/dpa

Zeugenvernehmung beim NSU-Prozess!

Im NSU-Prozess soll am Dienstag erneut der ehemalige Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas T. als Zeuge vernommen werden. Er saß im hinteren Raum eines Internet-Cafés in Kassel am Computer, als die Neonazi-Terroristen dort im April 2006 den 21-jährigen Halit Yozgat ermordeten. Die Anwesenheit des Verfassungsschützers war Anlass für Spekulationen, zumal T. sich nicht als Zeuge bei der Polizei meldete.

In seiner ersten Vernehmung vor dem Oberlandesgericht München Anfang Oktober hatte er gesagt, er habe nichts von dem Mord mitbekommen. Er habe sich auch später nicht als Zeuge gemeldet, weil er fürchtete, seine Frau könnte von seinen Besuchen in Flirtforen erfahren. Der Vorsitzende Richter hatte deutlich gemacht, dass er die Erklärung für nicht sehr überzeugend hielt.

Dem «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) werden zehn Morde zur Last gelegt, neun Opfer hatten türkische oder griechische Wurzeln. Beate Zschäpe, die derzeit in München vor Gericht steht, ist als Mittäterin an allen Anschlägen angeklagt. Sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt haben.

 

dpa/cb

NSU-Prozess: Cousin von Beate Zschäpe soll weiterhin vernommen werden

Bereits am Mittwoch wurde der Cousin von Beate Zschäpe, Stafan A., im NSU-Prozess vernommen. Nach mehr als sechs Stunden wurde die Befragung des 39-Jährigen unterbrochen. Heute wird sie vor dem Oberlandesgericht München fortgesetzt. Zschäpe und ihr Cousin wuchsen zusammen in Jena auf und waren Teil derselben Jugendclique.

 

rr/dpa

 

Hier eine Zusammenfassung der ersten Befragung von Stefan A., sowie zur Aussageverweigerung von Beate Zschäpes Mutter:

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NSU-Prozess: Mutter von Beate Zschäpe soll als Zeugin vernommen werden

Im NSU-Prozess soll heute die Mutter der Hauptangeklagten Beate Zschäpe als Zeugin vernommen werden. Sie bekam ihre Tochter bereits während des Studiums. Das Verhältnis zwischen den beiden soll schwierig sein. Der Kontakt zum Vater brach schnell ab. Die Bindung zur Großmutter hingegen soll enger sein.

Beate Zschäpes Mutter kann die Aussage verweigern, da sie eine Angehörige der Angeklagten ist. Im Ermittlungsverfahren hatte sich die studierte Zahnärztin jedoch geäußert.

rr/dpa

NSU-Prozess: Urlaubsbekannte sagen aus

Am Dienstag wurden vor dem Oberlandesgericht München Urlaubskekannte der mutmaßlichen Neonaziterroristen verhört. Sie beschreiben die drei als freundlich, kinderlieb und immer zu einem Spaß aufgelegt.

Die Zeugen haben Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt 2007 im Sommerurlaub auf einem Campingplatz auf der Insel Fehmarn an der Ostsee kennengelernt. Die drei hatten die Zeugen angesprochen weil sie noch Partner beim Doppelkopf suchten. „Wir haben nebeneinander gewohnt, Wohnwagen an Wohnwagen“, berichtete Zeugin Karin M. vor Gericht. Es entwickelte sich eine rege Bekanntschaft. „Wir hatten jeden Tag Kontakt“, sagte M.s Ehemann Christian. „Irgendetwas hat man schon zusammen gemacht.“ Jedoch wussten die Zeugen nicht, dass es sich bei den drein um Neonazis handelt.

Über mehrere Jahre trafen sie diemutmaßlichen Terroristen jeden Sommer auf demselben Campinplatz. Jedoch benutzen die drei nicht ihre echten Namen. „Gerry“, „Mayx“ und „Lise“ nannten sie sich.

