Tag Archiv: ÖPNV

Verdi Streik bei der MVG - Die streikenden Mitarbeiter

MVG-Tarifstreit geht weiter: Droht nun der nächste große Streik?

Im Münchner Nahverkehr könnte es schon bald zu erneuten Streiks kommen. Nach langen Gesprächen gab es zwar ein Angebot der Arbeitergeber, für die Gewerkschaft ver.di ist dies aber immer noch zu wenig Verbesserung für die Beschäftigten. Kommt es zu keiner Einigung ist klar: „Die Warnstreiks im Nahverkehr werden ausgeweitet“, erklärte der Verhandlungsführer von ver.di Bayern, Norbert Flach.

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Bus der MVG in München unterwegs.

Sommerferien: Bus statt Tram bei der MVG

In den Sommerferien erneuern die Stadtwerke München (SWM) weitere Streckenabschnitte im Tramnetz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Auf Teilstrecken der Linie 17, nämlich zwischen Romanplatz und Amalienburgstraße, sowie der Linien 27 und 28, nämlich zwischen Send-linger Tor und Kurfürstenplatz, fahren daher von Mittwoch, 30. Juli, bis ein-schließlich Montag, 15. September, Busse statt Trambahnen. In den ersten Tagen der Sommerferien ist außerdem eine Umleitung bei den Linien 19, 20 und 21 im Bereich Hauptbahnhof/Stachus erforderlich.

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Wärmebildkamera aufnahmen mann auf gleisen, © Wärmebildkamera: Mann auf Gleisen

Menschen auf den Bahngleisen: Sperrungen!

Einige S-Bahnen mussten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag warten oder ganz ausfallen, weil sich mehrere Menschen in den Tunneln oder an den Zügen aufgehalten hatten.

 

Hoffentlich keine Trendsportart: S-Bahn-Surfen

Zuerst erreichte die Polizei am Donnerstag Abend kurz vor zehn Uhr ein Anruf, dass ein Zeuge einen blinden Passagier gesehen haben soll, der sich hinten an einem Zug der Strecke S8 festgehalten hatte und sich so befördern ließ.

Die Bundespolizei hatte die S-Bahn-Strecke Richtung Johanneskirchen sofort gesperrt.

Am Ostbahnhof war für den Zug, an dem der Anrufer den Surfer gesehen hatte, erstmal Endstation. Den Mann, der sich an den Zug gehängt hatte, konnte die Bundespolizei aber zunächst nicht finden.

Deswegen startete der Hubschrauber und suchte das Gebiet rund um den Ostbahnhof mit einer Wärmebildkamera ab und Beamte liefen die Strecke entlang. Den S-Bahn-Surfer konnten sie aber nicht ausfindig machen. Zumindest hat er offensichtlich auch keinen Unfall verursacht.

 

Spaziergang im S-Bahn-Tunnel

Nicht einmal eine Stunde später, um 23 Uhr, musste die Polizei wieder ausrücken.

Diesmal hatte eine Frau am Hauptbahnhof sich an der Absperrung am Ende des Einstiegsbereiches vorbeigemogelt und sich zu einer Erkundungstour in der Dunkelheit des Tunnels aufgemacht.

Warum sie auf diese lebensgefährliche Idee gekommen war, konnte nicht ermittelt werden, die Polizei hat die 38 Jahre alte Frau aber erwischt, als sie an der Station Hackerbrücke wieder aus dem Tunnel herauskam.

Jetzt gibt es für sie eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit.

 

Noch ein Tunnelforscher

Wieder nur knapp zwei Stunden später, um ein Uhr vierzig hat ein Zugführer der S-Bahn der Bundespolizei gemeldet, dass eine Person in der Nähe des Bahnhof Petershausen herumläuft.

Die Folge: Ein weiterer Einsatz, diesmal mit mehreren Polizisten und einer Hundestaffel und eine Sperrung des Bahnhofs, sowohl für S-Bahn als auch für Fernzüge. Die Person konnte allerdings nicht ausfindig gemacht werden.

 

Die Polizei warnt

Mit Alltagserfahrung ist die Gefahr nicht zu erfassen. Ein Zug, der sich mit 160 km/h nähert, benötigt nur 2,27 Sekunden für 100 Meter. Richtungswechselnder Eisenbahnverkehr oder veränderte Wettersituationen stellen eine oft nicht abschätzbare Gefahr dar. Beim Klettern auf Waggons kann es zu Spannungsüberschlagen durch die 15.000-Volt-Oberleitung kommen, so warnt Simon Hegewald, Sprecher der Bundespolizei.

 

adc / BuPol

 

München: Erstmal kein MVG-Fahrer-Streik

Fahrgäste der Öffentlichen Verkehrsmittel in München können zunächst aufatmen, da ver.di die für Mittwoch angesetzten Streiks bei U-Bahn, Bus und Tram zunächst abgeblasen hat.

 

Arbeitgeber unter Druck

Was die Gewerkschaft da für München geplant hat, hatte zuvor schon in Nürnberg und Regensburg ein absolutes Chaos im Verkehr verursacht.

