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Diskussion um Gymnasialreform

Rückkehr zum G9 – Das fordert der Bayerische Philologenverband. Das geht aus den Eckpunkten des bpv für ein „neues neunjähriges Gymnasium“ hervor, die der bpv-Vorsitzende Max Schmidt am Mittwoch in München vorstellte. Der Lehrplan soll demnach vor allem in der Mittelstufe entzerrt werden. Besonders leistungsfähige Schüler sollen das Gymnasium aber wie bisher in acht Jahren durchlaufen können.

 

Auch die Freien Wähler fordern per Volksbegehren eine Teilrückkehr vom acht- zum neunjährigen Gymnasium. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer sprach sich am Mittwoch jedoch gegen eine schnelle Änderung am Gymnasium aus. „Wir werden gar nichts schnell ändern“, so Kreuzer. „Wir werden uns von niemand unter Druck setzen lassen.“ Bayernws Ministerpräsident Horst Seehofer jedoch hatte nach Teilnehmerangaben am Vortag im Kabinett betont, dass die Staatsregierung dem Volksbegehren ein eigenes Konzept entgegensetzen und es Änderungen am G8 geben müsse.

 

rr/dpa

Schulklasse, © Symbolfoto

Bayerischer Philologenverband will G9

Der Bayerische Philologenverband will wieder deutlich mehr bayerischen Gymnasiasten als bisher eine neunjährige Gymnasialzeit ermöglichen. Verbandspräsident Max Schmidt plädierte deswegen am Dienstag für eine Änderung des bayerischen Schulgesetzes, in dem die achtjährige Gymnasialzeit festgeschrieben ist. "Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass man das Erziehungs- und Unterrichtsgesetz ändern muss", so Schmidt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Der Philologenverband will an diesem Mittwoch sein mit Spannung erwartetes G9-Konzept vorstellen.

 

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Schulklasse, © Symbolfoto

Philologenverband sieht keine große Nachfrage nach Flexijahr

An Bayerns Gymnasien hält sich das Interesse am neuen Flexibilisierungsjahr nach dem Eindruck der Lehrer sehr in Grenzen. Es gebe schätzungsweise an der Hälfte der bayerischen Gymnasien mindestens einen interessierten Schüler, so Hans-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Philologenverbands, am Mittwoch in München. „Es werden nicht viel mehr als 300, 400 Schüler sein.“ Gemessen an der Gesamtzahl der Gymnasiasten sei das „recht wenig“. Meidinger war im Landtag zu Gast bei der SPD-Fraktion. Der Sprecher des Kultusministeriums entgegnete, das Flexijahr sei nie für massenhafte Nachfrage gedacht gewesen. „Die große Mehrheit der Schüler kommt am G8 gut zurecht.“

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