Tag Archiv: Olympia

Der neue Chef in München: So ist Dieter Reiter

Wenn es am 20. September 2014 auf dem Oktoberfest wieder heißt „o’zapft is„, dann gibt es wieder zwei Wochen Wiesn, wie man sie in München halt gewohnt ist… fast.

 

Denn der Mann, der das erste  Fass in diesem Jahr anschlägt, wird nicht mehr der gleiche sein wie die letzten 20 Jahre.

 

Dieter Reiter von der SPD hat die OberbürgermeisterStichwahl für sich entschieden.

Mit seinem Sieg bei der Wahl mit 56,7 Prozent der Stimmen hat er sich gegen seinen Kontrahenten von der CSU, Josef Schmid, durchgesetzt.

 

Und das ist er, der neue Chef im Münchner Rathaus:

Geboren ist Dieter Reiter am 19. Mai 1958 im schwäbischen Rain. Zugroaßter ist er also, lebt aber schon seit seinem zweiten Lebensjahr in München.

Nach dem Abitur geht es für Dieter Reiter zum Studium an die FH nach Hof an der Saale. 1981 macht er in Franken seinen Abschluss als Diplom – Verwaltungswirt für Verwaltung und Rechtspflege.

Danach ging es für Dieter Reiter zurück nach München:

Da arbeitet er sich zunächst bis zum Leiter des Kassen- und Steueramtes nach oben.

2009 trat er dann seine jüngste Stelle als Leiter als Referent für Arbeit und Wirtschaft an.

Am 1. Mai 2014 wird er nun neuer Oberbürgermeister der Stadt München.

 

 

Der Mensch Dieter Reiter

…ist musikalisch.

Wie im Video – Link oben zu sehen, spielt er Gitarre und hat das sogar eine ganze Weile zusammen mit Hep Monatzeder in einer Band getan.

Als passionierter Gitarrist ist sein Lieblingsmusiker der legendäre Mark Knopfler, der bei den Dire Straits die Saiten zupfte.

Außerdem fährt der neue Oberbürgermeister gerne in Urlaub – nicht nach Rhodos, sondern am liebsten in den Norden – Sankt Peter Ording zum Beispiel.

Das tut er allerdings nicht mit dem Auto, ein solches besitzt er nämlich gar nicht. Viel lieber radelt Dieter Reiter zur Arbeit und zurück.

Als Münchner sind seine Lieblings – Mannschaft die Kicker vom FC Bayern – er ist auf Kosten des FCB sogar mal zu einem Spiel nach Wembley eingeladen worden… aber die alten Geschichten soll man ruhen lassen.

…es geht jetzt um die Zukunft:  Für die verspricht Dieter Reiter eine Bewerbung der Landeshauptstadt München um die Olympischen Spiele 2026, verlässlichere S-Bahnen, und noch einiges mehr.

Jetzt darf sich Herr Reiter aber erst einmal für das Oktoberfest fit machen. Da wird er zum nächsten Mal so im Fokus der Medien – auch bundesweit –  stehen, wie bei seiner Wahl.

 

adc / dpa / tm

 

Olympia: Rückkehr der Athleten am 24. Februar

Nach der Landung und der Begrüßung auf dem Rollfeld wird die Olympiamannschaft direkt ins München Airport Center (MAC) gefahren, wo gemeinsam mit dem Fans gefeiert werden soll. Alle Anhänger der Deutschen Olympiamannschaft sind herzlich eingeladen, den Athletinnen und Athleten einen unvergesslichen Empfang zu bereiten.

 

Bereits ab 12.00 Uhr findet ein Bühnenprogramm im Zentrum des MAC neben der Audi quattro Skisprung-Schanze statt, inklusive aller emotionalen und sportlichen Highlights aus Sotschi. Sportmoderator Markus Othmer wird durch das Programm führen. Unterstützt wird er von Andreas Richter, der als Moderator des Deutschen Hauses Sotschi 2014 seine emotionalsten Momente mit der Deutschen Olympiamannschaft beisteuern wird.

 

 

Für alle Autogrammjäger besteht die Möglichkeit, ihren Helden ganz nah zu sein und begehrte Unterschriften einzusammeln.

 

 

 

jn / mh

Endspurt auf Olympia

Nur kurz war die Weihnachtspause, nun wollen die deutschen Rodler auch im Endspurt auf das große Ziel Olympia mächtig auftrumpfen.