Den kompletten öffentlichen Personennahverkehr wollten die Streikenden lahm legen.

In München hätte das unweigerlich vor allem im Berufsverkehr am Morgen und am Abend zu kaum vorstellbaren Zuständen, sowohl auf den Schienen als auch auf den Straßen geführt.

Jetzt scheint dieses Chaos aber erstmal abgewendet:

Der Arbeitgeberverband KAV habe sich zu weiteren Verhandlungen bereiterklärt, sagte der zuständige Verdi-Sekretär Franz Schütz am Dienstag in München.

Die Gerwerkschaft will bei der neuen Verhandlungsrunde ein deutlich besseres, neues Angebot der Arbeitnehmer sehen, sonst scheint der Streik trotzdem unausweichlich.

 

Für eine Hand voll Euro mehr

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften dbb Tarifunion und Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bislang bieten diese rückwirkend vom 1. Juni an 3 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 90 Euro im Monat. Zum 1. Juni 2015 soll es ein weiteres Plus von 2,4 Prozent geben. Verdi hingegen verlangt, alle Entgelte um einen Sockelbetrag von 120 Euro zu erhöhen und zusätzlich bei einer Laufzeit von einem Jahr die Löhne und Gehälter um 4 Prozent anzuheben. Die Nahverkehrsgewerkschaft in der dbb Tarifunion will eine feste Erhöhung aller Entgelte um 100 Euro pro Monat, danach soll ebenfalls für nur ein Jahr eine Erhöhung von 3,5 Prozent greifen.

adc / dpa

 

München: MVG-Mitarbeiter streiken am Freitag

Am Freitag, den 27. Juni 2014 wird es einen groß angelegten Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr in München geben.
Das hat die Gewerkschaft ver.di angekündigt.

In diesen Bereichen dürfen sich Fahrgäste auf Ausfälle des Service und Verzögerungen einstellen:

– Abonnement-Vertrieb der MVG
– Sachbearbeitung von Kontrollbeanstandungen
– MVG-Hotline
– MVG-Kundencenter am Marienplatz und Hauptbahnhof
– Automaten-Entstörungsdienst und Automaten-Werkstätte
– Straßenbahn-Werkstätte
– Fahrkartenkontrolleure

Die MVG ärgert sich über den Streik, da die Arbeitgeber im Öffentlichen Personennahverkehr eigentlich gehofft hatten, dass ver.di das Angebot, auf das sich Gewerkschaften und Arbeitgeber im öffentlichen Dienst geeinigt hatten, übernehmen würde.

„Das Angebot, die von Verdi ausgehandelte Tariferhöhung im öffentlichen Dienst Deutschlands auch für den öffentlichen Nahverkehr in Bayern zu übernehmen, ist fair und akzeptabel. Wir appellieren erneut an alle, sich das Verhandlungsergebnis für den gesamten öffentlichen Dienst in Deutschland nochmals genau anzusehen: Es ist – da zitieren wir die Gewerkschaften – ein ,sehr gutes Ergebnis‘, genau das bieten auch Ihnen die Arbeitgeber im Nahverkehr an. Mehr kann und wird es aber mit Sicherheit nicht geben, ob mit oder ohne Streiks.“, sagte SWM-Geschäftsführer Personal, Werner Albrecht im Vorfeld des Streiks.

 

Das wird dauern…

Über den geplanten Warnstreik der Mitarbeiter im Schienennetz werden sich ab morgen wahrscheinlich auch die Kunden der MVG ärgern.

Im Berufsverkehr – wo es ohnehin öfter als den Fahrgästen lieb ist, zu Störungen kommt – wird es wohl Verzögerungen geben.

Die MVG dazu:

„Die Erklärungen zum unsinnigen Streik werden immer unsinniger: ver.di erklärt, nicht die Kunden treffen zu wollen – und bestreikt die Kundencenter! Diese sind, das besagt schon der Name, für die Kunden da! Wann endlich kapieren die Aktivisten: Die MVG gehört nicht Aktionären, denen man mit Streik wirtschaftlich schaden kann, sondern den Bürgern dieser Stadt. Wir bewirtschaften ausschließlich das Geld unserer Fahrgäste, nur diese tragen daher die finanziellen Schäden durch weitere Streiks.“, so der Geschäftsführer.

 

…aber es rollt.

In der offiziellen Mitteilung der MVG steht jedoch nichts davon, dass Züge oder Busse bestreikt werden.

Wenn ein Fahrgast also nicht gerade Probleme beim Ticketkauf oder Unklarheiten bezüglich seines Reiseplans hat, dürften die Chancen gut stehen, dass der Arbeitsbeginn nicht nach hinten verschiebt.

adc / mvg

Bus der MVG in München unterwegs.

Fürstenfeldbruck: Haben MVG-Kontrolleure Schwangere gewürgt?

Das ist einmal ein Vorwurf, der es in sich hat:

Fahrkartenkontrolleur im Öffentlichen Personennahverkehr in und um München gehört sicher nicht zu den Jobs, den man sich aussuchen sollte, wenn man es auf allgemeine Beliebtheit angelegt hat.

