Tag Archiv: Politischer Aschermittwoch

Grüne kritisieren Energiepolitik der CSU

Es hagelt Kritik beim poltischen Aschermittwoch der Grünen. Die Energiepolitik der CSU, vor allem Horst Seehofers Haltung zum Ausbau der Stromtrassen sei „heuchlerisch“, so die Grünen-Landeschefin Sigi Hagl bei der Veranstaltung ihrer Partei in Landshut. Er sage in Bayern Nein zur Windkraft, Nein zum Netzausbau und Nein zu Pumpkraftwerken. „Wie soll die kündige Energieversorgung und Energiepolitik dann in acht Jahren ausschauen, wenn alle Atomkraftwerke vom Netz sind? Höchste Zeit, dass wir der Seehofer’schen Blockadepolitik eine Absage erteilen.“

Hagl kritisierte auch die Entwicklung in der Landwirtschaft mit industriellen Produktionsstätten – etwa für Ferkel. „Schluss mit diesem Saustall“, rief sie unter dem Applaus der Zuhörer. Nötig sei eine artgerechte Tierhaltung statt Massentierhaltung. Die Enthaltung der Bundesregierung bei der Abstimmung über den Anbau der Genmaissorte 1507 in der EU sei ein „Verrat am Verbraucher“, der Genpflanzen nicht wolle, sagte sie weiter.
rr/dpa
CSU-Parteizentrale von außen, © Die Parteizentrale der CSU in München

CSU: Politischer Aschermittwoch in Passau

Mit dem traditionellen Einzug des Parteivorsitzenden hat der politische Aschermittwoch der CSU in Passau begonnen. Zu den Klängen des bayerischen Defiliermarsches bahnte sich Horst Seehofer, begleitet von Parteivize Peter Gauweiler, den Weg durch die Zuschauerreihen zum Podium. Beide sollten danach ihre Reden vor den mehreren Tausend Anhängern halten.

Innenpolitische Schwerpunkte ihrer Beiträge dürften die bayerische Kommunalwahl am 16. März und die Europawahl im Mai sein. Außenpolitisches Hauptthema sind die Spannungen in der Ukraine und die russische Machtdemonstration auf der Krim.

rr/dpa

Politischer Aschermittwoch

Der politische Aschermittwoch steht dieses Jahr im Zeichen der Krim-Krise.

Zu Beginn der Fastenzeit laden die Parteien wieder zum traditionellen Politikspektakel nach Niederbayern und anderswo ein. Innenpolitische Schwerpunkte dürften die bayerische Kommunalwahl am 16. März und die Europawahl im Mai sein. Kanzlerin Angela Merkel verzichtet aus Rücksicht auf die CSU wie immer auf eine eigene Großkundgebung am Vormittag. Die CDU-Chefin tritt erst abends bei einer kleineren Veranstaltung im vorpommerschen Demmin auf.

Die am Aschermittwoch üblichen Attacken werden bei CSU und SPD wohl weniger grob ausfallen, da beide Parteien in Berlin Koalitionspartner sind. Hauptredner bei der CSU in Passau sind der Vorsitzende Horst Seehofer und Parteivize Peter Gauweiler. Für Gauweiler ist es ein besonderer Auftritt: Vor 20 Jahren beendete der damalige CSU-Chef Edmund Stoiber bei der Kundgebung wegen vermuteter Spezlwirtschaft Gauweilers Aufstieg in der Partei und forderte ihn zum Rückzug vom Amt des Landesumweltministers auf.

Hauptredner bei der SPD in Vilshofen, ganz in der Nähe von Passau, sind Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly und Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments und Europaspitzenkandidat. Die Grünen laden nach Landshut ein, die FDP nach Dingolfing, die Linke ist in Passau, die Freien Wähler sind in Deggendorf. Auch die Alternative für Deutschland kommt in Niederbayern zusammen.

rr/dpa