Tag Archiv: Randale

FC Bayern München: Krawallmacher werden verschont – Polizei ist entsetzt!

Der FC Bayern München hat 56 Stadionverbote aufgehoben –  gegen den ausdrücklichen Wunsch der Münchner Polizei. 32 Hooligans waren an den schweren Ausschreitungen beim Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg im April 2013 beteiligt. Weiterlesen

München: Schwacher 1860-Auftritt in Lustenau – Fürth und FCI gewinnen Tests

Einen Monat vor dem Zweitliga-Start haben Fürth und Ingolstadt am Wochenende mit Testspielsiegen überzeugt. Eine unerwartete Niederlage setzte es stattdessen für den TSV 1860 München – und das bei einem österreichischen Zweitligisten.

 

Gut vier Wochen vor dem Neustart in der 2. Fußball-Bundesliga präsentiert sich die Mehrzahl der bayerischen Clubs schon ordentlich in Form. Einzig der TSV 1860 München musste nach dem 2:1-Sieg gegen Lokomotive Moskau in seinem zweiten Testspiel am Samstag beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau eine unerwartete 0:1 (0:1)-Niederlage einstecken. „Wir waren nicht frisch“, bilanzierte Trainer Ricardo Moniz und kündigte eingehende Teambesprechungen an: „Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Das Spiel werden wir knallhart analysieren und daraus unsere Schlüsse ziehen.“

 

Beim 100-Jahre-Jubiläum der Vorarlberger Clubs erzielte Abu Bakarr nach 14 Minuten den einzigen Treffer. Die „Löwen“ zeigten sich vor dem Tor zu unentschlossen und hatten Glück, dass Torwart Gabor Kiraly eine knappe Viertelstunde vor Schluss einen Kopfball von Marcel Schreter noch gerade so parieren konnte. Der niederländischen 1860-Coach Moniz sah in der schlechten Chancenverwertung den Hauptgrund für die Pleite, „deshalb haben wir dieses Spiel verloren“.

 

Siege Fürth und Ingolstadt

 

Besser lief es für die SpVgg Greuther Fürth, die am selben Tag den Drittligisten Rot-Weiß Erfurt mit 2:0 (2:0) besiegte. Per 20-Meter-Schuss in den Torwinkel besorgte Orkan Cinar (13. Minute) die Führung, die Niko Gießelmann per Foulelfmeter ausbaute (38.).

 

Der FC Ingolstadt stellte gegen die Reserve des VfB Stuttgart seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis. Die Neuzugänge Benjamin Hübner (8.) und Lukas Hinterseer (12.) sowie Kapitän Marvin Matip (31.) trafen.

 

Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg macht sich am Montag auf in sein achttägiges Trainingslager ins Allgäu, am Wochenende bekamen die Profis dafür noch frei. In Oberstaufen werden auf die Spieler dann allerdings „härtere Tage“ zukommen, wie Trainer Valérien Ismaël ankündigte. In seinen beiden bisherigen Testspielen hatten die Franken zweistellige Siege gegen unterklassige Vereine eingefahren.

 

RG / dpa

München MVG: Vandalismus im Wert von 2 Millionen Euro

Die Schäden durch Vandalismus in Zügen, Bussen,  Straßenbahnen und an Bahnsteigen haben die Münchner Verkehrsgesellschaft, MVG, im vergangenen Jahr über 2 Millionen Euro gekostet.

2,1 Millionen Euro Reparaturkosten bedeuten rund 12 Prozent mehr Ausgaben für die Wiederinstandsetzung von Schäden durch Vandalen im Vergleich zum Jahr 2012.

Vor zwei Jahren musste die MVG rund 1,9 Millionen Euro zahlen.

Die Zahlen aus 2013 sind aber nicht zu hundert Prozent mit den restlichen Jahren vergleichbar, da die MVG  allein für eine Sonderaktion, bei der die Verkehrsgesellschaft alle beschädigten Sitzbänke erneuert hat, Mehrausgaben hatte.

Rund 80 Prozent der Schäden betreffen die U-Bahn. Das macht rund 1,8 Millionen für Schäden im unterirdischen Bereich.

Das waren etwa 12 Prozent bzw. 200000 Euro mehr als in 2012.

 

Oben wird es besser

Erfreulich für die MVG: Sachbeschädigungen in den Bussen und in der Tram sind weiter rückläufig.

