Tag Archiv: Psychiatrie

© Der junge Mann hat ein Bild der Verwüstung hinterlassen - Glasscherben am Boden - Symbolfoto

21 Autos beschädigt: 22-Jähriger randaliert in Germering

Ein offensichtlich unter Drogen stehender 22-Jähriger ist heute Vormittag in Germering verhaftet worden. Er hatte insgesamt 21 Autos beschädigt und mit einem Feuerlöscher in einer Schule randaliert.

Weiterlesen

Tastatur, © Symbolfoto

28-Jähriger in Psychiatrie eingewiesen: Versuchter Waffenkauf im Darknet

Weil er eine Pistole samt Munition im Darknet kaufen wollte, ist  die Wohnung eines 28-Jährigen aus dem Landkreis Erding durchsucht worden. Es wurden keine Waffen, jedoch Kokain, Heroin und eine Cannabis-Aufzuchtanlage gefunden. Der Mann kam wegen psychisch auffälligem Verhalten in eine Klinik.

Weiterlesen

Gustl Mollath muss nicht mehr in die Psychiatrie

Gustl Mollath ist laut Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters nicht mehr gefährlich für die Allgemeinheit. Eine erneute Zwangseinweisung in die Psychiatrie hält Professor Norbert Nedopil für nicht angemessen. «Eine psychische Störung ist nicht nachweisbar», betonte der forensische Experte aus München am Freitag vor dem Landgericht Regensburg. Der Angeklagte habe außer den vorgeworfenen Taten keinerlei wahnhafte Handlungen gezeigt. Demnach sei Mollath auch voll schuldfähig, die Bewertung obliege jedoch dem Gericht.

Weiterlesen

Autohändler über Mollath: Er wollte Helfern seiner Frau schaden

Im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath hat ein Autohändler von unmissverständlichen Rache-Äußerungen des Nürnbergers berichtet. Gustl Mollath habe ihm bei einem Besuch 2005 gesagt, dass er allen Menschen schaden werde, die seiner Ex-Frau und ihrem neuen Freund geholfen hätten, sagte der 59-jährige Zeuge am Mittwoch vor dem Landgericht Regensburg. Weiterlesen

München Aubing: Stadtrat Assal in Psychiatrie

Nachdem der umstrittene Stadtrat Josef Assal einen Einbruch in sein eigenes Haus in München versucht hat, hat ihn die Polizei in einem psychiatrischen Krankenhaus „zwangsuntergebracht“.

 

Stadtrat schlägt seine eigene Tür ein

Assal war am Mittwoch Abend ohne das vorher zu Hause anzukündigen, von einer Reha in in Bad Godesberg zurückgekommen.

Wie seine Frau später angab, hatte Assal seine Schlüssel zum Haus auf Reha verloren und kam deswegen nicht hinein. Assal sagt, er habe geklingelt,  was seine Frau scheinbar nicht gehört hatte.

Daraufhin seine Idee: Er bricht einfach ein.

Der Stadtrat brach die Kellertür auf und versuchte dann, eine zweite einzuschlagen. Diesen Krach hörte seine Ehefrau aber und bevor sie und Josef Assal überhaupt aufeinander trafen, hatte die Ehefrau schon die Polizei gerufen.

Die rückte prompt an – Josef Assal kam ohne Gegenwehr aus dem Haus heraus und ließ sich mitnehmen. Es ging allerdings nicht auf die Wache,  sondern direkt in die Psychiatrie.

Stadtrat Assal selbst sagte, er habe sich freiwillig dort hin bringen lassen.

Die Polizei dagegen gab ab, sie habe „den Randalierer zwangsuntergebracht“.

Laut Informationen der Ehefrau von Josef Assal habe ihr Mann schon seit längerem unter einem Burn-Out-Syndrom gelitten und befand sich seit Monaten gesundheitlich in einem schwer angeschlagenen Zustand.

Er werde sich aber erholen, nur würde es einige Monate dauern, meinte die Ehefrau.

