Tag Archiv: Religion

Angriff mit Messer, © Symbolfoto

Weil sie vom muslimischen zum christlichen Glauben wechselte: Musste eine Mutter wegen ihrer Religion sterben?

Sie war mit ihren beiden Kindern in den Supermarkt gegangen um Lebensmittel einzukaufen. Plötzlich wird die 38-jährige Afghanin mit einem Messer niedergestochen. Wenig später verstirbt die Frau im Krankenhaus. Der Fall aus Prien am Chiemsee hat in den letzten Tage viele Menschen schockiert. Die Ermittler äußerten heute, dass die Tat womöglich religiös motiviert war.
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München: Fronleichnamsprozession führt zu Verkehrsbehinderungen

Am Donnerstag, den 19. Juni zieht wieder die Prozession zu Fronleichnam, an der mehrere tausend Katholiken teilnehmen werden, durch die Innenstadt in München.

Um neuen Uhr beginnt der Gottesdienst auf dem Marienplatz, danach zieht die Prozession, geleitet von Erzbischof Reinhard Marx über die Residenzstraße zum Segensaltar an der Ludwigskirche und über die Ludwig- und Theatinerstraße zurück zum Marienplatz, wo Kardinal Marx den eucharistische Segen spenden wird.

 

Das Fest des Leibes Christi

 

Christen feiern Fronleichnam in jedem Jahr zwei Wochen nach Pfingsten.

Im katholischen Jahreszyklus ist der Gottesdienst und die zugehörige Prozession, bei der die Hostie vor dem Zug aus Menschen hergetragen wird, eines der wichtigsten Feste.

Die Stadt München erklärt die Bedeutung des Fronleichnam-Festes:

„Das katholische Fest Fronleichnam findet alljährlich am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt und ist mit seinen großen Prozessionen in vielen deutschen Städten ein Pflichttermin für viele Katholiken. Den eigentlichen Mittelpunkt des Festes bilden jedoch die Feier und der Empfang der Eucharistie, des Leibes Jesu Christi, in Form einer Hostie. Der Name „Fronleichnam“ beinhaltet eben dieses Element: ‚Leichnam‘ bedeutete im Mittelalter „Leib“, „Fron“ stand für „Herr“, also der Leib des Herrn Jesus Christus.“

 

Der Vekehr muss warten

Wegen der Prozession wird der öffentliche Personennahverkehr wie folgt umgeleitet:

Ab ca. 5 Uhr:

  • Der StadtBus 154 wird via Akademiestraße umgeleitet. Die Haltestelle Universität entfällt in beiden Fahrtrichtungen.

 

Ab ca. 8 Uhr:

  • Die Tramlinie 19 fährt zwischen Max-Weber-Platz und Hauptbahnhof Süd eine Umleitung über die Linie 16 (Gasteig – Isartor). Die Haltestellen Maximilianeum, Maxmonument, Kammerspiele, Nationaltheater,Theatinerstraße, Lenbachplatz, Karlsplatz Nord und Hauptbahnhof entfallen. Am Karlsplatz (Stachus) wird ersatzweise die Haltestelle der Tramlinien 16/17/18 bedient.
  • Am Hauptbahnhof ist die Linie 19 über die Haltestelle Hauptbahnhof Süd zu erreichen.
  • Der MetroBus 52 endet vorzeitig am Viktualienmarkt (Haltestelle im Rosental). Die Haltestelle Marienplatz entfällt. Auf der Umleitungsstrecke werden stadteinwärts die Haltestellen Sendlinger Tor und St.-Jakobs-Platz der Buslinie 62 mitbedient.
  • Der StadtBus 100 (MVG Museenlinie) wird durch den Altstadtringtunnel umgeleitet. Die Haltestellen Königinstraße (nur in Fahrtrichtung Ostbahnhof), Von-der-Tann-Straße, Odeonsplatz, Amalienstraße und Oskar-von-Miller-Ring entfallen.
  • Der StadtBus 132 wendet vorzeitig am Isartor. Die Haltestellen Rindermarkt, Marienplatz und Tal entfallen. Fahrgäste können zwischen Isartor und Marienplatz die S-Bahnen nutzen.

Während der Prozession bleiben die Straßen beim Durchgang der Gläubigen gesperrt.

adc / mvg / muc

100.000 Besucher im Ägyptischen Museum in München

Binnen fünf Monaten haben 100.000 Menschen das neue Ägyptische Museum in München besucht. Das Kunstministerium sprach am Donnerstag von einem Besucherrekord. Minister Ludwig Spaenle (CSU) will den hunderttausendsten Besucher am nächsten Dienstag mit einem Blumenstrauß und einer Jahreskarte der Staatlichen Museen ehren.

 

Der Neubau des Museums war Anfang Juni eröffnet worden. In dem unterirdischen Neubau aus Beton, Stahl und Glas des Architekten Peter Böhm stehen 1.800 Quadratmeter für die Dauerausstellung zur Verfügung, 400 weitere für Sonderausstellungen. Statt in zeitlicher Abfolge hat das Museum seine Kunstwerke thematisch geordnet in Räumen mit Titeln wie «Religion», «Pharao» oder «Jenseitsglaube».

 

Der Neubau hat nach Angaben des bayerischen Kunstministeriums gemeinsam mit der neuen Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) 107 Millionen Euro gekostet, drei Millionen kamen für den Umzug dazu.

 

dpa/cb

Abtreibungsgegner müssen zahlen

Religiös motivierte Abtreibungsgegner haben bei Auftritten vor einer Münchner Frauenarzt-Praxis gegen städtische Auflagen verstoßen und müssen deshalb Strafe zahlen. Der Verein «Lebenszentrum – Helfer für Gottes kostbare Kinder» reichte Klage gegen das Strafgeld ein, diese wurde jedoch vom Verwaltungsgericht zurückgewiesen.

 

Der Verein ist seit Jahren regelmäßig vor der Praxis eines Münchner Gynäkologen präsent, der Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Die Demonstranten zeigten das Foto eines Embryos. Einer jungen Frau wurde ein Flugblatt aufgedrängt.

 

Die Vorsitzende Richterin hatte bereits in der mündlichen Verhandlung klargestellt, dass das Zeigen von Bildern zum Thema Abtreibung nach dem Auflagenbescheid der Stadt verboten sei.

Der Verein will die Entscheidung anfechten.

 

 

jn / dpa