 

Kurz und knapp fiel der Start ins Olympia-Jahr aus, richtig feiern wollen die deutschen Rodler aber ohnehin erst bei den Winterspielen. In den Endspurt auf das große Ziel Olympia steht für Olympiasieger Felix Loch & Co. an diesem Wochenende erst einmal der Heim-Weltcup auf der Kunsteisbahn am Königssee an, in den kommenden beiden Wochen erhoffen die deutschen Kufen-Asse in Oberhof und Altenberg weitere Heimspiele.

 

 

Dass «Siegen dahoam» gar nicht so einfach ist, weiß Überflieger Loch nur zu genau. Lange musste der viermalige Weltmeister auf einen Weltcup-Erfolg am Königssee warten, erst vor zwei Jahren stand der Berchtesgadener schließlich auch an seiner Heimbahn ganz oben auf dem Podest. «Königssee ist immer so eine Sache für sich», sagt der 24-Jährige. «Ein Sieg ist unglaublich schwer.»

 

 

Für teaminterne Spannung sorgt das Wettrennen um das letzte Olympia-Ticket der deutschen Rodler. Nach bisher enttäuschenden Auftritten muss der WM-Zweite Andi Langenhan um seinen Start in Sotschi bangen. «Ich weiß nicht, woran es liegt. Es klemmt halt», beschreibt Bundestrainer Norbert Loch die aktuelle Schwächephase des sonst so unbekümmerten Thüringers.

Wer weiß – vielleicht gibt es beim dritten deutschen Männer-Starter neben Loch und Routinier David Möller sogar noch eine Überraschung.

Die Leichtigkeit des Seins erlebte in der ersten Saisonhälfte des Olympia-Winters Seriensiegerin Natalie Geisenberger. Alle fünf Weltcup-Rennen konnte die Weltmeisterin aus Miesbach für sich entscheiden, selbst ein heftiger Infekt konnte die 25-Jährige nicht stoppen. «Ich kann nicht davon ausgehen, dass das immer so weitergeht», weiß Geisenberger jedoch. «Aber ich werde weiter so arbeiten wie bisher.»

Richtig angreifen will Olympiasiegerin Tatjana Hüfner. Lange hatte die 30-Jährige im Vorfeld des Winters mit Rückenproblemen zu kämpfen. «Ein ums andere Mal stand die komplette Olympia-Saison auf der Kippe. Es war teilweise richtig schlimm», blickt Hüfner zurück.

Doch nun ist das Ticket für Sotschi unter Dach und Fach, und die viermalige Weltmeisterin will im Endspurt auf ihre dritten Winterspiele zulegen. «Es ist noch Luft nach oben. Deutlich Luft nach oben», betont sie.

 
Nahezu perfekt lief es bisher für die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt. Vier der fünf Weltcup-Rennen konnte der Bayern-Express gewinnen – und privat durfte Arlt mit der Geburt seiner Tochter wenige Tage vor Heiligabend sogar das größte Glück erleben. Auch Steuermann Wendl durfte sich freuen, er ist nämlich der Patenonkel der kleinen Sophia. «So verbindet uns auch neben dem Sport noch mehr, was uns mit Sicherheit noch mehr stärken wird», erklärten die Weltmeister via Facebook.

 

 

jn / dpa

Reaktionen auf Olympia-Aus in München und Umgebung

Krachender hätte die 0:4-Niederlage für die Olympia-Macher nicht ausfallen können: Alle vier beteiligten Gemeinden stimmten gegen die Winterspiele im Jahr 2022. Haben Politik- und Sportverantwortliche damit gerechnet? Die Reaktionen:

 

Bundesinnenminister Joachim Friedrich äußert Bedauern

 

Der amtierende Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bedauert das bayerische Bürgervotum gegen Olympia. München, Bayern und ganz Deutschland hätten nach Einschätzung des Ressortchefs von einem solchen Großereignis profitiert, sagte Ministeriumssprecher Jens Teschke am Montag in Berlin. Veranstaltungen dieser Größenordnung seien allerdings nicht gegen den Willen der Bevölkerung zu machen. «Aber das Nein zu Olympia 2022 bedeutet nicht das generelle Aus für Olympische Spiele in Deutschland», betonte der Sprecher. «Man muss jetzt alles tun, dass es beim nächsten Mal klappt.»

 

Bayerns Innenminister Joachim Hermann sieht weiterhin Chancen für Sportevents

 

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat enttäuscht auf das Scheitern der Münchner Olympiabewerbung für 2022 reagiert. «Das wäre schon nicht nur für die vier betroffenen Standortgemeinden, sondern insgesamt für uns in Bayern und für Deutschland eine große Chance gewesen», sagte Herrmann im Bayerischen Rundfunk. Das Aus für Olympia bedeute aber nicht, dass in Deutschland überhaupt keine Großprojekte mehr durchsetzbar seien: «Ich würde darin keine generelle Absage sehen. Ich glaube, dass es für andere Ereignisse durchaus wieder Begeisterung geben kann.»