 

Der Problem-Stadtrat

Bereits im vergangenen Jahr war Josef Assal in die Schlagzeilen geraten, weil er in der Öffentlichkeit ein Spanferkel gegrillt hatte, auf dem „Münchner Stadtrat“ geschrieben stand.

Seinen Posten als Arzt am Schwabinger Klinikum hatte er vor Kurzem verloren, weil er außerhalb seiner Dienstzeit eine Krankenschwester herumkommandiert hatte.

Nachdem er bei der Kommunalwahl sein Stadtrats-Mandat für die SPD verteidigt hatte, entschloss er sich kurz darauf, doch nicht mehr bei den Sozialdemokraten dabei sein zu wollen und wechselte zur Fraktion Bürgerliche Mitte.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar

adc

Kindesmissbrauch in über 200 Fällen: Siebeneinhalb Jahre Haft

Das Landgericht München hat einen Familienvater wegen Kindesmissbrauchs in mehr als 200 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Außerdem beschlossen die Richter am Freitag die Unterbringung des Mannes in einer Psychiatrie. Der 58-Jährige hatte gestanden, sich an seinem Stiefsohn sowie den Töchtern eines Nachbarn und einer ehemaligen Angestellten vergangen zu haben. Während der mehrwöchigen Verhandlung stellte sich durch eine Zeugenaussage heraus, dass der Angeklagte auch Kinder einer Kita, in die sein leiblicher Sohn ging, sexuell missbraucht hatte.
rr/dpa

Wiederaufnahmeverfahren: Mollath-Prozess beginnt am 7. Juli

Insgesamt 17 Verhandlungstage und 42 Zeugen – Wie das Landgericht Regensburg am Donnerstag mitteilte, beginnt das Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath am 7. Juli. Die Verhandlungen sollen bis zum 14. August gehen. Neben einigen Gutachtern aus den vorherigen Verfahren sind drei Sachverständige mit den Fachrichtungen forensische Psychiatrie, Rechtsmedizin und Kfz-Schäden vorgesehen. Der 57 Jahre alte Nürnberger Mollath muss sich wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte 2006 festgestellt, dass Mollath seine inzwischen von ihm geschiedene Frau körperlich misshandelt und Autoreifen zerstochen hatte. Weil die Gutachter den Nürnberger jedoch wegen seiner angeblichen Wahnvorstellungen als gemeingefährlich eingestuft hatten, sprach das Gericht Mollath wegen Schuldunfähigkeit frei, und er wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Erst im Vorjahr wurde er nach sieben Jahren entlassen. In dem jetzigen Verfahren soll der Psychiater Norbert Nedopil ein Gutachten erstellen. Bislang hat sich Mollath einer erneuten psychiatrischen Begutachtung aber verweigert.
rr/dpa

Fall Mollath: Wiederaufnahmeverfahren beginnt am 7. Juli

Der Fall Gustl Mollath wird wieder aufgenommen. Das Landgericht Regensburg teilte am Donnerstag mit, dass das Wiederaufnahmeverfahren am 7. Juli 2014 beginnen wird. Bis zum 14. August habe die 6. Strafkammer insgesamt 15 Termine anberaumt. Gustl Mollath war jahrelang gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht. Nun soll ein neues psychiatrisches Gutachten erstellt werden. Als Gutachter ist der Psychiater Norbert Nedopil vorgesehen. Der 57 Jahre alte Mollath muss sich wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.
Neue Erkenntnisse werden in dem Wiederaufnahmeverfahren nicht erwartet. Bereits das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mollath vom Vorwurf freigesprochen, seine inzwischen von ihm geschiedene Frau körperlich misshandelt und Autoreifen zerstochen zu haben. Trotzdem hatten ihn damals die Gutachter wegen seiner angeblichen Wahnvorstellungen als gemeingefährlich eingestuft und in die Psychiatrie eingewiesen. Erst nach sieben Jahren war Mollath entlassen worden.

