Tag Archiv: Protestmarsch

Das Camp der protestierenden Flüchtlinge am Sendlinger Tor in München

Flüchtlinge planen zwölftägigen Protestmarsch durch Bayern

München – Eine Gruppe von Flüchtlingen will von diesem Samstag an aus Protest von München nach Nürnberg laufen. Zwölf Tage soll der Marsch dauern, Ziel ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Dort soll am 20. Oktober eine Demonstration für ein bedingungsloses Bleiberecht, den Stopp aller Abschiebungen und gegen das bayerische Integrationsgesetz stattfinden. Initiiert wird der Marsch von der Gruppe «Refugee Struggle for Freedom», die von Flüchtlingen selbst organisiert wird.

 

Zwischen 60 und 120 Mitglieder haben vor knapp einem Monat in der Münchner Innenstadt ein Protestcamp aufgeschlagen – von dort aus soll der Marsch starten. Unter anderem wollen die Flüchtlinge in Freising, Landshut und Regensburg übernachten. «Wir rechnen mit bis zu 300 Teilnehmern», sagte einer der Organisatoren am Freitag in München. «Nicht überall wurde uns ein Schlafplatz genehmigt, aber wir werden etwas finden.» Das Dauercamp in München wird nach Angaben der Stadt zum Samstag aufgelöst.

 

 

dpa/lby

© Foto: Polizei

Marsch nach München gestoppt!

Die Polizei hat am Montagabend kurz vor der Münchner Stadtgrenze einen Protestmarsch von Asylbewerbern aufgehalten. Die etwa 40 Flüchtlinge und ihre Unterstützer wurden in Karlsfeld bei Dachau gestzoppt.

Die Polizei kontrollierte nach eigenen Angaben die Personalien. Einige Flüchtlinge verweigerten sich der Kontrolle. Festnahmen habe es zunächst nicht gegeben.  Zwei Protestmärsche von Flüchtlingen werden am Dienstag um 18.00 in München zu einer Abschlusskundgebung an der Münchner Freiheit erwartet.

Am 20. August war eine Gruppe von Flüchtlingen in Würzburg gestartet, eine weitere Gruppe brach in Bayreuth Richtung München auf. Beide Märsche ziehen in die Landeshauptstadt, um dort gegen die bayerische Asylpolitik zu demonstrieren.

Auf dem Weg nach München haben mehrere Flüchtlinge gegen ihre Residenzpflicht verstoßen, es war bei Kontrollen auch zu Handgreiflichkeiten mit der Polizei gekommen.

me/dpa