Tag Archiv: Psychiatrie

Verwirrt und nackt im Parkhaus: Junger Mann greift Polizeibeamte an

Weil er verwirrt und komplett nackt in einem Münchner Parkhaus weilte, wurde ein 19-Jähriger am Freitagmorgen der Polizei gemeldet. Er war nicht ansprechbar und hatte offenbar die vorherige Nacht dort verbracht.

 

Als die Polizeibeamten eintrafen, flüchtete der junge Mann zunächst, kehrte aber kurze Zeit später zurück. Als ihn die Polizisten festhalten wollten, leistete er Wiederstand und drohte, sie umzubringen. Er spuckte nach den Beamten und versuchte, nach ihnen zu treten und na ihre Dienstpistolen zu kommen. Einen Polizeibeamten biss er beim Abtransport im Auto sgar in den Finger.

 

Während der Fahrt begann er dann auch noch, zu onanieren – und hörte selbst in der Haftzelle nicht damit auf.  Auf Anordnung des Gesundheitsamtes wurde 19-Jährige  in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

 

mt / Polizei

Mollath attackiert Merk

Bei seinem Besuch in der ARD-Talkshow «Beckmann» hat Gustl Mollath die bayerische Justizministerin Beate Merk scharf kritisiert. Der sieben Jahre gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebrachte Mollath warf  der Ministerin vor, sich in Widersprüche verstrickt zu haben. «Ich sag‘ es, wie es ist, auch wenn das jetzt unverschämt klingt: Da ist Hopfen und Malz verloren», sagte Mollath wörtlich. «Die Statements, die sie vor einem Jahr über meine Person abgegeben hat und meinen Fall, sind über 180 Grad konträr zu dem, was sie heute zum Besten gibt.»

Mollath war 2006 als gemeingefährlich in die Psychiatrie eingewiesen und vor gut einer Woche entlassen worden. Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte auf eine Beschwerde seines Anwalts hin zugleich angeordnet, das Verfahren gegen den 56-Jährigen Maschinenbauer in Regensburg neu aufzurollen. Mit der Aufhebung eines früheren Urteils kam Mollath noch am selben Tag frei.

me / dpa

Mollath will wieder als Maschinenbauer arbeiten

Der nach sieben Jahren aus der Psychiatrie entlassene Gustl Mollath will in den kommenden Monaten in seinen alten Beruf als Maschinenbauer zurückkehren, erklärte er in einem Interview mit der BILD.

 

Nach seiner überraschenden Entlassung wohnt Gustl Mollath nun vorerst bei einem Schulfreund im Raum Nürnberg. Seinen ersten Tag in Freiheit habe er mit einem ausgiebigen Frühstück, Gesprächen mit seinen Unterstützern sowie seinem Anwalt verbracht – es gehe ihm also den Umständen entsprechend gut.

 

Der 56-Jährige war am Dienstag durch einen Beschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg überraschend aus der Psychiatrie entlassen worden. Das Strafverfahren gegen ihn unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung wird neu aufgerollt.

 

me / dpa

Reaktionen auf die Freilassung von Gustl Mollath

Es war die Nachricht des Tages, und sie hat eingeschlagen wie eine Bombe: Gustl Mollath kommt frei – nach sieben Jahren Psychiatrie. Nachdem das Landgericht Regensburg die Wiederaufnahme seines Verfahrens erst vor kurzem verweigert hatte, hatte mit der Freilassung so schnell eigentlich kaum jemand gerechnet. Umso größer ist die Freude.

 

Horst Seehofer begrüße die Entscheidung des Oberlandesgerichts in Nürnberg und sagte: „Am Ende könnte es zwei Gewinner geben: Das eine ist ein fairer Rechtsstaat, das andere ist die Person Gustl Mollath“. Zufrieden ist auch Bayerns Justizministerin Beate Merk: „Die Justiz hat nun Gelegenheit, in einem weiteren öffentlichen Verfahren zu klären, ob Herr Mollath zu Recht untergebracht ist oder nicht – und damit auch die Zweifel, die viele Menschen an dieser Entscheidung haben.“ Sehr zufrieden zeigte sich auch Mollath-Anwalt Gerhard Strate: „Damit ist in Bayern wieder der Rechtsstaat hergestellt“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

 

Auch in den sozialen Netzwerken drücken viele ihre Freude über die Freilassung Mollaths aus. Sein offizieller Twitteraccout, der bislang von Unterstützern betrieben wurde, meldet heute:

 

 

 

Dazu beeindruckt der Betreiber des Accounts nochmal mit Zahlen: Insgesamt 2717 Tagen beziehungsweise 65218 Stunden war Gustl Mollath gegen seinen Willen in einer Psychiatrie, heißt es dort.

 

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude meldet sich ebenfalls über den Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort.

 

 

 

 

Aber auch Kritik am jahrelangen Hin und Her im Fall Mollath wird wieder laut – viele Internetnutzer äußern die Forderung, den Fall nun endlich ordnungsgemäß neu aufzuwickeln und die Missstände offenzulegen.

 

Gustl Mollath kommt frei

Seit sieben Jahren sitzt er in der Psychiatrie – jetzt kommt Gustl Mollath umgehend frei, denn das Strafverfahren gegen ihn wird wieder aufgenommen. Wie das Oberlandesgericht Nürnberg heute beschlossen hat, wird der 56-Jährige so schnell wie möglich aus der Unterbringung in der Bayreuther Psychiatrie entlassen.

 

Mollath befindet sich seit sieben Jahren gegen seinen Willen in dieser Einrichtung. Der Vorwurf: Er soll seine Frau misshandelt und Autoreifen zerstochen haben – und daher gefährlich sein. Zu den Vorwürfen äußerte er sich auch in einem Untersuchungsausschuss.

 

Erst kürzlich hatte Mollath einen Rückschlag hinnehmen müssen, als das Landgericht Regensburg sich gegen die Wiederaufnahme des Verfahrens entschieden hatte. Das Nürnberger OLG ordnete nun aber eine neue Hauptverhandlung an und verwies das Verfahren an eine andere Kammer des Landgerichts Regensburg.

 

mt  / dpa

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