 

Wirtschaftsexperte Erwin Huber: Nein zu Olympia verzögert Verkehrsprojekte

 

Nach Einschätzung des CSU-Wirtschaftsexperten Erwin Huber wird das Olympia-Nein Verzögerungen bei mehreren Verkehrsprojekten in München und Oberbayern nach sich ziehen. «Solche Großveranstaltungen haben normalerweise einen Beschleunigungseffekt», sagte Huber am Montag auf Anfrage. «Dieser Beschleunigungseffekt fällt natürlich weg.» In München geht es dabei um den geplanten zweiten S-Bahn-Tunnel. Im vom Durchgangsverkehr geplagten Garmisch-Partenkirchen hatten die Befürworter auf den Ausbau der Bahnstrecke nach München und den schnelleren Bau mehrerer Bergtunnel gehofft, die die tägliche Blechlawine außen um die Stadt leiten sollen.

 

Münchens OB Christian Ude: Gegner haben den Bogen überspannt

 

«Ich bin der Ansicht, dass es nicht am Konzept gelegen hat. Es ist eher eine zunehmend kritische Einstellung von Bevölkerungsteilen gegen Sport-Großereignisse. Wir haben mit großer Überraschung zu Kenntnis genommen, dass im Landkreis Traunstein, der unbedingt beteiligt werden wollte, die Ablehnung noch größer ausgefallen ist.»

 

 

Ludwig Hartmann, Grünen-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag

 

«Das Votum ist kein Zeichen gegen den Sport, aber gegen die Profitgier des IOC. Ich glaube, in ganz Deutschland sind Olympia Bewerbungen mit dem heutigen Tag vom Tisch. Die Menschen im Ballungsraum München und die Natur in den bayerischen Alpen haben einen wichtigen Sieg errungen.»

 

 

mt / dpa / lby

Noch Plätze frei bei der Olympiapark-Info-Tour 2022

Am Sonntag haben die Bürger das Wort. Dann müssen sie darüber entscheiden, ob sich München, Garmisch-Partenkirchen sowie die Landkreise Berchtesgardener Land und Traunstein um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 bewerben sollen.  Doch was erwartet speziell die Münchner, sollte die Bewerbung am Ende erfolgreich sein? Genau darüber können sich interessierte Bürger/innen quasi vor Ort noch einmal am kommenden Freitag, 8. November 2013, bei der Olympiapark-Info-Tour 2022 informieren.

 

Auf der Rundfahrt wird Arno Hartung, der stellvertretende Geschäftsführer der Olympiapark München GmbH, über das Wettkampfstätten-Konzept und das geplante Olympiadorf informieren. Im Anschluss an die Rundfahrt gibt es im Ehrengastbereich des Olympiastadions weitere Präsentationen zu den Themen Umwelt, Finanzierung und über den Bürgerentscheid.

Wichtig: Für die Teilnahme an der Olympiapark-Info-Tour 2022 ist eine Anmeldung erforderlich, da die Plätze (60 pro Tour) in der Parkeisenbahn begrenzt sind. Anmeldung unter: Besucherservice Olympiapark, Tel: 089-3067-2414 und -2415 oder besucherservice@olympiapark.de. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr und 16.00 Uhr vor dem Olympiaturm.

 

mt

Olympia 22 – Neue Konkurrenz für München

München sieht sich bei seinen Olympia-Ambitionen harter Konkurrenz ausgesetzt. Nach Almaty, Peking und Lwiw will sich auch Oslo um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 bewerben.

Genau eine Woche vor dem Ende der Bewerbungsfrist bestätigten Oslos Olympia-Planer am Donnerstag ihr Vorhaben, das Winterspektakel erstmals seit den unvergesslichen Lillehammer-Spielen 1994 zurück nach Norwegen holen zu wollen.

Die notwendigen Unterlagen für die Kandidatur würden «innerhalb der Frist» beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht, erklärte Ingunn Olsen, eine Sprecherin des Bewerbungskomitees. Bis zum 14. November müssen alle Kandidatenstädte erste Dokumente beim IOC abgegeben haben.

Am Dienstag hatten Peking mit dem 200 Kilometer entfernten Zhangjiakou als Co-Gastgeber und die ukrainische Stadt Lwiw ihre Kandidaturen offiziell bekanntgegeben. Zudem erwägt die polnische Stadt Krakau eine gemeinsame Bewerbung mit der Slowakei. Auf der IOC-Vollversammlung im Juli 2015 in Kuala Lumpur wird der Olympia-Gastgeber in neun Jahren gewählt.