Schon seit 2011 sinkt die Zahl von Vandlismus-Aktionen. In diesem Jahr sanken die Schäden im oberirdischen Verkehr um 37 Prozent auf rund 1900000 Euro.

An den Fahrkarten-Automaten und anderen Geräten verursachten Vandalen einen Schaden von rund 150000 Euro im Jahr 2012.

 

Vandalismus lohnt nicht

Rund 2000 Fälle von Vandalismus meldete die MVG bei der Polizei im vergangenen Jahr, 80 Täter konnten geschnappt werden. Viele von denen waren vor allem für Graffitti-Schäden verantwortlich.

In jedem Fall sollten die Täter Schmierereien oder Zerstörungen unterlassen. Oftmals kommt ihnen die Polizei noch nach Monaten auf die Schliche, wenn sie sich schon wieder sicher fühlen. Dann können oft auch mehrere Straftaten ein und dem selben Täter oder der gleichen Tätergruppe zugeordnet werden.

adc / mvg

 

München: Polizeiliches Resümee nach Spiel FC Bayern München gegen 1. FC Kaiserslautern

47 Festnahmen, mehrere Randale und Körperverletzungen – so lautet das Resümee des Münchner Polizeipräsidiums nach der Begegnung des FC Bayern München mit dem 1. FC Kaiserslautern am Mittwochabend.

 

Um 20:30 war der Anpfiff in der Münchner Allianz Arena. Bereits vor dem Spiel kam es zu Einsätzen der Polizei. Aber auch danach und währenddessen hatten die Beamten alle Hände voll zu tun.

 

Randale am Viktualienmarkt

Vor dem Spiel versammelten sich ca. 500 Anhänger der Gastmannschaft auf dem Viktualienmarkt zu einem so
genannten „Europapokal warm up“. Im Bereich des Viktualienmarktes wurden durch diese Personen insgesamt fünf Rauchkörper in den Farben Weiß und Rot gezündet. Nachdem Polizeibeamte die Anhänger der Gastmannschaft diesbezüglich angesprochen hatten, kam es zu einer Beleidigung eines Polizeibeamten. Der Täter wurde festgenommen. Durch einen Anhänger der Gastmannschaft wurde dazu aufgerufen, den Festgenommenen zu befreien. Es solidarisierten sich mehrere Personen, die sich vermummten und Flaschen und Bierkrüge in die Richtung von Polizeibeamten warfen. Durch die Polizei konnten die Angreifer zurück gedrängt werden und noch zwei weitere Personen wegen des Werfens eines Bierkrugs und Beleidigung festgenommen werden.

 

Einsatz Fackeln und Rauchörper durch Fans

Rechtzeitig vor Spielbeginn begab sich ein Großteil der Gastfans zum U-Bahnhof Marienplatz, um mit der U-Bahn nach Fröttmaning zu fahren. Am U-Bahnabgang wurde durch einen Gastfan eine Lampe beschädigt. Er konnte festgenommen werden. Auf dem Weg von dem U-Bahnhof Fröttmaning zur Arena zündeten Gastfans einen Böller und zwei Rauchkörper. Auch im Bereich des Busbahnhofs Nord wurden mehrere Rauchkörper gezündet. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden. Unmittelbar vor Spielbeginn wurden in der vordersten Reihe des Gästefanblocks im Sichtschutz eines Banners Bengalische Fackeln verteilt. Nachdem sich die Personen mit Kapuzen unkenntlich gemacht hatten, wurden ca. 15 bis 20 Fackeln entzündet.

 

Körperverletzung und Beleidigung

Während des Spiels beleidigte ein Fan des FC Bayern München eine Gruppe von fünf Anhängern des 1. FC Kaiserslautern. Der Mann wurde durch die fünf Personen ins Gesicht geschlagen. Polizeibeamte konnten die Täter festnehmen.

Kurz vor Spielende wurde im Gästefanblock durch mehrere Personen ein rotes Bengalisches Feuer gezündet. Nach dem Spielende konnte einer der Täter in einer Gruppe Fans identifiziert und festgenommen werden. Einige Personen bedrängten die festnehmenden Beamten. Ein Polizeibeamter wurde durch den Tritt eines bislang unbekannten Täters leicht verletzt. Diese Situation konnte schließlich beruhigt werden.

