Tag Archiv: Obdachloser

Versuchter Totschlag – 31-Jähriger prügelt auf 69-Jährigen an der Isar ein

Ein 69-jähriger Münchner ist Opfer eines Gewaltausbruchs eines 31 Jahre alten Mannes geworden. Zuvor hatte der 69 Jahre alte Münchner dem jüngeren Mann geholfen, als dieser reglos am Boden lag. Wenig später eskaliert die Situation und der 31-Jährige schlägt und tritt gezielt gegen den Kopf des Älteren. Der 69-Jährige muss ins Krankenhaus.

An der Reichenbachbrücke, nahe der Isar, ist am Freitag, den 22. März, ein 69-jähriger Münchner unterwegs, als er einen jüngeren Mann am Boden liegen sieht. Gegen 20.10 Uhr
leistet der 69-Jährige Erste Hilfe, während eine andere Person den Notarzt verständigt. Bei dem zunächst hilflosen Mann handelt es sich um einen 31-jährigen Obdachlosen Bulgaren.  Nachdem der Notarzt außer einer Alkoholisierung keinerlei Erkrankungen feststellte, waren keine weiteren ärztlichen Maßnahmen notwendig.


Helfer wird zusammengeschlagen

Der 69-Jährige begleitete den 31-Jährigen zu einer Parkbank, um ihn nicht hilflos alleine zu lassen. Dort kam es zu einem Streit zwischen den beiden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand schlug der 31-Jährige daraufhin auf den 69-Jährigen mit den Fäusten ein und brachte ihn zu Boden. Dort trat er mehrmals mit den Füßen gegen den Körper und gezielt gegen den Kopf des 69-Jährigen. Der 31-Jährige hörte erst auf, als er von anderen Personen weggezogen wurde. Bei der Tatausführung trug er Arbeitsschuhe mit Stahlkappen.


Täter flüchtet, Opfer muss ins Krankenhaus

Der Täter flieht und wird kurze Zeit später durch eine Sofortfahndung von der zwischenzeitlich alarmierten Polizei festgenommen. Der 69-Jährige wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort wurden diverse Verletzungen am Kopf und mehrere Prellungen diagnostiziert. Eine konkrete Lebensgefahr lag nicht vor, ein stationärer Aufenthalt war jedoch erforderlich.

 

Haftbefehl gegen 31-Jährigen

Gegen den 31-Jährigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I am 25.März durch den zuständigen Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Die weiteren Ermittlungen werden durch das für Tötungsdelikte zuständige Kommissariat 11 geführt.

 

Polizeieinsatz mitten in der Natur., © Symbolfoto

Obdachloser totgeprügelt – 9 Jahre Haft für Täter

Im Streit um Pfandflaschen wurde ein behinderter Obdachloser an der Isar 2014 in München zu Tode geprügelt. Der Haupttäter wurde jetzt mit neun Jahren Haft bestraft – allerdings nicht wegen Mordes, sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

 

München (dpa/lby) – Den gewaltsamen Tod eines behinderten Obdachlosen in München muss ein 42 Jahre alter Mann mit neun Jahren Haft büßen. Das Münchner Schwurgericht sprach den Mann am Mittwoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig und folgte damit weitgehend dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen lebenslange Haft wegen Mordes beantragt. Ein zweiter Angeklagter erhielt neun Monate Haft ohne Bewährung wegen unterlassener Hilfeleistung. Ein dritter Beteiligter ist inzwischen verstorben.

Im Streit um Pfandflaschen war es im August 2014 auf einer Isar-Insel in München zu dem folgenschweren Streit gekommen. Das 50 Jahre alte Opfer erlitt durch die vielen Schläge – mindestens vier Dutzend laut Anklage – zahlreiche Rippenbrüche. Eine Rippe bohrte sich in die Lunge, was letztlich zum Tode führte. Der 42-Jährige hatte vor Gericht angegeben, mit den Händen auf den Mann eingeschlagen zu haben.

 

 

Das Gericht folgte in seinem Urteil weitgehend dem zweiten Angeklagten, der vor Gericht angegeben hatte, das schreckliche Geschehen untätig verfolgt zu haben. Haupttäter sei der 42-Jährige gewesen. Zwar habe dieser den Tod des Opfers zumindest in Kauf genommen, ein Tötungsvorsatz sei ihm aber nicht nachzuweisen.

Mann schlägt Blumenverkäuferin am Münchner Hauptbahnhof

Ein 49-Jähriger Obdachloser ohrfeigte am Mittwochabend eine Blumenverkäuferin am Hauptbahnhof in München und wurde infolgedessen verhaftet.

Gegen 17:20 Uhr beschädigte der Mann nahe dem Haupteingang im Außenbereich eines Blumengeschäftes eine Pflanze. Er brach grundlos einen größeren Ast ab. Die 49-jährige Verkäuferin, die dies aus dem Geschäft heraus beobachtet hatte, ging zu dem Mann, sprach ihn an und bat ihn, das sein zu lassen. Noch bevor sie ausgesprochen hatte, schlug der Italiener ihr mit der rechten flachen Hand ins Gesicht. Eine Streife der Bundespolizei beobachtete die Ohrfeige und schritt sofort ein.

 

Angreifer wurde schon mit Haftbefehl gesucht

Bei der Überprüfung der Daten des Wohnsitzlosen stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I wegen Körperverletzung vorlag. Er war zu einer Geldstrafe (260 Euro), ersatzweise zu zehn Tagen Haft, verurteilt worden.  Der Mann, den nun erneut eine Strafanzeige wegen Körperverletzung erwartet, wurde der Justizvollzugsanstalt zugeführt. Der harte Schlag gegen die Wange führte zu einem Pfeifen und Gribbeln im linken Ohr der 49-Jährigen.

 

mt / Bundespolizei