rr/dpa

Fall Gustl Mollath: Gericht will neues psychiatrisches Gutachten

Im Sommer ist Gustl Mollath aus der Psychiatrie entlassen worden. Er soll nun erneut psychiatrisch begutachtet werden. Wegen des Wiederaufnahmeverfahrens am Landgericht Regensburg soll der Psychiater Norbert Nedopil die Schuldfähigkeit des 57 Jahre alten Nürnbergers überprüfen, der jahrelang gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht war. Der Gerichtssprecher Johann Piendl bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Nürnberger Nachrichten“. Die zuständige 6. Strafkammer habe die Bestellung des Gutachters unter anderem mit der „Vorgeschichte“ des Falls begründet. Das Wiederaufnahmeverfahren soll voraussichtlich im Frühjahr beginnen.

rr/dpa

 

Gustl Mollath bei münchen.tv: „Man wird in die Hölle geschickt.“

Rund einen Monat nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie gab Gustl Mollath am Dienstag in München sein erst zweites Fernsehinterview. Auf münchen.tv bekräftigte er gegenüber dem Chefredakteur Jörg van Hooven in der Sendung „Menschen in München“ seine Vorwürfe in Bezug auf die Unterbringung. In der geschlossenen Abteilung der Anstalt seien folterähnliche Maßnahmen ergriffen worden. Mollath: „Man hat einen vordergründigen Freispruch und man wird in die Hölle geschickt. Das hat niemand verdient.“

 

Auch seine Kritik an Justizministerin Beate Merk bringt Gustl Mollath in dem Gespräch offen zum Ausdruck: „Sie weiß ganz genau, dass das, was sie sagt, und vorher gesagt hat über mich, nicht stimmt.“

 

In der 45-minütigen Talksendung streitet Mollath außerdem vehement jede Gewalt gegenüber seiner Frau ab und rollt die Geschehnisse der vergangenen sieben Jahre noch einmal aus seiner Sicht auf.

 

 

Verfassungsbeschwerde von Gustl Mollath zu seinem Psychiatrieaufenthalt ist erfolgreich

Nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts saß Gustl Mollath in den vergangenen zwei Jahren verfassungswidrig in der Psychiatrie. Das höchste deutsche Gericht gab am Donnerstag einer Beschwerde des 56-Jährigen statt. Die Karlsruher Richter werfen ihren Kollegen in Bayern vor, ihre Entscheidungen nicht gut genug begründet, sondern sich mit knappen, allgemeinen Aussagen begnügt zu haben. Zehn Tage vor der Landtagswahl nutzt die Opposition diese Steilvorlage zu einem erneuten Angriff auf Justizministerin Beate Merk.

 

mt

SPD und Grüne fordern Ermittlungen gegen Richter im Fall Mollath

SPD und Grüne fordern Ermittlungen gegen den Richter, der Mollath 2006 in die Psychiatrie eingewiesen hatte. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat diese Forderung jedoch scharf zurückgewiesen. SPD und Grüne werfen dem inzwischen pensionierten Richter vor, er sei befangen gewesen und habe im Untersuchungsausschuss des Landtags gelogen. Grünen-Fraktionschef Martin Runge wirft der Staatsanwaltschaft vor, auch jetzt noch Unwahrheiten zu verbreiten.

Psychiatrische Gutachten über Gustl Mollath sind öffentlich im Internet einsehbar

Der Anwalt von Gustl Mollath hat sämtliche psychiatrische Gutachten über seinen Mandanten im Internet veröffentlicht. Bis vor kurzem war der 57-Jährige noch gegen seinen Willen in der Psychiatrie festgehalten worden – sieben Jahre lang.

 

«Angesichts der neu einsetzenden Diskussion um die Rolle der Psychiatrie, (…), aber auch zur Aufhellung der Verantwortlichkeiten im Umgang mit Gustl Mollath erscheint uns ein Höchstmaß an Transparenz angebracht», erklärte der Rechtsanwalt Gerhard Strate sein Handeln. Der Nachrichtenagentur dpa gegenüber sagte er: «Ich gehe mal davon aus, dass das Konsequenzen haben wird».

 

Viele Fachleute zeigten großes Interesse an den von ihm veröffentlichten Dokumenten.

 

mt / dpa / lby

1 2