 

Zusammenprall von Fans des FC Bayern München und des TSV 1860

Am U-Bahnhof versuchte eine Gruppe von ca. 70 Fans des FC Bayern in die wartende U-Bahn zu stürmen, in der sich Anhänger des TSV 1860 befanden. Durch rasches Eingreifen von anwesenden Polizeibeamten unter Einsatz des Schlagstocks und Pfeffersprays, konnte ein Zusammenstoß der beiden Fangruppen verhindert werden.

 

 

Es konnten 27 Personen festgenommen und wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs angezeigt werden.
Insgesamt kam es vor, während und nach dem Spiel zu 47 Festnahmen. Durch Polizeibeamte mussten immer wieder Gruppen von Fans beider Vereine auseinandergehalten werden, um Zusammenstöße zu verhindern. Hierbei wurden insgesamt drei Polizeibeamte leicht verletzt.

 

rr/Polizeipräsidium München

München: Bundespolizei lobt KSC-Fans

Am Sonntag war der Karlsruher SC zu Gast beim TSV 1860 München in der Allianz Arena (Endstand 0:3). Rund 3.000 Fans haben die Badener in die bayerische Landeshauptstadt begleitet. Rund 620 davon mit einem eigens organisierten Fan-Zug. Die Tickets zum Preis von je 30 Euro waren schnell vergriffen. Organisiert wurde die Fahrt von den „Supporters“, dem Fan-Dachverband des KSC.

Neue Form der Fan-Zugreise

Die Besonderheit dabei: Die Zugbegleitung durch Einsatzkräfte der Bundespolizei entfällt. Lediglich zwei, den meisten Fans bekannte, zivile Fankundigen Beamte der Bundespolizei begleiten die knapp 300 km lange Zugreise. Von der Abfahrt in Karlsruhe (08:00 Uhr) bis zur Ankunft in München (11:36 Uhr) sowie in der Rückreise (München 17:15 Uhr – Karlsruhe 20:56 Uhr) sind die Fans überwiegend unter sich. Dass trotzdem alles in gelenkten Bahnen abläuft, dafür haben Verein und Organisatoren 20 eigene Ordner, alle KSC-Fans, im Einsatz. Zudem hat der KSC seinen Fans im Zug ein Glasflaschenverbot auferlegt. Die Organisatoren bitten die Fans vorab um Alkoholverzicht und weisen auf (zivilwie strafrechtliche) Folgen bei Beschädigungen im Zug sowie das Verbot des Beklebens und Beschmierens hin. Sie betonen auch, unterwegs keine Gegenstände aus dem Zug zu werfen, und bitten, die im Zug aufgehängten zusätzlichen Müllsäcke rege zu bedienen.

Fazit: alles ruhig

Die Münchner Bundespolizei war vom Auftreten der KSC-Fans im Zugreiseverkehr sehr angetan. Es kam zu keinerlei Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.
Für Polizeidirektor Jürgen Vanselow, Leiter der Bundespolizei am Hauptbahnhof in München,  ist das die geeignete Form künftiger Zug-Fanreisen. „Wir unterstützen diese Fanzüge, ob als Sonderzüge oder sog. Entlaster. Fußballfans und andere, normale Bahnreisende können so, getrennt voneinander, die gleichen Ziele erreichen. Dies entlastet die Bundespolizei personell, da die Begleitung im Zug weitestgehend entfällt, nur im Ausnahmefall notwendig wird. Die Fans sind für ihr Verhalten selbst verantwortlich und es kommt auch zu einer Art Selbstregulierung im Zug.“

Bundespolizei jedes Wochenende im Großeinsatz

Die Bewältigung des Fußballfanreiseverkehrs bindet an jedem Spieltag, vorwiegend an den Wochenenden, hunderte von Bundespolizeibeamten. Allein 2012 gab es gemäß dem
Jahresbericht der Bundespolizei bundesweit 1.753 Einsatzanlässe mit 380 Brisantbegegnungen. Rund 3,3 Millionen bahnreisende Fußballanhänger wurden gezählt, denen 2.828
Straftaten zugeordnet wurden. 97.688 Bundespolizisten hatten 701.032 Stunden im Fußballeinsatz zugebracht.
mh / Bundespolizei

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