Sollten aber die Vorwürfe stimmen, die eine 38 Jahre alte werdende Mutter gegen zwei Kontrolleure der MVG erhebt, dann ist Beliebtheit nun wirklich das Letzte, was die beiden erwarten könnten:

 

Wegen angeblichen Schwarzfahrens gewürgt!

 

Was genau vorgefallen ist:

Die 38-Jährige Monika B. beobachtete nach eigenen Angaben zunächst einen Streit zwischen einem anderen Fahrgast, einem der beiden Kontrolleure und dem Fahrer von dem Bus, mit dem die in der achten Woche Schwangere ins Krankenhaus fahren wollte.

Da sollen bereits üble Beschimpfungen geflogen sein.

Dann wollte Monika B. in den Bus einsteigen. Darauf soll der Fahrkartenkontrolleur sich ihr in den Weg gestellt haben und wollte ihr Ticket sehen.

Die werdende Mutter sagte ihm, sie wolle das Ticket gerade beim Busfahrer kaufen, worauf der sichtlich gereizte Fahrkartenkontrolleur ihren Personalausweis sehen wollte.

Monika B. sah das aber nicht ein – immer hin habe sie nichts unrechts getan.

Als der Bus vor dem Krankenhaus zum stehen kam, stieg die Schwangere aus und wurde – nach eigenen Angaben – dann von dem Fahrkartenkontrolleur und einer Kollegin angegriffen.

Die beiden sollen sie gewürgt und auf eine Bank geworfen haben- wegen Schwarzfahrens.

 

Die Polizei kommt – und hört verschiedene Stories

 

Sowohl die Schwangere Frau als auch die Kontrolleure erstatteten Anzeige:

Gegen die Kontrolleure wegen Körperverletzung, gegen Monika B. wegen Schwarzfahrens und Beleidigung.

Von Seiten der MVG heißt es, es gäbe keinen Grund, der Unschuldsbehauptung der Fahrkartenkontrolleure nicht zu glauben, da es gegen die beiden vorher noch nie Beschwerden  gegeben habe.

Die beiden Kontrolleure selbst sagen, sie hätten die schwangere Frau nicht am Fahrkartenkauf gehindert und dann attackiert, sondern Monika B. hätte den Kauf ihres Tickets immer weiter aufgeschoben, bis sie an ihrem Zielort angekommen war.

Ob die werdende Mutter sich hier ein Ticket sparen wollte, oder ob es einfach das erste Mal war, dass die beiden Kontrolleure handgreiflich wurden – die Ermittlungen laufen.

adc

Durch Vandalismus entsteht ein hoher Schaden für die MVG, © Symbolfoto

München MVG: Vandalismus im Wert von 2 Millionen Euro

Die Schäden durch Vandalismus in Zügen, Bussen,  Straßenbahnen und an Bahnsteigen haben die Münchner Verkehrsgesellschaft, MVG, im vergangenen Jahr über 2 Millionen Euro gekostet.

2,1 Millionen Euro Reparaturkosten bedeuten rund 12 Prozent mehr Ausgaben für die Wiederinstandsetzung von Schäden durch Vandalen im Vergleich zum Jahr 2012.

Vor zwei Jahren musste die MVG rund 1,9 Millionen Euro zahlen.

Die Zahlen aus 2013 sind aber nicht zu hundert Prozent mit den restlichen Jahren vergleichbar, da die MVG  allein für eine Sonderaktion, bei der die Verkehrsgesellschaft alle beschädigten Sitzbänke erneuert hat, Mehrausgaben hatte.

Rund 80 Prozent der Schäden betreffen die U-Bahn. Das macht rund 1,8 Millionen für Schäden im unterirdischen Bereich.

Das waren etwa 12 Prozent bzw. 200000 Euro mehr als in 2012.

 

Oben wird es besser

Erfreulich für die MVG: Sachbeschädigungen in den Bussen und in der Tram sind weiter rückläufig.

Schon seit 2011 sinkt die Zahl von Vandlismus-Aktionen. In diesem Jahr sanken die Schäden im oberirdischen Verkehr um 37 Prozent auf rund 1900000 Euro.

An den Fahrkarten-Automaten und anderen Geräten verursachten Vandalen einen Schaden von rund 150000 Euro im Jahr 2012.

 

Vandalismus lohnt nicht

Rund 2000 Fälle von Vandalismus meldete die MVG bei der Polizei im vergangenen Jahr, 80 Täter konnten geschnappt werden. Viele von denen waren vor allem für Graffitti-Schäden verantwortlich.

In jedem Fall sollten die Täter Schmierereien oder Zerstörungen unterlassen. Oftmals kommt ihnen die Polizei noch nach Monaten auf die Schliche, wenn sie sich schon wieder sicher fühlen. Dann können oft auch mehrere Straftaten ein und dem selben Täter oder der gleichen Tätergruppe zugeordnet werden.

adc / mvg