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Olympia 22 – Neue Konkurrenz für München

München sieht sich bei seinen Olympia-Ambitionen harter Konkurrenz ausgesetzt. Nach Almaty, Peking und Lwiw will sich auch Oslo um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 bewerben.

Genau eine Woche vor dem Ende der Bewerbungsfrist bestätigten Oslos Olympia-Planer am Donnerstag ihr Vorhaben, das Winterspektakel erstmals seit den unvergesslichen Lillehammer-Spielen 1994 zurück nach Norwegen holen zu wollen.

Die notwendigen Unterlagen für die Kandidatur würden «innerhalb der Frist» beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht, erklärte Ingunn Olsen, eine Sprecherin des Bewerbungskomitees. Bis zum 14. November müssen alle Kandidatenstädte erste Dokumente beim IOC abgegeben haben.

Am Dienstag hatten Peking mit dem 200 Kilometer entfernten Zhangjiakou als Co-Gastgeber und die ukrainische Stadt Lwiw ihre Kandidaturen offiziell bekanntgegeben. Zudem erwägt die polnische Stadt Krakau eine gemeinsame Bewerbung mit der Slowakei. Auf der IOC-Vollversammlung im Juli 2015 in Kuala Lumpur wird der Olympia-Gastgeber in neun Jahren gewählt.

Für diesen Sonntag sind in München, Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden Bürgerentscheide angesetzt, nach denen eine endgültige Entscheidung über eine erneute Kandidatur der Isarmetropole fallen wird.

 

dpa/cb

Barcelona zieht Olympiapläne 2022 zurück

„Man kann sich nicht für Olympia bewerben in Zeiten, in denen die staatlichen Gelder gekürzt werden“, so Xavier Trias, der Bürgermeister der katalanischen Stadt am Donnerstag gegenüber dem Sender Catalunya Ràdio. Allerdings sei die Entscheidung noch nicht offiziell, denn zuvor möchte Trias noch mit den Bürgermeistern der Wintersportorte in den Pyrenäen sprechen, die sich an der Bewerbung Barcelonas beteiligen würden.
Damit hätte München für seine mögliche Bewerbung einen potentiellen Gegenkandidaten weniger.
Eine Bewerbung in Erwägung ziehen zudem noch Oslo (Norwegen), Östersund (Schweden), Krakau (Polen) und Lwiw (Ukraine).
Almaty in Kasachstan hat seine Bewerbung bereits bekanntgegeben. Die Frist zur Anmeldung beim IOC endet am 14. November.
Münchens Oberbürgermeister Ude meinte zu Barcelonas Rückzieher: "Ein Verzicht Barcelonas, sich für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 zu bewerben, würde die Chancen einer möglichen Münchner Bewerbung weiter verbessern. Wie München hat auch Barcelona bereits Olympische Sommerspiele ausgerichtet – ohne eine Kandidatur Barcelonas wäre München also der einzige Bewerber, der als erste Stadt in der olympischen Geschichte nach Sommer- auch Winterspiele ausrichten würde. Ich hoffe sehr, dass wir bei den anstehenden Bürgerentscheiden ein positives Votum bekommen, um diese günstige Bewerber-Konstellation nutzen zu können und Olympia zurück nach Bayern zu holen."
mh