Die Zeugen beschrieben Beate Zschäpe als die „Hauswirtschafterin“ der drei, die auch das Geld der Gruppe verwaltete. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle der Hauptangeklagten innerhalb der Gruppe. Ob es jemanden gab, der in der Gruppe den Ton angab, wollte der psychiatrische Sachverständige Henning Saß wissen. „Es war ausgeglichen“, meinte Karin M. „Max“ habe den Ton angegeben, wenn es um Sport ging, „Gerry“, wenn es um Handwerkliches ging, „Lise“ beim Essen und Kochen.

Es sei ein Schock für Familie M. gewesen als im November 2011 der „Nationasozialistische Untergrund“ aufflog. „Ich war platt, ich hätte es im Leben nicht geglaubt, und ich glaube es noch immer nicht“, sagte Karin M. „Ich hätte mir nicht vorstellen können, wie man sich so täuschen kann.“

rr/dpa

NSU-Prozess: Urlaubsbekanntschaften sollen vernommen werden

Am 60. Verhandlungstag im NSU-Prozess will das Gericht Urlaubsbekanntschaften der mutmaßlichen NSU-Terroristen, Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, vernehmen. Die Zeugen hatten angegeben, dass die drei immer bar bezahlten und Beate Zschäpe das Geld verwaltete. Für die Bundesanwaltschaft ist dies ein Indiz für die wichtige Rolle Zschäpes innerhalb der Gruppe.

rr/dpa

NSU-Prozess: Nachbarin von Zschäpe soll per Video befragt werden

Die Nachbarin der Hauptangeklagten Beate Zschäpe soll möglicherweise per Video vernommen werden, dies erklärte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Donnerstag im NSU-Prozess. Die 91-Jährige könnte mit ihrer Aussage Zschäpe in einem Punkt entlassen. Allerdings ist es ihr aus gesundheiltichen Gründen nicht möglich, zur Verhandlung in München zu erscheinen.

Die Zeugin wohnte neben den mutmaßlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ in Zwickau. Sie war zu Hause, als – laut Anklage – Beate Zschäpe am 4. November 2011 die Wohnung des Terror-Trios in Brand setzte. Die Bundesanwaltschaft wirft Zschäpe versuchten Mord vor, weil sie das Leben der betagten Frau riskiert habe.

Die Nachbarin hatte allerdings bei der Polizei angegeben, dass bei ihr an der Tür geklingelt wurde, jedoch niemand über die Sprechanlage zu hören war. Sollte sich herausstellen, dass Beate Zschäpe versuchte, die Frau zu warnen, könnte sich das in diesem Punkt entlastend für die Hauptangeklagte auswirken.

rr/dpa

NSU-Prozess: Waffenexperte soll aussagen

Der 50. Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht dreht sich im die Mordwaffe der Marke „Ceska“. Mit ihr erschossen die Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds neun Geschäftsleute. Die Pistole gilt als Markenzeichen, da die Täter keine Bekennerschreiben hinterlassen hatten. Durch die Geschosse konnte daher ein Zusammenhang zwischen den Mordanschlägen hergestellt werden.

Am Donnerstag will das Oberlandesgericht München einen Sachverständigen des BKA zu den waffentechnischen Untersuchungen befragen. Außerdem will das Gericht unter anderem Experten zur Rekonstruktion des Mordes an Ismail Yasar im Jahr 2005 in Nürnberg hören.

 

rr/dpa

NSU-Prozess: Zeugen zum Mord an Imbissverkäufer in Rostock

Zum 49. Mal wird vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess verhandelt. Das Gericht will insgesamt sechs Zeugen zum Mord an Mehmet Turgut in Rostock hören. Die ANgeklagten Uew Böhnhardt und Uwe Mundlos sollen den 25-Jährigen am 25. Februar 2004 in einem Kebab-Stand erschossen haben.

Insgesamt neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft und eine deutsche Polizisten sollen den Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ ermordet haben.

rr/dpa

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