Für diesen Sonntag sind in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden Bürgerentscheide angesetzt, nach denen eine endgültige Entscheidung über eine erneute Kandidatur der Isarmetropole fallen wird.

 

dpa/cb

Bürgerentscheid um Olympiabewerbung 2022 – der Countdown läuft

Am Sonntag wird in den 237 Wahllokalen in ganz München wieder reger Betrieb herrschen. Denn dann wird sich entscheiden, ob sich München mit seinen Partnern Garmisch Partenkirchen, Traunstein und Berchtesgadener Land für die Olympischen Winterspiele 2022 bewirbt. Eine genaue Auflistung der Standorte der Wahllokale gibt’s unter www.wahlamt-muenchen.de.

 

Über 1 000 000 für Bürgerentscheid stimmberechtigt.

 

Am Sonntag sind über 1 000 000 Münchnerinnen und Münchner berechtigt, für oder gegen die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 zu stimmen.

„Auf jeden Fall muss das Quorum erfüllt sein, d.h. mindestens 10 % der Stimmberechtigten müssen sich am Bürgerentscheid beteiligen, also über 126 000 Personen, sonst ist der Entscheid ungültig“, so Daniela Schlegel, Pressesprecherin des Kreisverwaltungsreferats München.

 

Wahllokale am Sonntag durchgängig geöffnet

 

Abstimmen für oder gegen die Olympia-Bewerbung kann man persönlich am Sonntag, die Wahllokale haben durchgängig von 8 bis 18 Uhr geöffnet. „ Es lässt sich auf jeden Fall eine verstärkte Tendenz zur Briefwahl feststellen, da wir schon jetzt wieder einige Anträge auf Briefwahl bekommen haben“, so Schlegel.

 

Tendenz zur Briefwahl steigt

 

Besonders wichtig: die Briefwahlunterlagen müssen in zwei bestimmten Briefkästen eingeworfen werden, damit sie noch rechtzeitig ausgezählt werden können: „Wir haben zwei Sonderbriefkästen aufstellen lassen. Einen am Rathaus vor dem Fischbrunnen am Marienplatz, und einen am Haupteingang des Kreisverwaltungsreferats in der Ruppertstraße.“  Auch hier gilt die Frist Sonntag 18.00 Uhr.

Um seine Stimme abzugeben, muss die Wahlberechtigung vorgelegt werden. Aber auch der Personalausweis ist von Vorteil, v.a. wenn man seine Wahlunterlagen verloren hat.

 

Erstes Stimmergebnis gegen 21.00 Uhr erwartet

 

Erste Werte und Hochrechnungen des Bürgerentscheids zur Bewerbung der Olympischen Winterspiele 2022 werden für 18.30 Uhr erwartet. Entwicklung und erste Ergebnisse sollen gegen 21.00 Uhr folgen. „Unsere Wahlpräsentation beginnt um 18.00 Uhr. Wir haben Bildschirme aufgestellt, auf denen man die Entwicklung nachverfolgen kann. Zusätzlich werden wir drei weitere Bildschirme installieren, um die Auswertungen der Partnergemeinden Garmisch Partenkirchen, Traunstein und Berchtesgadener Land zu erhalten. Diese Informationen werden wir nach und nach sofort in das Internet einspeisen“, so das KVR.

 

Einen vollständigen Bericht zu den Ergebnissen des Bürgerentscheids um die Bewerbung für Olympia 2022, sehen Sie am Montag um 18 Uhr auf münchen.tv. Alle weiteren Informationen finden Sie außerdem im Internet unter www.wahlamt-muenchen.de.

 

 

cb

FC Bayern pro Olympia 2022

„Die Winterspiele würden unserem Land gut zu Gesicht stehen“, erklärte Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern am Donnerstag. Auch Kapitän Phillip Lahm wird beim Bürgerentscheid mit „ja“ abstimmen. „Als gebürtiger Münchner wäre es für mich großartig, Olympische Spiele in meiner Heimatstadt erleben zu dürfen.“
Am 10. November wird in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden abgestimmt. Nur wenn alle vier Bürgerentscheide mit „ja“ gewonnen werden, wird es eine erneute Olympia-Bewerbung geben. Wird auch nur in einem der vier Abstimmungsorte mit „nein“ entschieden, wird es keine Bewerbung geben.
mh / Homepage FCB

Olympia 2022: Großer Andrang zur Abstimmung per Briefwahl

Am 10. November wird ganz München zur Abstimmung gebeten. Beim Bürgerentscheid um die Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022 soll entgültig die Frage geklärt werden, ob die Münchner Olympia in ihrer Stadt wollen oder nicht.

