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Rentner von Pflegerin im Landkreis Garmisch-Partenkirchen betäubt und ausgeraubt

Ein 86 Jahre alter Mann ist mehrfach Opfer eines Raubes geworden. Der Rentner wurde von seiner Pflegerin betäubt. Danach stahl sie die Kreditkarte des Mannes und hob Geld von dessen Konto ab.

 

Eine 49-jährige Pflegerin hat im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen einen Rentner mehrfach betäubt und anschließend bestohlen. Die gelernte Krankenschwester mischte Beruhigungsmittel in das Wasser des Mannes, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Pflegerin betäubt Rentner und bestiehlt ihn

 

Demnach stahl die Pflegerin die Kreditkarte des schlafenden Rentners. Es bestehe auch der Verdacht, dass die 49-Jährige Bargeld entwendet habe.

Da der Rentner einen komischen Geschmack des Wassers feststellte und nach dem Trinken auffällig oft einschlief, teilte er dies seinen Angehörigen mit, die schließlich die Polizei informierten.

Die Frau sitzt in Untersuchungshaft.

Oberlandesgericht München von außen

„Es war Selbstmord“ – Pflegerin weist Schuld von sich

Eine alte Frau ist im Seniorenheim an einer Überdosis Tabletten gestorben. Hat sich die an beginnender Demenz leidende 81-Jährige das Leben genommen? Eine Reihe von Indizien spricht dagegen. In München muss sich jetzt eine Pflegerin gegen den Vorwurf des Mordes verteidigen.

 

 

Eine ausgebildete Krankenschwester, zuletzt Pflegerin in einem Seniorenheim in oberbayerischen Kreuth, soll einer Bewohnerin im Mai 2012 einen Cocktail aus verschiedenen Medikamenten gewaltsam eingeflößt und sie damit getötet haben. Heimtückischen Mord aus Habgier und zur Verdeckung einer Unterschlagung wirft die Staatsanwaltschaft der Angeklagten vor dem Münchner Schwurgericht vor.

Zum Prozessauftakt am Donnerstag hat die 42-Jährige das Verbrechen bestritten. Die zunehmend demente alte Frau habe sich aus Angst vor der Einlieferung in die Psychiatrie das Leben genommen, beteuerte die Angeklagte. Sie gab aber zu, der Seniorin geholfen zu haben: «Sie hat mir so leidgetan.»

 

Die Anklage geht davon aus, dass die zur Verfügung über ihr Vermögen nicht mehr berechtigte alte Dame der Pflegerin mehrere Schmuckstücke geschenkt hat. Da dies ohne Zustimmung ihres Betreuers erfolgte, habe die 42-Jährige mit Rückforderung des Schmucks rechnen müssen.

Die Angeklagte gab zu, den Schmuck unberechtigt angenommen zu haben. Sie habe das nicht gewollt, aber die alte Dame habe unwirsch auf ihre Weigerung reagiert, sagte die Pflegerin vor Gericht. Im Polizeiverhör hatte sie den Empfang der kostbaren Geschenke geleugnet – «ich hatte Angst, für eine Diebin gehalten zu werden». Der Staatsanwalt wies sie auf den Widerspruch hin und ermahnte sie, ihre Aussage noch einmal zu überdenken, doch die Angeklagte blieb bei ihrer Darstellung.

 

Die 81-Jährige hatte zwei Selbstmordversuche hinter sich, die laut Anklage die Pflegerin zum Mord anregten. Nach dem Umzug ins Heim habe sich der Gemütszustand der alten Frau aber aufgehellt, von Suizid sei keine Rede mehr gewesen – so sieht es die Staatsanwaltschaft. «Sie wollte wirklich aus dem Leben scheiden», versicherte dagegen die Angeklagte.

Das habe die Seniorin ihr gegenüber immer wieder geäußert. Warum außer ihr niemand im Heim einen solchen Todeswunsch gehört habe, wollte der Vorsitzende Richter wissen. Zu ihr habe die alte Dame halt Vertrauen gehabt, erwiderte die Angeklagte. «Es war eine Art Freundschaft zwischen uns entstanden.»

 

 

Der Prozess dauert an.

 

 

 

jn / dpa

Mord im Pflegeheim – Prozessbeginn am 9. Januar

In einem Altenheim in Kreuth soll eine Pflegehelferin 2012 einer Seniorin einen tödlichen Medikamentencocktail eingeflößt und die Tat als Selbstmord getarnt haben. Die Frau muss sich von diesem Donnerstag (9. Januar) an vor dem Münchner Schwurgericht gegen den Vorwurf des Mordes verteidigen. Als Motiv nimmt die Staatsanwaltschaft Habgier an.

 

Hintergrund:

 

Die Tat war im Mai 2012 durch sämtliche Medien gegangen.

In dem Kreuther Pflegeheim soll eine Pflegerin der dementen Insassin vorsätzlich eine tödliche Kombination aus Medikamenten verabreicht haben.

Die Angeklagte habe die Rückforderung von Goldschmuck befürchtet, den ihr die alte Frau ohne Zustimmung ihres Betreuers geschenkt hatte, so die Anklage.

 

Die demente 81-Jährige hatte aus Angst vor der Unterbringung in der geschlossenen Abteilung eines Heims zwei Selbstmordversuche unternommen. Zwar habe sich zwischenzeitlich ihr Lebensüberdruss gelegt, so die Anklage, ihre Stimmungslage sei jedoch schwankend gewesen, und dies habe die Angeklagte als ihre Pflegerin gewusst. Der 42-Jährigen sei auch klar gewesen, dass die Seniorin ohne Zustimmung ihres Betreuers über ihr Vermögen nicht verfügen konnte. Dennoch habe sie von der Seniorin ein breites Goldarmband und zwei Goldringe angenommen.

Laut Anklage wollte die Pflegehelferin die 81-Jährige in den Selbstmord treiben, um den Schmuck behalten zu können. Sie besorgte sich über ihren Freund, einen Arzt, verschiedene Betäubungsmittel, die sie am 27. Mai 2012 in eine Saftflasche gab. Am folgenden Tag stellte sie der Staatsanwaltschaft zufolge fest, dass die 81-Jährige den Saft nicht angerührt hatte. Sie habe nun der alten Frau die Nase zugehalten und ihr die Giftmischung in den Rachen geschüttet.

Der binnen kurzer Zeit eingetretene Tod des Opfers wurde nicht zuletzt wegen der Vorgeschichte zunächst für Selbstmord gehalten. Seit März 2013 sitzt die Angeklagte in Untersuchungshaft.

Ein Geständnis hat sie nicht abgelegt. Der Indizienprozess gegen sie ist vorläufig auf zehn Verhandlungstage bis zum 22. Januar angesetzt.

 

 

jn / dpa