Dass das Thema auf großes Interesse stößt und viele Gemüter aufbrausen lässt, ist hinlänglich bekannt.

 

Bereits über 102 000 Anträge zur Briefwahl sind schon eingegangen. Es sieht alles nach einer ausgesprochen hohen Wahlbeteiligung aus.

Rund 1,1 Millionen Wahlberechtigte gibt es in München, und von denen müssen mindestens 10 Prozent für den Sieger stimmen. Bis jetzt sieht es so aus, als würde das kein Problem darstellen.

 

Während die Befürworter der Winterspiele bereits seit Wochen die ganze Stadt plakatieren, gehen jetzt auch die Gegner in die Offensive. Der Grüne Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann weist auf die hohen Kosten der Bewerbung hin, auf das finanzielle Risiko bei einer Austragung in München und auf die nötigen Eingriffe in die Natur. Außerdem bemängelt er die Dreistigkeit des IOC (international Olympia Commitee); angeblich wollen sie keine Steuern zahlen und alle Gewinne abschöpfen.

 

Die Kosten der Austragung würden laut IOC rund 3,3 Milliarden Euro betragen. 29 Millionen Euro kostet bereits die Bewerbung. Doch auch die Befürworter haben ihre Argumente. Dass die Austragung in München die Wirtschaft ankurbeln würde, steht außer Frage. Auch für den „Team-Spirit“ und das Image Münchens wäre das Event Gold. Mit dem Slogan „Deine Stimme – Deine Spiele“ sollen die Münchner zu einem JA an der Wahlurne bewegt werden.

 

Ob sich die Münchner am 10. November für oder gegen Olympia entscheiden, bleibt abzuwarten. Dass sie überhaupt gefragt werden, sollten beide Seiten als Gewinn betrachten.

 

 

jn

Barcelona zieht Olympiapläne 2022 zurück

„Man kann sich nicht für Olympia bewerben in Zeiten, in denen die staatlichen Gelder gekürzt werden“, so Xavier Trias, der Bürgermeister der katalanischen Stadt am Donnerstag gegenüber dem Sender Catalunya Ràdio. Allerdings sei die Entscheidung noch nicht offiziell, denn zuvor möchte Trias noch mit den Bürgermeistern der Wintersportorte in den Pyrenäen sprechen, die sich an der Bewerbung Barcelonas beteiligen würden.
Damit hätte München für seine mögliche Bewerbung einen potentiellen Gegenkandidaten weniger.
Eine Bewerbung in Erwägung ziehen zudem noch Oslo (Norwegen), Östersund (Schweden), Krakau (Polen) und Lwiw (Ukraine).
Almaty in Kasachstan hat seine Bewerbung bereits bekanntgegeben. Die Frist zur Anmeldung beim IOC endet am 14. November.
Münchens Oberbürgermeister Ude meinte zu Barcelonas Rückzieher: "Ein Verzicht Barcelonas, sich für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 zu bewerben, würde die Chancen einer möglichen Münchner Bewerbung weiter verbessern. Wie München hat auch Barcelona bereits Olympische Sommerspiele ausgerichtet – ohne eine Kandidatur Barcelonas wäre München also der einzige Bewerber, der als erste Stadt in der olympischen Geschichte nach Sommer- auch Winterspiele ausrichten würde. Ich hoffe sehr, dass wir bei den anstehenden Bürgerentscheiden ein positives Votum bekommen, um diese günstige Bewerber-Konstellation nutzen zu können und Olympia zurück nach Bayern zu holen."
mh

Thomas Bach wird als erster Deutscher Präsident des IOC

Mit Thomas Bach ist zum ersten Mal ein Deutscher zum Präsident des Internationalen Olympischen Komitees gewählt worden.
Bei der 125. Vollversammlung des IOC in Buenos Aires wurde der 59jährige in das höchste Funktionärsamt des IOC gewählt. Bereits seit 32 Jahren arbeitet er als Funktionär in der Sportbranche und ist nun ganz oben angekommen.

 

Zur Wahl beglückwünschten auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Ministerpräsident Horst Seehofer. Für die Bewerbung Münchens als Austragungsort der Olympischen Spiele wird ein deutscher IOC-Präsident jedoch keine Auswirkungen haben – schließlich ist er in seinem Amt auch für die transparente und faire Auswahl des Spielorts verantwortlich.

 

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